Foto: Enzer

Beatrice Grimm
Tanz- und Kontemplationslehrerin
Ausbildung und Schulungen in Ausdruckstanz, Schauspiel, therapeutischer Bewegungs- und Körperarbeit, Sakralem Tanz, Zen, Qigong, Ridhwan-Schule bei A.H. Almaas. Langjährige Assistentin und Co-Leiterin in Kursen, Lehrbeauftragung in Kontemplation von Willigis Jäger.

Zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitschriften.
Co-Autorin der Bücher:

Der Himmel in dir - Einübung ins Körpergebet, Kösel 2000.
Spirituell leben, Inspirationen - von Achtsamkeit bis Zufall,
Herder 2002.
Willigis Jäger, Das Leben ist Religion - Stationen eines spirituellen Weges, Kösel 2005.
Doris Iding/Quellen der Heilung - Gespräche mit spirituellen Lehrern, Ärzten und Heilern/Theseus 2007

Herausgeberin gemeinsam mit Willigis Jäger:
Die Flöte des Unendlichen - Mystische Rezitationstexte aus Ost und West, Wege der Mystik 2009.

In ihrer Arbeit geht sie der Frage nach:
Wie können wir den Zugang zu uns selbst vertiefen?
Wie können wir den Schleier immer wieder lüften?
Was können wir Menschen auf ihrem Weg mitgeben?

Wir sind zutiefst präsentes schöpferisches Bewusstsein. Es geht um die Einübung in eine Präsenz, die eine andere Dimension bedeutet.
Das Paradox zu begreifen, dass wir unser Körper, unsere Gefühle unsere Gedanken sind und zugleich nicht sind, dass wir gleichzeitig diese Wahrnehmung sind und sie auch nicht sind. Wer/was ist diese Wahrnehmung einer Präsenz, die wir mit unserem personalen Bewusstsein nicht wahrnehmen können, die aber schon immer da war als zeitloses Jetzt?

In den westöstlichen Weisheitslehren haben sich in der Körperarbeit spezifische Prinzipien entwickelt, die uns auf dem spirituellen Weg bzw. im alltäglichen Leben unterstützen, und uns durchlässig werden lassen für diese immerwährende Präsenz.

In den praktischen Übungen werden diese Prinzipien sowohl in die Bewegung als auch in das stille Sitzen integriert.

Bei ihren Tanz- und Schauspiellehrern aus Ost und West hat Beatrice Grimm seit ihrer Jugend gelernt und auf die vielfältigste Art geübt das Bewusstein des Körpers von dem der Gefühle und Gedanken zu differenzieren und die verschiedenen Regungen wahrzunehmen, ohne sich - in gelungenen Momenten - von einer einzigen beherrschen zu lassen, sondern sie in einer umfassenden Wahrnehmung geschehen zu lassen.
Das Handwerk und die Arbeit des darstellenden Künstlers an sich selbst und die Frage nach Authentizität ist durchaus vergleichbar mit dem spirituellen Weg und der Arbeit in kontemplativen Kursen.

Beatrice: Ich durfte viel lernen in meinem Leben. Dankbar möchte ich einmal meine wichtigsten Lehrer/innen nennen und zwar in chronologischer Reihenfolge: Meine Eltern, Margrit von Tolnay, Roni Segal Haifa, Schauspieler/innen und Regisseure der Münchner Kammerspiele, Augusto Fernandes Buenos Aires, Walter Lott und Dominik de Fazio Los Angeles, Susan Batson New York, Cbigniew Cynkutis und Zygmunt Mollik (Grotowski-Lab.) Wroclav, Kanze Hideo (Noo-Theater)Tokio, Frieda Goralewski (Gindler-Arbeit) Berlin, Maria-Gabriele Wosien, Willigis Jäger, Jiao Gourui, Anna Ilieva, Hunter Beaumont, Gila Rogers, A.H. Almaas und Jeanne Hay Ridhwan-Schule, und vor allem meine Schülerinnen und Schüler.

 

Villa Unspunnen 2006
foto: mymaze

ich bin Tänzerin und Tanz
Stimme und Gesang
Gefäß und das frische Wasser darin
und mit meinen Augen schaust du mich an.
all das sind wir
und ich umarme diese Welt genau so wie sie ist,
denn das bin ich.

Beatrice Grimm

 

Mariä Lichtmess 2010

Nicht so, wie sie ist,
erscheint mir die Welt,
sondern so, wie ich sie wahrnehmen kann.

