31.12.2011

Ein keltischer Segen, den Rita Dowling geschickt hat:
May the light of your soul guide you through each day.
May the fire of life inspire your spirit.
May you bath in the waters of tranquility.
May your body dance in the celebration of who you are.

 

 

30.12.2011

Wenn das Meer all seine Kräfte anstrengt, so kann es das Bild des Himmels gerade nicht spiegeln; auch nur die mindeste bewegung, so spiegelt es den Himmel nicht rein; doch wenn es still wird und tief, senkt sich das Bild des Himmels in sein Nichts.
Sören Kierkegaard

 

 

29.12.2011

Klärt sich der Himmel auf, erscheint die Sonne.
Fällt Regen danieder, wird die Erde nass.
Mit ganzem Herzen hat er alles gesagt,
aber ich fürchte, niemand kann es glauben.
Mumonkan

 

 

27.12.2011

Mit Gott Mittagessen

Ein kleiner Junge wollte Gott treffen.
Er packte einige Coladosen und Schokoriegel in seinen Rucksack
und machte sich auf den Weg. In einem Park sah er eine alte Frau,
die auf einer Bank saß und den Tauben zuschaute.

Der Junge setzte sich zu ihr und öffnete seinen Rucksack.
Als er eine Cola herausholen wollte, sah er den hungrigen Blick der
Frau. Er nahm einen Schokoriegel heraus und gab ihn der Frau.
Dankbar lächelte sie ihn an -- ein wundervolles Lächeln!

Um dieses Lächeln noch einmal zu sehen, bot ihr der Junge auch eine Cola an. Sie nahm sie und lächelte wieder, noch strahlender als zuvor.
So saßen die beiden den ganzen Nachmittag im Park, aßen Schokoriegel und
tranken Cola, ohne auch nur ein Wort zu sprechen.

Als es dunkel wurde, wollte der Junge nach Hause gehen.
Nach einigen Schritten hielt er inne, ging zurück und umarmte die Frau.
Die schenkte ihm dafür ihr allerschönstes Lächeln.

Zu Hause fragte ihn seine Mutter:
"Was hast Du denn heute Schönes gemacht, daß Du so fröhlich aussiehst?"
Der Junge antwortete:
"Ich habe mit Gott Mittag gegessen -- und sie hat ein wundervolles Lächeln!"

Auch die alte Frau war nach Hause gegangen, wo ihr Sohn sie fragte, warum
sie so fröhlich aussehe.
Sie antwortete:
"Ich habe mit Gott Mittag gegessen -- und er ist viel jünger, als ich dachte!"

AutorIn unbekannt



26.12.2011

Ein zehnjähriges Mädchen schreibt:
Guter Gott, ich habe eine Frage gibt es einen Untergang der Erde?
oder existierst du Wirklich? Wenn du existieren solltest sozeig dich mir.
Wer war deine Mutter, wer war dein Vater seit wann existierst du?
Guter Gott ich habe einen Dank
Danke für meine Unterkunft. Danke für die Nahrung
Guter Gott ich habe eine Bitte
Bitte schütze unsere Erde, mit allem drum und dran.
Deine Sabine

 

 

Warum schließen sich vor allem junge Menschen, die keine Schule besucht haben, so leicht einer Terrorgruppe wie Bokuharam in Nigeria an und möchten die Scharia einführen? Nicht nur dass sie von Alkaida ausgebildet werden ...
Jeder in Nigeria weiß, dass die großen Ölvorkommnisse in ihrem Land den internationalen Konzernen zugute kommen, und das Ackerland zum Teil unfruchtbar ist durch undichte Ölpipelines. Die westlichen Ölkonzerne zahlen an die Regierung eine kleine Wiedergutmachung, jedoch die Löcher in den Pipelines werden nicht geflickt, das Öl fließt weiter auf die Felder. Dadurch verlieren vor allem Bauern ihre Existenz und Lebensmittel müssen zum Teil aus den reichen Ländern importiert werden. Aus afrikanischen Ländern können z. B. laut EU-Beschluss nicht einfach Waren nach Europa exportiert werden. Europa jedoch kann sehr wohl in afriknische Länder exportieren. In einem Land, in dem es an allem fehlt, kostet dann plötzlich ein Kilo Mehl umgerechnet vier Euro. Dazu kommt folgendes: "2008 nach dem G-8-Gipfel in Okinawa sagte der nigerianische Präsident Obasanjo: 'Wir haben bis 1986 etwa 5 Milliarden Dollar geliehen: Bis jetzt haben wir 16 Milliarden Dollar zurückgezahlt. Jetzt wird uns gesagt, dass wir immer noch 28 Milliarden Schulden haben (...) wegen der Zinsraten der ausländischen Kreditgeber. Wenn sie mich fragen, was das Schlimmste auf der Welt ist, würde ich sagen, der Zinseszins.'
Zu dieser Zeit zahlten die Entwicklungsländer für jeden Dollar, den sie als "Entwicklungshilfe" bekamen, 13 Dollar zurück. Dieses Verhältnis hat sich seitdem noch verschlechtert. Der Zins ist zur neuen Kriegswaffe mit zerstörerischer Langzeitwirkung geworden."
(Aus dem gerade erschienen Buch "Occupy Money" von Margrit Kennedy, Kamphausen-Verlag, S. 25.)

 

 

25.12.2011

Gerade komme ich vom Weihnachtskurs nach Hause. Hier Berge von Post. Wie schön auch richtige Briefe zu bekommen und Päckchen und Pakete. Ich freue mich, und gleichzeitig ist es mir unmöglich gleich zu antworten. Da inzwischen Hunderte täglich auf diese Website kommen und viele von den BriefschreiberInnen und PäckleinschickerInnen dabei sind, sage ich jetzt an dieser Stelle:
Danke, danke, danke ... besonders jetzt in diesen Tagen empfinde ich eine starke Verbundenheit. Es ist wie ein unsichtbares Perlennetz, das niemanden ausschließt. Keine und Keiner kann aus diesem Netz herausfallen, denn jede und jeder ist eine einzigartige Perle und gemeinsam tragen wir das Netz, das uns hält.

 

 

24.12.2011

Schweiget und ruhet von euren Geschäften,
von euren Sorgen und von euren Träumen;
schweiget und hört das Wort der Stille;
höret das Wort der Nacht!
Schreitet ins Neue, schließet ab - schließet auf!
Die Mitte der Nacht ist der Anfang des Tages,
die Mitte der Not ist der Anbruch des Lichts.
Achtet die Weihe der Heiligen Nächte:
Gott ist's, der das Dunkel durchbricht.
Schweiget und lauscht!

Nach Wilhelm Thomas

 

 

 

23.12.2011

Folgendes Weihnachtsrätsel hat mir eine Freundin zum Weiterschicken gemailt. Vielleicht gefällt es Ihnen/Euch auch:

> Es waren einmal ein perfekter Mann und eine perfekte Frau. Sie
> begegneten sich, und da ihre Beziehung perfekt war, heirateten sie.
> Die Hochzeit war einfach perfekt.
>
> Und ihr Leben zusammen war selbstverständlich ebenso perfekt.
>
> An einem verschneiten, stürmischen Weihnachtsabend fuhr dieses
> perfekte Paar eine kurvenreiche Straße entlang, als sie am Straßenrand
> jemanden bemerkten, der offenbar eine Panne hatte. Da sie das perfekte
> Paar waren, hielten sie an, um zu helfen. Es war der Weihnachtsmann
> mit einem riesigen Sack voller Geschenke. Da sie die vielen Kinder am
> Weihnachtsabend nicht enttäuschen wollten, lud das perfekte Paar den
> Weihnachtsmann mitsamt seiner Geschenke in ihr Auto.
>
> Und bald waren sie daran, die Geschenke zu verteilen.
> Unglücklicherweise verschlechterten sich die (ohnehin schon
> schwierigen) Straßenbedingungen immer mehr, und schließlich hatten sie
   einen Unfall.
>
> Nur einer der drei überlebte.
>
> Wer war es?
>
> Erst überlegen und dann nach unten scrollen
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
> Es war die perfekte Frau.
> Sie war die einzige, die überhaupt existiert hatte.
> Jeder weiß, dass es keinen Weihnachtsmann gibt, und erst recht keinen
> perfekten Mann.
>
> Für Frauen ENDET die E-Mail hier.
>
> Männer bitte weiter lesen (nach unten scrollen).
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
> Wenn es also keinen Weihnachtsmann und keinen perfekten Mann gibt,
> muss die perfekte Frau am Steuer gesessen haben.
>
> Das erklärt, warum es einen Unfall gegeben hat.
>
>
>
> Wenn Sie übrigens eine Frau sind und dies lesen (obwohl sie oben schon
> aufhören sollten weiter zu lesen), wird dadurch noch etwas bewiesen:
> Frauen tun nie das, was man ihnen sagt.



20.12.2011

Suchen Sie noch nach einem Geschenk? Haben Sie schon einmal Solidarität verschenkt? Bei http://www.solidar.ch können Sie zum Beispiel ein Huhn für eine Familie in Burkina Faso verschenken.


19.12.2011

Schenken heißt,
einem anderen das zu geben,
was man selber behalten möchte.
Selma Lagerlöf



18.12.2011

Zum Thema Spenden:
Hier kenne ich die Initiatoren kleiner Projekte persönlich und sehe welch uneigennützigen Einsatz sie bringen:

Vor etwa 10 Jahren begannen Afghaninnen und Afghanen aus Freiburg gemeinsam mit Deutschen Hilfslieferungen für die Flüchtlinge in Afghanistan zu organisieren. Aus dieser gemeinsamen Arbeit entstand die
www.deutsch-afghanische-initiative.de


In Nepal ist der in Krisengebieten erfahrene Arzt Dr. Klaus Eckert dabei ein Gesundheitszentrum in der Provinz Gulmi aufzubauen. Sie liegt etwa zwölf bis vierzehn Autostunden von Kathmandu entfernt. http://www.brepal.de/

Durch den nimmermüden Einsatz von Astrid Vöhringer entstand und wächst auch in Nepal in einem entlegenen Tal ein Schulprojekt für Kinder.
www.nepal-schulprojekt.info

Hilfe zur Selbsthilfe leistet ein Projekt in Holland für alleinstehende Mütter mit behinderten Kindern in Armenien. Armenien ist das Armenhaus Europas. Es ist als hätten wir das vergessen. Die Initiatorin der Stiftung Rafael reist selbst zwei mal im Jahr auf eigene Kosten dorthin um nach den Lebensumständen von behinderten und hilfsbedürftigen Kindern zu schauen: www.strafael.nl

Folgende größere Organisationen scheinen mir unterstützenswert:
SOS-Kinderdorf seit fast 60 Jahren für Bedürfnisse, Anliegen und Rechte von Kindern. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen alleingelassene oder vernachlässigte Kinder sowie benachteiligte Familien: www.sos-kinderdorf.de
Was 1971 mit einem SOS-Kinderdorf an der Elfenbeinküste begann, entwickelte sich zu einem 45 Länder umfassenden Netzwerk: www.sos-kinderdorfinternational.org
Gesellschaft für bedrohte Völker: www.gfbv.de
PRO ASYL seit 25 Jahren für Flüchtlingsrechte: www.proasyl.de
AMNESTY INTERNATIONAL seit 50 Jahren weltweit für Menschenrechte, Kaum eine andere Organisation hat mit ehrenamtlich arbeitenden Gruppen für die Menschenrechte soviel erreicht wie Amnesty. Das einzige, was Amnesty noch nicht gelungen ist, sich selber überflüssig zu machen. Über die aktuelle Menschenrechtssituation weltweit: www.amnesty.org
deutschlandweit: www.amnesty.de
Ärzte ohne Grenzen leistet unabhängige medizinische Nothilfe in Krisen und nach Katastrophen in rund 60 Ländern weltweit: www.aerzte-ohne-grenzen.de
Greenpeace seit 40 Jahren internationale politische Non-Profit-Organisation, die den Umweltschutz zum Gegenstand hat: www.greenpeace.de
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland: www.bund.net
RobinWood seit 30 Jahren aktiv für die Umwelt: www.robinwood.de/
Umweltinstitut München unabhängiger e.V., gegen Atomkraft, für gentechnikfreies Essen und für Ökolandbau: www.umweltinstitut.org

Menschen die in Krisengebieten tätig sind, erzählen immer wieder wie unsinnig oft gerade von großen Organisationen das gespendete Geld verschwendet wird. Wichtig scheint mir vor Ort zuverlässige Einheimische zu haben, die sich mit Land und Sitten auskennen, um entsprechend kompetent zu helfen. Aber auch da hat kürzlich eine Traumatherapeutin, die aus einer Krisenregion zurückkam, erzählt, wie Gelder veruntreut wurden.
Bildung ist die Grundlage. Eine Entwicklungshelferin erzählte wie unsinnig es jedoch ist, wenn während einer Hungersnot eine bekannte Organisation mit Schulbüchern ankommt, wo die Kinder dringend Nahrung bräuchten.

Über zehn Jahre habe ich mit PLAN ein Mädchen auf den Philippinen unterstützt und mit dieser Organisation eine sehr fragwürdige Erfahrung gemacht. Die philippinische Betreuerin schrieb, dass das Kind sehr gut in der Schule wäre. Es schrieb selbst fast fehlerlose Briefe auf englisch und wollte Lehrerin werden. Gerne hätte ich diesem Mädchen eine weitere Ausbildung ermöglicht. Die Korrespondenz endete jedoch abrupt als sie 16 war. Ihre Mutter schrieb noch, dass ihre Tochter jetzt in Manila bei ihrer zwei Jahre älteren Schwester sei, die auch nach der Schule in die Stadt gegangen wäre, und jetzt in der Klinik ein Kind bekommen hätte und die Hilfe ihrer jüngeren Schwester bräuchte. Genau so wenig wie die Familie nicht das Geld für die Schulbildung hatte (dafür war ja PLAN zuständig), war es auch nicht möglich ihrer Tochter eine weitere Ausbildung zu finanzieren. Alle Korrespondenz läuft über PLAN (aus Sicherheitsgründen, wie mitgeteilt wird) und so konnte ich die Adresse der Familie nicht erfahren. Von der Organisation wurde mir gesagt, dass nur Kinder bis zum 16. Lebensjahr gesponsert werden können. Wie kommt es, dass PLAN soviel Geld für Werbung in allen möglichen Zeitschriften und im Internet ausgibt um SpenderInnen besonders für Mädchen in Entwicklungsländern zu gewinnen? Eigentlich müßte diese Organisation schreiben und auch den Patinnen und Paten mitteilen: "Nur bis zum Ende der regulären Schulzeit. Was mit den Mädchen danach geschieht, kümmert uns nicht." Auf meine Anfragen antwortete PLAN, ohne dass ich das noch wünschte, indem sie mir ein neues kleines Patenmädchen zuteilten.

Die beste Hilfe ist die Hilfe zur Selbsthilfe. Faire Waren kaufen mit dem Siegel:



Wissen vermitteln. An dieser Stelle steht z. B. die gemeinnützige Stiftung Biovision in der Schweiz. Sie fördert seit über 10 Jahren die Entwicklung, Verbreitung und Anwendung von ökologischen, umweltfreundlichen Methoden, mit denen Menschen in Entwicklungsregionen sich selbst helfen können.

 

 


17.12.11

Die schlimmen Nachrichten. Mir scheint es wichtig darum zu wissen, davor die Augen nicht zu verschließen. Das was passiert, das sind wir auch. Es gilt zu erfahren, dass wir von nichts getrennt sind. Darum gehen wir einen spirituellen Weg. Denn das Wissen um unsere Ganzheit bedeutet zu verstehen, dass jeder einzelne Mensch vom heutigen Ungleichgewicht auf unserer Erde betroffen ist, und gleichsam zu einem neuen Gleichgewicht beitragen kann. Denn jeder Gedanke, jede Handlung wirkt sich auf das Gesamtbewusstsein aus, und das wiederum formt die Welt mit. Das ist unsere Basis.

Wir können auch mithelfen Unterschriften zu sammeln, wir können auch auf die Straße gehen, und wir können uns nicht nur gegen etwas sondern für etwas einsetzen.

Dadurch, dass ich für jede verkaufte CD, die ich über meinen Kleinstverlag Wege der Mystik absetze, seit Jahren 1,- EUR Projekten zugute kommen lasse, die benachteiligten Menschen zu einem würdigeren Leben verhelfen möchten, habe ich mich etwas mit dem Spendenwesen beschäftigt. Nachdem unsere Briefkästen täglich gefüllt sind mit Bettelbriefen, oben etwas zu meinen Spendenerfahrungen.

Heute ist mir ein Spruch von Erasmus von Rotterdam begegnet: "Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit."

16.12.11

Aufheulender Wind durch die Wohnung bei geschlossenen Fenstern, und im
E-mailbriefkasten eine schlimme Nachricht nach der anderen ... Nachrichten, die es anzuschauen gilt:

Mit Tsunami-Spenden den Walfang fördern: Japan sichert Schiffe gegen Angriffe von Umweltschützern (NZZ)
www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/japan_walfang_1.13563481.html

Brief von Greenpeace Japan und 15 weiteren NGOs
an die japanische Regierung (auf Englisch) www.greenpeace.org/japan/Global/japan/
pdf/2011_Japanese_NGO_statement_for_departure_English.pdf

Waffenlieferungen an Saudiarabien
http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-12/leopard-panzer-saudi-arabien
http://www.sueddeutsche.de/politik/ruestungsgeschaeft-mit-saudi-arabien-warum-merkel-zum-panzer-deal-schweigt-1.1118111

Kaufen Sie keine Billig-Weihnachtsbäume sondern achten Sie auf zertifizierte Bio-Weihnachtsbäume. www.naturland.de/naturland_weihnachtsbaeume.html und http://robinwood.de/wo-kaufen.406.0.html haben Adressen von Anbietern des alternativen Grüns zusammengestellt. Wenn keine Öko-Weihnachtsbäume in Ihrer Nähe angeboten werden, können Sie sich auch an das regionale Forstamt wenden. Fragen Sie dort nach Weihnachtsbäumen aus sogenannter Durchforstung. Dabei handelt es sich in der Regel um Fichten, die zur Auflichtung und Verjüngung der Waldbestände geschlagen werden.
http://umweltinstitut.org/gentechnik/aktionen/hintergrund-roundup-912.html



15,12.2011

EU-Kommissar Oettinger plant in einem Grundsatzpapier 40 neue AKW für die EU.
Und Atomprogramm in Polen wird zum Milliardengrab für europäische Steuerzahler. Die deutsche Öffentlichkeit kann laut der Pressemitteilung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit bis zum 4. Januar zum Entwurf des polnischen Kernenergieprogramms Stellung nehmen. Das Umweltinstitut München hat sich sehr genau damit befasst und sammelt Unterschriften zu einem vom Institut vorgeschlagenen Brief. Er kann individuell abgeändert werden: www.umweltinstitut.org

Dann ist da noch die Geschichte mit den giftigen Weihnachtsbäumen. Diese werden heute gezüchtet mit hohem Einsatz von Herbiziden, vor allem mit Glyphosat, bekannt unter dem Namen Roundup von Monsanto . Einmal versprüht, reichert sich das Pflanzengift in den Böden an, gelangt in das Grund- und Oberflächenwasser und gefährdet die Trinkwasserqualität.
http://umweltinstitut.org/gentechnik/aktionen/hintergrund-roundup-912.html

Heute ist das neue Buch wider den krankhaften Wachstumszwang von Frau Prof. Dr. Margrit Kennedy erschienen. Sie hat dazu beim Freundeskreistreffen am Benediktushof einen sehr interessanten Vortrag gehalten: "OCCUPY MONEY"/Damit wir zukünftig ALLE die Gewinner sind/jkamphausen 2011. Ein Taschenbuch mit 107 Seiten für EUR 9,95.

 


14.12.2011

Jährlich fließen Milliarden an EU-Geldern in Agrarfabriken und Lebensmittelkonzerne. Dioxine, Gentechnik und Antibiotika landen aus Tierfabriken auch im Grundwasser. Zurück bleiben ausgeräumte, artenarme Landstriche und Monokulturen. Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU ist bisher eine Subventionsmaschine der Agrarindustrie.
Einer neuen Studie des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zufolge wird die industrielle Massentierhaltung in Deutschland jährlich mit über einer Milliarde Euro subventioniert.
www.campact.de/agrar/info/5min
Am 12. Oktober legte nun die EU-Kommission ihr Konzept für eine grünere und gerechtere Agrarpolitik vor. Subventionen sollen künftig nur noch an Betriebe fließen, die ökologische und soziale Kriterien einhalten. Zahlungen an industrielle Großbetriebe sollen gedeckelt werden – beides sind wichtige Schritte für Bauern und Verbraucher.
Doch die Bundesregierung torpediert die soziale und ökologische Neuausrichtung der Agrarpolitik auf EU-Ebene. Ihrer Meinung nach sollen weiter die höchsten Zahlungen an die größten Betriebe ohne Rücksicht auf den Schutz von Tieren und Umwelt gehen.
Hier ist der Aufruf an die Bundeskanzlerin Frau Merkel und Landwirtschaftsministerin Frau Aigner zu unterschreiben. Machen Sie mit: www.campact.de/agrar/sn2/signer


13.12.2011

Für einen einzigen Hamburger müssen vier bis fünf Quadratmeter Regenwald in Weide- oder Ackerland umgewandelt werden, das binnen zwei bis drei Jahren zur Wüste wird.

Ein einziges Steak von 225 Gramm enthält soviel Pflanzenenergie, wie benötigt wird, um einen Tag lang rund 40 hungernde Menschen zu ernähren.

Alle Schlachttiere auf der ganzen Welt zusammengenommen verbrauchen eine Futtermenge, die dem Kalorienbedarf von 8,7 Milliarden Menschen entspricht.

"Nichts wird die Gesundheit des Menschen und die Chancen auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung".
Albert Einstein

 

 

12.12.2011

Das Bundesministerium für Ernährung hat mit der ARD und den Dritten Fernsehprogrammen das Lieblingsgericht der Deutschen gesucht. Deutschland hat nun abgestimmt! Im großen Finale von "Speisekarte Deutschland" wurde das Siegergericht ermittelt. Die 16 Regionalsieger aus den Vorrunden standen dabei zur Wahl.
Bei den Regionalsiegern ausser der "Grünen Soße" für Hessen und dem "Matjes" für Schleswig Holstein standen nur Fleischgerichte zur Wahl. Der bayerische Schweinebraten mit Knödeln und Biersoße wurde nun von den Zuschauern zum beliebtesten Gericht der Bundesrepublik gewählt. Von 250.000 Stimmen gab das Publikum für den Schweinebraten 180.000 Stimmen ab.
Bundesernährungsministerin Ilse Aigner: "Regionale Lebensmittel und Rezepte sind ein köstliches Stück Heimat und zeigen unsere Wertschätzung für Lebensmittel ...". Sie wird das Lieblingsgericht der Deutschen an der Grünen Woche in Berlin präsentieren.
Wird mit einem Schweinebraten das Leben gewertschätzt?
Das Leben eines gefangengehaltenen Schlachttieres ist schöpfungswidrig - angefangen mit der Aufzucht in Massenhaltung, der Kastration, den Hormonbehandlungen und der Verabreichung zahlreicher anderer Pharmastoffe bis hin zu den langen, schmerzvollen Transporten in extremer Angst und schließlich der Tötung im Schlachthof.

Jedesmal wenn jemand einen Schweinebraten in seinen Einkaufswagen legt, muss er nicht nur verdrängen, dass seinetwegen ein intelligentes und liebenswertes Tier getötet worden war, sondern auch, was es vorher für ein Leben hat führen müssen. Frei nach Karen Duve/Anständig essen/ Ein Selbstversuch/Berlin 2011. Dieses Buch ist jedem zu empfehlen, der meint dass er Fleisch essen oder nicht essen muss. Spannend und unterhalsam in ihrem eigenen Humor stellt die Romanautorin schonungslos die Frage: Wie viel gönne ich mir auf Kosten anderer?

