31.12.06

rettet darfur!
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27. dezember 2006

am ufer da spür ich wie die zeit verrinnt,
wie alles vergeht und von neuem beginnt.
fühl meine tränen und spüre mein glück,
und weiß,
wenn ich vorwärts geh, komm ich zurück.
dr. karl adamek

 

 

heiligabend 2006

aus brasilien:
Jedes Mal, wenn zwei Menschen einander verzeihen,  ist Weihnachten.
Jedes Mal, wenn ihr Verständnis zeigt für eure Kinder,  ist Weihnachten.
Jedes Mal, wenn ihr einem Menschen helft, ist Weihnachten.
Jedes Mal, wenn jemand beschließt, ehrlich zu leben,  ist Weihnachten.
Jedes Mal, wenn ein Kind geboren wird, ist Weihnachten.
Jedes Mal, wenn du versuchst, deinem Leben einen neuen Sinn zu geben,  ist Weihnachten.
Jedes Mal, wenn ihr einander anseht, mit den Augen des Herzens,
mit einem Lächeln auf den Lippen,  ist Weihnachten.
Denn es ist geboren die Liebe.
Denn es ist geboren der Friede.
Denn es ist geboren die Gerechtigkeit.
Denn es ist geboren die Hoffnung.
Denn es ist geboren die Freude.

 

 

schweige  und höre, neige deines herzens ohr. suche den frieden.

Nicht nur still werden und den Lärm abschalten, der mich umgibt.
Nicht nur entspannen und die Nerven ruhiger werden lassen.
Das ist nur Ruhe.
Schweigen ist mehr.
Schweigen heißt: mich loslassen
nur einen winzigen Augenblick,
verzichten auf mich selbst,
auf meine Wünsche,
auf meine Pläne,
auf meine Sympathien und Abneigungen,
auf meine Schmerzen und meine Freuden,
auf alles, was ich von mir denke,
und was ich von anderen halte,
auf alle Verdienste,
auf alle Taten.
Nur einen Augenblick da sein
und Gott da sein lassen.
Nur einen Augenblick sich lieben lassen
ohne Vorbehalt,
ohne Zögern,
bedingungslos
und ohne auszuschließen,
dass ich nachher brenne.
Das ist Schweigen durch Gott.
Das ist Schweigen in Gott.
Dann ist Schweigen: empfangen

 

 

jetzt  ist der moment ein licht anzuzünden für Eileen Caddy, die begründerin der findhorn-foundation. sie hat am 14. dezember ganz in stille diese zeitliche welt in findhorn verlassen.  sie war und ist eine quelle der inspiration und liebe. 

 

 

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18.12.06

liebe gibt nichts als sich selbst
und nimmt nichts als von sich selbst.
liebe besitzt nicht, noch lässt sie sich besitzen;
denn die liebe genügt der liebe.

wenn du liebst , solltest du nicht sagen: "gott ist in meinem herzen", sondern: "ich bin in gottes herzen."
und glaube  nicht, du kannst den lauf der liebe lenken, denn die liebe, wenn sie dich für würdig hält, lenkt deinen lauf.
liebe hat keinen anderen wunsch, als sich zu erfüllen.

aus "der prophet" von khalil gibran

 

 

3. advent 2006

je stiller du bist, desto mehr kannst du hören.
aus china

 

 

einen spirituellen weg gehen, heißt bewusstsein entwickeln, erfahren, dass wir von nichts getrennt sind. dies beinhaltet tiefes mitgefühl. jede und jeder traegt verantwortung für das was geschieht auf unserem planeten.
siehe wege-der-mystik / soziale verantwortung jetzt täglich

 

13.12.2006

es ist nur die liebe, die uns in und durch schwierige zeit hindurch- und herausführen kann, in das uns unsere egozentrik hineingerissen hat. die liebe ist die grundstruktur des universums. sie ist die öffnung ins andere, zum anderen hin. wer sich der öffnung, dem fortgang der evolution verweigert, zerstört sich früher oder später selbst.

die katastrophen, in die wir hineingeraten, können uns vielleicht erkennen lassen, dass es an dieser stelle nicht mehr weiter geht, und dass gerade das chaos der nährboden für etwas neues sein kann.

 

 

heute am 12.12.2006 erscheint

 

liebe - urgrund allen seins

ISBN 3-9810310-3-2
ISBN 978-3-9810310-3-4

willigis jäger spricht in seiner unverwechselbaren, lebendigen dynamik in live- aufnahmen nach dem 11. September 2001. er führt in einer meditation zur liebe. willigis jäger: liebe ist das weltbaugesetz. „ich öffne mich der unendlichkeit: ihr name ist liebe“.   berühren - alles was uns eint, ist die liebe.

spielzeit insgesamt: ca. 66 min.

zu bestellen  bei wege-der-mystik

 

 

montag 11. dezember 2006

liebe, und tu, was du willst.
augustinus

 

 

2. Advent 2006

Woher sind wir geboren?
Aus Lieb.
Wie wären wir verloren?
Ohn Lieb.
Was hilft uns überwinden?
Die Lieb.
Kann man auch Liebe finden?
Durch Lieb.
Was lässt uns lange weinen?
Die Lieb.
Was soll uns stets vereinen?
Die Lieb.

Johann Wolfgang von Goethe

 

 

 

8. dezember 2006

das leben ist ein abenteuer und es wird gesagt, dass die engel dich in diesem abenteuer unterstützen. aber  sie geben keine ratschläge.
kommentar von shura lipowsky beim tanzen

 

 

7. dezember 2006

sonnenaufgang 8.12
monduntergang 11.06

späte dämmerung
engelsflügel als wolken
dehnen sich über die hügel

wintersonne bringt
aus dem süden gleissendes
licht und frischen sommerwind

sonnenuntergang 16.15
mondaufgang 18.14

 

 

06.12.06

sankt nikolaus ist ein adventlicher lichtbote und hat mit dem weihnachtsmann, der uns jetzt überall in supermärkten und der werbung begegnet nichts zu tun.
nikolaus lebte um 300, in der römischen provinz lykien in kleinasien, der heutigen türkei. seine eltern hatten ihn im christlichen glauben erzogen und ihm ein ansehnliches vermögen hinterlassen. dies verschenkte er an arme und hilfsbedürftige. davon erzählen viele legenden. sie zeigen ihn als lichtboten, als freund der armen und kleinen, als anwalt der gefährdeten, insbesondere der kinder, als vorbild der liebe und des schenkens. er bekannte sich auch in schweren zeiten der christenverfolgung zum christentum. später wurde er zum bischof von myra gewählt, hafenstadt an der südküste kleinasiens - heute demre in der türkei.
seitdem wurden seine taten in dankbarer erinnerung behalten, vor allem an seinem gedenktag heute.

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04.12.06

in seinem neuen hörbuch "liebe - urgrund allen seins" das in acht tagen erscheint, vergleicht willigis jäger die liebe mit der sonne, die nicht sagt: "den mag ich, dem scheine ich; den mag ich nicht, dem scheine ich nicht."
"diese liebe ist nicht geben und nicht nehmen. sie ist einfach da. sie gehorcht nicht einem befehl. sie ist frei und lässt frei. sie steigt aus der rolle aus, aus dem programm und aus dem gebot. sie kennt keinen stolz und ist immer wieder bereit zum neubeginn. sie zertrümmert alles harte und weckt alles feine und reine in uns. sie säubert unsere gedanken und bringt klarheit in die verwirrung. ohne sie macht leben keinen sinn und wir finden unsere eigentliche berufung nicht."

im versand ab 12.12.06
zu bestellen über www.wege-der-mystik.de

 

 

 

1. advent 2006

ein gelehrter und kargherziger mann redete rabbi abraham von stretyn an: "es heißt, ihr gäbet den leuten heimliche heilmittel und eure mittel seien wirksam. gebt mir denn eins, um furcht gottes zu erlangen!"
"für furcht gottes", sagte da rabbi abraham, "weiß ich bei mir kein mittel. aber wenn ihr wollt, könnt ihr eins für liebe gottes erhalten." "das ist mir noch erwünschter", rief jener, "gebt es nur her!"
"das mittel" antwortete der zadik, "ist liebe zu den menschen."

aus martin buber/hundert chassidische geschichten/2003 manesse zürich/ isbn 3-7175-4037-8

 

allen leserinnen und lesern eine gesegnete adventszeit!

 

1. dezember 2006

genau da wo der schmerz ist, finden wir heil

genau da wo hass ist, finden wir liebe

genau da wo das bittere ist, ist süßes

genau  da wo der widerstand ist, finden wir lösung

genau da wo es am dunkelsten ist, kommt licht

genau da wo das vermisste ist, sprudelt aus sich selber der quell

so schaue an und spüre den schmerz, den hass, das bittere, den widerstand, die dunkelheit, das vermisste, wenn es denn da ist, all das sind wir. das eine gehört zum andern wie nacht und tag. advent zeigt es uns. wir erwarten das licht in der dunkelheit. erwarten, ohne zu wartern. wach sein.

 

 

30.11.06

noch in schwarzer nacht
aus dem nebel ein halbes lied
bin ich's, vogel bist

du's? süßer gesang
feiner als die autobahn
liebes, weckst mich jetzt

 

 

27.11.06

es sind kräfte am werk, die die meisten von uns nicht anerkennen wollen... ich komme vom weiblichen her, denn dies ist die zeit der frau, die zeit des weiblichen. wir haben unsere prophezeiungen, und diese dinge müssen bekannt werden.

das weibliche bewirkt den spirituellen austausch. oh nichts gegen das männliche. handeln ist männlich. aber es muss einen ausgleich geben. wenn wir der freundlichen inneren stimme lauschen, sind wir im gleichgewicht.
eine alte indianerin, die nicht genannt werden will
"die weisheit der indianerfrauen",
scherz, ISBN3-502-34043-9

 

 

26.11.06

jetzt vor sieben jahren ging meine mumma in die andere dimension. ich durfte sie im sterben begleiten. ich hatte es ihr versprochen. ein paar tage  zuvor als sie zwischendurch wieder ganz klar in der diesseitigen welt auftauchte, sagte sie mir: "das wichtigste ist die liebe, liebe soviel du kannst, und du wirst sehen, es wird noch mehr werden."
einmal richtete sie sich aus einem dämmerzustand auf: "die kinder, die kinder sind die zarten, die glänzenden sterne, die sterne der zukunft, sie sind die wichtigen, um sie müssen wir uns kümmern." 

 

 

24.11.06

alles,
alles und jedes
ist von bedeutung.
und nichts,
was gut ist,
geschieht schnell.

sikwalxlelix 
"die weisheit der indianerfrauen",
scherz, ISBN3-502-34043-9

 

 

23. november 2006

jetzt ist es an der zeit innezuhalten. dunst und nebel verhindern die klare sicht in die weite. 

nicht zu wissen wie es weitergeht, fällt vielen menschen sehr schwer. es ist eine zeit des seins in einer grauzone. das alte ist vorbei, das neue noch nicht da. es werden oft zu vorschnell entscheidungen getroffen weil man es in diesem zwischenzustand nicht aushalten kann. aber genau da ist der ort wo etwas reifen mag, wo sich die raupe einpuppt, ohne dass wir es machen können. wer es aushält in dieser dunstzone zwischen "stuhl und bänken" und vertraut, dass alles so ist wie es zu sein hat, kann erfahren, dass im richtigen moment ganz  leicht wie von selber das richtige geschieht, und selbst durch den dichtesten nebel die sonne dringt.
zuvor gilt es ganz wach in erwartung zu sein jetzt in diesem augenblick, ohne etwas bestimmtes zu erwarten. jetzt im novembernebel ist es leichter sich mit diesem zwischenzustand anzufreunden. also:
jetzt den computer ausschalten.
jetzt hinausgehen in den dunst nicht wissend wohin.

 

 

20. november  2006

die religion der zukunft wird eine kosmische sein. sie sollte über einen persönlichen gott hinausgehen und dogmen und theologie vermeiden. sie sollte einer religiösen gesinnung entspringen, die auf der erfahrung von natur und geist als sinnvollem ganzen beruht. 
albert einstein

der mensch der zukunft wird ein mystiker sein, oder er wird nicht mehr sein.
willigis jäger

 

 

17. november 2006

du siehst dinge und fragst warum? aber ich träume von dingen, die es nie gegeben hat und sage: warum nicht?
george bernard shaw

 

 

16. november 2006

heute eine geschichte aus china, die uns vielleicht nicht unbekannt vorkommt:
der axtdieb
ein mann fand seine axt nicht, er vermutete, dass der sohn des nachbarn sie ihm gestohlen habe. darum beobachtete er ihn genauer: sein gang und sein blick waren der eines axtdiebes. alles, was er tat, sah nach einem axtdieb aus.
nach einiger zeit fand der mann seine axt wieder. als er nun den sohn seines nachbarn traf, waren sein gang und sein blick nicht mehr der eines axtdiebes.

 

 

15. november 2006

in meinem garten
haben sich laub, nebel und
stille hingesetzt
ruth grimm

alles welkt dahin und vergeht jetzt bis auf den samen, der das kommende in sich birgt. die lebenskraft zieht sich ins innerste zurück. zeichen auch für uns, sich in dieser zeit zurückzuziehen um uns zu sammeln für künftige neuentfaltung.

maria thun hat einmal in den 'aussaattagen' geschrieben: "gibt esgenügend menschen, die das sterben der natur mitvollziehen in ihrem inneren, um dann das frühlingliche auferstehen auch nachvollziehen zu können, - oder lassen wir die natur mit ihrem sterben allein?"

vom naturkreislauf ist es der leichteste augenblick in sich zu hören, und in kontakt zu kommenmit unserem wesenskern, und es aus sich heraus durch uns wirken zu lassen, indem wir nicht eingreifen. was wir zutiefst sind, haben wir zu kultivieren und alles andere ist nebensächlich.

 

 

14. november 2006

im bewusstsein des menschen entsteht die welt. in ihm leuchtet der ganze kosmos auf - alle sterne, planeten, sonne und mond - die erde mit allen pflanzen und wesen. alles ist bewusstsein geronnen in form, untrennbar eins, singende liebe.

aus: manifest der liebe/annette kaiser/theseus 2006

 

 

 

13. november 2006

es ist immer wieder auffallend, dass menschen in einem spirituellen umfeld oft der sinn für ökologie und das soziale umfeld fehlt. es fehlt sehr oft das interesse an information. und es ist immer wieder auffallend, dass menschen, die sehr stark ökologisch, sozial engagiert sind, oft ein spiritueller hintergrund fehlt. beides gehört zusammen wie die linke zur rechten hand.

am benediktushof fand am wochenende das freundeskreistreffen statt. thema war in diesem jahr: spiritualität und soziale verantwortung. die soziologin monika jaeckel berichtete über das forschungsprojekt und die durch sie in der ganzen welt initierten mütterzentren. in ihrem arbeitskreis war zu erfahren, wie selbsthilfegruppen aufgebaut werden können und wie sie auf dauer wirklich gut funktionieren.www.mine.cc

franz alt setzte sich in seinem vortrag vehement für die erneuerbaren energien ein, nach dem motto: "wir führen den 3. weltkrieg gegen die natur. wir wissen was wir tun, aber wir tun nicht was wir wissen." www.sonnenseite.com

wie diese seite des "alltäglichen", will "wege der mystik" ab sofort über "soziale verantwortung jetzt" informieren.

80 millionen menschen treffen in deutschland täglich mindestens zwei mal soviele konsumenten-entscheidungen. wir bestimmen die wirtschaft.

 

 

9. november 2006

am 9. november erinnere ich mich immer an unsere zeit im haus st. benedikt in würzburg. an der stelle des heutigen vogelbrunnens im garten, stand in den 30er jahren die wirtschaft "der platzsche garten" und da wurden die juden zusammengetrieben. im gedenken an diese menschen, rezitierten wir texte, sangen, trommelten manchmal, bewegten uns und prozessierten  mit lichtern in die nacht.

aus tiefstem herzen sage ich euch allen: leben und tod sind eine ernste sache. alle dinge vergehen schnell und kein verweilen kennt der augenblick. darum seid achtsam und ganz gegenwärtig.

 

 

7. november 2006

man soll dem anderen die wahrheit wie einen mantel hinhalten, damit er hineinschlüpfen kann, und nicht wie ein nasses tuch um den kopf schlagen.   
max frisch

 

 

06.11.06

metta-sutta

Sutra von der Güte

So soll der handeln, der das Heil erstrebt,
nachdem die Stille Stätte er erkannt:
Er sei energisch, aufrecht, unbeirrt,
doch sanft und ansprechbar und ohne Stolz.
Genügsam sei er und bescheiden,
nicht betriebsam, aber klug,
er zügle seine Sinne, habe leicht genug.

Den Wesen allen werde Glück und Frieden,
sie alle mögen glücklich sein!
Was immer es an Lebewesen gebe,
ob sie umherziehn mögen oder sesshaft seien,
klein, mittel oder hochgewachsen,
schwächlich, handfest oder stark,
vor Augen oder im Verborgenen,
hier in der Nähe oder fern daheim,
geboren oder erst noch im Entstehen -
die Wesen alle mögen glücklich sein!

Er sollte niemals einen andern schmähen
und niemanden, wo immer auch, verachten;
aus Ärger und aus feindlicher Gesinnung
soll niemand je nach Unheil wieder trachten.
Gleich einer Mutter, die den eigenen Sohn,
den einzigen, beschützt mit ihrem Leben,
soll gegenüber allen Wesen er
den Geist von Schranken frei zu machen streben.

Zur ganzen Welt soll Güte er entfalten
und seinen Geist von Schranken ganz befrein,
nach oben, unten und auch in der Breite,
nicht eingeengt von Hass und Feindschaft, sondern rein.
Ob stehend, gehend, sitzend
oder liegend soll diese Geisteshaltung er erzeugen
und nie der Schlaffheit je erliegen.
Das nennt man ,,Göttliches Verweilen" in der Welt.

 

 

 

31. oktober 2006

lebst du das leben, das du liebst?
liebst du das leben, das du lebst?

 

 

Verfasser: Dr. Jörg Riedlbauer

19.10.2006 - Der Bayerische Musikrat ist alarmiert über Pläne, beim Bayerischen Rundfunk eine sog. "Junge Welle" zu Lasten der UKW-Frequenz des Programms Bayern4Klassik einzurichten. Bayern4Klassik muss auch weiterhin mit dem herkömmlichen Antennenradio und im Auto empfangen werden können, um insbesondere die traditionellen Stammhörer nicht auszugrenzen. Für sehr viele Hörer ist dies die einzige Empfangsmöglichkeit.

 

Auch die Konferenz der Landesmusikräte im Deutschen Musikrat hat auf ihrer Frühjahrssitzung 2006 gefordert, dass der Zugang zu den Hörfunkprogrammen mit klassischer Musik ohne technische Erschwernisse allen Bevölkerungsschichten auch weiterhin möglich sein muss.