Liebe Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer,
liebe Gefährtinnen und Gefährten auf dem Weg,

Heute kommt eine Stunde mehr Licht auf das neue Jahr. Zeit, euch diesen Brief mit dem Programm 2010 zu schicken.

Zuerst möchte ich ganz herzlich danken für die guten Wünsche. Es tut mir leid, dass ich es nicht schaffe allen persönlich zu antworten. Trotzdem fühle ich mich mit jeder/m Einzelnen verbunden und zünde täglich Kerzen für den Einen oder die Andere an. Da ist Dankbarkeit für den Reichtum all der Begegnungen mit Euch.

Ich wünsche euch ein gutes Jahr. 2010 kann ein Jahr der Fülle sein. Lasst die neuen Quellen fließen, damit unsere zarten Wurzeln genährt werden. Es geht darum sich bei sich selber daheim zu verankern. Unsere Herzen wissen wo wir zutiefst Zuhause sind. Von da können wir alles Neue, das auf uns zukommt willkommen heißen. Es gibt Veränderungen in der Welt, in unserem Äußeren, in unserem Körper, aber auch in unserem Inneren, in unseren Glaubenskonzepten. Können wir neue Wege finden, dass das was uns begegnet, genährt und mit Liebe erfüllt werden kann?

Mehr denn je geht es um die Erweiterung unserer Wahrnehmungsfähigkeit.

Die Zeit erfordert einen epochalen Wechsel in eine andere Dimension. Diese wird von der Mystik als „eine Form des Nichts“ (Wüstenvater 6.Jh.), „reines nacktes Nichts, oder bodenloser Abgrund der Glückseligkeit“ (Hadewijch 12./13. Jh.), und Marguerite Porete spricht über die Liebe: „Sie ist; nichts ist, es sei denn aus ihr.“ In diesem Jahr feiern wir den 700. Todestag von dieser Begine. Sie wurde am Pfingstmontag, den 1. Juni 1310 in Paris auf dem Scheiterhaufenverbrannt. Man hatte sie beschuldigt, ein Buch voller Glaubensirrtümer und Falschlehren verfasst zu haben. Auch Johannes vom Kreuz spricht immer wieder vom Nada (nichts). Dieses Nichts jedoch ist nicht nichts. Es beinhaltet alles was ist, ohne Konzepte, jenseits unserer Gedankenkonstrukte.

Nicht alle spirituellen Wege führen in diese Dimension. Meistens halten sie fest an Symbolen, an Worten, an Bildern, vor allem an Gedanken und Vorstellungen. Diese verfehlen die Einheit im einen Sein. Sie bleiben auf der Stufe des Personalen und des Gegenübers, auf der Stufe einer Kinderreligion.

Das darf sein, alle Wege dürfen sein, solange sie keinen Schaden bewirken. Sie können wie ein Regenbogen am Himmel wahrgenommen werden. - Mir ist es ein Anliegen nicht die schönen Farben des Regenbogens aufzuzeigen, sondern das Licht, das die Farben des Regenbogens bewirkt, zu erfahren. Diese Erfahrungsebene, die mit Leerheit bezeichnet werden kann, führt aus der Konfession heraus, auf eine Ebene, auf die alle Konfessionen verweisen.

Mit anderen Worten, wir sind von nichts getrennt: Wir sind nicht nur Tänzer/innen, wir sind Tanz, wir sind Betende und gleichzeitig Gebet. Wir sind gleichzeitig das Nicht-Wahrnehmbare, das Un-Nennbare. Dafür gibt es keine Sprache. Das Ich entgrenzt sich. Hadewijch von Antwerpen, die Begine und mystische Dichterin sagt dann: „Ich gehöre nicht mehr mir, es bleibt mir nichts von mir selbst. Er hat die Substanz meines Geistes verschlungen.“ Von diesem Er schreibt sie: „Alles was wir von Gott denken, verstehen oder uns irgendwie vorstellen können, ist nicht Gott ...“ Und an einer anderen Stelle: „Man muss Mensch und Gott in einer Erkenntnis kosten ... wenn die Seele nichts anderes als Gott hat, wenn sie vernichtet, verschlungen ist, sich in Nichts aufgelöst hat, so wird sie mit ihm gänzlich dasselbe, was er ist.“