 

 

09.12.2011

Es reicht nicht keine Gedanken zu haben, man muss sie auch nicht formulieren können.
Karl Kraus

 

08.12.2011

"Wirklich innovativ ist man nur dann, wenn mal etwas daneben gegangen ist."
Woody Allen
Da wir am Tag ca. 60 000 Gedanken haben und davon über 98% gestern schon gedacht haben, können wir Woody Allens Bemerkung sehr gut verstehen. Wir können in unserem Leben nachforschen, wann wir wirklich innovativ sind und kreativ werden, entsprechend handeln, andere Gedanken wahrnehmen und plötzlich auch die Welt anders sehen. Geschieht es nicht da wo etwas anders läuft als wir erwarten, auch als wir hoffen? Jenseits unserer Vorstellungen? Jenseits unserer Konzepte?


06.12.2011

Anstelle eines Nikolaus-Stiefels vor der Tür wie wäre es mit einem gefüllten Socken? Die "Seelensocken" sind zwar erst mal nicht gefüllt sondern durchdrungen mit einem Gedicht oder einem Mantra, einem Gebet, oder/und mit einem guten Gedanken, den die Strickerinnen, vielleicht gibt es auch Stricker, ganz bewusst unentwegt wiederholen und so mit in die Handarbeit hineinstricken: www.seelensachen.com


05.12.2011

Es ist dieser eine Augenblick der zählt.
Jetzt in diesem Moment.


04.12.2011

Nur im ruhigen Teich spiegelt sich das Licht der Sterne.
Aus China


02.12.2011

Der Neurobiologe Prof. Dr. Gerald Hüther sagt: "Der wahre Grund für die krankmachende Hektik unserer gegenwärtigen Kultur ist nicht der ständig beklagte Zeitmangel, sondern unsere Unfähigkeit herauszufinden, was für uns wirklich wichtig ist. Aus neurobiologischer Perspektive fragen wir weshalb es für die Entfaltung der in unserem Gehirn angelegten Potenziale notwendig ist, zu erkennen und uns bewusst zu machen, was tatsächlich für die Gestaltung des eigenen Lebens bedeutsam ist, und das eigene Handeln an dieser Erkenntnis auszurichten“.

 


01.12.2011

Der Zwang zum Multitasking. "Menschen müssen individuell und kollektiv die Kontrolle über ihr Denken erst wieder zurückgewinnen. Wie vor 150 Jahren die Fabrikarbeit den Sportunterricht nötig machte, so brauchen auch die Kinder der digitalen Revolution ein neues Schulfach Kontemplation". Das fordert Frank Schirrmacher, der auf Einladung der Volksbank Herrenberg-Rottenburg am Donnerstagabend in der Festhalle sprach: tagblatt.de/Home/nachrichten/rottenburg_artikel,-Schirrmacher-warnt-vor-Gefahren-digitaler-Systeme-_arid,149713.html

An meine Generation geht auch die Frage wie weit wir uns durch die Suchmaschine Google bevormunden lassen. Wie oft wird gesagt, dies und jenes zu googeln. Das ist für mich auch mit ein Grund ixquick.de zu benutzen. Wobei die Bevormundung für jede Suchmaschine gilt.

Inhalt:
Suchmaschinen nennen wir pragmatisch-verharmlosend die zahllosen Programme zur Recherche von Dokumenten im Internet. Die weitaus bekannteste, Google, steht im Zentrum der Beiträge dieses Sammelbandes, und bei Lichte besehen leistet sie weit mehr als schlichtes Suchen: Über die ihr innewohnende Systematik manipuliert sie Wissen und Meinungen, generiert Strukturen jenseits des Objektiven, lenkt Datenströme, schafft schonungslose Öffentlichkeit und produziert Kundenbeziehungen, wo früher Wissensdurst war. Die Autorinnen und Autoren greifen viele Facetten dieser problematischen Entwicklung auf und diskutieren angemessene Reaktionen in Gesellschaft, Gesetzgebung, Politik, aber auch bei den einzelnen Nutzerinnen und Nutzern.

 

 

30.11.2011

Nichts wird die Gesundheit des Menschen und die Chancen auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung.
Albert Einstein




29.11.2011

Zum 10. Todestag von George Harrison.
Martin Scorseses Film: George Harrison Living In The Material World
hier der Trailer: youtube.com/watch?v=fJh9O8pI4Ck




29.11.2011

Der Extremismusforscher Bernd Wagner sagt, dass Polizei und Geheimdienst nicht ausreicht. Er gilt als Kenner der rechtsextremen Szene Deutschlands, und gründete das Neonazi-Aussteigerprogramm "Exit". Im Interview mit dem "Spiegel" spricht Bernd Wagner über das Versagen der Ermittler im Fall der Zwickauer Terrorzelle - und erklärt, wie man Radikalen mit einem Stuhlkreis beikommt:
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,799884,00.html

 


28. 11.2011

In der Küche: Die Frau steht am Herd und kocht, sie rührt im Topf. Der Mann sitzt am Küchentisch und liest Zeitung bei einem Glas Bier. Mit hochrotem Kopf sagt er plötzlich laut. "Ich kann's nicht mehr hören mit deren Kries. Wo man hinhört nur Kries, Kries und nochmal Kries! ... Mal was anderes, was gibt's denn heut zum Abendessen?" Die Frau: "Griesbrei".



27.11.2011

Bei dem Castor-Transport im November 2010 haben wir schon einmal an dieser Stelle gefragt wo denn der Atommüll ins Zwischenlager geht. Denn die Castoren sollen ja jetzt 30 Jahre in dem Zwischenlager bleiben, da der Inhalt zu heiß zum Umladen in die kleineren Pollux-Behältnisse sei, selbst wenn Gorleben Endlager sein sollte. (Daher das Wort Castor). Der Wunschgedanke ist wohl, dass Pollux und Castor nicht nur am Himmel zusammen gehöen.
"Die Republik außerhalb des Wendlands glaubt offenbar, die Castoren seien unter der Erde. Ich vermute sogar, der größte Teil der Republik glaubt, Zwischenlager und Endlager seien identisch (Salzstock). Sie glauben wahrscheinlich: Das Zwischenlager heißt nur deshalb Zwischenlager, weil es als Endlager noch nicht genehmigt ist. Und gemeint ist immer der Salzstock. Eine grüne, überirdische Blechhalle (es sieht aus wie Blech) kommt da gar nicht vor."
Andreas Maier schreibt einen hervorragenden Artikel in der Zeit:
Wenn Sie im Wendland wohnen würden, wie wäre das für Sie, wenn nebenan in einer Kühlhalle tonnenweise Atommüll rumsteht? In der Umgebung sind seit einiger Zeit überhöhte Werte gemessen worden. Trotzdem werden jetzt an der Stelle noch einmal 11 Castoren eingelagert. Die Umweltschützer sagen, dass es möglich gewesen wäre den Müll zum Atomkraftwerk Phillipsburg zu bringen. Da wäre er sicherer gewesen.
Bisher gibt es kein Verfahren, wie der Atommüll überhaupt in den Salzstock transportiert werden könnte. Das technische Verfahren dafür soll in den nächsten 30 Jahren erst noch entwickelt werden. Vor 30 Jahren könne der Müll eh nicht umgesiedelt werden, weil er sich von 400 auf 200 grad erst abkühlen muss. Dazu kommt, dass die Castor-Behälter zu groß sind. Um den Müll umzulagern, müssten die Castor-Behälter geöffnet und der Atommüll in kleinere Behälter umgelagert werden. Und wie das gehen soll, weiß bisher niemand genau. Das wird erst noch erforscht:
http://de.wikipedia.org/wiki/Pilot-Konditionierungsanlage_Gorleben

 

26.11.2011

Wer stark, gesund und jung bleiben und seine Lebenszeit verlängern will, der sei mäßig in allem, atme reine Luft, treibe tägliche Hautpflege und Körperübung, halte den Kopf kalt, die Füße warm und heile ein kleines Weh eher durch Fasten als durch Arznei.

Hippokrates von Kos,
 berühmter Arzt des Altertums,
gestorben um 370 v. Chr.


25.11.2011

Stille

Im Innern dieser neuen Liebe, stirb.
Dein Weg beginnt auf der anderen Seite.

Werde der Himmel.
Richte die Axt wider die Gefängniswand.
Entkomme.
Tritt ins Freie, wie jemand,
der plötzlich in Farbe geboren wird.

Tue es jetzt.
Du bist von dichten Wolken eingehüllt.
Stehle Dich seitlich hinaus.
Stirb und sei still.
Stille ist das sicherste Zeichen, dass Du gestorben bist.
Dein altes Leben war eine fieberhafte Flucht vor der Stille.

Der sprachlose Vollmond
kommt eben jetzt hervor.

Rumi

 

24.11.2011

Gerade haben wir erfahren, dass sich der oesterreichische Schauspieler und Liedermacher Ludwig Hirsch heute aus dem Fenster eines Krankenhauses in Wien gestürzt hat. Dort hat er erfahren, dass er einen unheilbaren Lungenkrebs habe. Noch kürzlich hat er nach einer erfolgreichen Tournee in diesem Jahr gesagt, dass er sich im Herbst zurückziehen möchte um zu schreiben.
Ludwig Hirsch hat vor allem in Oesterreich eine große Fangemeinde. Er war ein grauschwarzer Poet, erzählte seit 30 Jahren melancholische Geschichten manchmal mit einem Schuss Humor:
"So wahr eine Krone ein Hut ist, wo's reinregnet,
so wahr eine Raupe ein gepolsterter Wurm ist,
so wahr ein Dieb einer ist, der was findet,
was ein anderer gar nicht verloren hat,
so wahr sind meine Geschichten".
Wohl eines seiner bekanntesten Lieder 1979: "Komm großer schwarzer Vogel"
http://www.youtube.com/watch?v=CgY5oM_R70E&feature=related

10 Tage früher am 14. November starb der politische Liedermacher und auch Autor Franz Josef Degenhardt im Alter von 80 Jahren in Quickborn bei Hamburg.
http://www.youtube.com/watch?v=Rov4o5uFAhc&feature=related

Gerade wurde ich ermahnt, dass ich doch auch an den dritten wichtigen Sänger aus den 60/70ern Georg Kreisler zu erinnern habe. Er ist letzten Samstag, den 19. November gestorben, drei Tage nach seiner letzten Lesung. Auch er hatte noch vor im nächsten Jahr weiter mit Lesungen aufzutreten. In seinen letzten Eintragungen auf seiner homepage schreibt er: "Worüber soll ein alter Mann singen? Über die Liebe? Lächerlich! Über seine Träume? Wen interessiert das? Wenn er seine Träume sein ganzes Leben lang nicht verwirklichen konnte, soll er es bleiben lassen! Über Politik? Er hat doch keine Zukunft mehr. Über den Tod? Peinlich! http://www.georgkreisler.de/index.html

Anfang dieser Woche starb auch die Sopranlegende der 60er Jahre Sena Jurinac kurz nach ihrem 90. Geburtstag. Sie gab sich immer total. Ihr Motto war: Nicht machen, sondern leben und erleben. Hier ein interessantes Interview über ihre Arbeit und ihr Leben: http://www.carlos-kleiber.de/interview/sena-jurinac.html

 

 

24.11.2011

Gestern ging am Benediktushof das 7. Symposion "Heilen" zu Ende. Alle Referenten sprachen direkt oder indirekt über das "Heilende Feld". Dieser Begriff wurde ja ursprünglich von Dr. Klaus-Dieter Platsch geprägt. Er war da. Aber auch die Heilpraktikerin und Heilerin Barbara Schenkbier. Natürlich auch Angaangaq, der Schamane aus Grönland, dessen Gesang uns bis aufs Knochenmark spürbar durchdrang und der die Herzen auch in seinem Heilkreis zum Schmelzen brachte. Und neben der Präsenz von Willigis Jäger kam der Arzt und Psychotherapeut Dr. Wolfgang Loesch aus Potsdam nach Holzkirchen. Wir hatten ihn eigeladen, weil Menschen zu uns in die Kurse kommen, die bei ihm gelernt hatten die Selbstheilungskräfte so zu aktivieren, dass sich Tumore zurückgebildet haben. Er ist wirklich ein Geheimtipp, auch insofern, als dass er in seiner Praxis nicht mehr Patienten aufnehmen kann. Langsam gehen auch Aerzte aus den westlichen Bundesländern, aus der Schweiz und Oesterreich in seine Ausbiildungen. Nur für die Bayern scheint Frankfurt an der Oder, wo er vor allem ausbildet, immer noch sehr weit weg zu sein. Hier gibt es niemanden, der sich mit dieser Methode beschäftigt. Der umfassende Vortrag von Dr. Loesch: "Der eigene Heilungsweg. Erfahrungen körperlich Schwerkranker mit Imaginativer Körper-Psychotherapie“. Das besondere an dieser Arbeit ist, dass nicht irgendetwas von außen imaginiert wird, sondern, dass die Selbstwahrnehmung geschult wird. Er brachte ein Buch mit, in dem Tino Erstling ihn und die geheilten Schwerkranken interviewt. Es gibt Mut, denn immer noch wird eine Krebsdiagnose als Todesurteil verstanden. Oft wird sie in den Kliniken entsprechend vermittelt. Das Buch liest sich wie ein Krimi. Allerdings kommen da keine Opfer vor. Hier erzählen Menschen sehr direkt von ihrem inneren/äußeren Heilungsweg: Tino Erstling/Krebs mit inneren Bildern behandeln - selbst aktiv etwas tun/Param Verlag Ahlerstedt 2011, ISBN 978-3-88755-278-7.


 

21.11.2011

Heute vor 200 Jahren hat sich der 34jährige Heinrich von Kleist am Wannsee gemeinsam mit der unheilbar kranken Henriette Vogel das Leben genommen.

Noch nie wurde an den Theatern Deutschlands anlässlich seines Todesjahres soviel Heinrich von Kleist gespielt. In seiner Zeit ist dieser große Dichter gescheitert. Er muss, wie seine Figuren, radikal gewesen sein. Diese sind sehr oft Getriebene, die an den Herausforderungen der Realität scheitern. Da er selber an den Bühnen trotz Goethes Hilfe nicht angekommen ist, und alle anderen Projekte wie zum Beispiel die erste Tageszeitung "Berliner Abendblätter" nicht zustande kam, entzog ihm seine ganze Familie die Unterstützung und nannte ihn ein "Nichtsnütziges Glied der Gesellschaft". 1811 schrieb er an seine Cousine: "Meine Seele ist so wund, dass mir, ich mögte fast sagen, wen ich die Nase aus dem Fenster stecke, das Tageslicht wehe thut, das mir darauf schimmert."

Viele Menschen erkennen sich wieder im Scheitern an den Herausforderungen der heutigen Zeit. Mir fällt gerade der Satz ein, den Willigis Jäger manchmal sagt: "Unter jeder Ruine ist ein Schatz begraben."

1810 schrieb Kleist in den Berliner Abendblättern "Über das Marionettentheater". Es lohnt sich immer wieder diesen wunderbaren Text zu lesen:
http://www.dalank.de/archiv/kleist.html
Der Erzähler unterhält sich mit dem Tänzer über die Grazie und fragt woher diese kommt. Er kommt zum Schluss:
"... so findet sich auch, wenn die Erkenntniß gleichsam durch ein Unendliches gegangen ist, die Grazie wieder ein; so, daß sie, zu gleicher Zeit, in demjenigen menschlichen Körperbau am Reinsten erscheint, der entweder gar keins, oder ein unendliches Bewußtsein hat, d. h. in dem Gliedermann, oder in dem Gott.
Mithin, sagte ich ein wenig zerstreut, müßten wir wieder von dem Baum der Erkenntniß essen, um in den Stand der Unschuld zurückzufallen?
Allerdings, antwortete er; das ist das letzte Capitel von der Geschichte der Welt."

 

 

20.11.2011
Totensonntag

Steve Jobs, der Apple-Begründer hat im Jahr 2005, in einer Rede vor Studenten der Universität Stanford über Geburt, Liebe und Tod gesprochen. Unter anderem sagte er da: "Sich zu erinnern, dass man sterben wird, ist der beste Weg, den ich kenne, um der Falle zu entgehen und zu glauben man hätte etwas zu verlieren. Du bist vollkommen nackt. Es gibt keinen Grund, um nicht seinem Herzen zu folgen.“
Seinen berührenden Vortrag kann man sich anschauen:   
http://www.youtube.com/watch?v=UF8uR6Z6KLc&feature=player_embedded #

 

19.11.11

Weiß die Raupe wie es ist ein Schmetterling zu sein?

 

 

18.11.11.

Am Sonntag, den 20. November kommt Angaangaq der Schamane aus Grönland wieder zum Benediktushof. Seine Botschaft ist nach wie vor "Das Eis in den Herzen der Menschen schmelzen." Er wird uns aber auch erzählen wie die Eisschmelze im Augenblick in seiner Heimat der Arktis aussieht.
Der Schamane wird auch zum Symposion "Heilen" da sein. Der Tagesplan dafür.

 

 

17.11.11

Der Designer Dominic Schindler hat eine Water City gezeichnet, wenn in Küstenregionen auf Grund des steigenden Wasserspiegels vermehrt mit Überflutungen zu rechnen ist:


domincschindlercreations/6147516812/in/set-72157627545565289



11.11.11

Was ist die 11 bloß für eine Zahl?
Die 10 steht für ein ganzes Maß. Es gibt z. B. die 10 Gebote. Die 11 überschreitet das Maß. In der Zahlenmystik steht die 11 oft für die Sünde, für das was sich vom guten Maß absondert. Die 12 steht für die Vollkommenheit - z. B. die 12 Tierkreiszeichen, die 12 Monate, die Uhr zeigt 12 Stunden an.
Aber ohne 11 kommt man nicht zur 12.
Es braucht diese Überschreitung um zur Erfüllung zu gelangen. Sondert man sich ab, wenn man bei der 11 verweilt? Dazu fällt mir die das Chartres-Labyrinth ein. Es hat 11 Umgänge. Man "muss" durch diese Umgänge mit 28 Kehrtwendungen hindurch, um zur Mitte und dann zur Vierung und zum Hochaltar in der Kathedrale zu kommen. Meistes stehen ja Stühle auf diesem Labyrinth. Wenn nun Konzerte stattfinden, sitzt man auf diesen Stühlen, oder auch bei großen Gottesdiensten. Mir fällt da jedes mal auf, dass die Menschen es an der Stelle relativ schwer haben still zu sitzen. Wenn Kinder dabei sind, habe ich öfters erlebt, dass sich diese an den Stellen wo die Stühle das Labyrinth bedecken zwischen den Stuhllreihen hin- und herbewegen und von den Eltern kaum zu halten sind. Natürlich ist da an dieser Stelle eine entsprechende Energie, die einem fast zwingt sich zu bewegen und es da eigentlich nicht vorgesehen ist über längere Zeit still innezuhalten. Kinder mit einem natürlichen Instinkt spüren das oft besser als Erwachsene.
Als vor Jahren zum ersten mal zur Sommersonnenwende die Stühle offiziell für 24 Stunden vom Labyrinth entfernt wurden, war ich per Zufall in Chartres. Nun kamen aus ganz Frankreich viele Menschen aus der Esoterik-Szene um endlich mal durch das Labyrinth zu gehen. Die Menschen standen kilometerweit auf der Straße Schlange. Und im Labyrinth standen sie auch. Alle wollten in die Mitte des Labyrinths kommen. Ich war nur am Vormittag in Chartres, da ich Abends einen Kontemplationskurs in Paris begann.
Da brachte jemand eine Frau zu uns, die den ganzen Tag im Labyrinth gestanden hatte. Sie wäre in einer spirituellen Krise und bräuchte Hilfe. Sie hatte hohes Fieber. Ihr ganzer Körper war wie von einem starken Sonnenbrand von Innen gerötet und sie war außer sich und wirkte psychotisch.

Damals dachte ich, dass es vielleicht gar nicht so schlecht ist, wenn über dem 11gängigen Labyrinth die Stühle zum Schutz der Menschen stehen. Inzwischen ist das Labyrinth immer wieder frei und es steht keiner mehr Schlange. Trotzdem gilt es zu wissen, dass es Orte der Kraft gibt, die ihren Respekt fordern. Chartres selbst ist ein Kraftort, die Kathedrale im besonderen und das Labyrinth auch. In meinen Labyrinthkursen arbeiten wir auch sehr achtsam mit dem Chartres-Labyrinth. Es ist immer wieder erstaunlich welche Wirkung sich da entfalten kann, allein durch die Form der 11 ÜberGänge. Da hat uns die 11 einiges über uns in der heutigen Zeit zu sagen.


06.11.11

Suche in allen Dingen zuerst dich selber,
und wo du dich findest , da lass dich:
Das ist das Allerbeste.
Meister Eckhart


 

02.11.11

Solidar Suisse meldet heute:
George Clooney will seinen demnächst auslaufenden Werbevertrag für die Nespresso-Kapseln nur verlängern, wenn Nestlé ihm sowie gegenüber "Solidar Suisse" nachweist, dass die Arbeiter auf den Kaffeeplantagen nach den Kriterien des fairen Handels bezahlt und keine Kinder unter 18 Jahren beschäftigt werden", meldet heute die deutsche Tageszeitung . Lieber George, wir finden das super. Falls sich diese Meldung bestätigt, ist dies ein grossartiger Erfolg – vor wenigen Wochen hätten wir das noch nicht für möglich gehalten. Herzlichen Dank an alle, die unsere Kampagne unterstützt haben!
www.solidar.ch

 

Allerseelen 2011

„Der Tod ist nach der Geburt das Wichtigste in unserem Leben. Es ist die Vollendung unserer Geburt. Wir fügen uns nicht dem Tod wenn wir sterben, wir fügen uns ein in den Fortgang des Lebens, das kein verweilen kennt. Leben und Tod sind nur scheinbare Gegensätze die sich auszuschließen scheinen. In Wirklichkeit sind sie wie der positive und negative Pol des elektrischen Stroms. Nur zwei verschiedene Aspekte ein und derselben Lebensdynamik. Und das Nichtvorhandensein des einen, würde das Verschwinden des anderen bedeuten.
Wir verlieren nicht etwas im Sterben, wir gewinnen etwas. Wir gewinnen das ganze Universum zurück, das hinter unserem ich verborgen liegt. Oder um es mit religiösen Worten zu sagen: wir gewinnen Gott ganz zurück unverstellt vom ich. es schließt sich nicht ein Tor, es öffnet sich ein Tor wenn wir sterben.“
Willigis Jäger, mehr dazu in dem Hörbuch: "Es gibt keinen Tod ", Wege der Mystik, direkt bei uns: mail@wege-der-mystik.de, oder im Buchhandel.
Nähere Angaben: www.wege-der-mystik.de

Es ist urmenschliches Bedürfnis der Toten zu gedenken. Bei den Christen sind ab dem 2. Jh. Gebete für Verstorbene nachzuweisen. Es wurden Brotopfer dargebracht und es wurde Mahl gehalten am Grab bei den Toten. Daraus ergab sich den Armen an Allerheiligen/Allerseelen Brot und Wein zu schenken. Später bekamen es alle. Sehr bald wurde dieses Totenmahl mit der Eucharistie verbunden.
Archäologische Funde zeigen, dass Menschen bereits vor mind. 50.000 Jahren Tote beerdigt und mitunter auch Beigaben für ein vermeintliches jenseitiges Leben mit ins Grab gelegt haben.
Diese Fähigkeiten sind wesentliches Charakteristikum der menschlichen Existenz. Trotz unterschiedlicher Kulturen finden wir in allen Religionen und Glaubenssystemen z.B. den Glauben an Wesen mit göttlichen Kräften, oder eine unsterbliche Seele und ein Leben nach dem Tod.
Tod ist ein Wort der Moderne. Ursprünglich und auch heute bei indigenen Völkern geht es immer um Übergang – Transitus.