 

Der Bayerische Musikrat verschließt sich nicht gezielten Sendekonzepten für junge Hörer und begrüßt ausdrücklich diskutierte Vorhaben, den „Zündfunk“ entsprechend auszubauen und die Kinder- bzw. Jugendsendungen „DoReMikro“ und „19.4“ häufiger auszustrahlen. Er unterstützt auch zusätzliche digitale Jugendangebote im Rundfunk, zumal es für Jugendliche selbstverständlich ist, sich aus dem Internet Sendungen herunterzuladen. Er widersetzt sich jedoch sämtlichen Tendenzen, die Empfangsmöglichkeit für klassische Musik auf UKW einzuschränken oder womöglich ganz aus dem UKW-Netz zu verbannen. Dies wäre der Einstieg in die Abschaffung von Bayern4Klassik. Auch wäre dann der BR die erste ARD-Sendeanstalt, welche auf die Ausstrahlung von klassischer Musik auf UKW de facto verzichten würde.

 

Bitte unterstützen auch Sie mit Ihrer Unterschrift den Fortbestand von Bayern4Klassik auf UKW!

pdf-Download: 1130_bayern4klassik.pdf

 

www.musikinbayern.de

 

 

26. oktober 2006

zwei indianer gehen zu ihrem medizinmann und fragen: "kannst du uns sagen, wie in diesem jahr der winter wird?" der schamane macht eine kleine zeremonie, wirft einige steinchen auf den boden, und sagt: "das wird ein sehr kalter winter, sammelt viel holz zum heizen."
am anderen tag kommen noch einige Indianer zu ihm und fragen dasselbe. auch ihnen sagt er: "es wird ein kalter winter. "sammelt viel holz."
auch von anderen stämmen kommen indianer zum berühmten schamanen, und immer sagt er dasselbe: "sammelt viel holz!" danach ist er sich aber nicht ganz sicher. er denkt sich: "ich rufe noch bei der wetterstation an, ob das denn auch richtig ist." gedacht - getan. er nimmt sein handy und fragt den herrn von der wetterstation: "können Sie mir bitte sagen, wie in diesem jahr der winter wird?" dieser antwortet ihm: "das wird ein ganz harter winter. die indianer sammeln soviel holz wie nie zuvor!"

 

 

25. oktober 2006

tradition ist die weitergabe des feuers,
nicht die anbetung der asche.
gustav mahler

 

 

montag, den 23. oktober 2006

wessen gedanke nur einmal
die brücke zur mystik überschritten hat,
kommt nicht davon,
ohne ein stigma auf allen seinen gedanken.
friedrich nietzsche

meine ferien in den bergen waren geprägt von der zeit für begegnungen. begegnung zum beispiel mit einem goldgelben schmetterling, sein unterer flügelrand wie in fein gehäkelter dunkler seide. in der warmen oktobersonne war dieses zarte wesen, kaum und doch spürbar in meiner hand und auf dem arm solange es wollte - in schmetterlingszeit. dann die begegnung von weitem und dann langsam, langsam in seiner zeit sich nähernd ein wesen mit den schönsten kuhaugen der welt - in kuhzeit.

einmal hatte ich mich verlaufen. da kam eine alte frau des wegs, auf der kleinen schotterstrasse einen kinderwagen schwer schiebend. nach begrüßung, der frage nach dem richtigen weg und dem angebot ihr zu helfen den wagen zu schieben, erklärte sie mir, dass wir ein stück des weges gemeinsam zu gehen hätten und dass sie mir dann später zeigen würde wie ich den weg weiter zu gehen hätte. beim schieben des wagens wollte sie sich nicht helfen lassen, denn in dem wagen saß ihre kostbarste fracht. der freundlich lachende kleine elias, ihr urenkel. seine und ihre geschichte, die sie mir - immer wieder innehaltend - erzählte, berührten mich zutiefst.
als wir ein bekränztes kreuz christi am wegrand passierten, streckte elias, der noch kaum sprechen konnte seine arme nach oben. die urgroßmutter: "ja elias, wie beten wir?" er ließ seine händchen zusammenkommen und strahlte über das ganze gesicht. sie: "ja gell elias so beten wir am morgen und am abend und hier zu unserem herrgott. wir gehen jeden tag bis zu diesem kreuz, nur heute über das kreuz hinaus um ihnen weiter oben zu zeigen wie für sie der weg weiter geht."
zuhause beten urgroßmutter und elias zum selben kreuz.

am darauffolgenden sonntag war kirchweih und ich ging zum gottesdienst in die kleine kirche des dorfes. sie war etwas mehr als halb voll, vor allem mit frauen mittleren und älteren alters und einigen wenigen kleinen kindern und ein paar halbwüchsigen, die sich verlegen umschauten und sich gegenseitig anfeixten. man sah wer zur kirche kam. auch nach der kirche war das ein thema. der lehrer, der handwerksmeister, die hotelbesitzer, die bäckersfrau. der junge pfarrer predigte, dass gott eben nur an diesem heiligen ort in der kirche zu finden sei. kirchen dürften nicht für konzerte missbraucht werden, und sollten nicht zum museum für die touristen werden. wieviele würden täglich in die kirche kommen ohne ein kreuz und ohne verneigung. dass dieser ort so bleibt, wie er immer war und für was er gedacht war, dazu sollten alle dorfbewohner beitragen und sich einbringen mit ihren möglichkeiten. diese saßen eng in ihren kirchenbänken, standen und knieten wie es üblich ist und schienen da zu sein, weil sie es gewohnt waren. ich war mit dem pfarrer fast die einzige, die überhaupt die vorgesehenen lieder sang. vielleicht hatten die meisten ihre brille zu hause gelassen. an der kleinen orgel war niemand.
ich finde es auch schade, wenn kirchen zu museen werden; aber diese veranstaltung und die ganze messe war mir so fremd und fast lächerlich.
hingegen kann ich sofort ja sagen zu der urgroßmutter, die so echt und fest verankert ist in ihrem glauben.

bei den höhenwanderungen in der klaren, etwas dünneren bergluft weit über dem tal, wurde mir wieder einmal klar wie weit ich auch entfernt bin von der anbetung von bildern und von gottesvorstellungen. plötzlich fiel mir ein: ich kann da nie mehr zurück. die brücke ist überschritten - wie nietzsche sagt - und  ich habe keinen  glauben mehr.
da ist erfahrung, dass es nur eine wirkliche verbindung gibt, die zählt, nämlich mit dem was wir zutiefst sind.  je länger je mehr kann ich aus dem einen heraus ja sagen und alles andere ist zugabe, ist geschenk. da ist eine synchronizität - jeder zufall fällt weg - alles ist da und nichts. nichts an dem ich mich festhalten könnte. das ist manchmal schwer. ich stelle ernsthaft die frage ob wir es suchenden menschen zumuten können. viele, die in meine kurse kommen, sind auf der suche nach geborgenheit, frieden, freiheit. sie kommen um heil zu finden. aber auf dem weiteren weg ist das und die vorstellung davon absolut nicht mehr da. kein gott, kein selbst, keine welt, kein ich, kein du, kein universum, kein nichts.
die urgroßmutter berührt mich im herzen, und ich kann sie mit freude da lassen. sie ist für sich an einem guten ort, wo sie halt und sinn findet. die meisten menschen, die kommen, haben ja diese festigkeit in ihrem glauben längst nicht mehr, aber suchen halt. es gibt keinen halt und ich kann da nie mehr zurück. kann ich, können wir das anderen menschen auch zumuten? ich muss sie warnen. ich bin stigmatisiert, die wir den weg gehen, sind wirklich stigmatisiert auf all unseren gedanken, in unserem sein. ich kann den priester verstehen, dessen fuß einmal den ersten schritt über die brücke der mystik wagte und der zurückschreckte und heute sagt: "ich will mir meinen persönlichen gott erhalten."

 

 

20. oktober 2006

irischer segen

gott segne dich!
er fülle deine füße mit tanz,
deine hände mit zärtlichkeit,
deine arme mit kraft,
dein herz mit liebe,
deine augen mit lachen,
deine ohren mit musik,
deinen mund mit jubel,
dein haus mit freude.

so segne dich gott!

so möge die erde dich tragen.

 

 

3. oktober 2006

was kommt nach der postmoderne? mehr gemeinsamkeit ist angesagt. können wir eine selbstlose vision für ein gemeinsames sein aller menschen entwickeln? natürlich ist das heute 'mega out'. es war schon einmal 'mega in' vor tausenden von jahren, wie das einheitslied des rgvedas 10.191 im folgenden sagt. es gilt als die höchste erfüllung der menschheit:

Zusammen lasst uns gehen
Zusammen lasst uns sprechen
Zusammen sollen einträchtig unsere Sinne sein,
wie die Götter vor Zeiten zusammen
einträchtig bei ihrem Opferanteil saßen.

Unser Geist ist eins
Unser Herz ist eins
Da ist nur ein Himmel über uns allen
Einig sei euer tun, einig eure Herzen,
Einig soll euer Sinn sein,
auf dass euch schönes Zusammenhalten sei !

sanskrit:
Om sam gachadhvam
Sam vadadhvam
Sam vo manansi janatham
Deva bhagam yatha purve
Samjanana upasate

Samano mantrah samitih samani
Samanam manah saha cittam eshám
Samanam mantram abhi mantraye vah
Samanena vo havisha juhomi
Samani va akutik samana
Kridayani vah
Samanam astu vo mano
Yata vah susahasati

 

 

2. oktober 2006

indien, indien.....als ich zum ersten mal nachts in delhi ankam, war nur ein einziger arbeiter nach längerer zeit auffindbar, der das gepäck aus dem flugzeug auf das band bringen konnte. mit großer verspätung kam ich in die vorhalle, wo ich mit einem mir bisher nur von weitem bekannten älteren herrn zwei stunden früher verabredet war. eine riesige menschenmenge unter einer warm triefenden dunsthaube, die man nicht als geruchsneutral bezeichnen konnte, verschlug mir den atem.  wo sollte ich hier meinen weißhaarigen abholer finden? nichts wissend trat ich mitten in die dichte menschenmenge, stellte meinen koffer und mein handgepäck ab, spürte meine hände, und den fremden, durchdringenden geruch in meinen lungen, und sagte: "jetzt bin ich da und so steh ich hier mit meinen füßen." in diesem augenblick stand wie aus dem erdboden gestampft ein großer junger mann vor mir mit einem weißen karton, etwas größer als dinA3. er deutete auf den karton und auf mich. auf dem karton stand  mit dem computer geschrieben  fein und deutlich BEATRICE GRIMM. ich schaute auf den karton, dann wieder zu dem mann, dachte, jetzt fängt der zauber schon an, kniff meinen arm, um festzustellen ob ich träumte, und sagte mit einer mir fremden stimme zu ihm: "ja das ist mein name." er stellte sich als der sohn des mannes vor, mit dem ich verabredet war. wie er mich jedoch in der menschenmenge gefunden hatte, - es kamen hunderte von europäern, auch viele frauen etwa in meinem alter zur selben zeit in delhi an - wusste er selber nicht. ab diesem augenblick  war ich voll vertrauen, was auch immer auf dieser reise geschehen würde, es konnte nur gut und richtig sein. tatsächlich stellte ich fest, dass immer wenn ich unbedingt etwas wollte, nichts funktionierte. wenn jedoch ein gedankenimpuls da war, den ich alsbald auch wieder losliess, war  synchron dazu alles da, was ich wirklich brauchte.

eigentlich ist es immer so, nur dass es nach meinem empfinden in indien deutlicher wahrnehmbar ist als zum beispiel in deutschland. um mehr in diesem fluss des geschehenlassens gleichzeitig mit vielen anderen menschen zu sein, nahm ich mir vor mindestens einmal im jahr nach indien zu fahren. seit meinem letzten aufenthalt in diesem land der religiosität und der gegensätze sind leider schon wieder ein paar jahre vergangen.

 

 

01.10.06

"der moderne materialismus beraubt die menschen der notwendigkeit eines verantwortungsgefühls! auch religion tut das oft. aber ich glaube, wenn man quantenmechanik ernst nimmt, erlegt sie einem die verantwortung voll auf, und sie liefert auch keine eindeutigen und tröstlichen antworten. sie sagt: 'ja die welt ist ein riesiger ort voller geheimnisse.' mechanismus ist nicht die antwort, aber ich verrate dir die antwort nicht. weil du alt genug bist,selbst zu entscheiden." Dr. Jeffrey Satinover, M.D., M.S. in dem film "what the bleep do we know!?"  www.bleep.de

was wir erfahren können und was uns die wissenschaft heute sagt: ich bin meine atome, ich bin meine zellen, ich bin mein organismus und ich bin auch deine atome.
"das ist alles wahr. es gibt ganz einfach verschiedene ebenen der wahrheit. die tiefste ebene, die von wissenschaft und philosophie (bis jetzt) entdeckt wurde, ist die fundamentale wahrheit der einheit. auf der tiefsten subnuklearen ebene unserer realität sind du und ich eins." john hagelin, Ph.D.

aus dieser erfahrung sind wir verantwortlich für das was um uns geschieht, denn wir sind das. manchmal ist es wichtig einfach nur da zu sein in voller präsenz und manchmal ist es wichtig einzugreifen.
vielleicht im folgenden. entscheiden sie selbst:

es liegt im interesse einer sozial und ökologisch verantwortlichen wirtschaft, sich dort klar abzugrenzen, wo individueller eigennutz zulasten des gesamtwohls geht.
In diesem sinne bitte ichdarum, einen kurzen moment die zeit zu nehmen den fall paraquat anhand der dokumentation der erklärung von bern zu studieren. www.paraquat.ch  

DAS PFLANZENGIFT DES SCHWEIZER KONZERNS SYNGENTA VERGIFTET JEDES JAHR ZEHNTAUSENDE VON MENSCHEN. PARAQUAT ist das weltweit umstrittenste Pflanzengift. In der Schweiz ist dieses Gift wegen seiner Gefährlichkeit seit 1990 nicht mehr zugelassen. Doch in den meisten Entwicklungsländern wird PARAQUAT je länger, je mehr von Plantagenarbeiterinnen und Kleinbauern zur Vernichtung von Unkraut verspritzt.

 

 

30. september 2006

wir leben in einer welt der geheimnisse, der wunder und der schönheit. aber die meisten von uns haben selten teil an dieser wirklichen welt und sind sich eher einer anderen welt bewusst, die vor allem aus streit, leiden und sinnlosigkeit besteht. das liegt vor allem daran, dass wir unser volles menschliches potential nicht verwirklichen und leben. dieses potential kann durch die verwirkllichung und entwicklung der menschlichen essenz aktualisiert werden. die menschliche essenz ist der teil von uns, der angeboren und wirklich ist und an dieser wirklichen welt teilhaben kann.
a.h.almaas/essentielles sein/die bedeutung des lebens/2000 freiamt/ www.arbor-verlag.de

 

 

29. september 2006

ich bin tänzerin und tanz
ich bin stimme und gesang
ich bin gefäß und das frische wasser darin
und mit meinen augen schaust du mich an.
all das sind wir
und ich umarme diese welt genau so wie sie ist,
denn das bin ich.

 

 

22. september 2006

wunderbare dämmerung.
der mond, die mondin ist uns heute fern um 13.45 unsichtbar. um 13.40 eine ringförmige sonnenfinsternis, nur auf der südhalbkugel zu beobachten. jedoch ist die wirkung auch bei uns spürbar.

tag- und nachtgleiche. nacht und tag halten sich die waage. jetzt ist es zeit sich ins gleichgewicht zu bringen, kräfte zu sammeln für die kalte jahreszeit, für die langen nächte, für dunkle nächte. noch zirpen die grillen und die septemberzeit steht still. altweibersommer. die spinnerinnen zeigen sich von ihrer schönsten seite. andere wesen auch. zum beispiel eine zauberhafte riesengroße grüntransparente heuschrecke plötzlich auf meinem balkon. es fehlt ihr ein sprungbein, kraxelt über fuss und bein an mir hoch, klettert bis in mein gesicht und haar. sie scheint besonders gut schweizerdeutsch zu verstehen und lässt sich nieder auf meiner hand. freundliches gesicht eines  pferdchens mit hellglitzernden augen. im licht silberglänzende flügel. sie ist umgeben von einem rosaroten hauch, die komplementäre farbe zu genau diesem grün.

genau dieses grün, ein wunder.

im advent erscheint bei wege der mystik nach "es gibt keinen tod" ein hörbuch von willigis jäger über die liebe. wir haben letzte woche nach einer passenden farbe für die hülle gesucht. welche farbe hat die liebe? wir fanden ein bestimmtes glänzendes grün. jetzt kommt aus heiterem himmel dieses pferdchen - kann es fliegen? - und bringt die farbe der liebe vom bildschirm auf meine hand.  ein wunder.

 

 

20. september 2006

siebzehn stunden unterwegs sein, durch nebel, wie durch ein chinesisches bild. im chinesischen bild ist plötzlich sichtbar das boot, oder eine brücke und das heimatliche haus.
hier und nachts anzukommen in der kleinen "heimatlichen" stadt, plötzlich sichtbar in aller schärfe im bahnhof zwei kräftige jüngere männer durchsuchen von oben nach unten und von aussen nach innen einen hilflosen afrikanischen mann. welcher empfang in der "fremden" stadt. unfreundlich, wie ein verbrecher behandelt zu werden. er fasst es nicht. ich fass es nicht. verzweifelt geht er auf und ab. sein ärmlicher koffer wird am boden geschleift, fast aufgerissen, durchwühlt. wie im nebel gehen alle, die zu später stunde jetzt noch ankommen schnell vorbei. ich bleibe stehn. es kann nicht sein. es darf so nicht sein. sie finden zusammengefaltete kleidungsstücke. in anwesenheit eines zeugen schließen die kräftigen jungen männer, wie mir scheint, jetzt sorgfältiger wieder den reißverschluss. was sie gesucht, haben sie nicht gefunden. hatten sie gehofft, dass wie im kino ihnen der große coup gelingt einen koffer voll heroin zu entdecken? sieht so ein dealer aus? auch langhaarige menschen werden hier in dieser stadt immer wieder angehalten und bis in die autoreifen nach drogen durchsucht. dass drogenhändler vermutlich mit schlips und kragen reisen, scheint hier noch nicht angekommen zu sein. hätten sie sich getraut einen fein gekleideten herrn in dieser art und weise in offener behnhofhalle so auseinander zu nehmen?
junger, schwarzer mann, du hast recht, hier ist deine heimat nicht. und hier ist meine heimat nicht.
an einer stelle schreibt hilde domin:

Lass uns landeinwärts gehn,
wo die kleinen Kräuter die Erde verankern.
Ich will einen festen Boden,
grün, aus Wurzeln geknotet
wie eine Matte.
Zersäge den Baum,
nimm Steine
und bau mir ein Haus.

Ein kleines Haus
mit einer weißen Wand
für die Abendsonne
und einen Brunnen für den Mond
zum Spiegeln,
damit er sich nicht,
wie auf dem Meere,
verliert.
Ein Haus neben einem Apfelbaum
oder einem Ölbaum,
an dem der Wind
vorbeigeht
wie ein Jäger, dessen Jagd
uns
nicht gilt.

ja ganz gewiss, dieses gedicht ist heilsam. und doch: gibt es einen ort wo heimat nicht ist? auch da am bahnhof des nachts in aller brutalität.