Und wie kommen wir dahin? Nur durch einen Zustand, den wir nicht machen können, der geschehen kann, wenn wir das Bewusstsein vereinheitlichen oder das Bewusstsein entleeren.
Wer dies regelmäßig vollzieht, hat mehr „Hirnsubstanz“. Schon seit einigen Jahren versuchen Hirnforscher dem Geheimnis von Meditation/Kontemplation auf die Spur zu kommen, z. T. mit Laborversuchen und Bildern aus dem Kernspintomographen. Man stellte fest, dass mystische Erfahrungen die grauen Zellen besonders gleichmäßig schwingen lassen, und dass dabei Missempfindungen wie Schmerz am so genannten lymbischen System, der Schaltzentrale der Gefühle, vorbeigelotst werden. Erklären können die Forscher das Geheimnis der Versenkung jedoch nicht.

Für meine Kurse 2010 habe ich mich entschlossen mit der Fortbildung „Kontemplativer Tanz“ aufzuhören. Ich möchte mich weniger an ein vorgegebenes Kurrikulum halten, sondern mich verstärkt dem zuwenden, was aus meinem Innersten kommt und Nahrung für Frauen und auch Männer auf dem spirituellen Weg sein kann.

Ich gebe aber weiter Kurse im Tanzen. Für die Teilnehmer/innen die mehr durch die Bewegung einen Zugang zu sich finden, gibt es Kurse in Tanz und Kontemplation, sowohl am Benediktushof, als auch bei den Sommertänzen in Bursfelde, wo täglich komplementär zur Bewegung 2-3Std. still gesessen wird.

Ja, auf Bursfelde freuen sich schon viele, die sich bereits angemeldet haben. Neben den Sommertänzen sind wir gemeinsam mit Petra Wagner vom 27. Juli-1. August der Selbstwahrnehmung auf der Spur.

Ein besonderes Gewicht hat wieder die spirituelle Familienfreizeit vom 5.-8. August in Bursfelde. Hier gibt es wie in den letzten Jahren für die Eltern, Großeltern, Tanten und Onkel die Möglichkeit selber zu üben und in der Stille zu sein, während die Kinder und Jugendlichen von Dorothea Haußmann und Judith Hartmann auch wieder ihrem Alter entsprechend in die Stille und mit viel Kreativität in die Lebendigkeit geführt werden. Die Anmeldung für Bursfelde gilt, wenn Ihr eine Bestätigung erhalten habt. Wenn diese innerhalb von zwei Wochen nicht eintrifft, meldet Euch bitte wieder.

Ans Herz legen, möchte ich allen im süddeutschen Raum auch Kontemplation und Körpergebet in Schloss Altenburg im Mai, und vom 20.-24. Oktober den Kurs „Mystische Spiritualität – Wege zur inneren Quelle“ am schönsten Ort der Schweiz, im Felsentor hoch über dem Vierwald-stättersee.

Zu den Kontemplationssamstagen: Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass oft nur ein Tag der inneren Übung hilft, um wieder mit frischem Mut in den Alltag zurückzukehren. Auch da steht an erster Stelle die Kontemplation, z. T. ergänzt mit Ostertänzen und im Juni mit Qigong.

Als Antwort auf viele Rückmeldungen von gestandenen und authentischen Frauen, die immer wieder nach einem Selbstwert in einer Männerwelt, und intensiv nach dem Sinn des Lebens suchen, biete ich am Benediktushof neben der Walpurgisnacht noch einen weiteren Frauentag an, nämlich zu Mariä Himmelfahrt vom 13.-16. August. Für die gemeinsamen Kontemplationskursen mit Willigis Jäger schaut bitte ins Programm Benediktushof oder auf www.beatrice-grimm.de .

Über meinen Verlag „Wege der Mystik“, www.wege-der-mystik.de , habe ich neben meiner Kurstätigkeit in den letzten Monaten die Broschüre „Die Flöte des Unendlichen - Mystische Rezitationstexte aus Ost und West“ fertig gestellt und mit Willgis Jäger herausgegeben.

Voll Freude schaue ich auf das Programm 2010 und hoffe die eine oder den anderen

in den Kursen begrüßen zu können. Finanzielle Probleme sollen kein Hinderungsgrund sein. Für alle meine Kurse ist eine Ermäßigung der Kursgebühr möglich.