Allerseelen war auch bei uns von vielfachem Brauchtum umgeben. Peter Rosegger schreibt: „Da wird in der Steiermark an diesem Tage keine Tür und kein Tor gewaltsam zugeschlagen, aus Furcht, eine arme Seele zu zerquetschen. Da wird kein Messer auf dem Rücken, kein Rechen mit den Zinken nach oben liegen gelassen, aus Vorsicht, dass nicht irgend eine Seele darüber stolpere, sich ritze oder schneide. Auch darf an diesem Tag keine leere Pfanne über dem Feuer stehen, damit sich nicht unversehens eine arme Seele hineinsetze und elend verbrenne. Ferner ist es unstatthaft einer Kröte oder einem Frosch etwas zu leid zu tun, da man nicht wisse, ob nicht eine arme Seele in Gestalt dieser Tiere an ihrem Tag sichtbar werde.“

In anderen Kulturen z.B. Mexiko ist es ein fröhliches Fest der Toten zu gedenken. Es wird viel süßes Gebäck verziert mit Totenschädeln aus Zucker gebacken und gegessen. Den Verstorbenen wird ihr ehemalige Lieblingsessen ans Grab gebracht und es gibt Essensgelage auf den Friedhöfen bis spät in die Nacht.

 

Allerheiligen 2011

Diese Tage gelten als Höhepunkt zwischen HerbstTag- und Nachtgleiche
und der Wintersonnenwende. In vorchristlicher Zeit, auch bei den Kelten begann das neue Jahr am 1. November. Für die Keltinnen begannen die Zeitabschnitte mit ihrem dunklen Aspekt – der Tag mit dem Abend, das Jahr mit dem Winteranfang jetzt.
In der Nacht zu Allerheiligen zum 1. November, sagen die Mythen, ist der Schleier zwischen den Welten am dünnsten und die toten Seelen besuchen die lebenden Verwandten.
Es wird gesagt, dass heute ein guter Tag um für die Armen zu spenden, zu teilen zu geben, und dass die Geister die Gaben mit besonderer Gunst bedanken. Man brachte Essen, oft die Lieblingsspeise der Verstorbenen, auf die Friedhöfe. Auch Zöpfe und Rotwein.
In Grossbritannien gehen Kinder von Tür zu Tür um Geld und Süssigkeiten zu sammeln. „Die Kinder sind die Zukunft und wenn fremde Kinder anklopfen muss man ihnen geben, um ihnen die Zukunft zu versüßen." Man sammelte an diesem Tag für die Armen.
Es geht aber vorwiegend darum die Ahnen zu würdigen, der Alten zu gedenken. Heute ist ein guter Tag Großmutter und Großvater zum Essen auszuführen, einzuladen. In einer keltischen Legende bewahren die vier Großmütter des Halloween die vier großen Schätze:

Der Kessel der Wiedergeburt – Freude
Der Stein des Schicksals - Macht
Speer des Zauberers – Tapferkeit
Unbesiegbares Schwert – Wissen
Halloween „All Hallows Eve“ heißt Aller Heiligen Abend. Irland Schottland – heute USA am Vorabend des Allerheiligentages. Heute hat dieser Feiertag eher einen geschäftlichen Beigeschmack. Die Industrie die Karnevalsutensilien verkauft, macht jedes Jahr in Deutschland Ende Oktober einen Umsatz von über 20 Mio Euro.
Wenn ich die Kinder anschaue die als gruseliger Tod verkleidet rum laufen und sich gegenseitig etwas Angst machen, mahnt es mich an Initiationsrituale der Mädchen im Balkan. Sie tanzen und singen gruselige Lieder und hinterher kichern sie darüber.

 

 

31.10.2011

1999 wurde das 6.000.000.000ste Kind geboren. Es hat nur 12 Jahre gedauert bis das 7.000.000.000ste Kind heute Nacht zur Welt gekommen ist. Vielmehr gibt es drei siebenmilliarden Kinder: Das Mädchen Danica May Camacho in Manila,
auf der indischen Halbinsel Kamtschatka der 3,6 Kilogramm schwere Alexander und im russischen Kaliningrad der auch 3,6 kg schwere Petja. Es entbrannte sogar ein Streit zwischen den Behörden in Indien und Russland.

 

 


18.10.2011

Auf der ersten Seite der "Welt am Sonntag" war folgendes Zitat zu lesen: "Die Politik darf uns jetzt nicht den Krieg erklären - sondern lieber mit uns bei Wasser und Brot ins Kloster gehen und arbeiten, bis weißer Rauch aufsteigt und es eine gemeinsame Lösung gibt."
Andreas Schmitz, Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken

 

 

08.10.2011

Ein vergleichbares kosmisches Spektakel gibt es wohl erst in 51 Jahren wieder: Heute Abend kommt es zu einer sogenannten Draconiden-Schauer. Astronomen rechnen mit bis zu 600 Sternschnuppen in der Stunde.
Das Himmelsleuchten sei überall auf der Welt zu sehen, wo es dunkel ist, sagt Jost Jahn von der Vereinigung der Sternfreunde. In Deutschland erwartet er die meisten Sternschnuppen gegen 22 Uhr.

 

 

07.10.2011

In der Arktis schmilzt das Eis deutlich schneller als in den Prognosen zu den Folgen des Klimawandels vorhergesagt. Spätestens bis Mitte dieses Jahrhunderts werde das mehrjährige Eis vollständig verschwunden sein, vermutet der Wissenschaftler Rüdiger Gerdes.
Ständig erreichen uns diese Nachrichten.
Unabhängig von den wissenschaftlich gestützten Prognosen über die Erderwärmung enthalten auch manche  Prophezeiungen alter Kulturen ähnliche Warnungen vor einem dramatischen globalen Wandel. So berichtet das Volk der Eskimo-Kalaallit auf Grönland von folgender Prophezeiung:
„Wenn steinhart gefrorene Gletscher eines Tages so weich werden, dass du in ihnen deinen Handabdruck hinterlassen kannst, dann ist Mutter Erde in großer Bedrängnis.“
Angaangaq, der Schamane aus dem hohen Norden kommt wieder zum Benediktushof, und hält einen Vortrag am Sonntag 20. November 2011 um 16:00 Uhr. Er bleibt auch noch zum Symposion "Heilen" 21.-23. November, um auch da einen Vortrag und einen Arbeitskreis zu halten. Tagesplan

 

06.10.2011

Wer liebt, empfängt.
Willigis Jäger

 


05.10.2011

Gott stirbt nicht an dem Tag,
an dem wir nicht länger
an eine persönliche Gottheit glauben,
aber wir sterben an dem Tag,
an dem das Leben
für uns nicht länger
von dem stets wiedergeschenkten
Glanz des Wunders durchstrahlt wird,
von Lichtquellen
jenseits aller Vernunft.

Dag Hammerskjöld

 

 

4. Oktober ist Welttierschutztag

Vanja Palmers und Anton, Felsentor in der Schweiz.
Schon drei Prozent weniger Fleischkonsum in den Industrieländern könnte dazu führen, dass eine Milliarde Menschen weniger hungern. Nur das Futter für eine Katze in den USA braucht soviel Anbaufläche wie das Essen für einen Menschen in Costa Rica.




KÖRPERGEBET UND KONTEMPLATION Wege zur inneren Quelle
Felsentor, in der Schweiz mit Beatrice Grimm

Es geht nicht darum eine neue Landschaft zu sehen, es geht darum die innere und somit auch die äußere Landschaft neu zu sehen.

19.-23.Oktober 2011 Felsentor Romiti/Rigi über dem Vierwaldstättersee
Kontemplation (täglich drei bis vier Std. Sitzen in Stille), Körpergebet und Tanz können durch die präsente Körperlichkeit in eine kontemplative Grundhaltung führen, in ein mystisches Begreifen des alltäglichen Lebens. Es geht um eine Erlebnisfähigkeit, die in eine tiefere Erfahrung unseres Wesens führt. Der Körper ist dabei ein zuverlässiger Begleiter in diese Wirklichkeitsebene, die jenseits aller Worte, Begriffe und Bilder zu finden ist.
Ziel ist nicht eine andere Welt, sondern anders da zu sein in der Welt.

Weitere Elemente dieses Kurses: Vorträge, innere Erforschung mit Fragen, Einzelgespräche, Natur und Rituale. Anfänger/innen sind auch willkommen.

Der Kurs findet im Schweigen statt.
Eine Stunde achtsame Mitarbeit in Haus oder Garten.

Kursgebühr: Sfr. 50.- pro Tag
(Ermäßigung möglich)
zzgl. Übernachtung & Verpflegung

Anmeldung: Felsentor, Romiti / Rigi
6354 VITZNAU, SCHWEIZ
Tel.: ++41 (0)41 397 17 76
www.felsentor.ch
info@felsentor.ch

 

 

02.10.2011

Jetzt während der Tag- und Nachtgleiche ist es Zeit sich ins Gleichgewicht zu bringen. Im antiken Griechenland wurden in dieser Zeit die größeren Mysterien von Eleusis gefeiert. Die kleineren Mysterien fanden im Frühling auch ungefähr zur Tag- und Nachtgleiche statt. Die Mysterienfeiern waren vor allem Initiationsriten, die nach dem Demeterheiligtum in Eleusis bei Athen benannt wurden. Eleusis heißt Ankunft. Durch vereinzelte Aufzeichnungen und archäologische Funde konnte trotz der damaligen strengen Geheimhaltung einiges rekonstruiert werden. Zu der Vorbereitung der Mysterien sollen so um 3000 Teilnehmer auf der heiligen Straße von Athen nach Eleusis gezogen sein. Hier wurden mythische Szenen dargestellt die die Geschichten der Demeter erzählten. Die Feiern dauerten jeweils neun Tage.


Interessant ist die Aussage der Ethnologen, dass mit der Christianisierung aus Demeter Demetrius wurde. Der Tag des heiligen Demetrius wird auch im Herbst gefeiert.

Der Hl. Demetrius wird vor allem in der bulgarischen Volksfrömmigkeit dem Hl. Georg gegenübergestellt, der im Frühjahr gefeiert wird. In den alten Liedern ist der Hl. Georg zuständig für die Fruchtbarkeit. Er hat die Funktion der Gaia aus vorchristlicher Zeit übernommen.

Jetzt zwischen dem 28. September und 6. Oktober finden in Indien die Feierlichkeiten von Navaratri statt. Wie der Name schon sagt, dauert diese Feier auch neun Tage. Es ist ein Fest der Göttin, mit der sich vor allem die Frauen verbinden. Im Gesang und Tanz wachsen sie über sich hinaus und verkörpern selbst die Göttin. Aber auch junge Männer gehen jeden Abend in den Tempel und skandieren die Namen der jeweiligen Gottheit.

Hier Durga auf dem Löwen. Diese kraftvollen Bilder werden jeweils mit dem Hausaltar während der neun Tage an der wichtigsten Stelle im Wohnzimmer aufgebaut wo sonst der Fernseher steht.
In dieser Zeit wird auch folgendes Mantra immer wieder gesungen:
Tvameva Mata Cha Pita Twameva
Tvameva Bandhuscha Sakha Twameva
Tvameva Vidya Dravinam Twameva
Tvameva Sarvam Mama Deva Deva.
http://www.youtube.com/watch?v=-yWjgAOQ3zY&feature=related

 

30.09.2011

Schimmerndes, sonnenwärmendes letztes Septemberlicht.
Noch einmal zum Abschied dieses Gedicht:

gerade jetzt
in diesem moment
liebe ich dich.

unsere seelen schimmern
im letzten septemberlicht
an diesem morgen,
berühren sich
verschmelzen.

dieser moment
ist vergangen
schimmernd.

nach A. Long

 

 

30.09.2011

Albert Einstein inspiriert: Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vornherein ausgeschlossen scheint.

 

 

29.09.2011

Heute wird der alternative Nobelpreis verliehen.
Jakob von Uexküll der schwedisch-deutsche Stifter hatte ursprünglich der Nobelstiftung vorgeschlagen, einen Preis für ökologische Themen zu verleihen. Als diese ablehnte, kürte er 1980 selbst zwei geeignete Preisträger. 2007 gründete er den Weltzukunftsrat, dessen Mitglieder Politiker bei ökologischen und sozialen Themen beraten. Jakob von Uexküll sagt: "Der Right Livelihood Award will dem Norden helfen, eine Weisheit zu finden, die zu seiner Wissenschaft passt, und dem Süden, eine Wissenschaft zu finden, die seine alte Weisheit ergänzt."
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/1124420

 

 

28.09.2011

Kinder in superbehüteten Milieus und supersicheren Spielplätzen entwickeln weniger Intelligenz. Klettverschlüsse sind praktisch für eilige Mütter und Väter. Sowohl als auch ist möglich. Denn wir wissen heute, dass Schuhebinden die motorischen Fähigkeiten, die Intelligenz und die Sprache fördert.
Damit sich der Knoten nicht von selber löst hier ein altes Großmutterrezept aus der Zeit als es noch keine Klettverschlüsse gab: Die Schleife zwei mal durch die selbe Öffnung durchziehen. Dieser Knoten läßt sich ganz leicht wieder lösen indem einfach an den Enden der Schuhbändchen gezogen wird wie beim einfachen Knoten, aber er hält fest.

 

 

27.09.2011

Fremdwörter für den kleinen Gabriel:
"Der Papst lebt im Vakuum."
Nach der Bibel gefragt:
"und die Bibel der Moslems heißt Kodak."

 


22.09.2011

Nicht wenige, die hier auf diese Seite kommen, haben Veronika Strobel von den Tanzkursen vor allem in Bursfelde und auch Damme gekannt.
Sie hat uns am 11. September verlassen. Sie war nicht nur eine besonders engagierte Tänzerin, sie war eine tiefe Seele, eine feine Powerfrau, die dem Schmerz nicht ausgewichen ist. Ihr Wunsch ein gutes Ende zu haben, wurde wahr. Sie hat einen Platz in vielen und auch in meinem Herzen. Am 24. September um 13:00 Uhr findet die Auferstehungsfeier statt im Ruheforst Wingst. Wir treffen uns um 12:30 Uhr auf dem Parkplatz. www.ruheforst-wingst.de

Ich bin nicht tot, ich tauschte nur die Räume,
Ich leb' in euch und geh' durch eure Träume,
da uns, die wir vereint, Verwandlung traf...
Ich leb' mit tausend Seelen weiter dort
im Herz der Freunde. Nein, ich ging nicht fort:
Unsterblichkeit vom Tode mich erlöst.
Michelangelo

 

 

21.09.2011

vom 21.-24. september ist tag- und nachtgleiche.
zeit sich ins gleichgewicht zu bringen.
sich bereiten für die langen nächte, die kalte jahreszeit.

Am einfachsten geschieht dies durch eine innere Übung der Stille, sei es im stillen Sitzen oder auch in der Bewegung.
Es gibt eine neue Bewegung:
Meditation in den Städten, in den Straßen, auf öffentlichen Plätzen: http://medmob.org/
Nächster Termin in München auf dem Odeonsplatz:
Sonntag 2. Oktober, 11:00 Uhr, eine Stunde stilles Sitzen
und 10 Minuten Klangbad.

 


22.09.11
Alle Proteste, alle Empörung weltweit halfen nichts: Der Oberste Gerichtshof der USA hat einen Aufschub der umstrittenen Hinrichtung des als Mörder verurteilten Troy Davis abgelehnt. In der Nacht wurde er im US-Bundesstaat Georgia durch eine Giftspritze hingerichtet.

20.09.2011

Macht bitte jetzt auch mit bei Amnesty International:
heute ist die Entscheidung gefallen: In 32 Stunden wird Troy Davis im US-Bundesstaat Georgia trotz fehlender Beweise hingerichtet.

Wir fordern den Begnadigungsausschuss auf, seine Entscheidung nochmals zu überdenken. Sonst kann nur noch der Bezirksstaatsanwalt von Chatham County (Savannah) die Hinrichtung verhindern indem er sich selbst für eine Begnadigung ausspricht.
Es bleibt wenig Zeit. Daher starten wir eine Eilaktion und schicken 1.000 Faxe an den Bezirksstaatsanwalt Larry Chisolm. Nutzen Sie jetzt das Amnesty Fax-Tool und senden Sie  Larry Chisolm eine Nachricht. Wenn viele von uns Faxe schicken, können wir genug Druck aufbauen um die Aussetzung der Hinrichtung zu ermöglichen.
Klicken Sie jetzt, um kostenlos ein elektronisches Fax zu versenden und laden Sie anschließend Ihre Freunde zum Mitmachen ein:
http://action.amnesty.de/p/dia/action/public/?action_KEY=8137

Kein Justizwesen der Welt ist frei von menschlichen Fehlern und Vorurteilen.
Seit 20 Jahren sitzt der US-Amerikaner in einer Todeszelle im Bundesstaat Georgia und wartet auf die Vollstreckung seines Todesurteils für einen Mord, den er bis heute bestreitet. Dreimal sollte Troy Anthony Davis schon sterben. Jedes Mal wurde seine Hinrichtung im letzten Moment aufgeschoben.
Trotz fehlender Beweise war Davis 1991 schuldig gesprochen worden, den Polizisten Mark Allen McPhail ermordet zu haben. Augenzeugen wollen die Tat beobachtet haben. Im Prozess belasteten deren Aussagen den damals 22-Jährigen so schwer, dass er zum Tode verurteilt wurde. Mittlerweile haben sieben der neun ursprünglichen Zeugen ihre Aussagen widerrufen. Eine Tatwaffe oder DNA-Spuren, die auf ihn als Täter hingedeutet hätten, wurden nie gefunden.

 

20. September 2011

Weltkindertag
Eine Familie bestellt ein Mittagessen im Restaurant. Für den Jüngsten bestellt die Mutter Schnitzel mit Pommes. Er sagt zur Serviererin: "Ich möchte gerne einen Hot Dog." Die Mutter: "Sie bringen dem Kind Schnitzel und Pommes." Die Serviererin zu dem Jungen: "Mit Mayo oder Ketchup?" Der Junge: "Beides". Die Serviererin: "Kommt gleich." Etwas später bringt sie das Essen für die ganze Familie, dem Jungen einen Hot Dog mit Mayo und Ketchup zum Entsetzen der Mutter. Genüsslich beißt der Junge in seine Wurst. Alle essen schweigend. Nach einer Weile sagt er: "Wisst ihr was? Die meint ich bin echt."



19. September 2011

Drum, wer Ohren hat zu hören, der höre!
Es ist nicht zwei, nicht drei, nicht tausende,
es ist eins und alles,
es ist nicht Körper und Geist geschieden,
dass das eine der Zeit, das andere der Ewigkeit angehöre,
es ist Eins, gehört sich selbst,
und ist Zeit und Ewigkeit zugleich,
und sichtbar, und unsichtbar,
bleibend im Wandel,
ein unendliches Leben.

Karoline von Günderode, 1780-1806
(Die Flöte des Unendlichen, Mystische Reziationstexte aus Ost und West
herausgegeben von Willigis Jäger und Beatrice Grimm)

 


14. September 2011

Morgen Donnerstag um 13:00 Uhr wird das Programm 2012
vom Benediktushof online geschaltet.

Für Alle die 2012 nach Bursfelde kommen wollen. Jetzt ist es entschieden:
2.-5. August Spirituelle Familienfreizeit gemeinsam mit Judith Hartmann, Dorothea und Werner Haußmann
7.-12. August gemeinsam mit Petra Wagner : Den Kristall malen und tanzen und tönen und sitzen in der romanischen Basilika.
14.-19. August Stille - Schweigen mit Hildegard von Bingen


 

13.09.11

Mit einem Windstoß durch Haus und Hof werden Wolken weggefegt.
Gleichzeitig beginnt der nicht mehr funktionsfähige Drucker im Büro von ganz allein "Körpergebet und Kontemplation" auszudrucken, fein, kaum sichtbar in einem hellen blau wie die zwei beinah durchsichtigen Wolken am Himmel. Durchlichtet von der Sonne bewegen sie sich spiralig tanzend und verwoben wie im Kreis. Ein lauter Knall. Die Kerze sprengt ein rotes Glas.


12.09.11

Gegenfrage:
Was ändert sich unwiederbringlich?

 

11.09.11

9/11 ...und wo stehen wir heute?
10 Jahre später können wir mehr denn je mit
Johannes Tauler 1300-1364 antworten:

Der wahre Frieden
Wahrlich, wir sind und wollen und wollten stets etwas sein,
immer einer über dem anderen.
Darum aller Streit und alle Mühe: Dass man etwas ist,
dass man groß, reich, hoch und mächtig ist.
Ein jeder will stets etwas sein und scheinen.

Aller Jammer kommt allein davon,
dass wir etwas sein wollen.
Das Nichts-sein,
das hätte in allen Lebensweisen,
an allen Orten,
an allen Leuten,
völligen, wahren,
wesentlichen, ewigen Frieden
und es wäre das Seligste,
das Sicherste und das Edelste,
das diese Welt hat.
Aber niemand will daran,
weder reich noch arm,
weder jung noch alt.

 

 

gerade jetzt
in diesem moment
liebe ich dich.

unsere seelen schimmern
im ersten septemberlicht
an diesem morgen,
berühren sich
verschmelzen.

dieser moment
ist vergangen
schimmernd.

nach A. Long

 

 

09.09.2011

Offene Weite, nichts von heilig.
Zen-Tradition

 

 

08.09.2011

"Das Essen das wir allein in Europa wegwerfen,
könnte zwei mal die Hungernden dieser Welt ernähren."
Unsere Verschwendung verstärkt den Hunger in der Welt!
Ein Film über Lebensmittelverschwendung
TASTE THE WASTE - heute startet der Kinofilm von Valentin Thurn
http://www.youtube.com/watch?v=0WYi_mWrLic
http://tastethewaste.com




07.09.2011

Um Nachrichten zu hören, schalte ich heute das Radio ein, da kommt mir eine vertraute Stimme entgegen: "Eine Welle gehört zum Ozean ..."
Eine hörenswerte Sendung mit und über Willigis Jäger:
br-online.de/bayern2/radiowissen/radiowissen-zen-buddhismus-ID1313484630755.xml



06.09.2011

Qigong in der Prävention und Behandlung
von chronischen Rückenschmerzen
17. September 2011
in Kassel

mehr

 

 

05.09.2011

Spätsommerkuchen
Mürbeteig:
200g Dinkelmehl
ein gute Prise Salz
100g Butter gekühlt in kleine Stückchen schneiden und kurz mit dem Mehl
so vermischen, dass es wie geriebener Käse aussieht.
Wenig Wasser (gekühlt) dazu, kurz kneten, so dass ein geschmeidig fester Teig entsteht.
Im Kühlschrank ruhen lassen.

Pflaumen entsteinen und vierteln,
Spätsommeräpfel in Stückchen schneiden,
Mirabellen entsteinen und halbieren.
Den ausgerollten Teigboden mit einer Gabel leicht einstechen und
das Obst in bunter Mischung auf dem Teig verteilen.
Mit Zimt und ev. wenig Zucker (je nach Süße der Früchte) bestreuen.
Mit Umluft bei 160 °C ca. 30 - 40 Minuten backen.


03.09.2011

Auf Anfrage der feministischen Zeitschrift Schlangenbrut für die neuste Ausgabe zum Thema Schweigen hat Beatrice Grimm einen Artikel über Stille geschrieben:

"Es gibt kein Glück, das der inneren Stille gleichkäme" (Simone Weil)
Schweigen, Spiritualität und Tanz
Auf einen Weg aus dem Alltagstrubel und den Alltagsgeräuschen in die Stille lädt Beatrice Grimm in ihrem Beitrag ein. Dabei zeigt sie die Pfade verschiedener Traditionen des Schweigens auf, gibt Einblicke in die Traditionen weiblicher Mystik und eröffnet Möglichkeiten des Tanzes in der Stille.