 

 

 

12. september 2006

wir empfangen die wahrheit nicht, wir müssen sie für uns selbst entdecken nach einer reise durch die wildnis, die niemand an unserer statt antreten, die niemand uns ersparen kann, denn unsere weisheit ist der standpunkt, von dem aus wir schließlich die welt betrachten. marcel proust

 

 

 

11. september 2006

9/11 ist zu einem markenzeichen geworden. wer erinnert sich nicht, wie sie den 11. september 2001 erlebt hat? wie ich zum ersten mal im vorbeigehen dieses "sensationelle" bild sah, wie ein flugzeug in den turm des welthandelszentrum stürzte, war ich der festen überzeugung, dass es sich um science fiction handelt und ich wunderte mich nur, dass dieses bild immer wieder gezeigt wurde.

alle sieben sekunden stirbt irgendwo auf der welt ein kind unter zehn jahren an hunger. 826 millionen menschen sind permanent schwer unterernährt. sie sind opfer einer weltordnung, deren gesetze nur noch dem grenzenlosen profit verpflichtet sind. (jean ziegler)

einen spirituellen weg gehen, heißt bewusstsein entwickeln, erfahren, dass wir von nichts getrennt sind. dies beinhaltet tiefes mitgefühl. jede und jeder traegt verantwortung für das was geschieht auf unserem planeten.

 

 

 

8. september 2006

dass die vögel des kummers und der sorge über dein haupt fliegen, kannst du nicht ändern. aber dass sie nester in deinem haar bauen, das kannst du verhindern.  aus china
kommentar von willigis jäger: "sehr gut, aber bei mir können sie nicht mehr soviel bauen, da fehlt mir das nötige haar."

es ist natürlich vor allem im übertragenen sinn zu verstehen. mit den vögeln meinen die meister die gedanken, und die nester in den haaren sind unsere ganzen gedankenkonstrukte und konzepte in unseren köpfen.

 

 

 

donnerstag, 7. september 2006

der mond scheint der erde so nah, dass hier des nachts der himmel in grossem kreis silbergolden ins hell türkis verlaufend bis zum indigo leuchtet. in diesem licht erscheinen landschaft, häuser, mensch und tier. grillen zirpen ohne unterlass, mediterrane nächte mitten in deutschen landen.
heute ist vollmond um 20.42 uhr. etwa neun  minuten später ist eine partielle mondfinsternis bei uns zu beobachten.
die der sonne zugewandte seite steht als vollmond, als helle kreisrunde scheibe am himmel. von der sonne aus gesehen, befindet sich der mond hinter der erde. eine mondfinsternis entsteht dadurch, dass der mond auf seiner bahn in den schatten der erde tritt. die erde wirft durch den schein der sonne einen kernschatten und einen halbschatten millionen von kilometer ins weltall. wenn der mond ganz im kernschatten der erde steht, sehen wir eine totale mondfinsternis. wenn der mond in ihrem halbschatten ist, können wir, wie heute abend, eine partielle mondfinsternis wahrnehmen.

genau so wie das kommen und gehen des mondes bei ebbe und flut sichtbar eine wirkung hat, können wir die mondphasen, manchmal auch sichtbar in uns wahrnehmen. bei vollmond spüren viele eine besondere kraft. der umbruch des vollmondes  in die abnehmende phase ist meist viel stärker wahrnehmbar als die phase des neumonds zum zunehmenden mond.

der mensch kann nicht tausend tage dieselbe gute zeit haben, sowie die blume nicht hundert tage blühen kann, sagt man in china. wir haben mitzugehen mit unserem kommen und gehen. wir brauchen nicht immer fit sein, wie wir mit der fitness-werbung schon fast terrorisiert werden. zu den bergen gehören die täler und auf den zunehmenden mond folgt der abnehmende. dieser eignet sich gut zum loslassen. da entfernt sich der schmutz leichter, der äußere und der innere.

viele menschen können bei vollmond nicht schlafen. wie wäre es heute mit einer nachtwanderung? übrigens unsere großmütter haben bei vollmond die weiße wäsche zum bleichen aufs gras gelegt. frauen waschen ihre kristalle am fluss und legen sie in den vollmondschein, um sie wieder "aufzuladen".

als nasrudin zum brunnen ging, sah er daselbst den vollmond. "bei allah der mond ist in den brunnen gefallen." er holte eine leiter, um ihn wieder herauszuholen. als er sich nun auf der leiter bemühte den mond aus dem brunnen zu fischen, verlor er das gleichgewicht und fiel rückwärts auf die erde. am boden liegend, rieb er sich alle knochen und schaute zum himmel. "oh tut das weh, aber es hat sich gelohnt. der mond steht wieder am himmel, wo er hingehört."

 

 

 

06.09.06

noch eine geschichte von nasrudin:

"durch gesetze werden die menschen nicht besser", sagte nasrudin zum sultan. "um im einklang mit der inneren wahrheit zu sein, müssen bestimmte dinge in die praxis umgesetzt werden. die innere wahrheit ist nicht vergleichbar mit oberflächlicher wahrheit."
der sultan jedoch liess auf der brücke, die zum stadttor führte einen galgen errichten, um alle menschen, die in die stadt kamen zu prüfen. es wurde bekanntgegeben, dass jedermann befragt wird. nur wer die wahrheit spricht, darf die stadt betreten, lügner werden gehängt.
nasrudin kam als erster auf die brücke.
"wo gehst du hin?"
"auf dem weg", antwortete nasrudin gelassen, "gehängt zu werden."
"das ist nicht wahr!"
"gut, wenn ich lüge, müsst ihr mich hängen."
"wenn wir dich hängen, weil du gelogen hast, haben wir deine aussage in wahrheit verwandelt!"
"genau: jetzt wisst ihr, was wahrheit ist - eure Wahrheit."

es gibt unzählige literatur über nasrudin. diese geschichte habe ich gelesen in: also sprach mulla nasrudin, herausgeber: ron fischer, knaur 1993, ISBN 3-426-86033-3

 

 

5. september

wunderbare dämmerung, wunderschöne zeit bevor der ganze trubel, das ganze gewusel losgeht.
natürlich ist diese zeit nicht jedermanns sache.

von nasrudin, dem till eulenspiegel des orients, dem narr der sufis, wird folgende geschichte erzählt: sein vater sagte einst zu ihm: "achte immer darauf, morgens früh aufzustehn." "warum vater?"  "das ist ein segensreicher brauch, stell dir nur vor mein sohn, eines morgens fand ich in der früh einen sack voll gold." "und woher wusstest du, dass er nicht schon am tage zuvor verlorengegangen war?" "ich konnte erkennen, dass er noch nicht so lange da stand."  "dann sind frühaufsteher nicht immer so gut dran. der mann, der seinen sack mit gold verloren hat, muss noch früher aufgestanden sein als du."

 

 

4. september 2006

wunderschöne dämmerung, jetzt nur für dich, der du sie wahrnimmst. jetzt licht am horizont, leichter wind im baum, still ist es noch im haus, von weitem das geräusch einer autobahn

zünde ein licht an jetzt für alle die im dunkeln sind, die auf der flucht sind jetzt für die, die in ihre dörfer zurückkommen, nur in ein trümmerfeld, jetzt. nimm sie mit in deine meditation,

auf deinem eigenen weg in die tiefe lass sie und alles los. geh so tief du kannst, sei einfach da, präsent. denn nur was du zutiefst bist, wirkt. jetzt bist du allein und gleichzeitig bist du nicht allein. tausende kontemplieren/meditieren jetzt beim aufgang dieses tages in diesem moment. ein großes netz ist da und wir, die einzelnen maschen tragen es. jetzt.

wunderschöne dämmerung. diese weite nur für dich, die du sie schaust. schmecke diesen moment, schmecke diesen raum jetzt.

 

 

 

freitag, den 1. september 2006

gerade jetzt
in diesem moment
liebe ich dich.

unsere seelen schimmern
im ersten septemberlicht
an diesem morgen,
berühren sich
verschmelzen.

dieser moment
ist vergangen
schimmernd.

nach A. Long

 

 

31. august 2006

wenn wir fliegen in einem glasgefäß einsperren und nach drei tagen den deckel wegnehmen, fliegen sie nicht mehr heraus. sie erkennen das gefäß als die ganze welt, als das universum. nur ab und zu eine pionierfliege findet den weg aus dem glas. was wir heute brauchen, sind pionierfliegen!

guten morgen pionierfliegen!

 

 

mittwoch 30. august

mercoledi auf italienisch, mercredi auf französisch. in diesen worten erfahren wir noch wer hinter der mitte der woche steht: merkur. im griechischen hermes. er ist götterbote und grenzgänger, stets unterwegs zwischen den welten. im orphischen hymnos heißt es, dass er als bote des zeus scharfsinnig, schillernd von list, den menschen ein freund in der not ist. von ihm können wir uns inspirieren lassen in kontakt zu sein zwischen den welten. das heißt zwischen der eigenen welt zutiefst in uns und gleichzeitig offen sein mit dem was uns begegnet und vor allem in kontakt zu kommen mit anderen menschen. wenn nicht jetzt heute, wann denn sonst?

die medien verkünden heute, dass 2,5 millionen kinder in deutschland an der unteren armutsgrenze auf sozialhilfeniveau leben. schon vor längerer zeit hatte die unesco verkündet, dass deutschland von den industrienationen mit der kinderarmut an erster stelle steht. in berlin ist jedes dritte kind betroffen.

das berührt, das betrifft uns. was kann von uns von jeder und jedem einzelnen geschehen? wir können patenschaften übernehmen. kinderprojekte unterstützen. zuallererst können wir bei uns selber anfangen. wie merkur pfiffig sein, kontakt aufnehmen mit kindern. kinder tun gut, kinder sind lebendig, sie wollen leben, sie leben und lieben und sie lieben so unsagbar und wollen geliebt werden. von ihrer liebe können wir uns alle ein stück abschneiden.

in asiatischen ländern haben wir ein völlig anderes straßenbild als hier. da strotzt die jugend und es wuselt von kindern. bei uns gehören kinder zur bedrohten art. wir haben diese wenigen kinder, die es hier gibt wirklich zu sehen. und wenn wir uns dann selber im spiegel anschauen, kann uns klar werden wie wichtig kinder sind, wie wichtig kinder sind im leben eines jeden erwachsenen.

 

 

dienstag, den 29. august

nach einem sonnentag und einem mondtag kommt der diensttag. auf französisch mardi oder auf italienisch martedi. ein marstag, wo uns die arbeit vielleicht leichter von der hand geht. in japan gibt es ein geflügeltes wort: "arbeit, die fertig ist, lacht". bertolt brecht hat mal gesagt: "ich rate, lieber mehr zu können, als man macht, als mehr zu machen, als man kann." aus dem chinesischen kennen wir: "wu wei" nicht tun. priorität in unserem leben hat nicht die leistung, nicht unser tun, sondern unser sein. aus unserem sein, sind wir zeuge dieses augenblicks und packen ihn beim schopf. ich sage: "wir geben so viel wie wir können, aber nicht mehr als wir haben". wir passen den schuh dem fuß an und nicht umgekehrt. und wieviel haben wir? das sagt uns nicht unser verstand. das sagt uns unser körper. wir können sehr wohl spüren, wenn es zuviel ist. es geht darum zu lernen zu spüren wie es sich anfühlt bevor es zu viel ist. in diesem sinne einen fruchtbaren marstag!

 

 

 

28. august 2006

wenn du müde geworden bist vom laufen nach den sternen,
um den menschen in der nacht etwas licht zu bringen,
dann setz dich in der stille nieder und lausche auf die quelle.

wenn du tief genug vordringst zum kern der dinge,
dann bekommst du augen, um unsichtbare dinge zu sehen,
und ohren, um unhörbare dinge zu hören.

(phil bosmans)

 

 

 

 

 

22. august 2006

zwischen himmel und erde
in der mitte der welt
der tanz
         bernhard wosien

 

 

21. august  2006

Vom 20.10. - 22.10.2006 beginnt am Benediktushof eine neue Einführung in die 15 Ausdrucksformen des Taiji Qigong mit Beatrice Grimm. Dieser Kurs ist teil der Grundausbildung und gleichzeitig gibt er allen die Möglichkeit einfach mal Qigong  Yangsheng kennenzulernen.

Kursinhalt
In dieser Methode sind die Prinzipien des Qigong Yangsheng besonders leicht und klar erkennbar. Es handelt sich um eine ausgewogene Bewegungsabfolge von 15 fließend miteinander verbundenen Formen. Bilder aus der Natur, aus dem Tierreich und aus der Welt der Symbole unterstützen die Vorstellungskraft. Die 15 Ausdrucksformen lassen sich leicht an unterschiedliche Konstitutionen anpassen.

20. - 22.10.2006
F1, Teil 1, Einführung. Hier werden vor allem die ersten sieben Formen erläutert und  eingeübt mit Beatrice Grimm.

08. -10.12.2006
F2, Teil 2, Einführung. Hier werden vor allem die Formen 8 - 15 erläutert und eingeübt mit dem Arzt Dr. Klaus Wersche.

15. -18.02.07
F3, Wiederholung mit Beatrice Grimm.

Nach diesen drei Kursen ist es gut möglich die 15 Ausdrucksformen für sich selbständig weiterzuüben.
nähere information: qigong oder www.qigong-yangsheng.de
anmeldung direkt: info@qigong-yangsheng.de

 

 

20. august 2006

heute vor einem jahr ist mein vater heinz grimm in die unendlichkeit gegangen.
wenn du bei nacht den himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten die sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache.
antoine de saint-exupery

 

 

19. august 2006

freue dich des lebens,
es ist schon später,
als du denkst.
aus china

 

 

18. august 2006

auch wenn es nichts zu lachen gibt......

"jeder tag ohne lachen ist ein verlorener tag", sagt der indische arzt dr. madan kataria, der begründer der weltweiten lachbewegung. längst wissen wir, dass lachen gesund ist und unser immunsystem stärkt.  in meiner arbeit schätze ich das authentische, das echte. darauf angesprochen , erzählte madan kataria, den ich kürzlich in der schweiz traf, dass forschungen ergeben hätten, dass auch beim unechten lachen die gleichen gesundheitsunter-stützenden botenstoffe im körper ausgeschüttet werden wie beim echten lachen.
natürlich macht das echte lachen viel mehr freude. jedoch  kann ein zuerst unechtes ha ha ha plötzlich zum echten gelächter werden,,,,,,,,,,,,,,haben sie heute schon gelacht? versuchen sie es. auch lachen ist übungssache. wir haben die schlechte gewohnheit nicht genug zu lachen. kinder können 300 bis 400 mal am tag lachen, mit dem erwachsenwerden verringert sich das lachen auf durchschnittlich 15 mal am tag. einer studie des deutschen psychologen dr. michael titze zufolge "haben die menschen in den 50er jahren 18 minuten am tag gelacht. heute lachen wir nicht mehr als sechs minuten am tag, obwohl der lebensstandard enorm gestiegen ist".

wie wärs wenn sie jetzt auch hier in diesem augenblick fünf minuten lachen? natürlich ist es gemeinsam viel leichter zu lachen, vor allem wenn wir den lachenden in die augen schauen. allein ist es schwieriger. aber mit der zeit geht es echt immer besser........... 

also ich lach jetzt schon drei minuten. wie lange lachen sie schon? bitte mindestens fünf minuten!

www.laughteryoga.com   das buch von dr. madan kataria gibt es auch auf deutsch. es ist im vianova verlag erschienen "lachen ohne grund" ISBN 3-928632-93-0

 

 

 

17. august 2006

die leichtigkeit des seins
14. - 17. september 2006
villa unspunnen, wilderswil/ berner oberland

in diesem seminar gemeinsam mit annette kaiser gibt es noch freie  plätze.

tanze, lalla, gehüllt in nichts als luft.
singe, lalla, mit dem himmel als kleid.

sieh wie er leuchtet, dieser tag.
welches gewand denn könnte so schön sein,
welches heiliger?

lalla, kaschmir, indische mystikerin, 1320-1392

mehr information hier

 

maria himmelfahrt 2006

wie der februar  ist auch der august ein ausgesprochener frauenmonat. in diesen beiden monaten kommt das wissen der frauen um ihre macht und weisheit zum tragen. gerade heute brauchen wir den weiblichen aspekt gottes in uns, durch uns und um uns mehr denn je.

am 8. august ist frauentag in nepal. die frauen arbeiten an diesem tag nicht und feiern sich als göttinnen.

am 13. august zogen die frauen roms mit fackeln zu den tempeln von diana und hekate. diana als göttin des waldes, der bergregionen und eigentlich seele der natur, war schutzpatronin für die jungen. hekate wird jeweils mit zwei fackeln abgebildet. eine zeigt zum himmel, die andere zur erde: wie unten so oben, vorher wie nachher. sie war zuständig für wegkreuzungen und für die seelen, die diese welt schon verlassen hatten oder kurz davor standen.

im alten ägypten  wurde am 15. august der geburtstag der göttin isis gefeiert. in den tempeln wurden an diesem tag viele lichter angezündet zu ehren ihrer lebensspendenden kräfte.

diese augustzeit war eine gute zeit für heilung.
es ist nicht verwunderlich, dass die christen maria himmelfahrt auf dieses datum festgelegt haben.
nach einer legende sollen die apostel nach marias tod ein leeres grab mit blumen und kräutern vorgefunden haben.

seit jeher sammelten die frauen am 15. august kräuter um sie dann jeweils  segnen und heute noch in der kirche  segnen zu lassen.
es wird von sieben und von neun oder von sieben mal sieben kräutern gesprochen. um die königskerze in der mitte wurden schafgarbe, johanniskraut, beifuß, salbei, kamille, dost, gemeiner kümmel, auch ähren und andere kräuter aus flur und garten mit einem blauen garn zusammengebunden. dieser kräuterstrauß wurde beim herrgottswinkel aufgehängt und schützte die ganze familie über den winter.

 

 

14. august 2006

imagine there's no heaven. It's easy if you try.
no hell below us. above us only sky.
imagine all the people living for today.

aha, you may say I'm a dreamer,
but i'm not the only one
i hope some day you'll join us.
and the world will be as one.

imagine there's no countries, it isn't hard to do.
nothing to kill and die for, and no religion too.
imagine all the people, living life in peace.

aha, you may say I'm a dreamer,
but i'm not the only one
i hope some day you'll join us.
and the world will be as one.

imagine no possessions, i wonder if you can.
no need for greed or hunger, a brotherhood of man.
imagine all the people, sharing all the world.

aha, you may say I'm a dreamer,
but i'm not the only one
i hope some day you'll join us.
and the world will be as one.
john lennon

 

 

 

7. august  2006

wir sind der spiegel und auch das gesicht darin.
wir sind das schmecken und der geschmack
in dieser minute aus ewigkeit.
wir sind der schmerz
und was den schmerz heilt.
wir sind das süße und kühle wasser
und der krug der es ausgießt.
Rumi

 

 

 

6. august 2006

das groesste geschenk, das ich von jemandem empfangen kann, ist gesehen, gehoert, verstanden und beruehrt zu werden.
das groesste geschenk, das ich geben kann, ist den anderen zu sehen, zu hoeren, zu verstehen und zu beruehren. wenn dies geschieht, entsteht liebe.

nach virginia satir

 

 

 

4. august 2006

to the one who was my enemy

finally i was going to open the door -
there I found
the door was gone.

so i was going to walk through the hole in the wall -
there I found
the wall was gone.

so i was going to face you -
there i found
your face was gone,

and mine as well.
well, my friend,
and here we are.

a. long

 

 

 

3. august 2006

ich verwerfe im lande die kriege
lege auf die erde heilige liebe,
gieße frieden in die mitte des gefildes,
in deinem garten, unter dem granatapfelbaum
lass uns heilige hochzeit feiern!

anton jirku/kanaanäische mythen und epen aus ras schamrah-ugarit" aus dem buch von gerda weiler, ich verwerfe im lande die kriege-das verborgene matriarchat im alten testament, frauenoffensive, münchen 1983

 

 

1. august 2006

aus einem e-mail von sabine lichtenfels und dieter duhm, tamera

An alle FriedensarbeiterInnen,

Begib dich nicht auf die Ebene mit deinem scheinbaren Feind. Es ist die Ebene der Gegensätze: gut gegen Böse, Aufgang gegen Untergang, Friede gegen Gewalt. Begib dich auf die Ebene, wo alle Gegensätze sich aufheben. (...) Entziehe deinem Gegner die Projektionsfläche, indem du alles, was du auf ihn projizierst, zu dir zurückholst.