Aus unserer materiellen Fülle können wir auch denen geben, die es ganz dringend brauchen. Ich denke da an Haiti. Meine Erfahrung ist jeweils kleinere Projekte zu unterstützen, wo zuverlässige Einheimische, die sich mit Land und Menschen auskennen direkt vor Ort helfen. In diesem Fall möchte ich Euch aufmerksam machen auf Marie-Josée Laguerre. Sie ist eine Haitianerin, die 1982 in Deutschland einen gemeinnützigen Verein gegründet hat, um die Hilfsprojekte, die sie in Haiti verwirklichen wollte, zu finanzieren. Mehr Einzelheiten auf der Homepage des Vereins: www.haitikinderhilfe.de , Vereinsregister: VR 10429 Amtsgericht München, Ulrich-Geh-Str. 12, D-86420 Diedorf, Sparda Bank, Kto 1022180 BLZ 70090500

Euch allen eine gesegnete Zeit, auf dass die Quellen fließen für die neuen Wege, damit das was nährt, mit Liebe erfüllt sein kann.

 

 

Rundbrief 2009 - Mariä Lichtmess

Hätten die Nüchternen einmal gekostet,
alles verließen sie und setzten sich
zu uns an den Tisch der Sehnsucht,
der nie leer wird. (Novalis)

Liebe Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer,
liebe Gefährtinnen und Gefährten auf dem Weg,

Heute ist der Tag, an dem die Sonne einen Hirschsprung länger scheint, wie uns die Alten sagen.
Heute schauen wir was in diesem Jahr wird. Jetzt schicke ich Euch diesen Brief mit dem Programm 2009.

Zuerst möchte ich all jenen danken, die mich beschenkt haben mit guten Wünschen.
Bitte verzeiht mir, dass ich nicht in der Lage bin allen persönlich zu antworten. Trotzdem fühle ich mich mit jeder Einzelnen verbunden und zünde täglich Kerzen für den Einen oder die Andere an.
Ich empfinde einfach Dankbarkeit für den Reichtum all
der Begegnungen mit Euch.

„Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können……”
Ich habe kürzlich bei Nietzsche diese Stelle im Kapitel 5 „Also sprach Zarathustra“ nachgelesen und fand dass er seinen Freunden sagt: „Ich sage euch, ihr habt noch Chaos in euch“.

Das möchte ich uns auch sagen. Durch das Chaos kommen wir in eine neue Dimension. In der Wissenschaft wird das von Ilya Prigogine erklärt. 1977 wurde ihm der Nobelpreis in theoretischer Chemie für seine Entdeckung dissipativer Strukturen
verliehen. Prigogine beschrieb, wie jedes natürliche System in nichtlinearer Weise wächst. An einem Punkt ist die organische Struktur nicht länger nützlich und zerfällt. Sie wird zum Chaos, aus dem das Neue sich entfaltet.
Ein bekanntes Beispiel für dieses Prinzip ist die Verwandlung einer Raupe in einen Schmetterling. In Wirklichkeit wird die Raupe nicht im Kokon zum Schmetterling. Sie verwandelt sich eher in einen chaotischen, molekularen Brei, aus dem der
Schmetterling spontan entsteht.

Die schwierigen Zeiten, die auf uns zukommen bergen ein großes Potential. Chaos und Katastrophen sind die Chance sich umzupolen und in einer anderen Dimension ganz neu zu beginnen.
Auf dem spirituellen Weg geht es schlussendlich immer um diese neue Dimension, die wir erfahren können, von der uns die Mystik im Osten und im Westen Zeugnis gibt.
Sowohl die Kurse in Kontemplation, mystischer Spiritualität als auch die Fortbildung in Kontemplativem Tanz wollen dahin führen.
Die meisten Kurse finden 2009 am Benediktushof statt. Bursfelde wird umgebaut und somit kann da in diesem Sommer kein Kurs stattfinden.
Für den Labyrinthkurs werden wir also auch das große Labyrinth am Benediktushof zur Verfügung haben.
In diesem Jahr halte ich keine Qigong - Kurse, da ich selber wieder Fortbildungen zu absolvieren habe. Aber ich baue einzelne Qigong - Übungen immer wieder ein, zum
Beispiel im Labyrinthkurs.

Beatrice Grimm
Nibelungenstrasse 9
97292 HOLZKIRCHEN
DEUTSCHLAND
info@beatrice-grimm.de
www.beatrice-grimm.de
www.wege-der-mystik.de

Rundbrief, Februar 2008

Wem Innerlichkeit im Äußeren zuteil wird,
dem wird Innerlichkeit innerlicher zuteil
als dem, dem Innerlichkeit in Innerlichkeit zuteil wird.
Heinrich Seuse 13.Jh .