Innehalten
Wir sind umgeben von Trubel. Abertausende von Informationen dringen in immer schneller anwachsendem Maß und in stark zunehmender Geschwindigkeit auf uns ein.
Wie wäre es, einmal kein Handy, keinen MP3-Player, kein Radio, keinen Fernseher, keine Zeitung, keine E-Mail, kein Internet, keine Werbung zu haben? Nicht zu schreiben, nicht zu lesen, sich einmal mit keinem Menschen zu unterhalten? Nicht zu sprechen? Ohne äußere Stimulanz zu sein? Einmal nur ganz allein bei sich sein, zu schweigen und auf die Stille zu hören?

Einmal innehalten. In einer Zeit der Haltlosigkeit gibt Innehalten innen Halt. Meistens erleben wir erst beim Innehalten, dass der vermeintlich äußere Trubel in uns selber ist.
Auf der Suche nach äußerer Stille ging ich in die ägyptische Wüste ... weiter

 

KONTEMPLATIONSTAG mit Beatrice Grimm
Samstag, 1. Oktober 2011, 9:30 - 18:00 Uhr
am Benediktushof, Holzkirchen bei Würzburg

SICH EINEN TAG AUS DEM TRUBEL DES ALLTAGS IN DIE STILLE ZURÜCKZIEHEN

Dieser eine Tag, dieser eine Augenblick,
diese eine Bewegung, diese Stille, nur jetzt:
Kontemplation, Bewegung, Vortrag,
Einzelgespräche sind möglich.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Auch AnfängerInnen sind willkommen.
Der Tag findet im Schweigen statt.

Kursgebühr: EUR 43,00 inkl. Mittagessen und Teepause,
Abendessen zusätzlich EUR 7,- (bitte bei der Anmeldung angeben)


Anmeldung :
Benediktushof
Klosterstr. 10, 97292 Holzkirchen/Unterfranken
Tel.: 09369 - 98 38-0 FAX: 09369 - 98 38-38
E-mail: info@benediktushof-holzkirchen.de
home: http://www.benediktushof-holzkirchen.de

 

 

02.09.2011

Bitten der Kinder
Die Häuser sollen nicht brennen.
Bomber sollt man nicht kennen.
Die Nacht soll für den Schlaf sein.
Die Mütter sollen nicht weinen.
Keiner sollt müssen töten einen.
Alle sollen was bauen
Da kann man allen trauen.
Die Jungen sollen's erreichen.
Die Alten desgleichen.
Bertolt Brecht

"Alles, was von Somalia übrig ist,
sind Landminen, Krieg und Hunger"
www.aerzte-ohne-grenzen.de

 

 

1. September 2011

Heute wird in Indien Sri Ganesha Chaturthi gefeiert.
Der Elefantengott steht für die Beseitigung von Hindernissen.



Das wirkungsvolle Mantra heißt:
om gam gana pataye namaha
Unterschiedliche Möglichkeiten es zu singen:
http://www.youtube.com/watch?v=QhG-xQ9Z4kU&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=_h2rFVPCSPE
http://www.youtube.com/watch?v=287BnMx_mXQ&feature=related
Deva Premal

 

31.08.2011

Namasté
Das Göttliche in mir grüßt das Göttliche in dir:
Ich ehre in dir den Ort wo das ganze Universum ist.
Ich ehre in dir den Ort der Liebe, des Lichts der Wahrheit und des Friedens.
Ich ehre in dir den Ort, wo,
wenn du dich an diesem Ort befindest, und ich mich an diesem Ort befinde,
es nur einen von uns gibt.
aus dem Sanskrit

 

Das ganze Leben besteht in einem ständigen Neubeginn.
Hugo von Hoffmannsthal


30.08.2011

Massentierhaltung schadet dem Klima und der Artenvielfalt, belastet durch Überdüngung die Gewässer und setzt Tiere unnötigen Leiden aus. Der hohe Antibiotikaeinsatz stellt ein Gesundheitsrisiko dar.
Nach Recherchen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sind in Deutschland in den Jahren 2008 und 2009 jeweils über eine Milliarde Euro an Agrarsubventionen in die industrielle Massentierhaltung von Schweinen und Geflügel geflossen.
eine-milliarde-euro-subventionen-pro-jahr-fuer-industrielle-gefluegel-und-schweineproduktion-bund/

 

29. 08.2011

Den Eiern sehen wir an woher sie kommen. Die aufgedruckten Ziffern bedeuten:
3: ist tabu, das Ei stammt aus Käfighaltung.
2: Bodenhaltung im Stall, neun Tiere per Quadratmeter eingesperrt.
1: Freilandhaltung
0: Bio-Ei, das Fuitter muss mind. zu 80% ökologisch erzeugt werden, kein Gen-Soja, grössere Ställe.
Die meisten Supermärkte verkaufen keine Käfigeier mehr. Aus welchem Haltungssystem die Eier stammen, können wir allerdings nur den Schaleneiern ansehen - nicht dem Produkt, in dem Eier verarbeitet wurden.

Was geschieht mit Milliarden Eiern aus qualvoller Käfighaltung? Laut Tierschutzbund werden sie von Bahlsen, Verpoorten, Coppenrath & Wiese oder Lambertz in den Produkten dieser - und vieler anderer - Firmen in Keksen, Likör und Fertigprodukten versteckt verarbeitet. Viele Verbraucher wissen das nicht - und sie werden darüber auch nicht informiert. 
Es ist schon schwierig in Restaurants ein Eis zu bekommen, das nicht von Nestlé (Schöller/Mövenpick) hergestellt wird. Jetzt können wir beim Italiener auch auf den Eierlikör verzichten, es sei denn es gibt Eisdielen ohne Verpoorten.

 

 

27.08.2011

Astronomen forschen um die Wette: Heute wird wieder ein erdähnlicher, lebensfreundlicher Planet außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt. Allein in unserer Milchstraße gibt es wohl viele Milliarden.
spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,781893,00.html

 

 

23.08.2011

Von der Sonne lernen zu wärmen,
von den Wolken lernen zu schweben,
vom Wind lernen Anstöße zu geben,
von den Vögeln lernen Höhe zu gewinnen,
von den Bäumen lernen standhaft zu sein,
von den Blumen das Leuchten lernen,
von den Steinen das Bleiben lernen,
von den Büschen im Frühling Erneuerung lernen,
vom Sturm die Leidenschaft lernen,
vom Regen lernen sich zu verströmen,
von der Erde lernen mütterlich zu sein,
vom Mond lernen sich zu verändern,
von den Sternen lernen eine(r) von vielen zu sein,
von den Jahreszeiten lernen, dass das Leben immer von Neuem beginnt.
Verfasser/in unbekannt

 

22.08.2011

Ein alter Indianer saß mit seinem Enkel am Lagerfeuer. Es war schon dunkel, das Holz knackte, die Flammen züngelten in den Himmel. Der Großvater sagte nach einer Weile des Schweigens: "Manchmal fühle ich mich so, als ob zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen würden. Einer ist rachsüchtig, aggressiv und grausam. der andere ist liebevoll, sanft und mitfühlend." Der Junge fragte: "Welcher Wolf gewinnt den Kampf?" "Der Wolf, den ich füttere", antwortete der Alte.

 

 

21.08.2011

Heute erreicht mich die Botschaft der Gesellschaft für bedrohte Völker, dass
der bekannte iranisch-kurdische Schriftsteller Ali-Reza Sepahi Laeen in der Nacht zum 30. Juli von Angehörigen der Islamic Revolutionary Guards Corps (IRGC) gewaltsam festgenommen und entführt wurde.
Unterschreiben auch Sie den Appell der Gesellschaft für bedrohte Völker: http://www.gfbv.de/inhaltsDok.php?id=2271


 

18.08.2011

Festival Über Lebenskunst in Berlin
Perspektiven nachhaltiger Lebenskunst
17. bis 21. August 2011
Haus der Kulturen der Welt und im Stadtraum Berlin
101 Stunden Programm mit Konferenz , Workshops , Installationen , Performances , Konzerten , Filmen , Exkursionen , Gesprächen , Lesungen

Auftaktveranstaltung:
http://www.youtube.com/watch?v=smZlJ15_N6E&feature=related

 

 

17.08.2011

Für Alle die den Ulmentanz von Anastasia Geng lieben, den wir wieder in Bursfelde getanzt haben: youtube.com/watch?v=s0Lv9CqaJy4
Dieses Lied zum Ulmentanz ist vieldeutig und spielte eine Rolle während der sowjetischen Besatzung hinter den Barrikaden.
Hier singt Ieva Akuratere 2008 "An meine Nation": youtu.be/BnjZVVgqqEU
und hier einen modernen lettischen Tanz mit Ieva Akuratere, Sommer 2011: youtube.com/watch?v=dQ1OQOKR3vI&feature=related

 

 

16.08.2011

Am Wochenende kam ich in ein Dorf an der Weser in dem ein Fest gefeiert wurde mit Bierzelt, Essens-Buden und feilgebotenen Billigwaren und einem Karussell. Es gab Zuckerwatte, Zimtmandeln und duftete nach Bratwürsten. Da wünschte ich mir wieder einmal mit großem Vergnügen in eine Bratwurst zu beißen. Mit dem Gedanken an das Leiden der Tierkinder verging mir der Appetit. Besonders als am anderen Ende des kleinen Festmarktes die Leiche eines Babyspannferkels mit offenem Mund ausgestellt wurde um Menschen anzuziehen dieses Kind zu essen. Einen Moment dachte ich es wäre eine Plastikatrappe. Auch dass sie dem Schweinebaby den Mund geöffnet und ein menschliches Gebiss eingefügt und eine Sonnenbrille auf die malträtierte Nase neben die gebratenen Augen gesetzt haben, schien niemanden daran zu hindern dieses Neugeborene zu essen. Es wurde von hinten aufgeschnitten. Im Brockhaus steht: "Im zoologischen System gehört der Mensch zu den Säugetieren in die Ordnung der Herrentiere."
Es gibt Menschen, die behaupten, Tiere würden freiwillig sterben. Das mag für die Inuit stimmen, wo der Schamane auf die Robbenjagd geht, mit ihnen spricht und sie um eine Robbe bittet, damit sein Dorf nicht verhungert, weil es ja sonst nichts anderes zu essen gibt. Aber in der zuvilisierten Welt?

Vor ein paar Tagen gab es eine interessante und sehr eindrückliche Sendung bei nano: "Wieviel Fleisch verträgt die Welt?"
http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=23230

Nicht zu bekommen was man will, ist manchmal ein großer Glücksfall.
Dalai Lama

 

15.08.2011

Mariä Himmelfahrt, wohl der ältestes Feiertag der Katholiken. Ein Tag zur Bewahrung der Schöpfung. Die Kräuter sagen es uns immer noch.
Seit zehn Jahren das erste mal, dass ich zu diesem Zeitpunkt keinen Kurs habe. Heute bin ich wieder zurück aus Bursfelde. Bzw. nach Bursfelde habe ich mich noch in dieser wunderbaren Landschaft entlang der Weser aufgehalten. Einen Sonnenbrand hat sich in dieser Woche auf der Weser wohl niemand geholt. Viel Zeit Menschen zu begegnen, die normalerweise nicht in unsere/meine Kurse kommen. Neugierig kam ich gerne ins Gespräch mit ihnen. Manchmal kam ich mir vor wie von einem anderen Stern. Hier gäbe es Seiten zum Alltäglichen zu füllen.
Heute nur ein kleines Beispiel: Beim Mittagessen in einer Gaststätte zählte ich 23 alte Leute, drei mittelalte und zwei kleine Kinder.
Außer den beiden Kindern, die aus einem Gläschen und mit Butterkeksen gefüttert wurden, waren bis auf eine Person alle übergewichtig. Alle bestellten je einen Riesenteller mit zwei bis drei Schweineschnitzel oder mehreren Rinderouladen, und einer Riesenportion Pommes mit ab und zu einer kleinen Salatbeilage. Und sie assen diese Mengen ganz auf, dazu gab es Bier und hinterher eine Eisbombe mit Sahne. Danach waren sie pappsatt. Das war ihr Gefühl von Sonntag, von Feiertag.
Was ist das für ein Gefühl absolut pappsatt zu sein? Ein zufriedenes. Es sagt mir, dass ich jetzt alles habe und nichts mehr brauche. Jetzt bin ich in Frieden wie in Mamas Arme in einer schlimmen Zeit in Deutschland vor vielleicht über siebzig Jahren.
Jetzt siebzig Jahre später die kleinen Dörfer am aussterben. Ladenlokale, Wirtshäuser mit Papier oder Plasik verhängt, zu vermieten, zu verkaufen. Leerstehende Wohnungen und Häuser, von denen der Putz von den Wänden blättert. Eine Frau aus Leipzig sagte: "Das ist ja hier wie bei uns in der ehemaligen DDR." Jemand sagte mir, in Bayern soll es in kleinen Dörfern auch nicht besser sein.

Zum Schöpfergott weiter unten noch eine kleine Begebenheit mit einem 8-jährigen Jungen im spirituellen Familienkurs in Bursfelde. Er sagte: "Ich komme nicht in die Kirche, ich glaube nicht an Gott." Auf das Nachfragen seiner Oma kam die prompte Antwort: "Wenn er alles gemacht hat, wer hat denn ihn gemacht?"

 

 

03.08.2011

"Life isn't about coming in from the storm. It's about getting out there and dancing in the rain!"
Jetzt fahren wir nach Bursfelde und tanzen mit den Kindern sei es an der Sonne sei es im Regen.
Etwas liegt mir noch am Herzen: Es gibt grüne Felder in Afrikas Wüsten.
Die Stiftung Biovision ist eine gemeinnützige Organisation für projektbezogene, ökologische und nachhaltige Entwicklungshilfe für Menschen in Afrika und fördert damit im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen: http://www.biovision.ch/

 

 

2. August 2011

Im Frühjahr die Blüten am Birnbaum. Täglich wenn ich hier am Schreibtisch bin, sehe ich die Früchte wachsen, fast unmerklich. Woher wissen die Birnen das? Gestern schon ist die erste auf den Hof gefallen. Und im Schwalbennest über meinem Fenster ist nicht nur mehr ein ziepen sondern ein reges flattern und fliegen.
Das Einzige was Bestand hat, ist die Veränderung. Veränderung hier im Wachsen. In dem letzten Buch von Hanspeter Dürr, das ich allen ans Herz legen möchte, schreibt er: „Schöpfung ist in jedem Augenblick stattfindende Realisierung von Potentialität“.

Wo ist dann da ein Schöpfer, der in sechs Tagen die Welt erschaffen hat, am siebten Tag sich ausruht, was er wohl am achten macht? Die Milch bezahlen? Karl Rahner hat einmal gesagt: "Gott sei Dank gibt es das nicht, was sich 90% der Bevölkerung unter Gott vorstellen." Mythen sind wunderbar, aber man darf sie nicht wörtlich nehmen. Sonst ist es ein Witz ...

 

1. August 2011

Nationalfeiertag in der Schweiz.
Als der liebe Gott die Schweiz erschuf, gestaltete er auch die Berge.
Und es war alles gut. Da stand aber der Schweizer und druckste so rum. Da fragte ihn der liebe Gott ob er noch etwas möchte. "Ja, grüne Matten mit Ziegen und Schafen und Kühen," sagte der Schweizer. Und Gott schuf grüne Matten mit Ziegen und Schafen und Kühen. Und es war alles gut. Der Schweizer setzte sich sofort unter die nächste Kuh und begann sie zu melken. Dann gab er auch dem lieben Gott ein Glas Milch. Beide tranken von der Milch. Und es war alles gut. "Gute Milch", sagte der liebe Gott, und wollte gehen. Da stand aber der Schweizer und druckste so rum. Da fragte ihn der liebe Gott ob er noch etwas möchte. "Ja," sagte der Schweizer, "Zwöi Fränkli füfzg".


31.07.2011

Der erste Ferientag: 60 km Stau auf der Tauernautobahn. Jemand hat ausgerechnet, dass jeder Deutsche im Jahr durchschnittlich 47 Stunden im Stau steht. Endlich gibt es nichts mehr zu tun. Nichts fährt, nichts geht, nur Stillstand. Trotzdem bleiben alle wach, denn das Auto vor mir bewegt sich ja gleich ein paar Zentimeter weiter.
Einer Umfrage von 12 000 Beschäftigten zufolge bleiben fast 70% der Befragten auch im Urlaub für ihr Unternehmen erreichbar, und fragen ihre E-mails und hören ihre Handies ab. 17% haben angegeben, dass sie mit dem Arbeiten nie aufhören.
Stellen Sie sich vor Sie haben kein Handy, kein E-mail, kein Internet, keinen mp3 player, keinen Fernseher, kein Radio, keine Zeitung, nichts zu lesen, nichts zu schreiben, keine äußere Stimulanz.

Am Benediktushof ist das möglich. In einem kontemplativen Kurs die Stille finden, die nur zutiefst in uns zu finden ist. Stille wandelt von innen, ganz von selber, wenn der äußere immer schneller werdende Trubel um uns und in uns aufhört.
Innehalten gibt Innen Halt.

Zum Beispiel an einem einzigen Samstag sich einen Tag in die Stille zurückziehen, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich:
Am Samstag, den 1. Oktober 2011.
Kontemplation, Bewegung, Vortrag, Einzelgespräche möglich.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Kursgebühr: EUR 43,00 inkl. Mittagessen und Teepause
Anmeldung :
Benediktushof
Klosterstr. 10, 97292 Holzkirchen/Unterfranken
Tel.: 09369 - 98 38-0 FAX: 09369 - 98 38-38
E-mail: info@benediktushof-holzkirchen.de
home: http://www.benediktushof-holzkirchen.de


30.07.2011

Wie schon viele von Ihnen wissen, findet am 2. Oktober in Würzburg "Die Nacht der offenen Kirchen" statt. Willigis Jäger war eingeladen in der evangelischen St. Johanniskirche einen Vortrag über Mystik zu halten. Anschließend wollten wir wieder mit der Trommlerin Waldtraut Holzer gemeinsam eine "Feier des Lebens" gestalten. Leider wurde es nun Willigis Jäger verboten in der evangelischen Kirche zu sprechen, da es sich um eine ökumenische Veranstaltung handelt.
Das 2002 verhängte Redeverbot des Vatikans für Willigis Jäger wurde damit begründet, dass er Gläubige in die Irre führen würde.
Unser Beitrag in der Johanniskirche wurde abgesetzt.



29.07.2011

Aus dem Verkauf seiner Briefmarkensammlung stiftete Jakob von Uexküll 1980 den Alternativen Nobelpreis. 2007 gründete er den Weltzukunftsrat.
Anfang dieses Monats wurde vom Weltzukunftsrat die 3. Konferenz „Power Kick für Afrika” in Abuja, Nigeria initiert. Es konnte eine Rekordteilnahme festgestellt werden zu dem Thema erneuerbare Energien. 70 Teilnehmer/innen aus Politik, Wirtschaft sowie Zivilgesellschaft und aus 13 afrikanischen Nationen trafen sich, um über die Einführung regenerativer Energien und die damit verbundene Rolle von Frauen in ländlichen Regionen zu beraten. Elizabeth Thabethe, die stellvertretende Wirtschaftsministerin Süd-Afrikas, forderte: „Wir müssen bei der Energieproduktion grundsätzlich umdenken. Frauen sollten die Energie-Revolution anführen. Die Frauen unseres Kontinents sollten bei der Umgestaltung unserer Energieproduktion hin zu erneuerbaren Energien eine Führungsrolle einnehmen.“
www.youtube.com/watch?v=jHjWFb9QPOw&feature=player_embedded#at=324


28.07.11

heute habe ich folgende Geschichte gelesen:
Seit geraumer Zeit stand der Zug im Bahnhof, wahrscheinlich war es in Bern, während Albert Einstein immer und immer wieder seine Taschen und sein weiteres Gepäck nach seiner Fahrkarte durchsuchte. Der Schaffner wurde etwas ungeduldig und sagte zu dem Mann mit den wilden Haaren, er solle doch lieber einsteigen und im Zug eine neue Fahrkarte kaufen. Er bekäme sicher sein Geld für die nicht gebrauchte Fahrkarte, die er wohl im Laufe der Reise finden werde, zurück.
Darauf erwiderte Einstein: „Das mit dem Geld ist nicht das Schlimmste. Aber wenn ich die Fahrkarte nicht finde, weiß ich nicht, wohin ich eigentlich wollte. Und solang ich das nicht weiß, kann ich nicht einsteigen.“
(nach Zit. bei Toni und Theo Schönacker, Mut tut gut)


Was wissen wir schon wohin der Weg uns führt?
Manchmal ist es gut eine Sache zu Ende zu bringen, einfach bis uns "der Löffel aus der Hand fällt".
Manchmal ist es wichtig nicht zu entscheiden, sondern es auszuhalten in diesem Zustand "zwischen Tür und Angel". Auf der Türschwelle zu stehen, bedeutet ein enormes Potential. Gleichzeitig im hier und dort zu sein, halten viele Menschen jedoch nicht aus und treffen oft voreilige Entscheidungen.
Derwisch bedeutet ein Mensch der auf der Schwelle steht.

 


27.07.11

Alles was geschieht und uns zustößt, hat einen Sinn, doch ist es oft schwierig, ihn zu erkennen. Auch im Buch des Lebens hat jedes Blatt zwei Seiten. Die eine obere, schreiben wir Menschen mit unserem Planen, Wünschen und Hoffen, aber die andere füllt die Vorsehung, und was sie anordnet, ist selten unser Ziel gewesen.
Orientalische Weisheit



25.07.2011

1827 veröffentlicht der deutsche Dichter Wilhelm Hauff das Märchen "Das kalte Herz". Es erzählt die Geschichte des Peter Munk, der im Schwarzwald eine Köhlerei betreibt und davon träumt, viel Geld zu haben und respektiert zu werden. Dieser Wunsch lässt ihn einen Pakt mit einem Waldgeist eingehen, der ihn und seine Familie fast zerstört.
Der in München lebende Psychotherapeut Wolfgang Schmidbauer, bekannt durch Bücher wie "Die hilflosen Helfer" oder "Psychologie des Terrors", nimmt dieses Märchen in seinem neuen Buch "Das kalte Herz" als Ausgangspunkt, um darüber nachzudenken, wie in der Konsumgesellschaft die seelische Reife leidet und die moderne Geldwirtschaft gegen die Gefühle der Menschen arbeitet. Der Kapitalismus, sagt Schmidbauer, zerstört die Fähigkeit zur Empathie, also die Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinzudenken und einzufühlen. Die Folge der Sehnsucht oder Gier nach mehr ist die Selbstzerstörung.

Schmidbauer war einer der ersten Kritiker der Konsumgesellschaft aus ökologisch-psychologischer Sicht (Homo consumens, 1972; Jetzt haben, später zahlen, 1995).

Wolfgang Schmidbauer, "Das kalte Herz: Von der Macht des Geldes und dem Verlust der Gefühle", Murmann, Hamburg 2011, ISBN 978-3-86774-124-8

 

24.07.11

Was geschieht eigentlich wenn Menschen Menschen eiskalt umbringen wie jetzt in Norwegen, wenn Empathie fehlt, wenn es kein Mitgefühl gibt? Kann Mitgefühl trainiert werden?
Tania Singer ist Direktorin der neuen Forschungsabteilung "Soziale Neurowissenschaft" am Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften. Ihr Ziel ist die Erforschung der Grundlagen menschlichen Sozialverhaltens und sozialer Emotionen wie Empathie, Fairness und Egoismus. Ihr langfristiges Ziel: Methoden zu entwickeln, mit denen sich Empathie und Mitgefühl gezielt trainieren lassen.
empathie-tania-singer/-/id=918676/nid=918676/did=1699994/1fkr7tz/
Dazu arbeitet sie mit tibetischen Mönchen des Dalai Lama zusammen. Im tibetischen Buddhismus gibt es spezielle Techniken, in denen Mitgefühl eingeübt wird. Doch schlussendlich sind die Erfahrungen durch Meditation in allen Traditiionen gleich. Ein geflügeltes Wort: "Je tiefer die Erfahrung, je tiefer das Mitgefühl."