(aus Quelle der Liebe und des Friedens, Verhalten gegenüber dem scheinbaren Feind)

Sind wir dieser radikalen Schau im Angesicht des Krieges gewachsen? Verstehen wir den Tiefgang, im Kleinen wie im Großen? Früher oder später werden wir alle einsehen müssen, dass Krieg keine Lösung ist.

Als Krafttext versende ich dieses Mal die gekürzte Fassung unserer neuen Stellungnahme zu den Kriegsereignissen. Man kann sie ganz nachlesen unter: http://www.igf-online.org/?=435

Wir denken an unsere Freunde in Israel und Palästina und an die Menschen im Libanon. Sie schreiben uns erschütternde Briefe. Es ist schwer zu ertragen, täglich das Sterben und Morden mitanzusehen. Dafür gibt es keinen Trost und keine Beschwichtigung. Wie sehr in der Seele etwas ringt, um die Zusammenhänge zu verstehen und den Ausweg zu sehen! Wie lange schon, wie viele Leben schon mußten wir Zeuge dieser fürchterlichen Vorgänge sein! Wir, die wir international beteiligt sind, müssen uns immer drängender fragen: Was ist jetzt zu tun? Haben wir eine Antwort?

Es gibt nur eine Antwort auf dieses weltweite Unrecht, das sich im Moment in Nahost entlädt: Verlaßt diese Lebenszusammenhänge, verlaßt die Feindbilder, helft mit, eine andere Welt zu errichten. Diese Entscheidung ist von uns allen verlangt, wenn wir überwechseln wollen von einem Zeitalter des Kriegs in ein Zeitalter des Friedens.

Wir alle leben in einem weltweiten Vorgang der Transformation, wir alle müssen unser Leben auf neue Grundlagen stellen. Die ganze Lösung unserer derzeitigen politischen und individuellen Probleme liegt auf einer neuen Ebene, auf der die alten Abgrenzungen und Feindschaften nicht mehr existieren. Wir danken allen, die in der gegenwärtigen Kriegssituation die Kraft aufbringen, nicht mit Haß zu reagieren und somit die große Versöhnung vorzubereiten.

Die Menschheitsgeschichte war nicht nur eine Kriegsgeschichte, sie war von Anfang an auch eine Geschichte der Liebe, der Offenbarung und der Verheißung. Hinter allen Verzerrungen wirken immer noch die ewigen Ursprünge, die mit dem Wort Heiliges Land verbunden waren. Israel und Ismael sollten nicht für immer getrennt bleiben. Die ursprüngliche Kibbuzbewegung setzte, vor ihrer Militarisierung, ein Feld der Humanität, an das wir heute anknüpfen können. Spätere Kibbuzim und Friedensdörfer wie Haduf oder Neve Shalom und andere nahmen den Impuls auf und arbeiteten weiter an einem neuen Feld des Friedens. Gleichzeitig fanden an anderen Stellen der Erde Neugründungen statt, die sich auf die hinter allen Turbulenzen liegende Heilige Matrix beziehen. Eine davon ist Tamera in Portugal. Wir stehen, trotz unserer sozialen und geistigen Erneuerungen, auf altem historischen und spirituellen Grund. Es ist, als wäre ein geistiger Strom zu uns nach Europa gekommen, um eine Arbeit zu verrichten, die jetzt nach Israel/Palästina zurückgebracht werden kann. Denn wir gehören alle zusammen, wir sind alle ein Teil des einen großen Organismus, der sich jetzt ganz und heil auf der Erde ausbreiten möchte.

In Israel und Palästina bildet sich seit langem eine neue Friedensbewegung. (Auch wenn gegenwärtig eine gewisse Resignation eingezogen ist.) Trotz schwerer Sanktionen verweigert eine wachsende Anzahl von Soldaten den Wehrdienst oder widersetzt sich den mörderischen Befehlen in den besetzten Gebieten. Vor einigen Tagen gab es in Tel Aviv eine Demonstration gegen den Krieg. In den Nachrichten kam kein Wort darüber.

Evi Guggenheim, Mitbegründerin des israelisch-arabischen Friedensdorfes Neve Shalom/Wahat al Salam, hat uns folgenden Brief geschickt: Wir hoffen alle, daß dieser Alptraum schnell vorbei ist. Es wird mit der Zeit für mich immer schwieriger, diese Gewalt, gegen die sich in mir drinnen jede Faser sträubt, zu ertragen. Es ist Kriegsatmosphäre, man bekommt sie in jeder Ecke ständig mit. Wir hören die Flugzeuge in Richtung Libanon über unseren Köpfen vorbeifliegen. Und ich verstehe nicht, wie dieser junge Pilot dort oben es fertig bringt, zu bombardieren. Auf Knöpfe drücken, so einfach ist das, und so schrecklich. Wie können wir nur die auf die Knöpfe Drückenden von allen Seiten dazu bringen, nicht mehr auf die Knöpfe zu drücken?

Und gleichzeitig ist es auf unserem Balkon, wo wir gestern mit einem Freund aus Österreich zu Abend gegessen haben, so friedlich... Unsere Kinder kommen gerade, von ihren Freunden begleitet, vom Jugendclub heim. Eine fröhliche Schar von Kindern, die bunt durcheinander sprechen, einmal auf hebräisch, einmal auf arabisch...

Hinter allem Leid sehen wir in Israel und Palästina menschliche Vorgänge, welche das Thema Frieden auf neue Weise in unseren Herzen verankern. Auf beiden Seiten gibt es Frauen und Männer, die keinen Haß mehr predigen und keine Rache mehr fühlen, weil sie zu viel gelitten haben. Es gibt FriedensarbeiterInnen, die am eigenen Leib das Leid ihrer vermeintlichen Feinde verstanden haben für immer.

Ein Mensch ist ein Mensch ist ein Mensch, ein Geschöpf Gottes und der Welt, er gehört keiner Nation, keiner Regierung und keinem System. Solange diese Anhaftungen bestehen, wird es Konflikte geben. Wir leben heute ganz real im Zeitalter der Globalisierung, darin liegt auch ein Element der Befreiung. Neben der Globalisierung der Gewalt entsteht die Globalisierung des Friedens im Sinne einer neuen, weltweiten Solidarität und Zusammengehörigkeit. Unter dem Druck des Entsetzens entfaltet sich machtvoll der Keim einer neuen planetarischen Kraft. Wir sind nicht mehr Kinder eines Staates, wir sind Kinder der Welt, des Lebens, der Liebe und der Gemeinschaft mit allen Mitgeschöpfen. Nicht Machtgelüste und Kanonen haben uns hervorgebracht, sondern die Liebe zwischen einem Mann und einer Frau. Warum weiterhin in Systemen leben, die solches Unrecht begehen? Warum nicht voll und ganz mithelfen bei der Arbeit, all diese Systeme zu überwinden?

Unsere Identität ist planetarisch und nicht länger national.

 

 

31. juli 2006

Vor langer Zeit in einem fremden Land, weit weg von hier herrschte eine große Trockenheit. Manchmal zog am Horizont eine Wolke auf, die etwas später von der Sonne gleich wieder aufgesogen wurde. In einem Dorf trocknete der Fluss aus und das Wasser im Brunnen versiegte. Bevor die Menschen nun daran gingen ihr Vieh zu schlachten, beschlossen sie den Regenmacher aus den Bergen zu holen. Er kam, schaute sich in dem Dorf um und sagte: Gebt mir eine Hütte am Rande des Dorfes und drei Tage Zeit. Ihr geht in Eure Häuser, verrichtet Eure Arbeit. Nach zwei Tagen regnete es. Voll Freude hüpften die Dorfbewohner in den Regen und liefen zu der Hütte des Regenmachers, trugen ihn auf Händen zum Dorfplatz und feierten ihn. Dann fragten sie ihn: Wie hast du das denn gemacht. Du hast ja nicht einmal drei Tage gebraucht bis es wieder regnete! Er antwortete: Ich kann gar keinen Regen machen. Aber als ich in euer Dorf kam, sah ich die Unordnung, da habe ich mich in Ordnung gebracht. Und als ich in Ordnung war, habt ihr euch in Ordnung gebracht, dann hat die Natur sich in Ordnung gebracht und als die Natur in Ordnung war, konnte es wieder regnen.

Hier geht es nicht um die Werbung für einen Regenmacher, für einen Guru, für jemanden der etwas für uns macht, sondern es geht darum, dass wir uns in Ordnung bringen.

www.holon.ch

 

 

26. juli 2006

dass ich dich oftmals liebe,
das hab ich von natur,
weil ich die liebe selber bin.
dass ich dich innig liebe,
hab ich von meiner sehnsucht,
weil ich ersehne,
dass man mich herzlich liebt.
dass ich dich lange liebe,
kommt von meiner ewigkeit,
weil ich ohn alles ende bin.

mechthild von magdeburg

 

 

24. juli 2006

ein kissen für deinen kopf

setz dich einfach hin.
lass alles.
ruh dich aus.

denn nichts ist anstrengender
als von gott, von der liebe, getrennt zu sein.

lass mich dir verschiedene gerichte bringen
und etwas,
das du gerne
trinkst.

meine sanften worte kannst du
wie ein kissen
unter deinen kopf
legen.

hafis
aus: die liebe erleuchtet den himmel,
benziger 2002, isbn 3-545-20247-X

 

 

20. juli 2006

nur wir selber machen uns unseren himmel oder unsere hölle. viele fragen: "ja wie sollen wir leben?" wir brauchen die liebe zum leben. die liebe ist das einzige das wirklich trägt. von lalla, der nordindischen mystikerin, aus dem 14. jahrhundert ist uns überliefert, dass "alles ins sein geborene bist du":

du bist der himmel und die erde,
du allein bist der tag und die frische der nacht.

du bist das essen, das aufgetragen wird,
bist sandalenriemen, blumen und gießwasser.

all das bist du.
ach, was nur kann ich dir darbringen!

 

 

19. juli

zurück aus dem labyrinth ins labyrinth des lebens. zwischen der schweiz und deutschland lastwagen hinter lastwagen hinter lastwagen in brütender hitze. die nachrichten aus dem nahen osten. all diesem wahnsinn trotzt die liebe und durchstrahlt alles. sie ist da und alles was ist, gehört dazu. heute morgen finde ich dieses gedicht von a. long:

to the one who was my enemy

finally i was going to open the door -
there I found
the door was gone.

so i was going to walk through the hole in the wall -
there I found
the wall was gone.

so i was going to face you -
there i found
your face was gone,

and mine as well.
well, my friend,
and here we are.

 

 

 

10.07.06

ob eine spur bleibt oder nicht...achtsam will den weg ich gehen

labyrinth

der gang ins labyrinth enthüllt das geheimnis von raum und zeit. eine unsichtbare wirklichkeit hinter den sichtbaren dingen leuchtet auf. die wirklichkeit des lebens leuchtet auf. die wirklichkeit der liebe leuchtet auf. wer das labyrinth bewusst durchschreitet, kann für kurze zeit im himmel sein. labyrinthzeit ist himmelszeit. um sie zu erfahren, müssen wir den weg nach innen gehen. den weg der achtsamkeit.
(inspiriert von einem text in uwe wolffs schönem und mit fotos von jürgen hohmuth bereicherndem buch: labyrinthe-pilgerwege der seele/2004 kreuz verlag stuttgart)

 

 

09.07.06

ich sing dir mein lied - in ihm klingt mein leben.
die töne, den klang hast du mir gegeben
von wachsen und werden, von himmel und erde,
du quelle des lebens. dir sing ich mein lied.

ich sing dir mein lied - in ihm klingt mein leben.
die tonart den takt hast du mir gegeben
von nähe die heil macht, wir können dich finden,
du wunder des lebens. dir sing ich mein lied.

ich sing dir mein lied - in ihm klingt mein leben.
die höhen und tiefen hast du mir gegeben.
du hältst uns zusammen trotz streit und verletzung,
du freundin des lebens. dir sing ich mein lied.

fritz baltruweit, barbara hustedt
aus: zusammen unterwegs 1995, tvd-verlag, düsseldorf

 

 

08.07.06.

wenn du aufhörst so ein theater um dich selbst zu machen, wirst du sehen, dass alles ganz einfach ist.  kodo sawaki

 

 

07.07.06

"viel kälte ist unter den menschen, weil wir nicht wagen uns so herzlich zu geben wie wir sind." albert schweitzer. es scheint als wagen es in diesen tagen mehr deutsche offen zu sein, so wie es ihnen ums herz ist. noch ist er da dieser sommer, diese wärme. wagen wir es jetzt.

 

 

5. juli 2006

als würde sie lachen, öffnet sich die sonnenblume heute früh der strahlenden sonne über den hügeln. ganz nah noch die geknickten deutschlandfahnen der jungen leute auf den stillen straßen dieser nacht. kommt mir doch der weise spruch meiner mutter in den sinn, den sie oft zu sagen pflegte als ich ein junges mädchen war, und der mich ganz schön auf die palme bringen konnte: "das bekommen hat seine zeit. das verlieren ist der lauf der dinge. wer es versteht, mit der ihm zugemessenen zeit zufrieden zu sein und sich zu fügen in den lauf der dinge, dem kann freude und leid nichts anhaben!."

 

 

4. juli 2006

ich bin das heimliche feuer in allem und alles duftet von mir . hildegard von bingen

 

 

montag, den 3. juli 2006

nicht nur im stadion und auf den straßen und fanmeilen wird die deutsche mannschaft unterstützt. auch hinter klostermauern. am wochenende hatte ich ein wunderbares gespräch mit einer 100 jährigen ordensfrau. sie unterrichtet  immer noch einmal in der woche gymnastik, und ist sehr  am alltäglichen geschehen in der welt interessiert. sie fand das elfmeterschießen zwischen deutschland und argentinien auch spannend. warum nur haben die freunde im stadion gepfiffen als der gast argentinien zum elfmeter schritt? sie sagte: "ich habe den argentiniern zum schluss noch mehr tore gewünscht, die haben doch gut gespielt." eine andere ältere Ordensfrau hatte nach dem die argentinier 1:0 in führung gegangen waren noch in der kirche etwas vorzubereiten und zündete eine kerze an für "die bub'n, dass sie auch noch ein tor schießen".

eine impfung gegen den neid ist die anerkennung alles wertvollen, unabhängig davon, wem es gehört.
Fernandez de la Mora

 

30. juni 2006

sonnenaufgang um 5.09 ein feuerball über schwarzrotgold. was wird die sonne heute bei ihrem untergang um 21.42 beleuchten? ein deutsches land im begeisterungstaumel und einen weinenden maradona oder ein deutsches land schweigend, in abgrundtiefer stille? jedenfalls können wir uns schon wieder freuen auf leere straßen und stille autobahnen vor und während diesem "endspiel". ein einmaliges endspiel wird es für die einen oder anderen wirklich sein. gleichzeitig ist es ein einmaliges anfangsspiel. denn was jetzt in diesem augenblick geschieht, war noch nie, ist brandneu. jeder moment unseres lebens ist der letzte moment und gleichzeitig der erste moment. spüren sie die maus unter ihrer hand? sowie ihre hand in diesem moment die maus hält, hat sie sie noch nie berührt, auch wenn sie diese schon tausend mal berührt haben. und so wie jetzt in diesem moment werden sie die maus nie mehr halten. es ist der allerletzte moment.

der mystiker kabir sagt: Zu welchem Ufer willst du gelangenmein Herz? Es gibt keinen Weg und niemand, der dir vorangeht. Was heißt schon Kommen und Gehen? An jenem Ufer kein Boot und kein Fährmann das Boot zu verankern. Da gibt es weder Himmel noch Erde, weder Zeit noch irgendein Ding, kein Ufer und keine Küste. Bedenke es wohl, mein Herz! Gehe nicht anderswohin.

ein unaufhaltsames kommen und gehen, das ist der tanz des lebens, und es zählt immer dieser eine augenblick. und wir haben gute tänzerInnen zu sein, denn jeder schritt in jedem augenblick zählt in diesem spiel.

 

 

29. juni 2006 peter und paul

heute früh öffnete sich im dunst eine pfirsichfarbene sonne - oder war es eher eine aprikose? -  bevor der regen kam. am kirschberg leuchtet es rot bis schwarz in den übriggebliebenen bäumen. noch ist juni, noch können wir von "nachbars kirschen naschen", die einen besonderen reiz haben. bei einem großen kirschbaum bleibt immer etwas für unsere gefiederten freunde übrig. seit zwei wochen ist die nachtigall verstummt und füttert ihren nachwuchs und seit ein paar tagen ist es still geworden um den kuckuck in meiner nachbarschaft. nicht so die amsel. gestern abend arbeitete ich am neuen hörbuch "es gibt keinen tod" von willigis jäger, und hörte mir öfters die selben stellen eines vortrags im lautsprecher bei offener balkontür an. da setzte sich die schwarze direkt vor mein fenster und jedes mal wenn willigis jäger einen satz zu ende gesprochen hatte und luft holte, antwortete sie in den  wunderschönsten tönen und hielt dann wieder inne um zu lauschen wie mir schien, um dann wiederum das gesagte sehr variationenreich zu besingen.

heute abend ist willigis jäger in 3sat bei der sendung DELTA zu hören und zu sehen. interview zum thema: "wie das gehirn gott erschuf - neurotheologie in der diskussion."

