Die Tradition des Qigong lässt sich bis vor unsere Zeitrechnung zurückverfolgen. Es ist ein Sammelbegriff für vielfältige Übungsmethoden, die in China entwickelt wurden und sich in unterschiedlicher Weise mit der Lebenskraft beschäftigen. Die Übungen lassen den Einfluss der philosophischen Schulen Chinas erkennen. Die Konzepte der traditionellen chinesischen Medizin, die auch der Akupunktur zugrunde liegen, finden sich in den Übungsprinzipien und in der Ausgestaltung der Qigong-Methoden wieder. Die Übungen wirken ausgleichend, kräftigend und harmonisierend auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene. Entsprechend breit ist ihr Anwendungsbereich: Gesunderhaltung und Stärkung, Therapie chronischer Erkrankungen, Linderung von Beschwerden und Rehabilitation; sie dienen der Wahrnehmungsschulung und Konzentrationsfähigkeit und insgesamt der geistigen Entwicklung.
Das von Prof. Jiao Guorui entwickelte LEHRSYSTEM QIGONG YANGSHENG enthält umfassende Theorie und vielfältige Übungsmethoden zur Kultivierung des Lebens (yangsheng). Aus diesem System werden am Benediktushof im Rahmen einer Grundausbildung die Übungsmethode der „15 Ausdrucksformen des Taiji-Qigong“ , die „8 Brokatübungen“ und das "Spiel der 5 Tiere" angeboten.
Die Übungsmethoden können unabhängig vom Alter und weitgehend unabhängig vom Gesundheitszustand von jedem erlernt und geübt werden. Für das Erlernen von Qigong-Übungen ist die Anleitung eines erfahrenen Lehrers notwendig.
Prof. Jiao Guorui (1923-1997) war Arzt an der Akademie für TCM in Peking. Er lehrte viele Jahre bei der Medizinischen Gesellschaft für Qigong Yangsheng in Deutschland. Diese ist eine gemeinnützige, wissenschaftliche Einrichtung im Bereich der Gesundheitsbildung
GRUNDAUSBILDUNG
DER MEDIZINISCHEN GESELLSCHAFT
FÜR QIGONG YANGSHENG E.V.
umfasst 60 Kurstage und erstreckt sich über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren. Sie richtet sich an TeilnehmerInnen, die die erlernten Methoden im Rahmen ihres Arbeitsgebietes, z.B. in heilkundlichen und pädagogischen Berufen oder in künstlerischer Tätigkeit einsetzen können. Sie richtet sich auch an TeilnehmerInnen, die einen intensiven, spirituellen Weg gehen und ergänzend zu Zazen oder Kontemplation unterstützende, ganzheitliche Körperübungen suchen.
Die einzelnen Kurse können auch unabhängig von der Ausbildung besucht werden, soweit die Voraussetzungen gegeben sind.
2009 gibt Beatrice Grimm keine Qigong-Kurse.
Sie möchte sich selber erst wieder fortbilden.