Stimmen Sie hier mit ab:
Die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union regelt, wie rund 56 Milliarden Euro Steuergelder aus dem EU-Agrarhaushalt verteilt werden. Nach Berechnungen des Deutschen Bauernverbands zahlen jeder Bürger und jede Bürgerin Europas dafür etwa 100 € pro Jahr. Wofür soll dieses Geld verwendet werden? Verteilen Sie Ihre 100 € so, wie Sie es für richtig halten.
www.meine-landwirtschaft.de/abstimmung

 

Die Autorin Karen Duve hat im Selbstversuch verschiedene Ernährungsformen getestet und sich dabei mit der Frage auseinandergesetzt: Wie viel gönne ich mir auf Kosten anderer? Daraus ist ein Buch entstanden: "Anständig essen".

 

23.07.11

Laut Weltagrarbericht hungern fast eine Milliarde Menschen auf diesem Planeten, während ebenso viele an krankmachender Fettleibigkeit leiden.
2,3 Milliarden Tonnen Getreide werden weltweit geerntet, mehr als je zuvor. Doch nur 47 % dieser Ernte dienen der menschlichen Ernährung. Der Rest wird zu Tierfutter, Sprit und Industrierohstoff verarbeitet. Unser Ernährungs-System ist eine der wichtigsten Ursachen für den Klimawandel, das Artensterben, für Umweltvergiftung, Wasserknappheit, vermeidbare Krankheiten, Kinderarbeit, Armut und Ungerechtigkeit. Dieses System ist krank.
Über 500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fassten 2008 im Auftrag der Vereinten Nationen und der Weltbank den Stand des Wissens über die globale Landwirtschaft, ihre Geschichte und Zukunft zusammen. Der Weltagrarbericht ist unbequem und alarmierend, warnt vor Irrwegen und zeigt Lösungen auf. Diese Seite faßt seine wichtigsten Ergebnisse zusammen. Sie will vor allem zum Handeln anregen: www.weltagrarbericht.de

 

Die unvorstellbare, skandalöse Hungersnot am Horn von Afrika ...
Gerade habe ich einen Versuch gemacht darüber noch mehr zu erfahren im www. Da blendet sich drei mal hintereinander ein üppiges Sahnedessert ein, mit dem Hinweis: "Mit Genuss abnehmen".
Siehe Hinweis oben. Hier noch mal "taste the waste": youtube.com/watch?v=0WYi_mWrLic

Das größte Flüchtlingslager der Welt ist voll, (angelegt für 90 000 Menschen, mit 400 000 überfüllt). 8000 Menschen haben sich schon außerhalb des Lagers niedergelassen, und täglich kommen immer mehr. Ohne Wasser, ohne Lebensmittel, ohne sanitäre Möglichkeiten, ohne Zukunft:
aerzte-ohne-grenzen.de/informieren/einsatzlaender/afrika/somalia/2011/2011-07-21-somalia-mangelernaehrung-flucht/index.html

Aerzte ohne Grenzen: Die extreme Hitze, Wassermangel sowie Verzögerungen bei der Registrierung der Flüchtlinge und der Verteilung der Lebensmittelrationen haben die Situation für neu ankommende Flüchtlinge deutlich verschärft.
"Der Anteil der schwer mangelernährten Kinder ist sehr hoch. Wir sind äußerst besorgt", sagt Monica Rull, die Leiterin der Projekte in Kenia und Somalia.

Die Flüchtlinge müssen 40 Tage warten, bevor sie vom Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen offiziell registriert werden und einen Ausweis erhalten, mit dem sie Lebensmittelhilfen erhalten können. Vor Ablauf dieser 40 Tage erhielten sie nur einmal eine Lebensmittelration für zwei Tage sowie einen Fünf-Liter-Wasserkanister.
"Dieser Zustand war völlig inakzeptabel", erklärt Rull. Mittlerweile hat es aber Verbesserungen gegeben. "Seit Anfang Juli erhalten die Flüchtlinge zumindest Lebensmittel für 15 Tage. Das reicht aber immer noch nicht aus. Das Welternährungsprogramm muss regelmäßigere Lebensmittelverteilungen sicherstellen. Außerdem muss die Ernährungssituation der Kinder in allen drei Lagern in Dadaab systematisch erfasst werden. Kinder bis zehn Jahre sollten integriert und die Ernährungsprogramme gegebenenfalls ausgeweitet werden".

Ärzte ohne Grenzen fordert eine Beschleunigung des Registrierungsprozesses.
Im Moment gibt es nur ein Registrierungszentrum für den gesamten Dadaab-Komplex.

 

 

Freiheit bedeutet die Möglichkeit
die Möglichkeit möglicherweise zu lassen.

 

22.07.11

Kürzlich sagten mir zwei Kinder mit einem weinenden und einem lachenden Auge: "Wir machen Urlaub auf Balkonien." Zwei Wochen später schrieb mir ihre Mutter folgende sms: "Sitze grad am fluss. schaue aufs wasser. Die buben haben ein feuerchen gemacht und bereiten ein picknick für uns vor. wunderbarer tag." Wenn wir davon ausgehen, dass Ferien eigentlich mehr eine innere Erfahrung bedeutet, gibt es Zuhause auch Möglichkeiten. Ein Beispiel das ich sehr liebe: In die eigene Wohnung zu kommen als wäre es das erste mal in meinem Leben. Eigentlich ist es ja in diesem Augenblick das allererste mal. Die eigenen vier Wände neu entdecken. Und alles wie in einem Film betrachten und sich selber dazu. Oder Menschen, die uns vertraut sind zum ersten mal erleben. (Aber nicht verraten). Mit kleineren Kindern kann man auch in der Küche den Zoo besuchen. Das hat mein Grossmami ab und zu mit mir gemacht, und das war schöner als im richtigen Tierpark. Der Elefant kam aus dem hohen Küchenschrank und wollte gefüttert werden. Und die Affen zwischen den Tassen ...


21.07.11

Die Schönheit des Reisens liegt nicht in der Aktion, sondern in der Erfahrung.

Ferien, Urlaub, Reisen ... Goethe hat mal gesagt: "Die beste Bildung findet ein gescheiter Mann auf Reisen."
In einer Studie wurde festgestellt, dass wir Mitteleuropäer im Urlaub anders sind als im Alltag Zuhause. Wir seien in den Ferien offener, toleranter, weniger wertend. Wir reisen nicht nur in andere äußere Landschaften, sondern vor allem reisen wir in andere innere Landschaften. Durch die veränderte innere Landschaft erleben wir auch die äußere Landschaft anders. Das merken wir auch, wenn wir von einem Kurs der inneren Vertiefung, und sei es nur für wenige Tage, wieder nach Hause kommen. Nicht umsonst sagen Kinder ihrer Mutter oder ihrem Vater manchmal: "Ich glaube du musst mal wieder auf'n Kurs gehen."
Wenn Goethe sagt, dass er die beste Bildung auf Reisen findet, könnte der Grund dafür auch sein, dass fremde Sinneseindrücke Konzepte verändern und vorgefasste Meinungen plötzlich nicht mehr so greifen wie Zuhause. Vieles ist anders als wir denken, dass es zu sein hat.
Mit anderen Möglichkeiten bleibt uns oft nichts anderes übrig als zu improvisieren, zu spielen. Und spielerisch lernen nicht nur Kinder am besten auch wir Erwachsene. Wenn wir unmittelbar leben, leben wir spielend.

 

20.07.11

Wir haben nur das was wir sind.
Nicht das was wir haben.

 


19.07.11

Immer geht es um Leben und Tod:
Ob Leben nicht schon immer Sterben, und Sterben Leben ist?


17.07.11

„Nur jemand der fähig ist sich an dieser wunderbaren Welt zu freuen und sie zu feiern, kann sie erhalten“.

 

 

11.07.11

Kinder brauchen Natur. Am liebsten mit Gleichaltrigen - und ohne pädagogischen Zeigefinger.
Erwachsene gehen in die Natur um sich zu entspannen und um ihre Vorstellungen von Schönheit zu erfüllen. Kinder dagegen finden in der Natur eine Herausforderung, an der sie wachsen können, am liebsten im eigenen Tempo. Manchmal rennend, manchmal versunken in Betrachtung.

 


07.07.11

In verschiedenen Medien wurde gestern der Staatenbericht der UN zitiert. Dieser kritisiert Deutschlands Sozialpolitik – insbesondere auch die Diskriminierung von Asylsuchenden.
Die im UN-Bericht besonders kritisierte Kinderarmut in Deutschland trifft Flüchtlingskinder am härtesten: Die Sozialleistungen für Asylbewerberkinder liegen um bis zu 54 Prozent unter dem Niveau der Hartz IV-Regelbedarfssätze für inländische Kinder. Vergleicht man den auf lediglich 68 Cent pro Tag gekürzten „Barbetrag“ für den persönlichen Bedarf, die soziokulturelle Teilhabe und den Schulbedarf, beträgt die Kürzung für Asylbewerberkinder bei bis zu 83 Prozent.

Nach einer Umfrage wollen über 80% der Deutschen keine Asylanten. Es ist nicht populär sich für Flüchtlinge einzusetzen.
Pro Asyl schreibt:
Der Gesetzgeber verfolgt mit den Asylgesetzen vor allem den Zweck der Abschreckung. Das bedeutet: Unterbringung in Sammellagern, Lebensmittel aus Essenspaketen, Minimalmedizin, Arbeitsverbot und Residenzpflicht. Um Flüchtlinge und Migranten abzuschrecken, nimmt Deutschland in Kauf, Asylsuchende und deren Kinder menschenunwürdig zu behandeln.
vereinte_nationen_ruegen_diskriminierung_von_asylsuchenden/

Schluss mit der sozialen Entrechtung von Menschen:
Aufruf_SchlusssozialeEntrechtung.pdf




6. Juli 2011

Im Kindergarten: Ein Pfirsich ist wie ein Apfel mit Teppich drauf.

 

 

5. Juli 2011

Das Zürcher Universitätsspital hat jetzt herausgefunden, dass Alkohol die Verdauung nicht fördert, wie der Volksmund sagt, sondern die Geschwindigkeit bremst mit der wir verdauen. 

 

 

4. Juli 2011

Möge dann und wann
deine Seele aufleuchten
im Festkleid der Freude.

Möge dann und wann
deine Last leicht werden
und dein Schritt beschwimgt
wie im Tanz!

Möge dann und wann
ein Lied aufsteigen
vom Grunde deines Herzens,
um das Leben zu grüßen
wie die Amsel den Morgen.

Möge dann und wann
der Himmel
über deine Schwelle treten!

Irischer Segensspruch

 

 

3. Juli 2011

Wöchentlich bekommt jeder Haushalt in der Umgebung Mainfrankens ein Anzeigenblatt. Dieses Marktblatt erscheint in einer Auflage von 350 000. Regelmässig schreibt da Pfarrer Roland Breitenbach aus Schweinfurt unter der Rubrik "Ortsgespräch" seine Kommentare zum alltäglichen Geschehen in und außerhalb der Kirche. In dieser Woche:
" Den Nachfolgern der Apostel ist nicht unbedingt ein Sturz vom Pferd zu wünschen. Aber es wäre sicher angebracht, wenn sie freiwillig von ihrem hohen Ross, ein Satiriker hat gesagt, vom überheblichen Kamel, herabsteigen wollten. Dazu passt diese Meldung: Drei Tage lang wollte die Akademie des Bistums Rottenburg-Stuttgart im Oktober über Sexualität und Kirche debattieren. Doch jetzt hat Bischof Gebhard Fürst die Tagung verboten. Erstaunlich ist seine Begründung: Der wegen der Kirchenkrise initiierte Dialogprozess zwischen Kirchenleitung und Basis solle nicht gestört werden. Das Gespräch zwischen oben und unten hat noch gar nicht begonnen. Was kann da gestört werden, fragt man sich?"
Lesen Sie weiter: stmichael.de/gemeinde/index.htm

 

 

2. Juli 2011

In einem Augenblick
hebe dich heraus
aus Zeit und Raum,
leg die Weisheit beiseite
und werde Welt in dir.
Schabistari



1. Juli 2011

Heute finde ich in meinen Unterlagen folgende Geschichte:
Eines Tages fiel einem Bauern ein Esel in den tiefen Schacht eines alten verlassenen Brunnens. Das Tier schrie herzzerreißend während der Bauer überlegte was er tun könne.
Schließlich entschied er das Tier sei zu alt und der Brunnen müsse sowieso zugeschüttet werden; die Mühe, das Tier aus dem Schacht herauszuholen, wäre es nicht wert. Deshalb rief er seine Nachbarn zusammen um ihm zu helfen das Loch zuzuschütten.
A
lle nahmen eine Schaufel und begannen den Brunnen mit Dreck zuzuschütten. Als dem Esel klar wurde, was ihm angetan wurde, schrie er noch viel flehentlicher. Dann aber beruhigte er sich zum Erstaunen aller. Ein paar Schaufelladungen später schaute der Bauer in den Schacht hinunter und sah zu seiner Verblüffung was der Esel tat: Er schüttelte den Dreck ab und trat ihn fest. Mit jeder Schauffelladung kam er ein Stückchen höher und konnte schließlich über den Rand springen und davonlaufen.
Jeder Fehler, jedes Missgeschick, jeder Missgriff in unserem Leben kann von großem Nutzen sein, wenn wir es schaffen ihn als Trittstufe zu benutzen. Der Trick ist den Schutt schlechter Erfahrungen unermüdlich abzuschütteln und Schritt für Schritt weiterzugehen. Nicht aufgeben, niemals! So gelangen wir am Ende aus dem Schacht eines versiegten Brunnens wie der Esel.



30. Juni 2011

150 Schildkröten auf der Startbahn des John-F-Kennedy-Flughafens New York.
weiter ...



29. Juni 2011

Zur Zeit ist am Benediktushof eine ganze Delegation der buddhistischen Union aus China zu Gast. Chinesische Mönche unter der Leitung von Jing Hui, dem Zenmeister und Abt aus dem wieder aufgebauten Kloster und Tempel Joshus, einer der berühmtesten und größten Zenmeister im alten China. Mitgekommen sind einer der besten Kalligrafen, ein Landschaftsmaler, der Direktor einer berühmten Musikschule, der virtuos die Qin spielt, und auch eine junge Meisterin, die sowohl die japanische als auch die chinesische Teezeremonie beherrscht. Beim Sommerfestival hat Liu Didi uns eine Kostprobe des chinesischen Teerituals gegeben. Heute erzählte sie mir, dass sie im Kloster Münster Schwarzach bei den Benediktinern zu Gast waren. Sie fragte dort die Mönche ob es bei ihnen auch so etwas wie ein Teeritual geben würde. Als sie verneinten, fragte Frau Liu ob sie vielleicht Kräutertee trinken. In den Klöstern in China und Japan würden die Mönche ziemlich viel grünen Tee trinken, vor allem auch wegen der Gesundheit. Als die Benediktiner auch den Kräutertee verneinten, fragte sie weiter was sie den trinken würden.
Bier!
Hier Liu Didi, achten Sie auf ihre Hände:
youtube.com/watch?v=Dq6SG-gVQSg&feature=related

 

 

28. Juni

Meine kleine Nichte wünscht sich, dass Frauen gegen Männer Fußball spielen. Dann würden die Männer rote Karten bekommen, und dann wären zum Schluss nur noch die Frauen auf dem Feld und würden gewinnen. Wir fragen uns ob es wohl in Zukunft wie bei den Frauen auch Männerfußball heißt, und nicht nur Fußball.

 

 

Sommersonnenwende 2011

Ob ein hohes Ziel und eine Begeisterung echt sind, das merkt man nicht an den feierlichen Stunden, sondern im Alltag.
Ob einer Ernst macht, sieht man nicht an den großen Entschlüssen, sondern an der kleinen Arbeit, tagaus, tagein.
Romano Guardini


Wir leben in einer alles entscheidenden Zeit. Wissenschaftler sagen uns, wir hätten nur 10 Jahre, um unsere Lebensweise zu ändern ...
Jeder Einzelne muss an dieser gemeinsamen Anstrengung teilnehmen ...

Yann Arthus-Bertrand, Regisseur des Films HOME

 

 

06.06.2011

Africa-Festival in Würzburg: Bei Platzregen unter der Brücke unbändige schwarze Tänzerinnen und Tänzer, umwerfende Trommler, die sich per Zufall hier im Trockenen, jenseits der Pfützen gefunden haben. Ihr Tanz, ihre Musik laden ein zur Freude, zur Lebensfreude. Afrika wie es leibt und lebt. Africa total ohne Zweifel, ohne zu hinterfragen, auch hier :


In meiner E-mail box ging es heute auch um Afrika.
Hier zwei Aufrufe zum Unterschreiben:
1.

Mai 2011: Vor der libyschen Küste sinkt ein Flüchtlingsschiff. 600 Menschen ertrinken. Der junge Somali Abdelrachman überlebt. Jetzt sitzt er in der Wüste im Flüchtlingslager "Choucha" an der tunesisch-libyschen Grenze fest – ohne Lebensperspektive. Er ist einer von 11.000 Flüchtlingen, für die der UNHCR händeringend ein Aufnahmeland sucht. Meist vergeblich: Deutschland und andere EU-Staaten haben bis heute nicht reagiert. Statt den Flüchtlingen zu helfen, schottet sich Europa ab.

Obwohl alle Möglichkeiten bestehen, Bootsflüchtlinge zu retten, werden die Menschen auf dem Meer gnadenlos ihrem Schicksal überlassen Über 1.600 Schutzsuchende sind seit Anfang des Jahres im Mittelmeer gestorben – am 1. Juni kamen über 150 Bootsflüchtlinge ums Leben. Abdelrachman will trotzdem wieder in eines der maroden Schiffe nach Europa steigen. "Nach Somalia zurück kann ich nicht. Hierbleiben auch nicht. Lieber sterbe ich."
Pro Asyl:
Unterstützen Sie unseren Appell an den Präsidenten des Europäischen Rates, Herman von Rompuy!

Was heißt es Flüchtling zu sein?
http://www.youtube.com/fluechtlingsschutz#p/u/6/EUOnfnJJPvs

2. Die Jusos und Solidar Suisse lancieren in der Schweiz eine Petition:
«Schluss mit Steuerbefreiung für die Fifa».

Wussten Sie, dass die „gemeinnützige“ FIFA anlässlich der Fussball-WM in Südafrika einen Gewinn von 2,35 Milliarden Franken eingenommen hat? Über 50 Millionen davon gingen als Boni an Blatter und seine Leute. In die Staatskasse von Südafrika riss die WM ein Finanzloch in der Höhe von 3 Milliarden.
http://www.fifawatch.ch Die Unterschriften werden nach Abschluss der Sammlung der Bundeskanzlei übergeben. Die Adressen der Unterzeichnenden werden nicht an Drittpersonen oder andere Organisationen weitergegeben. Unterschreiben können alle, unabhängig von Alter und Nationalität.



03. Juni 2011

Auf den Philippinen hat ein 60-jähriger Familienvater den zweitgrößten Jackpot in der Geschichte des Inselstaates geknackt. Der sechsfache Vater gewann 356 Millionen Pesos, da sind rund 5,7 Millionen Euro ... hier weiterlesen


28.05.2011

Heute feiert Amnesty International seinen 50. Geburtstag! Kaum eine andere Organisation hat mit ehrenamtlich arbeitenden Gruppen für die Menschenrechte soviel erreicht wie Amnesty.
SEIT 50 JAHREN BEWEGEN GEWÖHNLICHE MENSCHEN AUSSERGEWÖHNLICHES. Das einzige, was Amnesty noch nicht gelungen ist, sich selber überflüssig zu machen. Über die aktuelle Menschenrechtssituation auf unserer Erde: www.amnesty.de


27.05.2011

Das Greenpeace-Energieszenario "Klimaschutz - Plan B" zeigt, dass der vollständige Atomausstieg bis zum Jahr 2015 machbar ist, ohne die Versorgungssicherheit und die Klimaschutzziele zu gefährden.
Wussten Sie, dass die Atomstromproduktion zwischen 1970 und 2010 in Höhe von 186 Milliarden Euro vom Staat (mit Steuergeldern) gefördert wurde?

Die Stromkonzerne und ihnen nahestehende Politiker warnen vor den hohen Kosten der Energiewende. Doch in Wahrheit sind Wind- und Wasserkraft schon heute billiger als Atom und Kohle, zeigt eine Studie von:
greenpeace-energy.de/service/news/

Alles über Atomenergie und radioaktive Strahlung kann gut verständlich beim Umweltinstitut München nachgelesen werden:
http://umweltinstitut.org/radioaktivitat/allgemeines/atomenergie-und-radioaktive-strahlung-44.html
Auf dieser Homepage finden Sie auch alle Hinweise für die Demonstrationen in anderen großen Städten Deutschlands.

Noch einen weiteren Beitrag, der mir am Herzen liegt: Durch Katharina Sheperd, (japanische Tuschmalerei) sind wir mit Hidefumi Suzuki in Kontakt gekommen. Er ist Dolmetscher und Übersetzer und wohnt in Norddeutschland. Der Japaner kommt ursprünglich aus Onagawa, wo ca. 70 % der Häuser durch den Tsunami zerstört wurden. Nach den offiziellen Zahlen am 29.04. sind die Toten und Vermissten auf ca. 1.300 korrigiert. Sehr wahrscheinlich haben von 10 000 Einwohnern 8.700 Menschen den Tsunami überlebt. Auch das Haus seiner Eltern und das Firmengebäude seines ältesten Bruders sind vollständig zerstört. Zum Glück konnten sich die Eltern und die Familie seines Bruders vor den Wassermassen retten und wurden von einer befreundeten Familie außerhalb der Tsunami-Zone aufgenommen.
Im April schrieb Herr Suzuki: "Die vielen Menschen aber in den Notunterkünften haben sehr wenig zum Essen. Gas-, Wasser- und Stromleitungen sind zerstört. Es gibt keine funktionierenden Heizungen. Und  das bei Temperaturen nachts um den Gefrierpunkt. Auch Banken und Geschäfte in der Stadt sind zerstört." Herr Suzuki und seine Lebensgefährtin haben deshalb beschlossen, auf unkonventionellem Weg zu helfen. Sie haben ein separates Spendenkonto eingerichtet. Sie haben auf die Gründung einer Stiftung verzichtet, weil dadurch mehrere Monate für die Hilfe verloren gingen und außerdem auch Kosten entstünden. Deshalb können sie keine Spendenbescheinigung ausstellen.
Von den Veranstaltungen in St. Stephan konnten wir 1000 Euro und der Marienfeier im Weingarten 350 Euro überweisen.

Vor einigen Tagen schrieb Herr Suzuki nun, dass die Infrastruktur dort immer noch kaputt ist. Wasser und Strom gibt es erst teilweise. Ca. 1.900 Leute wohnen immer noch in den Notunterkünften. Wiederaufbau ist leider immer noch nicht in Sicht.
Ende April konnte er über 30 000 Euro an einen inzwischen gegründeten beratenden Ausschuss der Stadt Onagawa schicken. Sein Bruder gehört diesem Ausschuss an, der eng mit der Stadtverwaltung zusammen arbeitet, damit dieses Geld vor allem den Menschen, die immer noch in den Notunterkünften sind, für den Wiederaufbau ihrer Häuser und der Infrastuktur zu Gute kommt, sodass sie ihre Heimat nicht verlassen müssen. 
Hier zwei japanische links um die Videos vor Ort zu sehen. Die Bilder sprechen für sich:
Momentaufnahme der Tsunami in Onagawa
http://www.yomiuri.co.jp/stream/m_news/vn110421_2.htm?from=tw
Onagawa am 12.04.
http://www.youtube.com/watch?v=j_yVD-jmlGk

Da in den Medien nur noch ab und zu von der radioaktiven Katastrophe in Fukushima berichtet wird, gehen praktisch keine Spenden für diese Menschen mehr ein. In unserer schnelllebigen Welt gehören die Japaner in Notunterkünften, die gerade nur ihr nacktes Leben gerettet haben, der Vergangenheit an.
Für Spenden, die zu 100% ankommen:
Jeder Betrag ist willkommen, denn jeder Euro hilft!
Die Daten  für eine Überweisung sind:
Kontoinhaber Suzuki/Paetow
Konto Nr.: 1397 905 116
BLZ: 200 505 50
Hamburger Sparkasse
Verwendungszweck:  Spende Onagawa

Für die Überweisung aus dem Ausland folgende Daten:
IBAN: DE 29 2005 0550 1397 9051 16 BIC: HASPDEHHXXX


26.05.20111

Alles zu seiner Zeit.
Stille und Bewegung,
Außen und Innen,
das Innerliche im Äußeren erleben.