 

 

28. juni 2006

hummus bi tahina

hummus ist der arabische name für kichererbsen wie auch für die daraus hergestellten zahlreichen variationen von dips und pasten. sie werden sowohl von palästinensern wie israelis als auch von christen im nahen osten gern gegessen. dort sind kichererbsen ein grundnahrungsmittel und werden z.b. im libanon angebaut. die pflanzen sind klein, buschig und tragen schoten mit 2 - 3 samen. die schoten werden getrocknet und gedroschen, um die früchte herauszulösen. die getrockneten kichererbsen sind gelblich und knotig-herzförmig. ihre dicken faserreichen schalen müssen durch langes einweichen und kochen abgelöst werden: sie werden verwendet für suppen, gemüse, cous-cous, reisgerichte sowie für pasten, wobei diese püriert, mit öl und zitronensaft gebunden und mit weiteren zutaten ergänzt werden. für unsere westliche vorstellung ist die zubereitung etwas aufwendig; aber es lohnt sich. hummus schmeckt köstlich und ist tagelang im kühlschrank haltbar. im orient wird es oft an einem heißen mittag auf einem teller mit noch sonnenwarmen tomaten und frischgebackenem fladenbrot gereicht.

kichererbsen enthalten lebenswichtige proteine. die ernährungswissenschaft sagt uns, dass pflanzliche eiweiße mit anderen nahrungsmitteln kombiniert werden müssen, damit alle lebenswichtigen aminosäuren enthalten sind, was für eine optimale verwertung notwendig ist. zu kichererbsen ist die ideale kombination reis, hirse oder weizen.

rezept für 500g kichererbsen-sesam-paste

200g getrocknete kichererbsen über nacht in reichlich wasser     einweichen. am nächsten tag mit frischem wasser aufkochen. danach die hitze reduzieren und mind. 1 Std. bei kleiner flamme kochen lassen. das wasser abgießen und die kichererbsen in eine schale mit kaltem wasser geben, damit die losen schalen sich ablösen und oben schwimmen. die verbliebenen schalen müssen mit den fingern abgezogen werden.
1 knoblauchzehe
  schälen und pressen,
4 el tahini
(sesammus),
1 tl kreuzkümmel
, frisch und fein gemörsert,
4 el kaltgepresstes olivenöl
,
4 el zitronensaft
(in ägypten gab es immer frischen limettensaft) miteinander vermischen und im mixer pürieren.
mit salz und frisch gemahlenem schwarzen pfeffer abschmecken.

shaloom - salaam

 

 

siebenschläfertag 2006

bauernregel: so wie das wetter am siebenschläfertag, das wetter sieben wochen bleiben mag.

wer ist weltmeister im schlafen? nicht der siebenschläfer, sondern der löwe. er schläft im durchschnitt 23 stunden am tag. im gegensatz zu flüchtern, wie zum beispiel die giraffe. sie schläft nur in kurzen schlafeinheiten im stehen und lässt jeweils ein bein schlafen, indem sie dieses hochhebt. elefanten schlafen auch im stehen. sie verlagern ihr gewicht indem sie ihren ganzen körper im schlaf leicht schwingen lassen. bei delphinen, den säugern des meeres schläft abwechselnd mal die rechte und mal die linke seite. eine seite ist immer wach und lässt den delphin schwimmen, sodass er nicht ertrinkt. es wäre interessant zu erfahren wie diese tiere wahrnehmen. auf einer höheren bewusstseinsebene schlafen wir menschen auch nicht. da gibt es eine instanz, die immer da ist und wahrnimmt, zum beispiel wie der körper sich ausruht. es ist ein wachschlaf. dieser ist oft traumlos oder die/der schlafende träumt dann auch wach. insgesamt braucht der körper im wachen weniger schlaf. das ist ein zustand, der nicht gemacht, der nicht kontrolliert werden kann. es ist ein zustand des geschehenlassens. im grunde ist es der natürliche, der ganz normale zustand eines menschen.

 

 

23. juni 2006

morgen spielt also zu johanni - gewöhnlich ein großes fest in schweden - deutschland wieder im neuen fußballstadion münchen. die 2005 eröffnete arena  ist das neueste und mit 340 millionen das teuerste stadion deutschlands. seine futuristische fassade besteht aus 2760 luftkissen, die rot, blau oder weiß leuchten können. in einer stunde brauchen sie 500 kilowattstunden aus dem stromnetz. an einem abend braucht das stadion, um gut auszusehen, so viel strom wie eine vierköpfige familie im halben jahr. insgesamt entspricht der strombedarf des stadions dem einer kleinstadt.
das einzige stadion der bundesliga mit solarmodulen ist in freiburg. ein 2.200 qm großes sonnenkraftwerk auf den tribünendächern wandelt sonne in strom 250.000 kilowattstunden pro jahr, und das ist genau soviel, wie der sportclub freiburg jedes jahr verbraucht.
die politik wollte grüne spiele. die fifa sagte: "wenn ihr das bezahlt, machen wir mit." winfried hermann, bundestags-abgeordneter ist sportpolitischer sprecher von bündnis 90/die grünen und war einer der initiatoren von "green goal". die deutsche fußball-wm sollte grüne spiele werden. das grundsätzliche problem wird so beschrieben: "als die umsetzung von "green goal" begann, waren die investitionsentscheidungen für den umbau der stadien längst gefallen und zum großen teil schon vollzogen".

 

 

 

22. juni 2006

viele menschen in deutschland sind jetzt nicht mehr auf der flucht. aber viele von uns kennen dieses gefühl der heimatlosigkeit. es gibt keine äußere heimat. manchmal können wir sie jedoch mehr wahrnehmen durch die landschaft in der wir geboren sind, durch menschen, die uns vertraut sind, oder auch durch andere äussere umstände, die wir durch unsere sinne wahrnehmen. in wirklichkeit ist heimat zutiefst in uns, gleichviel wo wir sind. ich liebe einen tanz und tanze ihn leidenschaftlich gerne: yeftos yeni yol nach dem wunderbaren gesang "to tragoudi ton gifton" der griechischen roma eleni vitali. ins deutsche übersetzt:

ich habe kein land. ich habe keine hoffnung.
keine nation würde mich vermissen.
und mit meinen händen und mit meinem herzen
baue ich zelte in meinen träumen,
und unsere beine, wenn sie tanzen
in den düften, die dich verzaubern,
lassen körper sich bewegen....
und schließen dich in ihre umarmung.

I Diki Mas I Tsingani (1993 7th Dimension SD CD 004) das lied ist auch auf einer compilation: "the rough guide to the music of the gypsies" a thousand year journey: rajasthan to romania_ RGNET 1034 CD_ bei world music network 1999 e-mail: post@worldmusic.net    www.worldmusic.net

 

21. juni 2006

gestern war weltflüchtlingstag.
laut aerzte ohne grenzen sind heute und hier auf diesem planeten mehr als 35 millionen menschen auf der flucht. über 10.000 sudanesen aus den flüchtlingslagern im tschad flüchten jetzt wieder nach darfur zurück. in darfur selber gibt es etwa zwei millionen menschen in den vertriebenenlagern. diese menschen sind zum überleben auf nahrungsmittelverteilungen des welternährungsprogramms (WFP) der UN angewiesen. nach dessen ankündigung wegen mangelnder spenden die nahrungsmittelrationen zu halbieren, droht eine ernste ernährungskrise. bis ende februar hatte das WFP gerade einmal vier prozent der spenden erhalten, die für eine fortführung des einsatzes im sudan notwendig wären. zwar haben sowohl die sudanesische als auch die us-regierung zwischenzeitlich zusätzliche hilfen zugesagt, das WFP rechnet jedoch nicht damit, die hilfslieferungen vor november 2006 wieder in vollem umfang aufnehmen zu können.

wenn nur wenige nahrungsmittel vorhanden sind oder sehr viele menschen versorgt werden müssen, verteilen die mitarbeiter der hilfsorganisationen zu beginn hochproteinhaltige kekse, so genannte "BP5". ein erwachsener kann seinen tagesbedarf an nährstoffen mit mehreren dieser kekse decken. die "BP5" können als Kekse gegessen oder mit wasser und öl zu einem brei vermischt werden.
wenn es gut geht, gibt es einen wasserhahn für 250 menschen.
Stellen Sie sich vor: Sie leben in einem Flüchtlingslager in einer Gegend, in der es kaum Wasser gibt. Woher kommt das Wasser für Tausende Flüchtlinge oder Vertriebene? In modernen Großstädten machen wir uns selten Gedanken über das saubere Wasser, das durch unsere Wasserhähne und Toiletten fließt. Ein deutscher Durchschnittsbürger verbraucht täglich 129 Liter Wasser. Um zu überleben, benötigt man jedoch nur etwa fünf Liter am Tag. Die Hilfsorganisationen versuchen aber, gemäß internationaler Richtlinien die Mindestmenge von fünf Litern auf 20 Liter täglich pro Person zu erhöhen. Diese 20 Liter müssen ausreichen, um zu trinken, zu kochen und zu waschen: aerzte-ohne-grenzen

 

 

20. juni 16.00

wieder menschenleere straßen, außer dem personal niemand in den kaufhäusern, ein fast menschenleerer markt. die marktfrauen stehen hinter bergen von erdbeeren und kirschen.
eine verkäuferin sagt: "nein dieser rummel, 22 männecken rennen wie die verrückten einem einzigen ball hinterher, es gibt doch wichtigere dinge auf der welt." es hört sich an wie aufgesagt, sie hat diesen satz wahrscheinlich, auch wenn es ihre überzeugung ist, in diesen tagen schon sehr  oft gesagt.
eine käuferin: "ja sie haben recht".
eine zweite käuferin: "ich finde es eigentlich spannend. es macht spaß und es führt menschen zusammen."
eine käuferin: "ja sie haben recht."
eine zweite verkäuferin : "sie haben beiden zugestimmt, das geht doch nicht." die eine käuferin: "ja sie haben recht."

16.04 brüllt es aus den umliegenden cafes und kneipen: tooooor!!!
warum rufen die deutschen nicht goal, ziel, kasten oder netz?

als fussballspielen im mittelalter in england erfunden wurde, spielte man nicht auf einer wiese sondern zwischen zwei städten - egal wie weit die auseinander lagen. die spieler hatten zum teil sehr weit zu rennen. gewonnen wurde von der mannschaft, die den ball zuerst in das stadttor des gegners beförderte. dies könnte eine erklärung sein. aber warum rufen dann die franzosen nicht porte oder die italiener nicht porta?

T   hat etwas explosives hinter den zähnen. anders als P wird es fast gespuckt.
O kommt ganz aus dem bauch.
R wird noch z.t. eher unauffällig nachgerollt ob vorne oder hinten im mund.

in der deutschen sprache für die bestätigung eines goals wohl das beste wort. es wäre doch interessant zu erfahren wie dieses wichtigste wort in diesem sommer bei den anderen nationen heißt. wenn jemand von den inzwischen 500 täglichen lesern dieser seite mehr weiß, bitte lassen sie es mich wissen: info@beatrice-grimm.de

 

 

20. juni 2006

"wir müssen eins sein, es gibt keinen anderen weg. wir müssen einander lieben, egal, ob schwarz oder weiß, unseren kindern zuliebe und für unsere mutter, diese erde." peter costello, queensland, australien. als botschafter der aborigines appelliert er an die westliche welt u.a. bei treffen internationaler organisationen für liebe und versöhnung, zur einhaltung der menschenrechte und dem achtsamen umgang mit unserer bedrohten umwelt. er setzt sich für den erhalt seiner alten kultur und für die verständigung zwischen aborigines und eingewanderten ein.

diese botschaft von weisen frauen und männern wie peter costello ist mir ein anliegen auch in dem fünftägigen labyrinthkurs in der villa unspunnen, schweiz vom 11. - 16. Juli 2006. es geht vor allem darum durch die harmonisierende Bewegung des Labyrinths die eigene Essenz der Liebe zu  finden, sie zu pflegen, um sie mit in den Alltag zu integrieren.

erwin reißmann wird auch wieder dabei sein www.mymaze.de. er ist der vermessungsingenieur, der jedem und jeder mit seinem enormen labyrinthwissen beim bau eines labyrinths behilflich sein kann.
lieber erwin, dir heute zum glück viel geburtstag. wie schön, dass du geboren bist, wir hätten dich sonst sehr vermisst. wie schön dass wir beisammen sind, wir gratulieren dir geburtstagskind!

 

 

18. juni 2006

es ist wirklich eine besondere erfahrung jetzt durch deutschland zu fahren. leergefegte straßen selbst in großen städten. niemand ist in den kleingärten zu sehen. nur  fahnen und fähnchen, schwarzrotgold, und auf beinahe jedem gartenhaus soviel satelitenschüsseln wie gartenzwerge vor dem haus  und an balkonen und fenstern immer wieder schwarzrotgelb.
nur in der schweiz habe ich bis jetzt so viele fahnen  gesehen, allerdings hisst da fast jede familie natürlich ihre schweizerfahne, oder/und auch die kantons- und ortsfahne. wenn man also in diesem alpenland unterwegs ist, weiß man genau in welchem kanton man sich  jeweils bewegt. wenn jetzt deutschlands grenze überschritten wird, erkennt man dies auch sofort. es fehlt der besondere fahnenwald in den vorstadtgärten, und der stau und die vollgestopften straßen europas sind wieder da, wie in alter zeit bei uns, damals vor der fussballweltmeisterschaft.

an einer stelle musste ich in einem zug warten, da der lokführer angeblich nicht mehr weiterfahren durfte. es hieß er sei durch die verspätung schon zu lange im dienst und müsse ersetzt werden. die wenigen reisenden in dem zug unterstellten ihm, dass er das wichtigste spiel der welt nicht verpassen wollte. jemand sagte, dass der ersatz-lokführer auch bei diesem spiel sei.
sich in deutschland einmal wie in griechenland oder italien fühlen. die internationalen fahrgäste waren fröhlich, erzählten geschichten, teilten brot, chips, erdnüsse und getränke und es war ständig ein ansteckendes lachen in der luft, obschon wir alle unsere anschlusszüge längst verpasst hatten. ab und zu klingelte ein handy und jemand gab die neuesten resultate für alle mitfahrenden durch. denn der fast leere zug fuhr erst eine stunde später weiter, zu einem zeitpunkt als es sich abzeichnete, dass die mannschaft der lokführer offensichtlich in führung war.

 

 

alles spricht nur noch vom fußball. ich auch. für mich ist es ein archaisches geschehen. durch energie wird struktur.
achten sie mal auf die ähnlichen und gleichen rhythmen, die menschen auf der ganzen welt gemeinsam haben, wenn sie ihre mannschaften anfeuern.

menschenmassen, die sich begeistern, habe ich vor allem in indien erlebt. es war an navaratri. dies ist ein neuntägiges fest, sowohl im frühjahr als auch im herbst zu ehren der großen göttin. nach der arbeit gehen abends nicht nur ganze familien sondern viele junge mädchen und noch viel mehr junge männer in den tempel. da werden die weiblichen gottheiten in ritualen und gebeten verehrt mit blumen, früchten und süßigkeiten, lichtern und räucherwerk. vor den großen tempeln in den städten oder an pilgerstätten werden mit maschendraht ganze plätze zu korridoren eingerichtet, so dass viele menschen auf engem platz in der schlange zum schmalen eingang des tempels stehen können. beim eingang werden von ordnungshütern jeweils nur so viele menschen eingelassen, wie beim ausgang wieder hinaus strömen.

an einem der letzten tage von navaratri stand ich mit meinen indischen freunden abends in so einer schlange. die tempelanlagen waren frisch geweißt und geschmückt mit unzähligen lichterketten.
von weitem unterschiedliche gesänge aus verschiedenen tempeln. indische saiteninstrumente, aber vor allem der klang der tablas durchdrang den raum. der geruch: ein gemisch von räucherwerk, duftenden rosen, die wir in händen trugen, dazwischen intensive gewürze von frisch gebackenem und eingekochter süßer milch, ausgehend von den vielen kleinen ständen ausserhalb der tempelanlagen zur verpflegung der pilger. über uns ein türkisblau und ins indigo-violett übergehender abendhimmel mit blinkenden sternen und zunehmender mondsichel.
gesicht, hände und füße hatten wir an den vielen kleinen waschanlagen vor dem tempel noch einmal gewaschen. barfuß stand ich nun in einer furchterregenden schlange, die sich langsam immer wieder schubweise innerhalb des maschendrahts über galerien und engen holzbrücken in richtung heiligtum bewegte. aber ausser mir schien sich niemand zu fürchten. alle waren fröhlich und lachten und freuten sich auf die göttin. die frauen trugen an diesem abend ihre schönsten sahrees und auch die männer waren in seide gekleidet.
In dieser atmosphäre hörte ich ausserhalb meines blickfeldes plötzlich ein mir vertrautes rufen und skandieren junger männer. ich hörte wie eine mannschaft angefeuert wurde und fragte meine freunde ob denn hier gleichzeitig noch ein fußballspiel stattfinden würde. sie verneinten. es waren die rufe an die große göttin. sie wurden immer lauter, überall wurden sie nicht nur von jugendlichen aufgenommen und mit immer größer werdender begeisterung skandiert. es war derselbe rhythmus, in dem menschenmassen in den fußballstadien ihre mannschaft unterstützen. die begeisterung setzte sich fort bis ins Innerste der tempelanlage.
zum ersten mal hörte ich in diesem begeisterten rufen die sehnsucht und das locken der göttin. es hatte etwas implizit beschwörendes: "sei da große göttin! sei da große göttin! du bist da göttin! göttin, göttin, göttin!"
es war wie im stadion bei einem spannenden spiel, als würde wie in leichtem fieber die temperatur in der tempelanlage etwas ansteigen. bei den wartenden um mich herum setzten sich die rufe in bewegung um. sie sprangen in die luft, holten mit den armen aus soweit es der platz zuließ, und wenn sie gekonnt hätten wären sie vielleicht begeistert losgerast wie manchmal ein torschütze nach seinem goldenen goal.
sollte diese große emotion auch bei der jetzigen weltmeisterschaft in ihrem ursprung der großen göttin gelten?

 

9. juni 2006

jetzt gibt es eigentlich nur noch eine wichtige frage: wer wird weltmeister?
sind die drei- bis siebenjährigen mädchen hier in der würzburger gegend richtig im trend? sie zeigen sich auf der straße fast ausschließlich in den gelb-grünen brasilianischen trikots. ab und zu rasende fahrradfahrerinnen in italienischen farben. bei den ganz roten t-shirts konnte ich nicht ausmachen welche nationalität gemeint sein könnte. zwei strassenmalerinnen von himmel und hölle warben auf ihrer brust für die türkei. das wär doch was, wenn alle heute abend der türkei zujubeln würden. ich habe mich nämlich belehren lassen, dass die türkei an dieser fußball-wm gar nicht teilnimmt. am meisten freue ich mich auf das spiel zwischen argentinien und der elfenbeinküste. können sie sich noch erinnern bei der letzten wm wie das mit senegal war? wie durch ein wunder war die welt für millionen menschen plötzlich in ordnung. die begeisterungsstürme, vor allem, wenn mannschaften gewinnen, denen nicht das große geld zur verfügung steht, sind ansteckend.

für dunkle und andersfarbige fußballfans als wir gibt es tipps von der liga für menschenrechte wie sie sich bei überfällen von neonazis verhalten sollen. ein tipp ist laut zu singen. damit könnten die opfer die schläger ablenken und fliehen. darauf wären die täter nicht gefasst.
www.prevent-racist-attack.org

 

 

8. juni 2006

im spiel kann man einen menschen in einer stunde besser kennen lernen als im gespräch innerhalb eines jahres, sagte plato, griech. philosoph 400 jahre v. Chr.

spielen sie mehr!
wie oft bestrafen sich manche menschen wenn sie unter termindruck geraten. sie verzichten dann auf den spaziergang, spielen nicht mehr mit den kindern, treffen sich nicht mehr mit freunden, kochen nicht mehr lustvoll ein schönes essen, hören auf zu tanzen. plötzlich ist weniger lebensfreude da - und die arbeitsleistung sinkt, anstatt zu steigen.
je mehr druck wir haben, desto mehr haben wir loszulassen. gerade wenn wir gar keine zeit haben, gilt es innezuhalten. in der sekunde wo wir innehalten, ist die zeit da....