Liebe Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer,
liebe Gefährtinnen und Gefährten auf dem Weg,

Hier schicke ich Euch mein Programm 2008. Wenn Ihr es nicht mehr bekommen möchtet, mailt mir bitte kurz: info@beatrice-grimm.de.

Nun möchte ich all jenen danken, die mich beschenkt haben mit guten Wünschen. Bitte verzeiht mir, dass ich nicht in der Lage bin allen persönlich zu antworten. Trotzdem fühle ich mich mit jeder Einzelnen verbunden und zünde täglich Kerzen für den Einen oder die Andere an. Ich empfinde einfach Dankbarkeit für den Reichtum all der Begegnungen mit Euch im vergangenen Jahr.

Gerne entdecke ich immer wieder die Texte der christlichen MystikerInnen. Und immer wieder bin ich erstaunt wie klar und auch modern sie sind. Von Meister Eckhart habe ich heute gefunden: „Will der Mensch kraftvoll im Innern wirken, so muss er alle zersplitterten Kräfte der Seele wieder heimrufen und sie aus allen zerteilten Dingen sammeln zu einem inwendigen Wirken.“ Genau das ist mir ein Anliegen in den Kursen.
Es geht im wesentlichen darum das Bewusstsein immer wieder zurückzuholen und alles andere zu lassen. Die Probleme lassen sich nicht auf der Ebene lösen, auf der sie entstanden sind. Wenn wir die Kräfte der Seele „daheim“ erfahren, sind wir erstaunt wie die Welt plötzlich aus einer anderen Perspektive, aus einer anderen Dimension völlig anders aussieht. Nur dadurch, dass wir anders da sind, kann sich etwas entfalten was wir vorher nicht für möglich gehalten haben.

Das Bewusstsein wird gesammelt in der Stille, im Innehalten, sei es in der Kontemplation, im Tanz, durch die Körperwahrnehmung. In der Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Körperhaltung oder nur diesen einen Schritt kann es sich öffnen. Nicht wenigen KursteilnehmerInnen wird die „Innerlichkeit im Äußeren zuteil“. Diese Erfahrung wirkt im Alltag. Und nur darum kann es auf einem spirituellen Weg gehen, und darum ist es mir ein Anliegen, dass die Kurse im Schweigen, in der Stille stattfinden.

Ein Aspekt der Innerlichkeit im Äußeren ist die Erkenntnis dessen was hinter der vordergründigen Wahrnehmung zu finden ist. Über zehn Jahre bin ich nun in der Ridhwan- Schule bei A.H. Almaas. Da ist der wichtigste Aspekt die Erforschung der Wahrheit meistens in Diaden und Triaden. Das geschieht auf der Basis des Innehaltens, und der Körperwahrnehmung, denn alles ist in unseren Zellen gespeichert. Es geht darum „die Zwiebel zu enthüllen“. In längeren Kursen ist dieses Erforschen aus der Stille ein Element meiner spirituellen Arbeit.

Es gibt einen Kurs, in dem wir nur zeitweise schweigen: Es ist die spirituelle Familienfreizeit oder das SPIRITUELLE MEHR-GENERATIONENPROJEKT mit Kindern in Bursfelde. Darin werde ich unterstützt von Dorothea Haußmann und Judith Hartmann. Wenn Ihr Frauen und Männer kennt, die mit Kindern in diesem Sommer gerne eine spirituelle Auszeit nehmen möchten, gebt bitte das Programm weiter.

Wenn wir uns in diesem Jahr in dem einen oder anderen Kurs wieder sehen, freue ich mich. Inzwischen seid gesegnet in Eurem Sein, mit Eurer Familie und in Eurer Arbeit. Bleibt in der Übung. Bezieht Euch auf Euer Innerstes, auf dass der Fuß oder das Handgelenk überhaupt die Möglichkeit bekommen sich in Einklang mit dem Geist zu bewegen. Gebt dem Geist eine Chance durch das Handgelenk zu klingen.

Herzliche Grüße
Beatrice Grimm

Wenn das Handgelenk sich in Einklang mit dem Geist bewegt,
geben Berge und Wasserläufe ihre Seele preis.
SHI TAO 17.Jh.

 

                                                                                                                Foto: Christiane Hinke