 

 

25.05.2011

Heute wird mich nichts am Tanzen hindern, ich selbst bin die Lebensfreude!
Etombo Mokod, Kamerun

 

 

24.05.2011

Ich weiß, dass wir einen Funken jenes
ewigen Lichts in uns tragen,das im Grunde
des Seins leuchten muss und welches unsere
schwachen Sinne manchmal nur von ferne ahnen.
Diesen Funken in uns zur lodernden Flamme
werden zu lassen und das Göttliche in uns
zu verwirklichen ist unsere höchste Pflicht.
Johann Wolfgang von Goethe


23.05.2011

Als Gegensatz zu den Holzrollern in Afrika fällt mir das Megaprojekt Masdar City, die erste klimafreundliche Stadt der Welt, ein. Mitten in der Wüste in Abu Dhabi soll sie als Pilotprojekt die Menschheit retten - und dabei viel Geld verdienen. Rund 800 Wissenschaftler aus aller Welt haben sich bereit erklärt im Masdar Institute zu forschen. Hier wird der Abschied vom Öl geplant.

Der Architekt Norman Foster, der mit diesem Projekt beauftragt wurde, zeichnet nicht eine spektakuläre futuristische Utopie, sondern versucht aus der Geschichte zu lernen. Mit seinem Team erforschte er wie Menschen mit der Hitze bei Staub- und Sandstürmen klarkamen bevor es Klimaanlagen gab. Sie studierten die Techniken von Verschattung und Belüftung und bauten auf diese Grundprinzipien. Von weitem sieht Masdar wie ein Wüstenfort aus, und im Innern ist die Stadt arabischen Altstädten nachempfunden, was nicht heißt, dass Masdar in einigen Jahren zum Inbild einer grünen Lebendigkeit werden könnte.

Zwar wird die Fertigstellung bis 2016 nicht, wie ursprünglich vorgesehen, möglich sein, jedoch haben schon 100 Studenten und Professoren da ihre wissenschaftliche Heimat gefunden.
http://www.masdarcity.ae/en/49/resource-centre/video-gallery/



Hier ein unalltägliches Video über die alltäglichen Chukudeure im Kongo:
http://www.tagesschau.de/videoblog/afrika_afrika/rolleringoma100.html

 

22.05.2011

In New York und anderen Städten in USA gingen Menschen in den letzten Tagen und Wochen mit Transparenten auf die Straßen . "Die Bibel garantiert: 21. Mai Weltuntergang." Da haben wir aber noch mal Glück gehabt.
Wenn die Welt untergeht, geht das was wir Gott nennen auch unter?
Ja natürlich!
Wenn die Welt untergeht, geht das was wir Gott nennen auch unter?
Natürlich nicht!
Was stimmt?

 

 

17.05.2011

Zwischen Telaviv und Jerusalem gibt es eine Oase des Friedens wo Juden und Araber zusammenleben. Sie zeigen, daß Juden und Palästinenser in guter Nachbarschaft friedlich zusammen leben können, und setzen sich miteinander für Gleichberechtigung und Verständigung zwischen beiden Völkern ein.



Abgeschirmt in einer lieblichen Mulde am Rande des Dorfes liegt das ‘Haus des Schweigens', ein Ort zum Nachdenken, Meditieren und Beten. “Für Dich ist tiefe Stille Lob Gottes.” (Psalm 65,2). Das ‘Haus des Schweigens' bringt zum Ausdruck, dass die Menschen, mögen sie auch getrennt sein durch die Verschiedenheit ihres Glaubens oder ihrer Kultur, doch in der Stille Gemeinschaft erleben können. http://nswas.org


 

12. Mai 2011

Heute ist in Franken richtiges Badewetter. Für alle andern mit Mr. Bean im Swimmingpool.

 

10. Mai 2011

Es gibt eine Kraft aus der Ewigkeit, und diese Kraft ist grün. Aus lichtem Grün sind Himmel und Erde geschaffen und alle Schönheit der Welt.
Es gibt kein Geschöpf, das nicht aus Gottes Grünkraft seine innere Strahlung besäße.

Hildegard von Bingen

Nach dem Frauenkurs bin ich in den Wald gegangen und habe das Licht durch den zarten grünen Buchenwald getrunken, und heute in der Erde gebuddelt und zugeschaut wie schnell die Keimlinge wachsen - dem Licht entgegen. Sie vollführen verwurzelt im großen Blumentopf eine Bewegung in Tanzrichtung, einfach spiralig der Sonne entgegen.
Nun habe ich heute zum ersten mal seit einer Woche wieder in die Welt gehört und die Hiobsbotschaften über Griechenland, und was Rating-Agenturen mit Hellas machen. Nicht die EU, nicht die Politik scheint mehr zu entscheiden.
Schon letzten Sommer hat ein einfaches Glas Bier in der Taverne am Hafen von Chania 4,80 Euro gekostet ...
In der Radiowelt von BR2 gab es dazu heute einen hervorragenden Kommentar von BR-Politik-Redakteur Ingo Lierheimer:
http://www.br-online.de/bayern2/radiowelt/griechenland-kommentar-11-kw19-ID13050302976.xml

 

 

WIR FEIERN MARIA
mit Körpergebet und Seelengesang

Mittwoch, den 11. Mai 2011, 19.30 Uhr

auf dem Kirchberg,
Maria im Weingarten, Volkach

mit Beatrice Grimm, Alev Kowalzik, Erika Gropp

Anmeldung ist nicht erforderlich
Wir bitten alle TeilnehmerInnen eine Blume mitzubringen


3. Mai 2011

Gedicht der Erde

Erde, ich grüße dich
Leise berühr' ich dich

Fühlst meinen Menschenfuß
Spürst meinen Liebesgruß

Trägst mich mit jedem Schritt
Nimmst meine Last noch mit

Schenkst mir die Heimat hier
Erde ich danke dir.

Johann Wolfgang von Goethe

 

2. Mai 2011

Haben Sie schon den radschlagenden Priester in der Kirche gesehen?
radschlagender-priester

Wenn wir über E-mail von Unrecht, oder sozial politischem Einsatz per Mausklick oder Weiterleitung erfahren, oder unsere Stimme in Listen eintragen sollen, dann können wir bei der TU-Berlin-Hoaxliste sehen ob es sich um ein echtes Ansinnen oder eine Falschmeldung, um ein hoax handelt. http://hoax-info.tubit.tu-berlin.de/hoax/hoaxlist.shtml
Siehe auch unten: 27. April 2011


1. Mai 2011 - Weißer Sonntag

Warum heißt er so? Im Tessin am Ende des Luganersees gibt es ein uralte Taufkirche. Sie besteht aus einem Taufbecken in Form einer Granitsteinwanne aus einem Felsen gehauen. Hier wird das ursprüngliche Ritual sichtbar. Bis zum 11. Jh. war es üblich bei der Taufe am Ostersonntag ganz in das Taufbecken von Osten her ein- und unterzutauchen. Im Westen vor der Wand mit Christus in der Mandorla tauchte man wieder auf und wurde in weiße Kleider gehüllt. Diese Kleider legte man erst sieben Tage später am Weißen Sonntag wieder ab.

 

 

29.04.2011

Jute statt Plastik. Jute ist inzwischen auch in Verruf gekommen. Aber Plastik bleibt uns über Tausende von Jahren erhalten in Wäldern, auf Bergwegen, die Meere sind voll davon.
Ein Biobauer auf dem Markt verkauft sein Gemüse in kompostierbaren Frischhaltebeuteln, zum Beispiel aus Kartoffeln: biomasse-gmbh.com/index.html
Rapunzel, die Bio aus Liebe machen, haben ihre Tüten von holmfolienverarbeitung.de


28.04.2011

heute Abend auf 3sat, 20:15 eine Sendung über das Labyrinth
Der Weg zur Mitte - das Labyrinth im Alltag
Labyrinthe sind ein Mythos der Kulturgeschichte. Der Ursprung dieses Menschheitssymbol reicht weit zurück in die Geschichte der Erde, wann und wo es geschaffen wurden, kann bis heute aber niemand mit Gewissheit sagen. Auch nicht, welchem Zweck sie ursprünglich dienten und was das Wort Labyrinth wirklich bedeutet.
Siehe auch Startseite
Der Film „Der Weg zur Mitte – das Labyrinth im Alltag“ wird auf 3Sat in der Nacht 18./19.6. 00:30h nochmals wiederholt.



Laut Ergebnis einer europaweiten Befragung des britischen
Henley Management College unter 180 Führungskräften werden
jährlich weltweit sechs Billionen Geschäftsmails verschickt und
von den Angestellten anschließend abgearbeitet. Schon bis zu
zwei Stunden täglich sind Manager mit ihren E-Mails beschäftigt.
Allerdings ist mindestens ein Drittel davon unwichtig.

Drei Empfehlungen, wie Sie mit (zu vielen) E-Mails umgehen
können: Niemals morgens lesen. Die US-Autorin Julie Morgenstern
hat darüber sogar ein Buch geschrieben: Never Check Email in the Morning. Mehr bei http://bit.ly/fKgcu6




27.04.2011

Wieder hat uns ein Aufruf erreicht diesmal aus England, und dann noch von Avaaz, dass auf Druck der Pharmaindustrie die Europäische Union mit der EU-Richtlinie THMPD (Traditional Herbal Medical Product Directive) Heilpflanzen aus dem Lebensmittelrecht herausgelöst werden sollen.
Es handelt sich dabei offensichtlich um eine Falschmeldung. Es tut mir leid, dass ich auch zur Unterschriftensammlung der Petition aus dem Bundestag aufgerufen hatte. Petition: Arzneimittelwesen - Keine Umsetzung des EU-Verkaufsverbotes für Heilpflanzen. Nachdem ich später den Originaltext der EU-Richtlinie gelesen habe, verstehe ich diese Bundestagspetition nicht. EU-Richtlinie 2004/24/EG
Die Aufrufe waren Falschmeldungen. Der Fachverband Deutscher Heilpraktiker hat wiederholt darum gebeten, diese Panikmache nicht weiter zu verbreiten, und dazu verschiedene Male eine Stellungnahme veröffentlicht. Hier:
Arzneimittel beinhaltet kein Verbot von Heilpflanzen
http://www.heilpraktiker.org/amk/amk_24_11_2010/B-Heilpflanzen-lang-2010-11-24.pdf
Trotzdem ist es interessant sich folgenden Beitrag mit Wolf-Dieter Storl anzuschauen:
www.youtube.com/watch?v=RibwNn_46RA&feature=related

Wenn wir über E-mail von großem Unrecht, oder einfachem
politischem Einsatz per Mausklick oder Weiterleitung erfahren, oder unsere
Stimme in Listen eintragen sollen, dann können wir bei der TU-Berlin-Hoaxliste
sehen ob es sich um ein echtes Ansinnen oder eine Falschmeldung, um ein hoax handelt. http://hoax-info.tubit.tu-berlin.de/hoax/hoaxlist.shtml




26. April 2011

26. April 1986, 01:26 Uhr, Tschernobyl, Atomkraftwerk, Reaktor Nummer 4. Ein Test wird zur Katastrophe. Eine Kettenreaktion gerät außer Kontrolle. Das Personal versucht die Notabschaltung zu spät. Der Reaktor explodiert.
Noch bis heute ist etwa Wildschweinfleisch aus Bayern und Baden Würtemberg radioaktiv belastet.
Im greenpeace magazin Mai-Juni gibt es eine Beilage, in der jedes deutsche Atomkraftwerk aufgeführt ist mit Sicherheitsmängeln etc. Es ist erschreckend wie viele Störfälle es insgesamt gab, meistens auf menschliches Versagen zurückzuführen. Greenpeace kommt zu dem Schluss, dass alle 17 Atomkraftwerke in Deutschland gefährliche Zeitbomben sind.
Ich frage mich, wenn die Gefahr in dem hochtechnisierten Deutschland so enorm ist, wie mögen die Zustände der Atomkraftwerke in Schwellenländern und der dritten Welt sein?

Das Greenpeace-Energieszenario "Klimaschutz - Plan B" zeigt, dass der vollständige Atomausstieg bis zum Jahr 2015 machbar ist, ohne die Versorgungssicherheit und die Klimaschutzziele zu gefährden.
Wussten Sie, dass die Atomstromproduktion zwischen 1970 und 2010 in Höhe von 186 Milliarden Euro vom Staat gefördert wurde?
Die Stromkonzerne und ihnen nahestehende Politiker warnen vor den hohen Kosten der Energiewende. Doch in Wahrheit sind Wind- und Wasserkraft schon heute billiger als Atom und Kohle, zeigt eine Studie von:
greenpeace-energy.de/service/news/

 

Ostersonntag 2011

Es ist das Osterfest alljährlich
für den Hasen recht beschwerlich.
Das weiß ein jeder, wer´s auch sei,
gesund und stärkend ist das Ei.
Wilhelm Busch

Eier,
Zeichen des neuen Lebens, der Fruchtbarkeit und der Freude!
Feiert und tanzt und lacht mit mir.
Schmückt eure Häuser.
Kommt aus den Kellern der Angst.
Öffnet die verriegelten Türen und Fenster.
Die neue Welt hat ihren ersten Tag.
Wagt das Leben aufs Neue!


19.04.2011

Was sagt uns die Karwoche: Ein spiritueller Weg heißt immer Sterben und Auferstehen. Das Leben selbst ist immer wieder Sterben und Auferstehen.
Wir wollen meistens nur auferstehen. Es gibt ein apokryphes Wort: "Nur der Christus der durchs Dunkle kommt, ist der wahre Christus."
Einmal im Jahr wird uns das auch von außen durch den Kalender gesagt. Jetzt.

 

 

17.04.2011

Wer den Zuckermais "Golden Bantam" aussät, und sei es auf dem Balkon in einem großen Blumentopf, kreiert seine eigene "gentechnikfreie Zone" und kann damit über den Anbau von Gentechnikmais in seiner Nachbarschaft informiert werden. Der neue gentechnikfreie Standort wird bei der Bantam-Aktion in eine Online-Deutschlandkarte eingetragen, mit dem Ziel ganz Deutschland zu "vergolden". Die Aktion wird von 350 Organisationen getragen. Saatgut und nähere Information unter: www.bantam-mais.de

 

 

16.04.2011

Wer kann sagen welche Farbe der Wind hat?

 

 

15.04.2011

Gestern habe ich endlich Post bekommen von meinen japanischen Freunden, die in der Nähe von Tokyo leben. Es ist typisch, und trotzdem berührt es mich merkwürdig, dass die Briefe hauptsächlich aus Entschuldigungen bestehen, dass sie uns diese radioaktive Katastrophe antun. Beiliegend das Bild eines Kirschblütenzweigs aus dem eigenen Garten mit der Versicherung, dass es ihnen gut geht und sie optimistisch nach vorne schauen würden.
Es ist wahrscheinlich das allererste Mal in der Geschichte Japans, dass zuerst 500, dann 1000 und jetzt sogar 15 000 Menschen in der Millionenstadt Tokyo gegen etwas oder für etwas demonstrierten. In diesem Fall vor allem für mehr Transparenz, aber auch gegen Atomkraft und ihre Gefahr. Mit Trommeln und zum Teil auf Stelzen zogen Menschen verkleidet und geschminkt durch Straßen der Hauptstadt. Ein Event der besonderen Art.

 

 

14.04.2011

Ethik ist ins Grenzenlose erweiterte Verantwortung gegenüber allem, was lebt.
Albert Schweitzer

 

12.04.11

"Keine Macht und kein Gott kann dem Individuum die Verantwortung abnehmen, sich zu engagieren", sagt Stéphane Hessel, 93 Jahre alt in einer kleinen Protestschrift in Frankreich:
Empört euch!
Der KZ-Überlebende begeistert damit die Franzosen. Ein kleiner Aufsatz, der Renner in den französischen Buchläden und z.T. Supermärkten wird für drei Euro schon fast eine Million mal verkauft. Der ursprüngliche protestantisch/jüdische Berliner sagt von sich, dass er im Herzen immer noch ein Berliner sei und der sei eben etwas frech. Er protestiert gegen Ungleichheit, Finanzkapital, Fremdenhass. und die Besetzung Israels palästinensischer Gebiete. Der temperamentvolle Veteran der Résistance wiederholt in seiner Schrift, was er öffentlich lächelnd mit entwaffnender Fröhlichkeit in einer Weise vertritt, dass ihn Alt und Jung bewundern.

 

 

10.04.2011

Alles ist Blüte.

 

 

07.04.2011

Zum heutigen Weltgesundheitstag ein Wort von Hippokrates 460-370 v. Chr., berühmtester Arzt des Altertums:
"Wer stark, gesund und jung bleiben und seine Lebenszeit verlängern will, der sei mäßig in allem, atme reine Luft, treibe täglich Hautpflege und Körperübung, halte den Kopf kalt, die Füße warm und heile ein kleines Weh eher durch Fasten als durch Arzneien."

Das passt zum heutigen Aufruf der WHO, dass bei einer weiterhin verantwortungslosen Verwendung von Antibiotika eine Rückkehr zu Zeiten vor der Entdeckung dieser Mittel denkbar sei, weil dann selbst gewöhnliche Keime widerstandsfähig werden und auf die Behandlung nicht mehr ansprechen.

 

 

06.04,2011

Erster warmer Frühlingstag, die Blüten des Birnbaums vor meinem Fenster sind gerade dabei sich zu öffnen.
Erlebter Frühling in der Stadt:
Schon fast sommerlich fährt ein junges Paar in einem älteren Cabriolet mit offenem Dach in einer Einbahnstraße - verkehrte Richtung. Sie werden verfolgt und überholt von einer Polizeistreife auch in verkehrter Richtung. Elegant, wie wir das von Krimis kennen, schneidet die Polizei dem Cabrio den Weg ab und bremst scharf. Auf springt die Tür des Polizeiwagens und den Body total durchgearbeitet, sonnenbebrillt mit einem Sprung aufs Pflaster steht er da wie Arnold Schwarzenegger: Der Ordnungshüter.
Während dieses ganzen Vorgangs schaut sich das Paar erschrocken an: "Haben wir was falsch gemacht?"
"Oh wir sind nicht angeschnallt." Hastig schnallen sie die Gürtelschlaufen fest.
Schon steht er vor der Frau am Steuer und fragt: "
"Kennen Sie nicht die Verkehrsregeln?"
Der junge Mann mit hoher Stimme: "Oh, ist das was zum Essen?"
Der Polizist: "Was meinen Sie was das kostet?"
Der junge Mann gut gelaunt: "Wohl 'nen Lappen."
Der Polizist: "Jawohl einen Lappen. Das nächste mal einen Lappen." Und lacht und behende wie Arnold Schwarzenegger bewegt er sich zu seinem frisch gewaschenen Polizeiauto, steigt ein mit Eleganz, und sehr schnell verlässt er die Einbahnstraße - in verkehrter Richtung. Das Cabriolet gefüllt mit Frülingssonne und Lachen hinterher.

 

06.04.2011

Wie großartig ist es doch, dass wir die Innovationen der Technik haben. Dadurch konnten wir sehen wie in Fukushima mit Riesenwasserwerfern
die Reaktoren intensiv benetzt wurden. Wäre diese Technik nicht, müssten
die Arbeiter das Wasser mit Eimern aus dem Meer schöpfen. Und wie hilfreich die Errungenschaft von Taschenlampen mit funktionierenden Batterien. Wie sonst wäre es möglich Bilder aus der Schaltzentrale eines Atomkraftwerkes zu übermitteln.

Die Welt zu durchschauen, sie zu verachten, mag großer Denker Sache
sein. Mir aber liegt einzig daran, die Welt lieben zu können, sie und mich
und alle Wesen mit Liebe und Bewunderung und Ehrfurcht betrachten zu
können.
Je weniger ich an unsere Zeit glauben kann, je mehr ich das Menschentum verkommen und verdorren zu sehen meine, desto weniger stelle ich diesem Verfall die Revolution entgegen, und desto mehr glaube ich an die Magie
der Liebe.
Fühle mit allem Leid der Welt, aber richte deine Kräfte nicht dorthin, wo du machtlos bist, sondern zum Nächsten, dem du helfen, den du lieben und erfreuen kannst.
Hermann Hesse


Stellen Sie sich vor Sie haben kein Handy, keinen Fernseher, kein Email, keinen mp3 player, kein Radio, keine Zeitung, kein Internet, und sie müssen sich mit keinem Menschen unterhalten und sprechen.
Sind sie bereit zwei Tage in Stille zu sein ohne äußere Stimulanz?

10.-12. April 2011
von Sonntag Abend bis Dienstag Mittag
am Benediktushof
Holzkirchen bei Würzburg

KONTEMPLATION
EINFÜHRUNG
mit Beatrice Grimm

Geh' in deinen eigenen Grund, inwendig im Innersten der Seele, da ist dein Leben und da allein lebst du!
Meister Eckhart

Die Grundelemente der Kontemplation werden eingeübt und besprochen. Über Körperarbeit und Bewegung wird der ganze Mensch bereitet zum Sitzen in Stille.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Der Kurs findet im Schweigen statt.
Einzelgespräche sind möglich.
Eine Stunde achtsame Mitarbeit in Haus oder Garten.

Kursgebühr: EUR 100,00 zzgl. Unterkunft und Verpflegung
In der Kursgebühr sind Honorar für die Kursleiterin, 19% MwSt., sowie Abgaben für Organisation und Raummiete enthalten.
Anmeldung :
Benediktushof
Klosterstr. 10, 97292 Holzkirchen/Unterfranken
Tel.: 09369 - 98 38-0 FAX: 09369 - 98 38-38
E-mail: info@benediktushof-holzkirchen.de
home: http://www.benediktushof-holzkirchen.de

 

 

05.04.2011

Gestern wurde der Friedensaktivist, Theaterdirektor und Schauspieler Juliano Mer Khamis im Flüchtlingslager Jenin im Westjordanland erschossen. Die Täter sollen Palästinenser gewesen sein, aber das sind bis lang nur Vermutungen.
Wer Juliano Mer Khamis war und was er getan hat, dazu ein Portrait von Igal Avidan aus dem Jahr 2007 zum Hören und Lesen:
http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/leben/-/id=7693900/property=download/nid=660174/19n7mq7/swr2-leben-20110405.pdf

 

04.04.2011

In einer regionalen Zeitschrift für Kleinanzeigen las ich folgendes Inserat:
2 Meerschschweinchen + 4 Kinder in gute Hände zu verschenken. Tel. ...


31.03.2011

Der einzige Weg, auf dem man nicht überholt werden kann, ist der eigene Weg.
Marlon Brando

Was ist schlimm daran überholt zu werden?


30.03.2011

http://umweltinstitut.org/radioaktivitat/allgemeines/grenzwerte-nahrungsmittel-864.html:
Die EU Kommission hat heimlich, still und leise die Katastrophengrenzwerte für Lebensmittel in Kraft gesetzt. Das heißt, dass Nahrungsmittel jetzt deutlich höher radioaktiv belastet sein dürfen, als im Normalfall. Die Grenzwerte für Cäsium wurden zum Teil verdoppelt, für Lebensmittel wie Fischöl und Gewürze sogar verzwanzigfacht.

Ursprünglich waren diese Grenzwerte nach der Tschernobyl-Katastrophe eingeführt worden, um die Ernährung der Bevölkerung trotz eines Super-GAUs sicher zu stellen. Von einem Ernährungsnotstand kann bei einem Lebensmittelimportanteil aus Japan von unter 0,05 Prozent jedoch kaum eine Rede sein.