....JETZT..........eine minute.....bis zum ende der unteren zeile. ......................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................... 

es gilt den druck zu durchbrechen und mehr am leben teilzunehmen als sonst. der geist arbeitet währenddessen kreativ weiter und hält sich selber fit.
kontemplieren, meditieren sie locker. machen sie mal einfach nichts und sind nur da. kein zwang, kein druck. meditation und freizeit ohne schuldgefühle geben die kraft in der restlichen zeit hochwertige arbeit zu leisten.

falls sie die spiele von ihrem pc schon verbannt haben, lehnen sie sich zurück und lassen einfach den vogel durchs labyrinth fliegen bei www.mymaze.de

 

 

 

 

06.06.06

jetzt
im fluss
der zeit
des windes
der wiesen
pusteblume
ich
zerflatternd
zentriert
neugierig
auf jetzt

helga belschner

 

 

 

pfingstmontag 2006

Durch Yoga und die östlichen Religionen erfahren wir heute wieder, dass Atem etwas mit Spiritualität zu tun hat. Wir hatten im Westen vergessen, dass zwischen Atmen und Geist eine tiefe Verbindung besteht. Wir erleben wie eng Geist und Körper sich gegenseitig beeinflussen, wenn es darum geht, zu uns selbst zu kommen, in unsere Mitte zu finden. Der Atem wird zum Mittler zwischen beiden. Geist, Atem, Gefühl stehen offensichtlich in engem Zusammenhang. Aber wir haben aus dem Geist eine männliche, intellektuell-kühle Angelegenheit gemacht. Wir haben ihn, wie alle unsere Bilder von Gott, vermännlicht. Damit haben wir uns die Möglichkeit genommen, in Gott auch das Weibliche zu erkennen und als Folge davon auch das Weibliche in uns zu entdecken. Denn letztlich geht es gar nicht darum, das weibliche Element in Gott zu erkennen, sondern in uns selber. Und vor allem geht es darum, es zu leben. Die Menschheit wird sich nicht ändern durch Moral. Sie wird sich ändern, wenn sie ihr wahres Wesen erfährt.
Willigis Jäger                                                                         

 

 

pfingsten 2006

Schale sein für den Frieden
Leere Hände für die Fülle des Lebens
Offenes Herz für die Kraft der Liebe
oh heilige Geistin!

In Urschalling am Chiemsee befindet sich in der Kirche St. Jakob ein Fresko (Ende 14. Jh.) auf dem Gott Vater und Sohn in ihrer Mitte den Heiligen Geist in der Gestalt einer Frau mit ihren Händen halten. Was würde geschehen, wenn ein Künstler das heute in einer Kirche wagen würde?

Dass in unserer Sprache der Geist männlich ist, hat unsere Wahrnehmung von Gott und vom Heiligen Geist wesentlich beeinflusst. Spiritus heißt zunächst einmal Luft, Atem und dann erst Geist. Das hebräische Wort für Geist heißt Ruah. Es ist weiblich und hat auch die Bedeutung von Atem.
Die Ruah Gottes schwebte bei der Schaffung der Welt über den Wassern.
Bis vor einigen Jahren hatte es sich schon fast eingebürgert, dass auch in deutschen Kirchen öfters von der Heiligen Geistin gesprochen wurde. Dann kam damals von Kardinal Ratzinger ein eindeutiger Hinweis, dass dies ab sofort zu unterlassen sei.
In einem Tagebuchnotiz schreibt Romano Guardini 1954: "Die Welt geht am Maskulinen zugrunde, buchstäblich." Wir benötigen mehr weibliche Elemente, die in der patriarchalen Zeit überfremdet worden sind, vielleicht aber auch erst neu entwickelt werden müssen.
Auch wenn das Wort Geistin in der katholischen Kirche verboten ist und für viele immer noch ungewohnt sein mag, das Wesen des Pfingsthymnus trägt weibliche Züge:

Komm herab, o Heil'ge Geistin,
die die finst're Nacht zerreißt,
strahle Licht in diese Welt.
Komm, die alle Armen liebt,
komm, die gute Gaben gibt,
komm, die jedes Herz erhellt.
Höchste Trösterin im Leid,
die uns Herz und Sinn erfreut,
köstlich Labsal in der Not.
In der Unrast schenkst du Ruh,
hauchst in Hitze Külung zu,
spendest Trost in Leid und Tod.
Komm, o du glückselig Licht,
fülle Herz und Angesicht,
dring bis auf der Seele Grund.
Ohne dein lebendig Wehn
kann im Menschennichts bestehn,
kann nichts heil sein noch gesund.
Was befleckt ist, wasche rein,
dürrem gieße Leben ein,
heile du, wo Krankheit quält,
wärme du, was kalt und hart,
löse, was in sich erstarrt,
lenke, was den Weg verfehlt.
Gib dem Volk, das dir vertraut,
das auf deine Hilfe baut,
deine Gaben zum Geleit.
Lass es in der Zeit bestehn,
deines Heils Vollendung sehn
und der Freuden Ewigkeit.
Amen Halleluja

 

 

eiskalter sonnenaufgang, das ist doch heute besonders erstaunlich, dass in thüringen auf den 3. juni 2006 bodenfrost gemeldet wurde.

 

2. juni 2006

in den kursen kommen nicht wenige menschen, die sagen: jetzt bin ich hier, und in der welt sieht es so schlimm aus. eigentlich darf ich gar nicht hier sein.  dies hört sich meistens an wie eine über-ich- attacke. was ist das über-ich?
als babies und kleine kinder sind wir existenziell von der anerkennung und dem wohlwollen unserer eltern abhängig. gleichsam sind wir als kleine kinder voller liebe und wir nehmen die eltern und ihre haltung als absolut. sie sind für uns göttin und gott. diese wissen was für uns richtig und falsch, gut und böse ist. dadurch verinnerlichen wir werte, vorlieben, regeln und verbote unserer eltern und somit meistens der gesellschaft und auch unserer kultur. wir sind damit identifiziert. wenn wir diesen werten nicht entsprechen, haben wir ein schlechtes gewissen. aber das ist nicht unser wirkliches gewissen, es ist das, was man gewissen nennt. es ist vielmehr das gewissen unserer gesellschaft, das gewissen des über-ichs. es baut unsere persönlichkeit auf. wir sind identifiziert mit unserer persönlichkeit, die die prinzipien enthält, nach denen man urteilt.

das über-ich heißt auch superego. es steuert uns zu allen idealen, von denen es glaubt, dass sie einen akzeptablen, erfolgreichen menschen aus uns machen. es ist diejenige kraft in uns, welche unseren wert als menschliches wesen ständig berechnet, abschätzt und uns damit einschränkt im gegenwärtigen moment voll und ganz lebendig da zu sein. es ermahnt ständig: tu dies und lass das. oder verändere dich! das was du bist, reicht nicht. du musst besser werden, damit die menschen dich anerkennen und lieben und gleichzeitig behauptet es: du kannst machen was du willst, es wird dir nie gelingen dich zu verändern. die ermahnungen finden nie ein ende, was zu einem gefühl führt nicht nur jetzt, sondern immer nicht genug zu sein. das superego ist lebensfeindlich. wir fühlen uns schon beim frühstück schuldig, wenn wir zu viel marmelade aufs brot streichen und sind stolz wenn wir nur eine tasse kaffee trinken. dieser innere richter drangsaliert die meisten menschen ohne dass sie es merken. er will wissen wer der bessere ist. er dient der ermittlung von wert. nicht nur die eigene bewertung, sondern auch die bewertung anderer und der vergleich mit den andern wird immer wieder angemahnt. vergleich und selbsturteil sind eng verwandt. man kann sich immer noch mit jemandem vergleichen, der besser ist. wir sind eh ständig den vergleichen  ausgesetzt, z.B. in der Werbung. das leben durch die vergleichsbrille zu betrachten, führt dazu, sich von seiner eigenen natur zu entfernen.

um noch einmal auf den anfang zurückzukommen. es ist wichtig zu sehen, dass es schlimm ist in der welt, dass es vielen menschen schlechter geht als  uns, und dass wir zu helfen haben wo es möglich ist. jedoch beginnt die ganze misere bei uns selber. schon meister eckhart sagt, das beste ist, sich selbst in allen dingen zu finden, und wenn wir uns finden sich da zu lassen. das ist lebensfördernd. es geht darum wahrzunehmen was ist für jede einzelne, für jeden einzelnen lebensfördernd. dahin wollen unsere kurse führen.

die kurse in bursfelde sind längst ausgebucht, es gibt jedoch noch freie plätze in anderen kursen,
zum beispiel im labyrinthkurs in der schweiz. haben sie schon mal auf der startseite auf den ariadnefaden geklickt? hier können sie erfahren, was mir am labyrinth wichtig ist.

 

 

29. mai 2006

vielleicht ist es so,
dass wir dann zu unserer wahren arbeit gelangt sind,
wenn wir nicht mehr wissen, was wir tun sollen,
und dass wir dann unsere wirkliche reise angetreten haben,
wenn wir nicht mehr wissen, wohin wir gehen sollen.
wendell berry

 

 

 

 

20. mai 2006

es ist ein unfassbares feuchtes grün,
nicht ein grün, nein, ja tausend verschiedene grüns,
die zusammen gleichzeitig ihre volle, ganze grünkraft entfalten.
jetzt ist es zeit auf die wiese zu gehen und sich zu erinnern
was uns hildegard von bingen nahelegt: "es soll der mensch
hinausgehen auf die grüne wiese und sie so lange anschauen,
bis seine augen wie vom weinen nass werden:
das grüne dieser wiese nämlich beseitigt das trübe in den augen
und macht sie wieder sauber und klar."

 

 

freitag, den 19. mai 2006

die neuigkeiten, die wir hören,
sind voller jammer für diese zukunft,
doch die wahren neuigkeiten hier drinnen
sagen, dass es durchaus nichts neues gibt.
rumi

 

 

18. mai 2006

eines meiner wichtigsten anliegen ist spiritualität im alltag
wirklich zu leben. das gewöhnliche ungewöhnlich leben.
von den benediktinerinnen übernommen:
ora et labora - gebet und arbeit.
der heilige benedikt war ein mann des weisen maßes.
übrigens wählen in diesen tagen die benediktinerinnen auf
frauenchiemsee eine neue äbtissin, und auch die benediktiner
in der abtei münster schwarzach einen neuen abt.

heute kam ich auf die originellste homepage, die mir in letzter zeit
begegnet ist. es geht ums putzen. und wo könnte man sich damit
intensiver befassen als in der schweiz:
labora est ora - arbeit ist gebet fand ich bei katharina zaugg,
ethnologin und raumpflegerin. sie schreibt zur zeit eine dissertation
zur postmodernen raumpflege.
mitenand-putzen.ch

 

 

17. mai

heute morgen habe ich, als ich in mein Arbeitszimmer kam,
folgendes gelesen:
heute wie an jedem anderen tag
wachen wir leer und verängstigt auf.
also öffne nicht die tür
deines arbeitszimmers
und beginne zu lesen.
nimm ein instrument zur hand.
lasst die schönheit, die wir lieben,
das sein, was wir tun.
es gibt hundert weisen, sich hinzuknien
und die erde zu küssen.
rumi

aus jon kabat-zinns neuem buch
(siehe unten) S. 615.
und heute gilt es zu singen mit dem
staublappen, der waschmaschine, dem
besen und bügeleisen.



dienstag, 16. mai

in seinem wunderbaren buch "Zur Besinnung kommen -
die Weisheit der Sinne und der Sinn der Achtsamkeit in
einer aus den Fugen geratenen Welt", zitiert Jon Kabat-Zinn
den Buddha:
"man soll nichts als "ich", "mich" oder "mein"
verstehen und daran festhalten.
mit anderen worten: keinerlei anhaften. insbesondere nicht
an fixen ideen über uns selbst und darüber, wer wir sind.
diese aussage ist auf den ersten blick schwer zu verdauen,
stellt sie doch alles in frage, was "ich" zu sein glaube - und
das beruht zum größten teil auf dingen, mit denen ich mich
identifiziere: mit meinem körper, meinen gedanken, meinen
gefühlen, meinen beziehungen, meinen werten, meiner arbeit,
meinen erwartungen dessen, was geschehen sollte, und wie die
dinge für mich ablaufen sollten, damit ich glücklich sein kann,
mit meiner geschichte darüber, woher  ich komme, wohin ich
gehe und wer ich bin."....

das buch ist im arbor-verlag erschienen. dieser verlag veröffentlicht
nicht nur wunderbare, spirituelle bücher, sondern setzt die inhalte
auch um. zum beispiel werden die bücher auf 100% altpapier gedruckt.

 

 

15. mai 2006

drei tage im labyrinth. jetzt spült es uns wieder hinaus in den alltag.
der buchenwald in einem unfassbaren grün mit weißen, kleinen
sternblumen am wegrand. der himmel blauer, die sonne heller und
die nachtigall singt jetzt tag und nacht bei diesem spät aufgehenden
orangenen vollen mond. zauberhafte schönheit, kaum zu fassen.

auf meinem weg liegt eine halbvolle packung tempo-taschentücher.
letzte woche ging ich in vier verschiedene drogeriemärkte und kaufhäuser
und fragte nach umweltfreundlichen taschentüchern.
die regale platzen mehr als je zuvor mit angeboten von tempo und kleenex etc.
keine verkäuferin weiß warum es "DANKE" nicht mehr gibt.
kein verkaufspersonal weiß, was in tempo und co. drin ist.
kein verkäufer scheint besonders interessiert, wenn eine einzige kundin keine
solchen papiertaschentücher kauft.
die derzeitige herstellung von kleenex, tempo und hakle vernichtet umwelt
und vertreibt menschen.
der zellstoffkonzern aracruz in brasilien rodet urwald, pflanzt monokulturen
von eukalyptuswäldern um konzerne wie procter&gamble (tempo auch in neuss, deutschland) und kimberly-clark (kleenex, hakle) zu beliefern. die weichheit in
diesen vielgeworbenen taschentüchern und im toilettenpapier wird durch
eukalyptus gewährleistet. nach eigenen angaben besitzt der konzern inzwischen
247.000 hektar eukalyptus-plantagen.
bei diesen großen monokulturen beklagen die anwohner verschmutzte gewässer,
ausgetrocknete flüsse und ausgetrocknete brunnen. für den hohen wasserbedarf
ihres zellstoffwerks hat aracruz massiv in den wasserhaushalt der region eingegriffen.

noch schlimmer ist, dass menschen aus ihren dörfern mit hilfe der bundespolizei von
aracruz vertrieben werden. tupinikim- und guarani-indianer besetzen ihr land und
kämpfen um ihre landrechte. durch das beispiel der indianer ermutigt, halten
inzwischen über 100 landlose familien weitere 8500 hektar land von aracruz besetzt.
es handelt sich um ein land, dessen besitz nicht eindeutig dokumentiert ist, und
deshalb dem staat gehört. die familien fordern, dass der staat die unrechtmässige
landnutzung durch aracruz verbietet und die fläche, so wie das gesetz vorsieht,
an landlose familien verteilt.

informationen (auf englisch): www.wrm.org.uy
und aktuell: www.robinwood.de

 

 

11. mai 2006

wenn sie ein taschentuch brauchen, verlangen sie auch nach einem "tempo",
oder um tränen zu trocknen nach einem weichen "kleenex"?
fragen sie doch mal nach einem umweltfreundlichen papiertaschentuch.
auf anfrage bei der firma "DANKE ... kleiner Beitrag - grosse Wirkung" tel: 01802-009392, 
wurde mir gesagt, dass diese öko-taschentücher nicht mehr hergestellt werden, weil
keine Nachfrage mehr da sei.

 

 

 

9. mai 2006

die letztendliche wahrheit ist so einfach;
man muss einfach nur in seinem natürlichen,
ursprünglichen zustand sein.
wie erstaunlich: sind wirklich so viele religionen nötig,
um eine derart einfache wahrheit zu lehren?
und müssen so viele streitigkeiten herrschen,
welches die von gott gegebene lehre ist?
wie schade!
sei einfach nur das selbst - das ist alles.
das leuchten aus sich selbst
ist das selbst.
                                             ramana maharshi

aus Ramana Maharshi/Die essenziellen Lehren -
Eine Reise in Bildern/ J. Kamphausen Verlag 2005
ISBN 3-89901-054-X

 

 

montag, den  8. mai

am sonntag saß ein jude in der vordersten kirchenbank
und vertiefte sich in das christusbild über dem altar.
ein priester kam in die leere kirche und ging auf den mann zu:
"wir haben jetzt hier gleich gottesdienst. es tut mir sehr leid,
aber würden sie bitte unsere kirche verlassen."
der jüdische mann schwieg.
dann stand er auf, blickte wieder auf das altarbild und sagte:
"joschuah komm, wir gehen."

 

 

 

4. mai 06

an sonnigen hängen fliegen
schon die kirschblüten und
bedecken wie schnee den berg.
loslassen, weggehen können...

von hilde domin folgendes kleinod:
man muss weggehen können
und doch sein wie ein baum
als bliebe die wurzel im boden,
als zöge die landschaft
und wir stünden fest.

 

 

mitte der woche anfang mai

wonnemonat mai.
es duftet und blüht und grünt
jetzt äusserlich sichtbar.
mai - maya.
schöner schein. nie so sichtbar wie jetzt.
die volkskunde erzählt, dass man sich in alter zeit
von dem schönen schein nicht hat trügen lassen.
im mai wurden keine wichtigen entscheidungen gefällt.
in früheren zeiten wurde nie im mai geheiratet.
man kleidete sich in älteste fetzen, räumte auf und
machte sauber auch im hinblick auf das große fest
der sommersonnenwende.
wir sind geübt und lassen uns ständig verführen
an der erscheinung festzuhalten.
was jedoch zählt, ist was durch die erscheinung durchscheint,
was sich in der erscheinung manifestiert.
kann es sein, dass je prachtvoller die manifestation
erscheint, desto schwieriger scheint es die essenz
wahrzunehmen?

 

 

1. mai 2006

schönheit ist unter dir.
schönheit ist über dir.
schönheit ist rechts von dir.
schönheit ist links von dir.
schönheit ist vor dir.
schönheit ist hinter dir.
schönheit ist in dir.
schönheit sei auf deinem Weg.

                              navaho-gebet

 

 

 

 

28. april 2006

sonnenaufgang 6.03
sonnenuntergang 20.38
mondaufgang 5.55
monduntergang 22.09

vor 20 jahren  zogen wolken von tschernobil auch über unsere gegenden.
ich sass damals mit meiner freundin bei strahlendem sonnenschein auf einer
kleinen insel im wannsee im eingeschlossenen berlin und konnte es nicht fassen.
später kam ein gewitter auf. wir schafften es noch vorher nach hause zu kommen.
die straßen waren fast leer. überall regnete es radioaktiv.
viele sammelten noch gutes wasser in allen eimern, töpfen und badewannen.
die meisten leute, die ich kannte, betraten ihre wohnungen nicht mehr mit schuhen
um ihre teppiche nicht zu kontaminieren.
es gab griechische bergkräuter vor und nach tschernobil.
steinpilze aus italien hatten hohe cäsiumwerte. überall wurden überhöhte werte
von radioaktiven stoffen gemessen, nicht nur beim wild im wald, auch in der muttermilch.
in den bioläden klafften leere regale. jeder holte sich noch sein getreide vor tschernobil.
freunde wanderten aus nach australien. nach ein paar jahren kamen sie wieder.
wir wissen, dass die werte sich nicht verringert haben.
heute gibt es nur noch kräuter nach tschernobil. damals hat man sich auch informiert,
welche pflanzen mehr radioaktive stoffe binden als andere.
und heute?

 

 

das neue hörbuch von willigis jäger ist da!

ganz mensch sein

in einer live-aufnahme ist hier willigis jäger in seiner
unverwechselbaren, lebendigen dynamik zu hören:
ich bin aus einem einzigen grund mensch geworden,
um ganz mensch zu sein. ich bin hier weil ich in dieser struktur,
zu dieser zeit, an diesem ort über diese erde gehen soll. ich bin
eine note in dieser symphonie gott, die da erklingt in dem was
wir universum nennen, evolution nennen; und meine aufgabe
ist es zu klingen. und zwar so, wie ich geworden bin.
aber nicht die note ist das entscheidende sondern die musik.
die note kann verklingen, und diese note wird verklingen.
aber die musik geht weiter.

er fragt grundsätzlich: woher komme ich? wer bin ich?
warum bin ich da? wohin gehe ich?....
antworten gibt es aus einer neuen dimension, die umfassender ist,
als unser rationales selbstverständnis. dort liegen die hoffnungen
und auch die heilenden prinzipien für die menschheit.
mystik ist nicht rückzug, sondern erfüllung meines menschseins.

im letzten teil des hörbuchs führt willigis jäger in einer übung,
in die stille hinter der stille, in die reine aufmerksamkeit,
in die reine offenheit. es entsteht eine präsenz, die nicht
mit worten zu fassen ist. eine wirklichkeit hinter allen worten
und bildern: präsenz, ruhe, stille, unendlichkeit.

näheres zum inhalt: wege der mystik

spieldauer insgesamt: 72 minuten
ISBN 3-9810310-1-6   C+P 2006 wege der mystik    www.wege-der-mystik.de
empfohlener verkaufspreis: EUR 14,90 (D) / EUR 15,50 (EU) / CHF 28.00
versandkosten: EUR 2,50
(D) / EUR 4,50 (ausland)

für jede verkaufte CD kommt 1€ projekten zugute, die
benachteiligten menschen zu einem würdigen leben verhelfen.

bestellen des hörbuchs: mail@wege-der-mystik.de

 

 

ostermontag 2006

nach dem wunderbaren osterkurs,
grauer himmel, durchflutet hellgrünes
licht den raum. die knospen des ahorns
vor meinem fenster haben sich gerade
geöffnet, unwiderruflich. ganz fein,
durchsichtig noch, so frisch, so neu, so zart,
in der feinheit sichtbar eine unbändige energie.
die kraft des winters ist gebrochen.
so kann unsere feinste energie unseren körper
immer wieder neu durchdringen.
unsere feinsten, tiefsten gedanken können unsere blockierungen,
unsere betonmauern durchdringen, wenn wir es nur zulassen.
die natur selbst kann gar nicht anders als sich immer wieder neu zu entfalten.
wir haben sie nur gewähren zu lassen.
mutter natur selbst sprengt alle ketten,
und ihr grund ist liebe. liebe heilt.
was wir zutiefst sind, heilt.

nichts ist verloren, alles findet sich wieder, jetzt zu neuer zeit, in neuer form!
eine gesegnete osterzeit!

 

 

 

11.04.06

karwoche heißt sterben und auferstehen.
früher der volkskalender, heute das kirchenjahr
schenkt uns immer wieder die chance sterben
und leben einzuüben und zu feiern.

Herzliche Einladung
zur Karfreitagsmeditation
am Benediktushof
Karfreitag, den 14. April 2006,
um 15.00 im Gewölbesaal

Der Isenheimer Altar
mit Agnes Hidvéghy

Die wunderbaren Bilder des Isenheimer Altars werden aus der Tiefe erläutert.
Sie können uns fragen: Wo ist mein Standort? Wer bin ich? Wohin gehe ich?

Auferstehungsfeier mit Willigis Jäger und Beatrice Grimm
Die Osterfeier am Ostersonntag beginnt um 6 Uhr morgens
mit Osterfeuer auf dem Benediktushof.
Alle sind herzlich eingeladen.
Wer zu einem gemeinsamen Osterfrühstück bleiben möchte,
melde sich bitte im Kursbüro Benediktushof an.

 

 

montag, den 10. april

im september 2004 ist in england ein buch erschienen "change the world for a fiver"
- ändere die welt für fünf pfund (soviel kostet das buch). der verlag schätzte, dass davon höchstens 10000 st. verkauft würden. bis jetzt sind es über 250 000. ende 2005 war es mehrere wochen auf der bestsellerliste der britischen "sunday times". ähnlich in australien. auf deutsch jetzt im handel unter "einfach die welt verändern". das buch scheint eine gemeinschaft zu schaffen. tausende von menschen tauschen ihre eigenen tipps auf der homepage www.wearewhatwedo.org aus. jetzt auch eine seite in deutscher sprache.
im januar/februar  kam das greenpeace magazin mit der titelgeschichte: "tu was!" 57 tipps für eine bessere welt und verdoppelte damit gleich seine kioskauflage. auch der stern veröffentlichte eine interessante titelgeschichte im februar "der neue trend einfach die welt verändern wie wir mit kleinen ideen großes bewirken können". da gibt es den biologieprofessor david suzuki, der auf seiner vielbesuchten webseite seine landsleute auffordert mindestens drei von zehn gewohnheiten mit umweltfolgen zu ändern. wer sich entscheidet weniger fleisch zu essen, mehr bahn zu fahren, weniger zu heizen, mehr regionale produkte zu kaufen, kann bei einem umweltbilanzrechner seine persönllichen umweltersparnisse abrufen. etwa 200 000 menschen haben sich bei www.davidsuzuki.org registrieren lassen.

 

 

palmsonntag 2006

spiritualität macht nur sinn wenn sie in den alltag führt.
wenn wir erfahren, dass wir von nichts getrennt sind,
dass du durch meine, ich durch deine augen schaue,
wenn wir erfahren, dass wasser so wertvoll ist wie unsere
hände, die es wäscht, gehen wir anders mit wasser um,
gehen wir anders um mit allem was uns begegnet.
es ist auf der einen seite die erkenntnis, dass wir von nichts
getrennt sind, und gleichzeitig ist da eine ganz große liebe
allem und jedem gegenüber was uns begegnet. es ist keine
moral: "du sollst und du musst." es ist da ein handeln aus
einem wohlwollen und inneren bedürfnis.

 

 

 

8. april 2006

wasser: quellfrisch, glasklar und unbehandelt ist der beste durstlöscher.
wassermangel erzeugt leiden. zwei drittel der menschheit
haben zu wenig und schlechtes wasser. 
wasser ist wertvoll.
wie können wir achtsam damit umgehen?
wie können wir wasser sparen?
wir können z. b. den wasserhahn beim zähneputzen schließen.
sonst laufen pro minute 5 liter wasser in die kanalisation.
das macht bei einer vierköpfigen familie 60 liter pro zähneputzen.
pro jahr 109 volle badewannen.
.....die spülmaschine erst anstellen, wenn sie voll ist. ein waschgang
weniger in der woche spart 1000 liter wasser im jahr.
.....das wasser auffangen, das läuft, bis es die richtige temperatur hat.
als gießwasser für die blumen.

in deutschland treffen jeden tag 80 millionen konsumenten
mindestens doppelt so viele konsumentenentscheidungen.
keine einzelne davon verändert alleine etwas, allen zusammen
gelingt das sehr wohl. wenn nur 10 % davon an einem tag
während des zähneputzens den wasserhahn zudrehen,
sparen sie gemeinsam etwa 117 millionen liter wasser.


 

7. april 2006

hochwasserzeit.
besorgt schauen wir auf die steigenden flüsse.
für kurze zeit ist wasser wieder ein thema in den medien.
was ist wasser? was für ein element, das sich ganz anders
verhält als alles andere z.b. ausdehnt, wenn es friert?
wir drehen den wasserhahn auf, und es ist normal
und selbstversändlich, dass es sofort da ist unser
wunderbares nass. wasser, urstoff allen lebens.
können wir dem wasser danken?
vieles weist darauf hin, dass wasser informationsträger ist.
kann es denken?

"wasser ist h²O, zwei teile wasserstoff, ein teil sauerstoff.
aber da ist noch ein drittes, das erst macht es zu wasser,
und niemand weiß, was es ist."    d.h. lawrence 1929

"wasser ist überhaupt nicht verstanden."
       eugene stanley, leiter des polymer research center, uni boston

"wir werden das wasser bald verstanden haben"
                        alfons geiger, chemiker, uni dortmund
                  

 

 

3. april 2006

grüß gott liebe leserin, lieber leser!
ihr pc gehört zu den ca. 300 rechnern, die täglich auf diese seite kommen.
ihre aufmerksamkeit inspiriert mich und macht mir freude. vielen dank!
sie sind spirituell interessiert und wissen, dass es keine zufälle gibt, bzw. dass
uns etwas zufällt. haben sie schon mal wahrgenommen wann welche
e-mails bei ihnen ankommen und wie die verbindungen zwischen den
gleichzeitig schreibenden sind?
haben sie schon mal darauf geachtet, wer gemeinsam in form von post
in ihrem briefkasten landet? welche botschaft erhalten sie heute vom universum?
sind sie bereit für die manchmal merkwürig verpackten geschenke?
denn alles was wir uns wünschen, erfüllt sich, sehr oft anders als wir denken.
können wir die folgerichtige konsequenz unserer gedanken annehmen?
wenn nicht, müssen wir wissen, dass wir uns selbst blockieren.
wenn wir das uns zufallende hingegen bewusst wahrnehmen, und uns
für das wunder bedanken, verbinden wir uns mit dem zugrundeliegenden
feld unbegrenzter möglichkeiten.
ihnen einen wunderbaren mondtag und eine gute woche!

es gibt auch möglichkeiten die intuition zu schulen. wie fühlt es sich an,
und wann kann ich mich drauf verlassen, das etwas stimmig ist für mich
und das große ganze? wie fühlt es sich an, wenn ich auf dem holzweg bin?
"vertrauen in intuition......"

 

 

1. april 2006

der josi fährt nach rom und läßt sich beim papst fotografieren.
wieder zuhause zeigt er den stammtisch kollegen die bilder.
diese fragen: "sag mal josi wer ist denn das, der da neben dir steht?"

 

 

 

31. märz 2006

dein eigenes herz ist der ursprung der götter.
folge den spuren zu diesem zentrum;
und wisse: du selbst bist aus dem stoff,
aus dem die götter geschaffen sind.
chandogya upanishad

 

menschliche freiheit, dies lehrt der tanz,
ist nicht absolute ungebundenheit,
vielmehr das eingebunden sein
in zeitlose gesetzmäßigkeiten.

wenn der tanz beginnt,
ist da nur der tanz
und keine tänzerin mehr.

 

 

30. märz 2006

viel geburtstag zum segen liebe petra!
sei eingeschlossen in dieses sonnen gold,
das heute früh himmel und erde leuchten lässt.

 

 

29. märz 2006

die zuneigung und nähe zu einigen wenigen ist gefängnis
....und brücke zu gleich......petra wagner

 

Vom 20. – 23. April 2006
Kurs mit Beatrice Grimm und Petra Wagner
in der Villa Unspunnen, Berner Oberland

vertrauen in intuition,
kreativität und spiritualität
in schwieriger zeit 
                                                   
Die Welt scheint aus den Fugen geraten.
Gleichzeitig ist unsere Welt ein Geheimnis,
und sie ist wunderbar und schön.
Ein Paradox.
Es gilt die vergessenen Momente der Schönheit
und Stimmigkeit wahrzunehmen um aus der Tiefe
unseres Seins zu handeln. Die Intuition ist der Ausdruck
unseres Wesens und ihre Sehnsucht ist es,
sich in jedem Menschen kreativ zu manifestieren.
Die Intuition stärkt das Vertrauen ins Leben.
Mit diesem Kurs sind auch Menschen angesprochen
die sich in einem Umbruch befinden. Impulse aus unserem
Sein können die Sicht-weise in scheinbar ausweglosen
Situationen wie z. B. Erwerbslosigkeit verändern

Aus vergessenen Zeiten
in die ungewussten Weiten
                     Anneliese Vitense

Elemente: Stille, Kontemplation, Körperarbeit, Tanz,
mediale Übungen zur Verfeinerung
der Wahrnehmung im überprüfbaren Raum,
Kurzvorträge, Dialog, Einzelgespräch, Natur.

Kursgebühr: CHF 250.- zzgl. Unterk. und Verpflg.
Kursgebühr-Ermäßigung möglich.
Wir bitten um einen „Solidaritätsbeitrag“
für Menschen ohne Einkommen.
In der Kursgebühr sind CHF 10,- für Projekte enthalten,
die benachteiligten Menschen zu einem
würdigen Leben verhelfen.

Anmeldung und nähere Information:
Villa Unspunnen  CH-3812  Wilderswil
Tel.: +41(0)33 821 04 44 Fax: - 821 04 45
E-mail:
info@villaunspunnen.ch
www.villaunspunnen.ch

Die Villa Unspunnen ist ein zauberhafter Ort der Stille und
Begegnung im Berner Oberland zwischen Jungfrau und
Brienzersee. Spirituelle Leiterin der Villa Unspunnen ist Annette Kaiser
und in ihrem Geiste wird dieses Haus mit viel Wärme von den Frauen
die selber auf dem Weg sind, liebevoll geführt.

Besonders bei einer weiten Anreise aus dem Ausland,
aber auch für SchweizerInnen lohnt es sich den Aufenthalt
in dieser wunderbaren Umgebung zu verlängern. Wilderswil
kann Ausgangspunkt sein um das Gebiet von Eiger, Mönch
und Jungfrau zu erkunden, sei es mit den verschiedenen
Bahnen oder zu Fuß. Auch auf dem einmaligen Wanderweg
dem Brienzersee entlang kann die Schweiz von ihrer schönsten
Seite erlebt werden. Wenn keine Kurse sind, ist es möglich bei
Selbstverpflegung in der Villa Unspunnen zu wohnen. Fragen
Sie im Büro der Villa Unspunnen nach.

Petra Wagner geb.1959
Malerin, mediale Arbeit im Einzelgespräch und in Gruppen.
Schulungen: Langjähriger Unterricht in Aquarell und Zeichnen,
Ausbildung als Medium (Diplom englische Schule),
Sakraler Tanz, Kontemplationslehrerin beauftragt von Willigis Jäger .

 

 

29. märz 2006

Zu Ostern erscheint ein neues Hörbuch von Willigis Jäger:

ganz mensch sein

Live Aufnahme
Vortrag in der Schweiz 2005
1. Willigis Jäger erzählt aus seinem Leben
2. Mystik in Ost und West
3. Wer sind wir eigentlich
    diese Spezies Homo Sapiens?
4. Woher komme ich?
5. Wer bin ich?
6. Warum bin ich da?
7. Wohin gehe ich?

Geführte Meditation von Willigis Jäger anlässlich
einer Feier des Lebens in St. Stephan, Würzburg
8. Die Stille spüren

Spieldauer insgesamt:    71:56
Empfohlener Verkaufspreis: EUR 14,90 (D) / EUR 15,50 (EU) / CHF 28.00
Versandkosten: EUR 2,50 (D) / EUR 4,50 (Ausland)

Für jede verkaufte CD kommt 1€ Projekten zugute, die
benachteiligten Menschen zu einem würdigen Leben verhelfen.
Herausgeberin: Beatrice Grimm

CD  ISBN 3-9810310-1-6    C+P 2006 Wege der Mystik   
Nähere Beschreibung: wegedermystik
Bestellen der CD:
mail@wege-der-mystik.de

 

 

 

28. März 2006

der mensch ist ein teil des ganzen, das wir universum nennen,
ein in raum und zeit begrenzter teil. er erfährt sich selbst, seine
gedanken und gefühle als abgetrennt von allem anderen -
eine art optische täuschung des bewusstseins. diese täuschung
ist für uns eine art gefängnis, das uns auf unsere eigenen vorlieben
und auf die zuneigung zu wenigen uns nahestehenden beschränkt.
unser ziel muss es sein, uns aus diesem gefängnis zu befreien, indem
wir den horizont unseres mitgefühls erweitern, bis er alle lebenden
wesen und die gesamte natur in all ihrer schönheit erfasst.
albert einstein

haben sie schon die einstein-ausstellung in bern gesehen?
es lohnt sich sogar eine weite reise!