 

29.03.2011

Wenn die Sonne aufgeht,
gehe ich zur Arbeit.
Wenn die Sonne untergeht,
leg‘ ich mich zur Ruh‘.
Ich habe teil an der Schöpfung –
Könige können auch nicht mehr tun.
(Altes chinesisches Sprichwort)

 

28.03.2011

Die drei Monate des Frühlings ist der Zeitabschnitt der Lebensentwicklung und des Lebensbeginns. Die Kraft von Himmel und Erde ist bereit dass alles blüht und gedeiht.
Nach dem Schlaf in der Nacht ist es gut früh aufzustehen, im Hof herumzuwandeln, das Haar lockern und sich körperlich nur gemächlich zu bewegen. So ist es möglich ein gesundes Leben zu führen. In der Frühlingszeit sollte dem Streben des Körpers nach Leben Rechnung getragen werden. Geben anstatt von ihm zu nehmen, belohnen anstatt ihn zu bestrafen. Dies in Übereinstimmung mit der Energie des Frühlings und zum Schutz des eigenen Lebens.
Aus dem Huangdi Neijing - dem Klassiker des Gelben Kaisers zur inneren Medizin. Ältestes ca. 2000jähriges Werk zur Traditionellen
Chinesischen Medizin


Das Forum ökologische Sozialwirtschaft errechnete, dass bei einem schweren Kernschmelzunfall in einem deutschen Atomkraftwerk mit Schäden von mehr als 11.000 Milliarden Euro zu rechnen wäre. Gerade stehen müssen die Atomkraftwerksbetreiber aber für lediglich 2,5 Milliarden Euro. Das heißt, dass die Bevölkerung nicht nur gesundheitlich, sondern auch finanziell das volle Risiko eines Atomunfalls trägt.
http://www.atomhaftpflicht.de


26.03.2011

Der Zauberlehrling von Johann Wolfgang Goethe
Entstehungsdatum 1797
Erscheinungsdatum 1827

Hat der alte Hexenmeister
Sich doch einmal wegbegeben!
Und nun sollen seine Geister
Auch nach meinem Willen leben.

Seine Wort' und Werke
Merkt' ich, und den Brauch,
Und mit Geistesstärke
Thu' ich Wunder auch.

Walle! walle      
Manche Strecke,
Daß, zum Zwecke,
Wasser fließe,
Und mit reichem vollem Schwalle
Zu dem Bade sich ergieße.

Und nun komm, du alter Besen!
Nimm die schlechten Lumpenhüllen;
Bist schon lange Knecht gewesen;
Nun erfülle meinen Willen!
Auf zwey Beinen stehe,
Oben sey ein Kopf,
Eile nun und gehe
Mit dem Wassertopf!

Walle! walle
Manche Strecke,
Daß, zum Zwecke,
Wasser fließe,
Und mit reichem vollem Schwalle
Zu dem Bade sich ergieße.

Seht, er läuft zum Ufer nieder;
Wahrlich! ist schon an dem Flusse,
U nd mit Blitzesschnelle wieder
Ist er hier mit raschem Gusse.
Schon zum zweytenmale!
Wie das Becken schwillt!
Wie sich jede Schale
Voll mit Wasser füllt!

Stehe! stehe!
Denn wir haben
Deiner Gaben
Vollgemessen! –
Ach, ich merk' es! Wehe! wehe!
Hab' ich doch das Wort vergessen!

Ach das Wort, worauf am Ende
Er das wird, was er gewesen.
Ach, er läuft und bringt behende!
Wärst du doch der alte Besen!
Immer neue Güsse
Bringt er schnell herein,
Ach! und hundert Flüsse
Stürzen auf mich ein.

Nein, nicht länger
Kann ich's lassen;
Will ihn fassen.
Das ist Tücke!
Ach! nun wird mir immer bänger!
Welche Miene! welche Blicke!
O, du Ausgeburt der Hölle!
Soll das ganze Haus ersaufen?
Seh' ich über jede Schwelle
Doch schon Wasserströme laufen.

Ein verruchter Besen,
Der nicht hören will!
Stock, der du gewesen,
Steh doch wieder still!
Willst's am Ende
Gar nicht lassen?
Will dich fassen,
Will dich halten,
Und das alte Holz behende
Mit dem scharfen Beile spalten.

Seht, da kommt er schleppend wieder!
Wie ich mich nun auf dich werfe,
Gleich, o Kobold, liegst du nieder;
Krachend trifft die glatte Schärfe.
Wahrlich! brav getroffen!
Seht, er ist entzwey!
Und nun kann ich hoffen,
Und ich athme frei!

Wehe! wehe!
Beide Theile
Stehn in Eile
Schon als Knechte
Völlig fertig in die Höhe!
Helft mir, ach! ihr hohen Mächte!
Und sie laufen! Naß und nässer
Wird's im Saal und auf den Stufen.
Welch entsetzliches Gewässer!

Herr und Meister! hör' mich rufen! –
Ach da kommt der Meister!
Herr, die Noth ist groß!
Die ich rief, die Geister,
Werd' ich nun nicht los.

„In die Ecke,
Besen! Besen!
Seyd's gewesen.
Denn als Geister
Ruft euch nur, zu seinem Zwecke,
Erst hervor der alte Meister.“

 

25.03.2011

In Berlin, Hamburg, Köln und München finden am Samstag 26.03.2011 Demonstrationen gegen die weitere Nutzung der Kernkraft statt.
Berlin 12.00 Uhr, Potsdamer Platz
Hamburg 12.00 Uhr, Moorweide/Dammtor
Köln 14.00 Uhr, Deutzer Werft
München 14.00 Uhr, Odeonsplatz
Aktuelle Infos unter www.anti-atom-demo.de


Peter Ustinov hat einmal gesagt: „Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der einem erklärt, dass das technisch unmöglich sei.“

Aus dem Brief "Welt in Aufruhr" von Rüdiger Dahlke: Der Brief ist ziemlich lang und ausführlich. Es lohnt sich ihn zu lesen:
www.dahlke.at/veroeffentlichungen/artikel/kolumne/maerz_2011.php
Wenn in den kommenden 3 Monaten die Lichter an bleiben sollten, was vermutet werden darf, warum sollten sie denn dann danach ausgehen? Vielleicht geht der für so dumm verkauften Bevölkerung endlich ein Licht auf. Ein Moratorium für (Un)Verantwortliche wäre das Gebot der Stunde. Deutschland ist längst auch bei Strom Exportweltmeister. Die jetzt kurzzeitig stillgelegten Meiler machen gerade einmal 7 % des Stromes aus, nicht einmal der Anteil, der exportiert wird.
Immerhin können die Deutschen schon bald den Wahl- zum Denkzettel machen und die (Un)Verantwortlichen aus jener Verantwortung entlassen, die sie sowieso nie tragen konnten, da sie keine tragfähigen Antworten fanden. Aber reichen wird das noch nicht.
Den Experten der Industrie ist nicht zu trauen, gegenüber den Professoren ist Vorsicht geboten. Der Weg zu Atombomben und Atomkraftwerken ist mit Nobelpreisen gepflastert!

Grundsätzlich ist zu fragen: Wie ist es möglich, dass wir überhaupt auf eine Technologie setzen, für die es weltweit keinen Versicherer mehr gibt, der dieses Risiko noch absichern würde. Wieso akzeptieren wir das? Wir, die wir uns zwingen lassen, jedes Moped zu versichern?

Wie kann es sein, dass wir ohne akzeptables Endlager für den Atomabfall einfach weitermachen? Nehmen Politiker wie die deutsche Atom-Kanzlerin und ihr Westerwelle Endlager wie Tschernobyl, Fukushima oder x y einfach in Kauf?

Dabei hatten sie vorher gesagt, was sie mit uns und der Welt vorhatten - und sie wurden trotzdem gewählt. Auch jetzt sagen sie es wieder, für drei Monate gibt es ein Moratorium, und dann - nach den Landtagswahlen – sieht man weiter...

Die Schweizer haben sich gerade erst mehrheitlich für den Ausbau eines Atomkraftwerks in der Nähe der Hauptstadt Bern entschieden. Ist das Mut oder einfach Mangel an Phantasie?
Wahrscheinlich letzteres und da sei den Journalisten für die ständig wiederholten Bilder im Fernsehen gedankt, die den Mangel an Phantasie beheben. Welchen Sinn sollte es sonst
haben, permanent dieselben Grausamkeiten zu übertragen, immer wieder dieselben Atomkraftwerke vor aller Augen explodieren und brennen zu lassen.
Und das scheint Wirkung zu haben, in der Schweiz verzichtet der Betreiber auf den Bau des neuen AKW bei Bern, das Schweizer Bundesamt für Energie prüft den Komplettausstieg innerhalb von Monaten. Die Schweizer haben auch eine direkte Demokratie, die Politiker wissen das und kommen wohl der gewandelten Volksmeinung nur zuvor. Unsere Politiker wissen sich dagegen ziemlich sicher vor der Bevölkerung wie sich an der schwarz-gelben Regierung zeigt, die ihre Atompolitik gegen den erklärten Willen der Mehrheit durchgezogen hat.

 

24.03.2011

Am 26. März 2011:
www.earthhour2011.de/
Schon jetzt Earth Hour Rekord in Deutschland: In 53 Städten geht das Licht aus, darunter in allen Millionenstädten.

Der Mythos von der Brückentechnologie der Kernkraft:
www.earthhour2011.de/article/show/article/12

Rascher Atomausstieg geht ohne Stromlücke und Preisexplosion
www.earthhour2011.de/site/earthHourInfo

 

23.03.2011



Buddhafigur in Todai-ji
aus der wunderbaren alten Kultur Japans

 

21.03.2011

Meditation für Heilung in Japan
21. März 2011 um 21.45 Uhr MEZ
aus world-meditation.org/
Ein weiterer Aufruf: kettenreaktion-japan.de

Bertold Brecht schrieb 1939 in dem Gedicht "An die Nachgeborenen":
Man sagt mir: Iss und trink du! Sei froh, dass du hast! Aber wie kann ich essen und trinken, wenn Ich dem Hungernden entreiße, was ich esse, und Mein Glas Wasser einem Verdurstenden fehlt?

Konstantin Wecker schreibt am 15. März 2011: "Ich traue keinem mehr, der noch vor einigen Monaten den Atomstrom für sicher verkaufte und sich von der Atomlobby bestechen ließ. Jeder kann und darf sich ändern und klüger werden. Trotzdem muss man diesen Menschen das Mandat erst einmal entziehen, um ihnen die Zeit zu geben, in sich zu gehen, sich zu besinnen und zu bereuen.
Wie wärs mit einem Moratorium – für die ganze Regierung ..."

16.03.2011

Von Hans-Josef Fell MdB, Sprecher für Energie der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen:
"Die verheerende humanitäre und nukleare Katastrophe in Japan hat die Welt nachhaltig verändert. Selbst die Bundesregierung hat mit ihren Vorschlägen erkannt, dass eine Rückkehr zu „business as usual“ so nicht möglich ist. Doch was wir jetzt brauchen, ist ein völlig neuer Entwurf für die weltweite Energieversorgung.

Einen Vorschlag für die weltweite Systemumstellung liefern zwei renommierte US-Universitäten. Die Professoren Mark Z. Jacobson (Stanford University) und Mark A. DeLucchi (Davis University) haben einen Plan für eine emissionsfreie Welt für die Erde vorgelegt, der aufzeigt, dass die Umstellung auf eine globale Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien bis 2030 technologisch und industriell machbar und ökonomisch sinnvoll ist.

Es liegt nun an der Bundesregierung, der Europäischen Union sowie den weltweiten Regierungen die notwendigen Schritte hin zu diesem Systemwandel zügig anzugehen."

Link zu Delucchi, Jacobson (Energy Policy, 2010) 100% WWS power for world, part I : http://www.hans-josef-fell.de/content/index.php?option=com_docman&task=doc_download&gid=510&Itemid=108

Link zu Delucchi, Jacobson (Energy Policy, 2010) 100% WWS power for world, part II.pdf
http://www.hans-josef-fell.de/content/index.php?option=com_docman&task=doc_download&gid=511&Itemid=108

Link zum Artikel „Plan für eine emissionsfreie Welt bis 2030“  im Spektrum der Wissenschaft:   http://www.hans-josef-fell.de/content/index.php?option=com_docman&task=doc_download&gid=343&Itemid=108



Stellen Sie sich vor Sie haben kein Handy, keinen Fernseher, kein Email, keinen mp3 player, kein Radio, keine Zeitung, kein Internet, und sie müssen sich mit keinem Menschen unterhalten und sprechen.
Sind sie bereit zwei Tage in Stille zu sein ohne äußere Stimulanz?

Kontemplation - Einführung mit Beeatrice Grimm
Sonntag, den 10. April 2011 um 18:00 Uhr -
Dienstag, den 12. April 2011 um 13:00 Uhr

am Benediktushof


Die Grundelemente der Kontemplation werden eingeübt und besprochen. Über Körperarbeit und Bewegung wird der ganze Mensch bereitet zum Sitzen in der Stille.
Kursgebühr: € 100,00 pro Person zzgl. Kosten für Unterk./Verpfl.
Anmeldung unter der Nummer: 11-BG02
www.benediktushof-holzkirchen.de
kurse@benediktushof-holzkirchen.de


15.03.2011

Über Zen
Es gibt eine Wirklichkeit, die vor Himmel und Erde steht.
Sie hat keine Form, geschweige denn einen Namen.
Augen können sie nicht sehen.
Lautlos ist sie, nicht wahrnehmbar für Ohren.
Sie Geist oder Buddha zu nennen, entspricht nicht ihrer Natur,
wie das Trugbild einer Blume wäre sie dann.
Nicht Geist noch Buddha ist sie;
vollkommen ruhig erleuchtet sie in wunderbarer Weise.
Nur dem klaren Auge ist sie wahrnehmbar.
Das Dharma ist sie und wirklich jenseits von Form und Klang.
Das Tao ist sie, und Worte haben nichts mit ihr zu tun.
In der Absicht, Blinde anzuziehen,
ließ Buddha seinem goldenen Munde spielerische Worte entspringen;
seitdem sind Himmel und Erde überwuchert mit dichtem Dornengebüsch.
O meine lieben und ehrenwerten Freunde,
die ihr hier versammelt seid:
Wenn ihr euch danach sehnt,
die donnernde Stimme des Dharma zu hören,
gebt eure Worte auf,
entleert eure Gedanken,
dann kommt ihr so weit,
das eine Sein zu erkennen.
Daio Kokushi 1235-1309
Aus "Die Flöte des Unendlichen - Mystische Rezitationstexte aus Ost und West". Herausgegeben von Willigis Jäger und Beatrice Grimm
www.wege-der-mystik.de

Unsere Freunde und Bekannte in Japan sind eingeschlossen in unser Gebet. Und auch den Menschen, die wir nicht kennen, schicken wir unser Wohlwollen und unsere Liebe.

14.03.2011

Wieviele haben am Wochenende immer wieder diese unglaublichen Bilder aus Japan angeschaut, zwischen Sensation und Entsetzen?
Wie zerbrechlich wir sind, wie zerbrechlich unser Sein ... und hinaus in den Wald ... es ist frühlingswarm, am Benediktushof blühen Primeln ...
als würde eine Regierung zum ersten mal hören, wie gefährdet auch europäische Atommeiler sind.
Jemand schickt ein Frühlingsgedicht:
Als dann der Frühling im Garten stand,
Das Herz, ein seltsam Sehnen empfand,
Und die Blumen und Kräuter und jeder Baum
wachten auf aus dem Wintertraum,
Schneeglöckchen und Veilchen hat über Nacht
der warme Regen ans Licht gebracht,
Aus Blüten und dunkler Erde ein Duft
durchzog wie ein sanftes Rufen die Luft.
Percy Bysshe Shelley

Dieses Sehnen ist vielleicht im Moment spürbarer. Max Frisch soll gesagt haben: "Es ist nicht der Sinn einer Sehnsucht, dass sie sich erfülle." Was bleibt? Dieser eine Augenblick. Jetzt.

 

11.03.2011

Bio-Sprit viel schlechter fürs Klima als Benzin: Lesen Sie die Studie des Londoner "Institute for European Enviromental Policy" (IEEP).
Was hilft?
TEMPOLIMIT!

 

10.03.2011

Eine Mitteilung von Campact.de:
Vor drei Wochen kippte die EU die Nulltoleranz für nicht zugelassene Gentechnik in Futtermitteln. An diesen Erfolg will die Gentechnik-Lobby jetzt anknüpfen: Auch Saatgut soll in Deutschland künftig mit gentechnisch manipulierten Samen verunreinigt sein dürfen. Gentechnik würde sich dadurch unkontrolliert verbreiten - und in unserem Essen landen.

Nächste Woche Freitag stimmt der Bundesrat über den Antrag mehrerer Bundesländer ab. Dagegen stellen sich bisher nur Nordrhein-Westfalen und das Saarland. Jetzt müssen die Ministerpräsidenten der übrigen Länder unseren Protest zu spüren bekommen. Fordern Sie von Ihrem Landeschef, gegen Gentechnik im Saatgut zu stimmen!

Appellieren Sie an Horst Seehofer!

Vorangetrieben wird der Antrag von den Agrarministern aus Baden-Württemberg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Sie wollen die Bundesregierung dazu drängen, die staatlichen Kontrollen von Gentechnik im Saatgut massiv zu verwässern. Wenn in jeder Saat gentechnisch manipulierte Samen enthalten sein dürfen, ist dies das Ende der gentechnikfreien Landwirtschaft. Wir Verbraucher/innen könnten nicht mehr entscheiden, ob Gentechnik bei uns auf dem Teller landet oder nicht.


09.03.2011

Bei der Eroberung des Weltraums sind zwei Probleme zu lösen: die Schwerkraft und der Papierkrieg. Mit der Schwerkraft wären wir fertig geworden.
Wernher von Braun

 

 

08.03.2011

In der Abwehr von Flüchtlingen haben die europäischen Staaten jahrelang mit dem Diktator Gaddafi schamlos zusammen gearbeitet. Jetzt sind Tausende Menschen auf der Flucht – die Situation spitzt sich dramatisch zu. Die Bundesregierung muss umgehend handeln!
PRO ASYL und medico international wenden sich in einem gemeinsamer Appell an die Bundeskanzlerin und  fordern eine koordinierte europäische Flüchtlingsinitiative angesichts der anhaltenden Gewalt in Libyen.

Seit dem 20. Februar überquerten mehr als 200.000 Flüchtlinge und Migranten aus Libyen die Grenzen nach Tunesien und Ägypten. Täglich kommen Tausende hinzu. Die Situation spitzt sich zu. Schwer bewaffnete Gaddafi-Truppen kontrollieren die Grenze – die Flucht aus Libyen ist lebensgefährlich.
Am 11. März treffen sich die EU-Regierungen zu einem Sondergipfel zu Libyen. Unterstützen Sie den Appell an die Bundeskanzlerin Angela Merkel!

 

8. März 2011

100 Jahre Weltfrauentag
6000 Jahre Patriarchat
200 000 Jahre Homo Sapiens




5. März 2011

Sobald der März wieder da ist,
erwachen alle Geschöpfe,
das Gras sprießt auf den Wiesen
und wird in wenigen Tagen grün.
Ebenso ist es mit unserem Verlangen,
ebenso erwacht die Liebe.
Es gibt nichts, was sie nicht fordert,
nichts hält ihre Kühnheit auf:
Sie will, dass alles gegeben wird,
und dass unser Leben Lieben sei.
Hadewijch von Antwerpen 12./13. Jh.

S. 27 "Die Flöte des Unendlichen - Mystische Rezitationstexte aus Ost und West". Herausgegeben von Willigis Jäger und Beatrice Grimm
www.wege-der-mystik.de

 

 

27.02.2011

lausche mein herz
auf das flüstern der welt, womit sie um deine liebe wirbt.
öffne deine türen
und erkenne die musik des glücks das in allen dingen schwingt.
tagore


25.02.11

Schon Aristoteles soll 350 v. Chr. gesagt haben:
Was es alles gibt, was ich nicht brauche!


24.02.11

Es ist überliefert, dass Plato auf seinem Totenbett von einem Freund gebeten wurde, sein Lebenswerk, die "Dialoge", in einem Satz zusammenzufassen. Plato, aus Träumereien auftauchend, schaute seinen Freund an und sagte: "Übe sterben".

Leben und Tod finden ständig statt, ob wir wollen oder nicht.
Jetzt in diesem Moment.
Um gut zu leben und gut zu sterben, haben wir unsere Aufmerksamkeit nur auf diesen einen Augenblick zu lenken. Einfach und gleichzeitig schwer. In diesem Moment spüre ich die Tasten unter meinen Fingern ... und Sie vielleicht die Maus unter Ihrer Hand. Wie ist das jetzt gerade?
Und wie empfinden Sie im Moment Ihre andere Hand?
Den Unterschied zwischen beiden Händen?
Wie fühlt sich das jetzt gerade an?
Können Sie Ihre Unterlage, Ihren Stuhl jetzt in diesem Augenblick wahrnehmen? Wenn Sie sich ein bißchen bewegen, Ihre Sitzbeinknochen?
Den Kontakt Ihrer Fußsohlen zur Unterlage, zum Boden?
Können Sie wahrnehmen wie Ihre Füße in diesem Augenblick da sind?
Und Hände und Füße gleichzeitig?
Ausgangspunkt für unser PräsentSein ist das Spüren des Körpers.


23.02.2011

Der französische Dramatiker aus dem 17. Jh., Molière hat einmal gesagt: Wir sind nicht nur für unser Tun verantwortlich, sondern auch für das was wir nicht tun.

Die meisten Menschen in der EU wollen keine mit Gentechnik verunreinigten Lebensmittel. Trotzdem ist gestern in Brüssel die Nulltoleranz-Regelung gekippt worden. (Siehe unten 17.02.)
Frau Aigner machte gestern gemeinsame Sache mit der Futtermittelindustrie. Sie ließ ihren Vertreter in Brüssel die Hand heben für das Ende der bisher geltenden Nulltoleranz-Regelung. Diese Entscheidung ist womöglich erst der Anfang. Die Gentechnik-Lobby will als nächstes die EU-Kommission dazu bringen, dass künftig auch Lebensmittel und Saatgut mit Bestandteilen illegaler Genpflanzen verunreinigt sein dürfen.
campact.de  

22.02.2011

Ob die schwäbische Sprache auch am Aussterben ist, wissen wir nicht. Wahrscheinlich nicht, weil sie sich der Moderne angepasst hat. Eben war zu erfahren, dass das Wort Händy aus dem Schwäbischen stammt, nämlich: "hän die koy schnur am telefon?"

 

21.02.2011

Heute am Tag der Dialekte haben wir gehört, dass 13 Sprachen/Dialekte in Deutschland am Aussterben sind. Sogar Bayrisch gehört dazu. Ein deutliches Sprachbeispiel, was sich tatsächlich ereignet hat:
Ein Japaner geht in München über den Viktualienmarkt und kauft ein paar Früchte. Als er den Stand verlässt, ruft ihm die Marktfrau nach: "Du Saupreiß, japanische".

 

18.02.11

Sie möchten gerne ihr Leben verändern? Beginnen Sie noch heute indem Sie - wenn Sie RechtshänderIn sind - Ihre Zähne mit links putzen. Dies verändert nicht nur etwas in ihrem Gehirn ...es ist auch noch lustig.


17.02.11

Einst kam ein Pferdeknecht zum Vortrag eines Weisen. Der Saal war leer, der Pferdeknecht war der einzige Zuhörer.
Der Weise fragte den Pferdeknecht: "Ich weiß nicht, ob ich für Sie allein den Vortrag halten soll."
Der Pferdeknecht antwortete: "Ich verstehe nicht viel von diesen Dingen, ich bin nur ein Pferdeknecht. - Was ich jedoch sicher weiß, ist, wenn im Stall nur ein Pferd steht, dann gebe ich ihm dennoch Futter."
Daraufhin hielt der Weise seinen Vortrag. Nachdem er geendet hatte, sah er den Pferdeknecht an und sagte: "Hat Ihnen mein Vortrag gefallen?"
Der Pferdeknecht antwortete: "Ich verstehe nicht viel von diesen Dingen, ich bin nur ein Pferdeknecht. - Was ich jedoch weiß, ist, wenn im Stall nur ein Pferd steht und ich es füttere, dann gebe ich ihm nicht das Futter für alle Pferde."

 

17.02.11

Während des Dioxin-Skandals wurde vor kurzem versprochen , Gift aus Futtermitteln zu verbannen. Doch jetzt soll den Plänen der EU-Kommission zugestimmt werden, nach denen Futtermittel künftig mit Bestandteilen von illegalen Gentech-Pflanzen verunreinigt sein dürfen. Selbst nirgendwo auf der Welt zugelassene Gentechnik käme damit über Milch, Käse, Fleisch und Eier auf unsere Teller!

Nächsten Dienstag entscheiden die Ländervertreter in der EU über die Pläne der Kommission. Etliche europäische Länder - darunter Frankreich und Ungarn - haben bei der letzten Sitzung ihre Ablehnung signalisiert. Jetzt hängt alles an der Stimme Deutschlands. Fordern Sie Frau Aigner auf, nicht länger Politik für die Futtermittelindustrie zu machen. Sie muss dafür sorgen, dass Deutschland in Brüssel mit Nein stimmt!
Unterzeichnen Sie den Appell an Frau Aigner!
http://www.campact.de/gentec/sn8/signer

Nach der bisherigen Nulltoleranz-Regelung darf eine Ladung Mais oder Soja nicht verwendet werden, sobald in ihr Bestandteile von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) nachgewiesen werden, die in der EU nicht zugelassen sind. Nicht zugelassene GVOs dürften zukünftig ins Tierfutter - das dulden nicht einmal die gentechnikfreundlichen Vereinigen Staaten.

Und dies ist womöglich erst der Anfang: Eine Klausel im Kommissionsvorschlag erlaubt, Grenzwerte auch für Lebensmittel einzuführen und diese Grenzwerte nach oben anzupassen.

 


15.02.11

Der einzigen unabhängigen Zeitschrift in der Schweiz , die sich engagiert und weltoffen mit religiösen und spirituellen Themen auseinandersetzt, droht das aus.
AUFBRUCH - unabhängige Zeitschrift für Religion und Gesellschaft, braucht dringend mehr Abonennten. Es wäre ein Verlust, wenn sie nach diesem Jahr nicht mehr erscheinen könnte.
Sie erscheint 8-mal jährlich mit 48 Seiten und kostet im Jahresabo 80.- Fr.
www.aufbruch.ch

 

 

06.02.11

Die Proteste für mehr Demokratie in Ägypten werden überschattet von neuen Morden durch radikal islamische Gruppen an Kopten, der größten christlichen Minderheit des Landes. Zehn Millionen Menschen zählen in Ägypten zu der christlichen Glaubensgemeinschaft.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker setzt sich für Minderheiten ein. Neben den koptischen Christen handelt es sich um Beduinen, Nubier und Bahai'i:
gfbv.de/inhaltsDok.php?id=2127&stayInsideTree=1
Unterschreiben Sie den Brief an den ägyptischen Botschafter: gfbv.de/emailprot.php?id=285


04.02.11

Freitagsgebet in Kairo . Ein Bild von der Bloggerin Gigi Ibrahim: http://yfrog.com/h8we4czj

 

27.01.11

Aus tiefstem Herzen sage ich euch allen:
Leben und Tod sind eine ernste Sache.
Alle Dinge vergehen schnell,
und kein Verweilen kennt der Augenblick.
Darum seid achtsam und ganz gegenwärtig.

trad. Zen

aus DIE FLÖTE DES UNENDLICHEN
Mystische Rezitationstexte aus Ost und West
herausgegeben von Willigis Jäger und Beatrice Grimm
ISBN: 978-3-9810310-5-8
zu beziehen über mail@wege-der-mystik.de
oder den Buchhandel

 

 

26.01.11

Gestern bekam ich folgendes Angebot: "Hier kannst du eine beliebige Handynummer orten und erfahren wo sich deine Freunde aufhalten. Nur jetzt 15 Orte gratis".
Wenn ich wissen will wo meine FreundInnen sind, ruf ich sie an.
Wir können uns nur wundern was heute alles möglich wird.
Jedes Mal, wenn wir eine der gebräuchlichen Suchmaschinen verwenden, werden unsere Anfragen gespeichert. Die meisten Suchmaschinen erfassen unsere IP-Adresse und verwenden Tracking Cookies, um unsere Suchbegriffe, den Zeitpunkt unseres Besuchs sowie die ausgewählten Links aufzuzeichnen, um diese Informationen dann in einer gigantischen Datenbank zu speichern.
Still und leise wurde so die größte Datenbank mit persönlichen Informationen zusammengetragen, die jemals erfasst wurde.
Benutzen Sie folgende Suchmaschine: www.ixquick.com
Diese Suchmaschine wurde mit dem ersten EUROPÄISCHEN DATENSCHUTZ GÜTESIEGEL ausgezeichnet. Die einzige Suchmaschine, die Ihre IP-Adresse nicht speichert. Lesen Sie mehr auf der homepage von ixquick.

 

 

25.01.2011

Rezept für eine basische Suppe, nicht nur für Rheumatiker/innen oder Übersäuerte. (Wussten Sie, dass zuviel am PC und Handy, kurz Elektrosmog, sauer macht?)
Für 2 Personen:
150 g Endiviensalat geputzt und gewaschen,
250 g mehlig kochende Kartoffeln,
2 EL gehackte Schalotten,
1 EL Butterschmalz,
3/4 l Gemüsebrühe,
1/8 l Sahne,
Salz, Pfeffer aus der Mühle, frisch gemahlene Muskatnuss,
2 EL gehackte Petersilie.

Gewaschenen Endiviensalat in Streifen schneiden, die geschälten Kartoffeln 1 cm groß würfeln. Danach in dem Butterschmalz die Schalottenwürfel anschwitzen, Kartoffelwürfel dazugeben, mit der Gemüsebrühe aufgießen und ca. 8 bis 10 Min. garen. Den in Streifen geschnittenen Endiviensalat hineingeben und kurz aufkochen lassen. Die Suppe im Mixer pürieren, mit den Gewürzen abschmecken, die Sahne zum verfeinern darunterrühren und mit der gehackten Petersilie bestreuen.

 

 

23.01.2011

"Wir haben es satt - Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumpingexporten"
Mit 60 Bussen, Zügen und über 50 Traktoren sind gestern Tausende Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet zu der Demonstration in Berlin angereist. Getragen wurde die Veranstaltung von 120 Bauern- und Umweltverbänden, Bürgerinitiativen gegen Massentierhaltung und Gentechnik, sowie von Eine-Welt-Gruppen. 22.000 fordern eine ökologisch bäuerliche Landwirtschaft und eine grundlegende Reform der Agrarpolitik, die Abkehr von der industrialisierten Landwirtschaft und besseren Verbraucherschutz. Bei der bislang größten Demonstration dieser Art zogen Bauern, Umweltschützer, Imker und Verbraucher gemeinsam vom Berliner Hauptbahnhof zur Abschlusskund- gebung am Brandenburger Tor.

 

22.01.2011

900 Millionen Menschen hungern. Es wäre genug da. Alles was weggeworfen wird bevor es den Verbraucher erreicht, könnte drei Milliarden Menschen ernähren, und gäbe eine LKWkette von Mitteleuropa über die Seidenstraße bis nach China.
Bis zu 20 Millionen Tonnen Lebensmittel werden jedes Jahr allein in Deutschland weggeworfen. Und es werden immer mehr! Schon meine Großmutter sagte mir als kleines Mädchen, dass ich aufzuessen habe wegen der hungernden Kindern in Afrika. als ich größer wurde, dachte ich was für ein Unsinn, es kann ja hier von unserem Tisch nicht direkt nach Afrika gebracht werden. Heute können wir dieWeisheit unserer Großmütter auch im doppelten Sinn verstehen. Dass die Hälfte der bereits produzierten Lebensmittel zu Abfall wird, wirkt sich verheerend auf das Weltklima aus. Die Landwirtschaft verschlingt riesige Mengen an Energie, Wasser, Dünger, Pestiziden und rodet den Regenwald, sie ist damit für mehr als ein Drittel der Treibhausgase verantwortlich. Wenn Nahrungsmittel auf der Müllkippe verrotten, entweicht zusätzlich Methangas, das sich auf die Erderwärmung 25mal so stark auswirkt wie Kohlendioxid. Und dadurch sind zuerst die Ärmsten der Armen betroffen. Bei nicht wenigen Menschen gilt es als schick, vor allem wenn sie gerade aus New York zurückkommen, die Hälfte der Mahlzeit auf dem Teller stehen zu lassen.

Frisch auf den Müll
Die globale Lebensmittelverschwendung
ein Film von Valentin Thurn
Mehr als die Hälfte unserer Lebensmittel landet im Müll! Das meiste schon auf dem Weg vom Acker in den Laden, bevor es unseren Esstisch überhaupt erreicht: jeder zweite Kopfsalat, jede zweite Kartoffel — und jedes fünfte Brot, das entspricht etwa 500.000 LKW-Ladungen.
Siehe http://tastethewaste.com/info/film.

In der Eröffnungsrede zur grünen Woche spricht Ilse Aigner
Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz davon, dass Qualität ihren Preis hat. Ja wenn er den Landwirtinnen und Lanwirten zugute kommt.
Viele Menschen denken, dass BIO zu teuer ist. Nach Tschernobyl, - ich lebte damals in Berlin - habe ich mit ein paar Frauen einen Naturkostladen gegründet mit dem Ziel biologische Haupt- nahrungsmittel für die Menschen, vor allem die Familien im Kiez genauso günstig anzubieten wie der Supermarkt um die Ecke. Das ist uns gelungen, indem wir uns mit allen Bioläden und Bäckereien in Berlin damals zusammengeschlossen haben, und gemeinsam Getreide, Gemüse und Früchte direkt bei den Biobauern im Wendland eingekauft haben. Jede Woche kamen Laster durch die damalige DDR und brachten uns die selber angebauten Lebensmittel, die wir dann in Berlin verteilten.

Jetzt hat Rosa Wolff ein Kochbuch geschrieben für Hartz 4 und andere Empfänger: "Arm aber Bio! Das Kochbuch - Feine Öko-Küche für wenig Geld", Edition Butterbrot, ISBN 3-9813469-0-9 für 11,95 Euro.

 

22.01.2011

Schon weiter unten habe ich über die schlimmen Folgen der Privatisierung von Wasser geschrieben. Im Moment ist es immer noch so, dass etwa 5000 Kinder täglich wegen Wassermangels sterben. Hier erreicht uns folgende Nachricht von den Filmemachern des Kinofilms „Water Makes Money“ :
"Nach der bisher überaus erfolgreichen Verbreitung des Films In Form von über 200 (Kino)-Vorführungen und mehr als 1000 DVDs, hat der im Film kritisierte französische Konzern VEOLIA in Paris gegen den Film Klage wegen „Verleumdung“ eingereicht. Noch ist nicht klar, was konkret man uns vorwirft. Der Konzern hat dennoch bereits erreicht, dass die französische Staatsanwaltschaft dem Antrag Veolias stattgegeben und einen Untersuchungsrichter bestellt hat. Dieser lässt jetzt mit Hilfe eines auch auf Deutschland ausgeweiteten Rechtshilfeersuchens polizeilich ermitteln. Bis der Prozess eröffnet wird, kann es noch einige Zeit dauern. Noch darf der Film gezeigt werden. Und noch hält ARTE an der Planung fest, eine TV-Fassung am Internationalen Wassertag, am 22.3.2011 um 20h15 auszustrahlen. Doch ein Ausstrahlungs- bzw. Aufführungsverbot ist künftig nicht auszuschließen. Veolias Versuch, unliebsame Filme aus der Öffentlichkeit zu verbannen, hat bereits Tradition. Als Leslie Franke und Herdolor Lorenz es 2005 wagten, in einem mit dem NDR koproduzierten Film („ Wasser unterm Hammer “) über die Praxis der Geheimverträge bei der Teilprivatisierung der Berliner Wasserwerke aufzuklären, wurde der Konzern beim NDR vorstellig. Er erreichte nach eigenen Angaben sogar im Einvernehmen mit ARD-Chefredakteur Volker Herres, dass der Film nicht mehr ausgestrahlt werden durfte. Und das, obwohl der Dokumentation kein einziger inhaltlicher Fehler nachgewiesen werden konnte."

19.01.2012

„Wasser, du hast weder Geschmack noch Farbe, noch Aroma. Man kann dich nicht beschreiben. Man schmeckt dich ohne dich zu kennen. Man braucht dich nicht nur zum Leben: Du selbst bist das Leben! Du bist der köstlichste Besitz dieser Erde. Du bist auch der empfindsamste, der rein dem Leib der Erde entquillt.
Vor einer Quelle magnesiumhaltigen Wassers kann man verdursten. An einem Salzsee kann man verschmachten. Du nimmst nicht jede Mischungan, duldest nicht jede Veränderung. Du bist eine leichtgekränkte Gottheit."

Antoine de Saint-Exupéry

 

18.01.2011

Der Geschäftsführer des Fairtrade- und Bio-Dattelanbaus von gebana Taieb Foudhaili aus dem Süden Tunesiens: "Wir haben die Situation mit wenig Schaden überstanden, aber viel gewonnen. Endlich sind wir frei. Jetzt kommt die Zeit, wo wir viele Dinge überdenken und mit dem Neuanfang beginnen müssen. Die Zeichen dafür stehen gut, das Volk steht zusammen: Frauen, Männer, eine grosse Anzahl junger Menschen, Bauern und Arbeiter, Unternehmer und Ärzte und Arbeitslose haben Seite an Seite demonstriert.
Es ist jetzt an uns, unsere Zukunft in Freiheit und Brüderlichkeit zu gestalten. Wir wollen zeigen, dass wir es besser machen können in allen Bereichen. Das Volk ist sich seiner grossen Aufgaben bewusst. Gestern nach den Protesten hat sich die Jugend organisiert und reinigte die Strassen. Auch wir haben die Arbeit wieder aufgenommen. Wir danken unseren Freunden in Europa für ihre Unterstützung und sind stolz auf diese Freundschaft."

Es ist auffallend wie die arabische Liga und auch die EU sich zu Tunesien nicht positionieren. Mittelmeeranliegerstaaten mit Diktatoren werden hofiert, vermeintliche Stabilität scheint wichtiger zu sein als Menschenrechte.
Es betrifft auch die Flüchtlinge auf der Fahrt über das Mittelmeer, die auf brutalste Weise von Europa ferngehalten werden. Über die Tragödie der irregulären Migranten im Mittelmeer können Sie meine Berichte Ende August/September 2010 anlässlich der Preisverleihung des Menschenrechtspreises der Stiftung PRO ASYL am 4. September 2010 an den Autor und Menschenrechtsaktivisten Gabriele del Grande lesen. wege-der-mystik.de/soziale verantwortung jetzt
Bei dieser Preisverleihung hat mich neben Gabriele del Grande vor allem Tom Koenigs, Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe beeindruckt. Er sagte, dass er, gleichgültig welche Partei gerade an der Macht ist, immer in Opposition sei. Seine Arbeit ist unpopulär, weil er der Meinung ist, dass Deutschland noch mehr Flüchtlinge aufnehmen kann, und andere europäische Länder genau so.
Tatsächlich gab es im letzten Jahr 50% mehr Asylanträge als im Jahr davor.


 

17.01.2011

Gestern war der Todestag meiner jüngeren Schwester. Ihr plötzliches Weggehen vor 26 Jahren hat mich damals so in die Krise gestürzt, dass mir nur der Weg nach Innen übrig blieb. Dafür bin ich ihr unendlich dankbar. Obschon ich sie längst losgelassen habe, ist sie lebendig durch mich. Diese Geschichte ist in einem Beitrag zu dem Buch von Willigis Jäger "Das Leben ist Religion" zu lesen.

Heute nun ist mir per Zufall wieder die folgende bekannte daoistische Geschichte begegnet:
Glück und Unglück erzeugen sich gegenseitig, und es ist schwierig ihren Wechsel vorauszusehen.
Ein rechtschaffener Mann lebte nahe der Grenze. Ohne Grund entlief ihm sein Pferd auf das Gebiet der Barbaren. Alle bedauerten ihn. Sein Vater sprach: „Wer weiß, ob das nicht Glück bringt?“ Mehrere Monate später kam sein Pferd zurück mit einer Gruppe Barbarenpferde. Alle beglückwünschten ihn. Sein Vater sprach: „Wer weiß, ob das nicht Unglück bringt?“ Ein reiches Haus hat gute Pferde und der Sohn liebte das Reiten und stieg mit Freuden auf. Dabei fiel er und brach sich ein Bein. Alle bedauerten ihn. Sein Vater sprach: „Wer weiß, ob das nicht Glück bringt?“ Ein Jahr später fielen die Barbaren über die Grenze ein. Die erwachsenen Männer bespannten ihre Bögen und zogen in den Kampf. Neun von zehn Grenzbewohnern wurden dabei getötet, mit Ausnahme des Sohnes wegen seines gebrochenen Beins. Vater und Sohn überlebten. Daher: Unglück bewirkt Glück und Glück bewirkt Unglück. Dieses passiert ohne Ende, und niemand kann es abschätzen.


12.01.2011

Wieder so ein schönes Datum.
Gibt es eine Zahl die nicht schön wäre?
"Jenseits von unseren Vorstellungen von richtig und falsch,
da ist ein Feld, und da treffen wir uns."
Rumi


11.01.11

So ein selten schönes Datum, da muss ich was schreiben.
Heute erzähle ich mal einen Witz, den ich kürzlich gehört habe:
Drei Männer in der Sauna. Plötzlich klingelt das Telefon. Ein Mann greift sich in die Brust und entnimmt ihr sein Iphone. Die andern Männer staunen. Er erklärt, dass er kürzlich eine Herzoperation hatte und dass er den Chirurgen gebeten habe ihm gleich sein Iphone mit einzubauen. Nach ein paar Minuten klingelt es wieder (ein anderer Klingelton). Da nimmt der zweite Mann sein Iphone aus dem Bauch. Die andern staunen. Er erklärt, dass er kürzlich eine Blinddarmoperation hatte und dass er den Chirurgen gebeten habe ihm gleich sein Iphone mit einzubauen.
"Diese Angeber" denkt der dritte Mann und verlässt die Sauna. Nach ein paar Minuten kommt er wieder mit einem Klopapier zwischen den Pobacken. Da fragt der eine Mann: "Was haben sie denn da?" Er schaut nach hinten und antwortet: "Oh, ist mein Fax schon da?"

Natürlich gibt es immer noch Männer die mit einem knallgelben Maserati vorfahren, die sich ihren Bubentraum erfüllt haben.
In einer neuen Studie wird jedoch berichtet, dass die meisten Männer heute ihr Selbstbild nicht mehr mit einem entsprechenden Auto, sondern mit dem besonderen Laptop, Smartphone und dem allerneusten Ipad aufpolieren.
Es soll inzwischen hunderttausende alter Handys geben (auch von Frauen). Von den Sammelstellen kommen die gebrauchten Mobiltelefone in Container und werden von Hamburg aus nach Afrika verschifft. Schrott darf nicht verschifft werden. Bei einer Kontrolle wurde festgestellt, dass die alten Mobiltelefone in der obersten und vielleicht noch in der zweiten Schicht in den Containern intakt waren, dass sich jedoch darunter nur kaputter Elektroschrott befand. Ob ganz oder zerstört, der Inhalt der Container wird in Afrika auf große Müllhalden geleert, wo der Elektroschrott von Kindern durchsucht und die alten Handies verbrannt werden, um das wenige Kupfer zu schmelzen, das in jedem Handy zu finden ist. Diese geschmolzenen Kupferteile kommen von dort nach Dubai, von wo aus sie nach China transportiert werden um sie wieder in neue Mobiltelefone für die Industrienationen einzubauen.
Die afrikanischen Kinder können dadurch für sich und ihre Familien ein paar Cent verdienen. Dabei ruinieren sie ihre Gesundheit in dem giftigen Qualm des brennenden Plastikmülls.


09.01.11

Alle Welt schreit wegen Dioxin vergifteter Eier und Hühner. Alle Welt kann z. B. jetzt bei Aldi sehen, - zu finden im Internet - dass ein halbes Brathähnchen als besonderes Angebot ab 10. Januar für 1 Euro 99 feilgeboten wird. Glaubt denn alle Welt, dass ein ganzes beseeltes Lebewesen gebraten für 3 Euro 98 artgerecht gehalten werden und mit Körnern gefüttert werden kann?
Wir sind nicht nur unsere Gedanken, wir sind auch unsere Handlungen und auch was wir essen. Wenn das aller Welt bewusst wäre, würden wir also z. B. diese Billigeier auch in Kuchen und Gebäck und Süßspeisen wo sie uns billigst überall angeboten werden, selbstverständlich meiden. Sie würden uns einfach nicht interessieren. Somit könnten diese schrecklichen Legebatterien gar nicht existieren und ein billigstes Untierfutter fände keinen Absatz und würde erst gar nicht hergestellt, weil sich dafür keine Welt interessieren würde.


07.01.11

Es ist wie eine leere Schale,
die, indem sie gebraucht wird,
niemals vollgefüllt werden kann.
Bodenlos, scheint es die Quelle
aller Dinge zu sein.

Lao-Tse


03.01.11

Neujahrswunsch:
Die Unermüdlichkeit der Drossel, trotz Dunkelheit noch einmal den Gesang zu wagen.
Den Mut des Grases, nach so viel Winter wieder zu grünen.
Die Geduld der Spinne, die ihrer Netze Zerstörungen nicht zählt.
Die Kraft im Nacken des Kleibers.
Das unveränderliche Wort der Krähen.
Das Schweigen der Fische im Wasser.
Den Fleiß der Holzwespe, die Leichtigkeit ihrer Waben,
Den Schlaf der Larve im Acker.
Die Lust des Salamanders in der Sonne.
Die Härte des Wassers als Eis, und seine Weichheit, wenn es schmilzt.
Die Glut des Holzes im Feuer.
Die Reinheit der Asche, die zurückbleibt.
Die Armut des Windes
Die Unbestechlichkeit des Spiegels.
Die Wachheit der Uhr.

(nach R. O. Wiemer)

 

02.01.2011

Wenn wir hetzen, gibt es keine Zeit.
Wenn wir innehalten, gibt es alle Zeit der Welt.

nach einem irischen Segen

Nimm dir:
Zeit zum Spielen - das Geheimnis ewiger Jugend.
Zeit zum Lesen - Brunnen der Weisheit.
Zeit zum Träumen - den Sternen näher sein.
Zeit zu lieben und geliebt zu werden - der wahre Reichtum des Lebens.
Zeit sich umzuschauen - der Tag ist zu kurz um selbstsüchtig zu sein.
Zeit zum Lachen - die Musik der Seele.
Zeit freundlich zu sein - der Weg zum Glück.
Zeit zu arbeiten - der Preis des Erfolgs.
Zeit zur Andacht - sie wäscht den Staub von den Augen.

01.01.11

Jahresrezept:
Man nehme 12 Monate, putze sie ganz sauber von Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und Angst, und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile, so dass der Vorrat genau für ein Jahr reicht.
Es wird ein jeder Tag einzeln angerichtet aus einem Teil Arbeit und zwei Teilen Frohsinn und Humor. Man füge drei gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu, einen Teelöffel Toleranz, ein Körnchen Ironie und eine Prise Takt.
Dann wird das Ganze sehr reichlich mit Liebe übergossen.
Das fertige Gericht schmücke man mit einem Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit!
(Goethes Mutter in einem Brief. 28.8.1808)

 

 

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