 

 

21. märz 2006

the breeze at dawn has secrets to tell you
don't go back to sleep.
you must ask for what you really want.
don't go back to sleep.
people are going back and forth across the doorsill
where the two worlds touch.
the door is round and open.
d on't go back to sleep.
Rumi

 

 

 

frühlingsanfang 2006

erstes mal im märz
ein feld nur märzenbecher
öffnen sich in bern

in eiseskälte
durch gleißendes sonnenlicht
sprießt ein baum mit wucht

 

 

 

17. m�z 2006

auf der neuen CD von willigis j�er "ganz mensch sein"
fragt er:  wer sind wir eigentlich diese spezies homo sapiens?
an einer stelle zitiert er den harvard-professor, der folgendes
ver�fentlichte:
w�en die sechs milliarden erdenbrger im bertragenen sinne
ein dorf mit 100 einwohnern, so wrden 70 davon nicht lesen und
schreiben k�nen, 80 menschen lebten in behelfshtten,
einer h�te eine h�ere ausbildung, und 59% des gesamtbesitzes
geh�te sechs menschen.
willigis j�er: "meinen sie, dass das so weiter geht? kein wunder,
wenn die 94 anderen menschen auf die barrikaden gehen.
und sie gehen schon auf die barrikaden."
www.wege-der-mystik.de

 

 

 

16. m�z 2006

im "bund" aus bern ist zu lesen, dass es sich bei der aktion in jericho nicht nur um
eine wahlkampfpolitische aktion handelt. er schreibt, dass die provokation der israelis
als herausforderung an die hamas gesehen werden kann. es war keine gefahr im verzug.
wenn nun entsprechende reaktionen der pal�tinenser folgen, mit denen israel
rechnet, kann es der welt zeigen, dass die hamas nicht in der lage ist das land
zu befrieden.
vom deutschlandfunk wurde gestern der bericht an das israelische volk eines israelischen
gef�gnisdirektors wiedergegeben. stolz erz�lte er in welch miserablem zustand die
berfllten gef�gnisse in israel sind, und wie jetzt mit den jericho-gefangenen verfahren
wird. in pal�tina beklagt jede familie mindestens einen gefangenen in einem israelischen
gef�gnis. wobei die familien oft sehr gro�sind.
jericho, eine der �testen st�te und die tiefstgelegenste stadt der welt (fast 300m
unter dem meeresspiegel) rckt fr ein paar tage in den mittelpunkt der welt�fentlichkeit.
Sie war schon vor 10 000 jahren immer wieder angriffspunkt feindlicher gruppen.
jericho war und ist eine oase mit erfrischendem s�asser, das noch heute sehr begehrt aus der
quelle sprudelt.
www.jericho-city.org
unallt�liche aktionen in jericho veranstaltet seit letztem jahr susanne triner:
Beautifying Days 1. – 9. May 2006  Die gemeinsame Aktion:
Gemeinsam mit der Bev�kerung von Jericho reinigen wir die touristischen Attraktionen, die �fentlichen Pl�ze und die Strassen von Jericho. Wir arbeiten zusammen mit Experten fr die Abfallbeseitigung, stellen Mlltonnen, organisieren Maschinen fr das nachhaltige Verwerten von Plastik und Glas, arbeiten an alternativen Methoden zum bestehenden Abwassersystem und befreien zusammen mit 30 – 50 Helferinnen und Helfer aus aller Welt die sch�e Stadt Jericho vom angesammelten Mll.
www.together21.org

 

 

 

15. m�z 2006

was w�e, wenn elektrosmog sichtbar w�e?
wenn er als giftgrner dunst durchs wohnzimmer
wabern wrde und w�e dort am undurchdringlichsten,
wo die strahlung am st�ksten ist? in krzester zeit h�te
die elektroindustrie nur noch strahlungsarme ger�e
auf dem markt und jedes handy w�e mit entsprechendem
schutz ausgestattet.
wussten sie schon, dass etwa 90% der deutschen bev�kerung
ein handy hat? wie unn�ig die gespr�he meistens sind,
mssen viele von uns tagt�lich z.b. in den �fentlichen verkehrsmitteln
mith�en. in bussen und bahnen sollten wir schon gar nicht telefonieren.
die strahlenbelastung ist dort st�ker. deshalb dringende gespr�he kurz
halten oder sms schicken. freisprechsets bringen nichts, da das kabel
selbst als antenne wirkt. im auto nur mit au�nantenne telefonieren!
der streit der wissenschaftler ber auswirkungen der em-felder ist seit
jahren im gange.
das emf-portal bietet einen berblick ber den aktuellen wissensstand
zu den biologischen wirkungen elektromagnetischer felder (emf). es
bereitet aktuelle informationen und wissenschaftliche forschungsergebnisse
knapp und verst�dlich auf, sowohl fr fachkundige wie fachfremde nutzer:
www.emf-portal.de
das nova-institut ber� privatpersonen, unternehmen und kommunen im
umgang mit elektromagnetischen feldern:
www.emf-beratung.de
unsere verantwortung fr die welt von morgen
dachverband der brger und initiativen zum schutz vor elektrosmog:
www.buergerwelle.de

 

 

14.  m�z 2006

wenn der wind des wandels weht,
bauen die einen schutzmauern,
die anderen windmhlen.
aus china

am 1. april 2006 um 19.00 uhr
findet in bonn ein qin-gespr�hskonzert
mit dr. manfred dahmer (musiker,
musikwissenschaftler und sinologe) statt;
im sch�sten kammermusiksaal deutschlands
beethoven-haus bonn
bonngasse 24, 53111 bonn

noch etwas:
w�en adam und eva in china geboren,
h�ten sie die schlange gegessen und
den apfel brig gelassen.

 

 

montag 13. m�z 2006

wenn du hundert yen hast,
kaufe dir fr fnfzig yen reis,
fr die anderen fnfzig aber
hyazinthen fr die seele.
aus japan

 

seelengesang und k�pergebet

wo ist
die tr zu gott?
im bellen des hundes,
im schlagen eines hammers,
in einem regentropfen,
im angesicht
eines jeden menschen,
den ich sehe.
hafis

dieser text ist die basis eines kurses, den alev kowalzik und ich
vom 23. bis 26. m�z halten. wir wollen in einen erfahrungsraum
eintauchen durch kontemplation, musik, tanz, gesang, dialog
und das k�pergebet. die 18 urgeb�den des k�pergebets werden
getragen von der musik, vom gesang. und wiederum tr�t das
k�pergebet unseren ureigensten klang.
hier k�nen sich herzenstren �fnen.
n�eres:
k�pergebet und seelengesang
www.alev-kowalzik.de
www.benediktushof-holzkirchen.de

 

 

9. M�z 2006

"Was ist Leben? Gottes Sein ist mein Leben.
Ist denn mein Leben Gottes Sein,
so muss Gottes Sein mein sein
und Gottes Wesenheit meine Wesenheit,
nicht weniger und nicht mehr."                                 
                                         Meister Eckhart

 

 

8. m�z 2006

Willigis J�er: "Was ist, wenn  der Baum  verdorrt und die Bl�ter fallen?",
fragt der M�ch den Meister. �ersetzt hei� das: Wenn deine Konzepte
und Vorstellungen, die Du von der Welt und den Dingen hast, wegfallen,
was bleibt dann brig?
Der goldene Wind.
Die reine Erfahrung der Wirklichkeit. Es ist die Erfllung unseres Lebens."
Willigis J�er stellt sich zwei alte M�che vor, der eine fragt den anderen:
"Wie offenbart es sich jetzt, wo wir alt und gebrechlich geworden sind?
Ist ES  auch im Alter als das Alter zu erfahren?" Der Baum verdorrt, ist hier
nicht negativ gemeint, es f�lt so manches ab was mich hindert ganz Mensch zu sein.
Mehr davon im Vortrag auf der CD - DER GOLDENE WIND - Die Kunst des �terwerdens.
www.wege-der-mystik.de

 

 

 

7. M�z 2006

Herzlichen Glckwunsch zu Deinem Geburtstag lieber Pater Willigis!

Du wei� was Albert Schweizer gesagt hat und du lebst uns vor, dass
Alter nicht ein Lebensabschnitt sondern ein Geisteszustand ist.
Du hast Deinen Idealen noch lange nicht Lebewohl gesagt. Mit den
Jahren runzelt die Haut, aber Deine Begeisterung l�st Deine Seele so
jung sein wie Deine Zuversicht, Dein Selbstvertrauen und Deine Hoffnung.
Voll Elan bist Du bereit fr Neues. Deine innere Botschaft
GANZ MENSCH ZU SEIN, ist sichtbar pr�ent.
In diesem Sinne Dir ein gutes neues Lebensjahr!

 

 

06. 03.06

heute ist der tag um glcklich zu sein
kein anderer tag ist dir gegeben
als der tag von heute um ganz zu leben
und froh und zufrieden zu sein.
gestern - schon vorbei
morgen - kommt erst noch
heute - der einzige tag den du in der hand hast.

 

 

 

rosenmontag 2006

du fragst mich, wie ich zum narren wurde?
das geschah so: eines tages erwachte ich
aus einem tiefen schlaf und gew�rte,
dass meine masken gestohlen waren -
die sieben masken, welche ich in sieben leben
verfertigt und getragen hatte. -
unmaskiert rannteich durch die vollen Stra�n
und schrie: Diebe, Diebe, die verdammten Diebe!"
m�ner und frauen lachten.
einige liefen aus angst vor mir in ihre h�ser.
als ich zum marktplatz kam, rief ein junge
von einem hausdach: "er ist ein narr!"
ich blickte empor, um ihn zu sehen;
da ksste die sonne erstmals mein blo�s antlitz.
zum ersten mal k�e sie mein blo�s antlitz,
und meine seele entflammte in liebe zu ihr,
und ich wnschte mir keine masken mehr.
wie in trance rief ich: "segen, segen
ber die diebe, die meine masken gestohlen!"
so wurde ich zum narren.

und in meiner narrheit fand ich freiheit und sicherheit:
die freiheit der einsamkeit
und die sicherheit vor dem verstandenwerden.
denn diejenigen, welche uns verstehen,
versklaven etwas in uns.
aber ich will nicht zu stolz sein auf meine sicherheit.
denn auch ein dieb ist im kerker
sicher vor einem anderen dieb.
khalil gibran

 

 

24.02.06

lichter anznden fr hilde domin,
die uns gestern verlassen hat.
immer wieder hatte sie meinen weg gekreuzt,
sei es im tessin gewesen oder in wrzburg.
ihre feine und doch so bestimmte pr�enz
bleibt unvergessen und durch ihre worte in
unseren herzen bleibt sie mutmacherin.
fast t�lich lese ich in meinem adressbuch:
nicht mde werden
sondern dem wunder leise
wie einem vogel
die hand hinhalten.

kr�ter und rote rosen fr hilde domin,
die sie so sehr liebte.

 

 

 

22. februar 2006

von shankara, dem vedischen weisen, ist folgende geschichte
berliefert: ein mann geht am abend die stra� entlang und sieht
eine riesige schlange zusammengerollt im staub liegen. er l�ft
erschrocken davon und erschreckt mit seinem schreien die
dorfbewohner: "eine schlange, eine schlange!" Alle sind ver�gstigt;
frauen und kinder verlassen ihre htten nicht mehr, aus angst vor
der schlange. der tagesablauf eines jeden ist von furcht berschattet.
da entschlie� sich ein mutiger dorfbewohner, sich die schlange n�er
anzuschauen. er bittet den mann, der die schlange gesehen hat,
ihn dort hin zu fhren. an der stelle finden sie jedoch keine schlange,
sondern ein zusammengerolltes seil.

alle unsere �gste stammen aus solchen t�schungen, sagt shankara.

wir sehen ein seil als schlange, weil diese interpretation in unserem gehirn
stattfindet. alles was wir wahrnehmen, geschieht durch unsere sinne,
und die wiederum sind direkt mit unserem gehirn verbunden.
wir wissen heute, dass wenn wir einen gegenstand sehen, wird eine bestimmte
region in unserem gehirn aktiviert. wenn wir uns den selben gegenstand
vorstellen, wird dieselbe region in unserem gehirn aktiviert.
was ist wirklich?
gedanken haben eine starke wirkung. mein chinesischer qigonglehrer
prof. jiao guorui pflegte zu sagen:
"da wo dein herz ist, sind deine gedanken, und wo deine gedanken sind,
entsteht deine kraft, und da kann das leben sich entfalten. jede und jeder
ist frei zu schauen wo ihr herz ist."

 

 

21. februar 2006

wie st�kt man das immunsystem und was schadet ihm?
dafr gibt es kein einfaches erfolgsrezept.
eine gesunde immunabwehr, ein gesunder mensch,
brauchen vielseitige untersttzung. das beginnt beim essen
und endet beim schlafen. die organe sind genauso beteiligt
wie die psyche. nur wer ganzheitlich denkt und handelt,
hat ein wirklich starkes immunsystem.

"Andauernden Stress sollte man unbedingt meiden,
denn er schw�ht das Immunsystem", sagt Dr. Axel Eustachi
vom Zentrum fr naturheilkundliche Forschung des Klinikums
Rechts der Isar. Interview nachzulesen:
www.br-online.de/umwelt-gesundheit/thema/immunsystem

 

 

 

20. februar 2006

In einer Radiosendung war zu h�en, dass j�rlich 20.000 Menschen
an einer normalen Grippe sterben. Dies wird Abends zur Hauptsendezeit
nicht mit panikmachenden Bildern an die deutsche Nation weitervermittelt.

Tageszeitung vom 12.10.2005, S. 7, 85 Z. (Interview), TARIK AHMIA
http://www.taz.de/pt/.1/etc/surfer

Der Medizinanalyst Dr. Stefan Lanka zweifelt an der Existenz des Vogelgrippe-Virus, denn der sei bisher nicht direkt nachweisbar. Der Virologe h�t auch nichts von Impfungen

taz: Herr Lanka, Sie sind ein vehementer Kritiker der Virus-Hypothese bei der Vogelgrippe. Wieso?

Stefan Lanka: Bis heute ist das behauptete Virus isoliert und nicht fotografiert worden. Die Gretchenfrage lautet: Auf welche konkreten Publikationen berufen sich die verantwortlichen Wissenschaftler? Wurde das Virus isoliert und charakterisiert - und wo ist das dokumentiert? Doch so eine Publikation gibt es berprfbar nicht.

Virologen etwa vom Friedrich-Loeffler-Institut fr Tierschutz sagen, das Virus sei durch elektronenmikroskopische Untersuchungen nachweisbar.

Das ist eine fatale Lge mit dramatischen Folgen. 1.000 indirekte Beweise machen auch kein Ufo. Noch mal: Es gibt keine einzige wissenschaftliche Publikation, in der behauptet wird, dass das Virus direkt nachgewiesen w�e. Alle Belege fr H5N1 sind Versuche, das Virus indirekt im Reagenzglas nachzuweisen, weil das Virus selbst nie gesehen und isolierbar wurde. Die so genannten Virus-Fotos von H5N1 stellen nichts anderes als Zellkultur-Artefakte dar. Das wrde ich vor Gericht eidesstattlich versichern.

Glauben Sie also, dass es die Vogelgrippe gar nicht gibt?

Die Krankheitsbilder der Vogelgrippe sind natrlich real. Aber es gibt keinen Grund anzunehmen, dass man zur Erkl�ung ein Virus ben�igt. Die Krankheitssymptome der so genannten Vogelgrippe sind zu 100 Prozent identisch mit Mangelerscheinungen und Vergiftungen der Massentierhaltung.

Sind Grippe-Schutzimpfungen Ihrer Meinung nach also berflssig?

Wenn den Menschen nicht nur zur Grippeimpfung geraten wird, ist dies eine ungerechtfertigte K�perverletzung. Au�r den faktischen Impfsch�en gibt es keine Wirkung einer Impfung. Seit 2001 gilt in Deutschland das Infektionsschutzgesetz (IfSG). Es fordert zum ersten Mal Beweise fr Erreger und den Nutzen einer Impfung. Da reicht es nicht aus, dass etwas als nachgewiesen - in Anfhrungsstrichen - gilt. Das l�st keine Interpretation offen: Die zust�digen Mitarbeiter am Robert-Koch-Institut (RKI) haben das Handtuch geschmissen, und die St�dige Impfkommission hat einger�mt, dass es die positiven Risiko-Nutzen-Analysen, die angeblich fr jede Impfung gemacht werden, gar nicht gibt. Es gibt nur Risiko-Kosten-Analysen, die aber der Geheimhaltung der Impfstoffhersteller unterliegen. Am Ende der Verantwortungskette sind die �zte die Dummen, weil sie fr m�liche Impfsch�en haften.

Sie wrden auch nicht das Grippemittel Tamiflu nehmen?

Zu Tamiflu muss man sich nur die Skandale der Zulassung zum Beispiel im Arzneimitteltelegramm ansehen. Dann wissen Sie, dass diese Ph�omene, die man beim Menschen als extreme Grippe bezeichnet, genau die Wirkung von Tamiflu sind. Die so genannten Nebenwirkungen sind von den Wirkungen des Virus nicht zu unterscheiden. Aber durch das kommerzielle Interesse der Pharmaindustrie hat die Sache l�gst eine Eigendynamik entwickelt, die nur noch durch eine politische Entscheidung zu stoppen ist.

INTERVIEW: TARIK AHMIA

Am 20. Oktober hat der Virologe Dr. rer. nat. Stefan Lanka
der FAKTuell-Redaktion ein Interview ber die Vogelgrippe
gegeben. In den letzten Wochen ging es als E-mail durchs Land.
mehr informationen:
www.agenda-leben.de
www.wahrheitssuche.org

 

 

 

 

15. februar 2006

ich sah gott als einen punkt
und indem ich das sah,
sah ich gott in allen dingen.
juliane von norwich   (englische mystikerin - zeitgenossin von hildegard von bingen)

Kennst Du diese Zust�de nicht, so geh weiter;
auch schlie� Dich nicht dem Ungl�bigen an
in unwissender Nachahmung...
doch alle erfahren nicht das Geheimnis des Weges.
Schabistari (Der verborgene Garten)

 

 

valentinstag 2006

Ein Tag fr Verliebte, und solche, die es werden wollen.
Schon die alten R�er feierten den 14. Februar als einen
Tag der Liebe. R�ische Junggesellen durften Lose ziehen,
auf denen die Namen der noch ledigen M�chen standen
– eine Art altertmliches "Herzblatt". Die auf diese Art
entstandenen P�chen zogen dann zusammen um die
H�ser.
Im Jahr 350 wurde Bischof Valentin zum Tode verurteilt
weil er trotz dem Verbot des Kaisers christliche Trauungen
vorgenommen hatte. Der Kaiser war berzeugt, dass
unverheiratete M�ner mit weitaus mehr Energie in den Krieg
ziehen wrden als verheiratete.
Wann genau Bischof Valentin hingerichtet wurde, ist unbekannt.
Es war jedoch blich die christlichen Feste auf den Tag der heidnischen
Feiertage zu legen. Also wurde der 14. Februar, der Tag der Verliebten zum
Tag des M�tyrers St. Valentin.
�erlebt hat jedoch mehr oder weniger der r�ische Brauch.
Seit Wochen werden wir mit roten Herzen auf diesen Tag aufmerksam
gemacht, und die Auswahl an roten Rosen ist gr�er als sonst.
(siehe auch eintrag auf dieser seite vom 7. januar)

Das alte Persien wird immer wieder als Geburtsst�te der Rose
genannt. Einer arabischen Legende zufolge ist die Rose aus einem
Schwei�ropfen des Propheten Mohammed entstanden, als er in den
Himmel geholt wurde. Seither gilt die Rose als Sitz seiner Seele.

Rumi dichtet: „Wo ist die St�te der Rose? Im Himmelswiesengrunde!“

 

 

montag, 13. februar

Dem Winter
sein eigenes Recht geben.
Nicht wachsen mssen,
blhen und reifen,
sondern sein drfen
einfach nur sein
und die Stille auskosten
Stunde um Stunde,
bis der Frhling
dich w�mend
zu neuer Wandlung
erweckt. 

Christa Spilling-N�er

 

 

sonntag, 12. februar

der lebensweg und ein spiritueller weg gleichen dem gang durchs
labyrinth
. am anfang haben wir den eindruck gleich in der mitte
anzukommen und dann dieser lange weg, dieser gr�tm�lichste
umweg in bezug zu einer mitte, die weit weg zu sein scheint. und jetzt
immer wieder dieses wenden und drehen und umkehren um 180 grad.
es ist alles ganz anders als gedacht, ganz anders als unsere konzepte.
fr viele ein weg der langeweile. (krzlich sagte mir eine frau: "lieber
schmerzen als langeweile"). fr viele ein weg durch die wste, und/oder
der trostlosigkeit, zeit der gottlosigkeit, der dunklen nacht, ein raum der
verunsicherung, wo man sich oft auch selber nicht mehr wahrnehmen
kann. ein gefhl von stagnation.
es ist eine zeit des reifens. wir nehmen alles wahr, was immer auch da ist.
wir verdr�gen nichts.
jedoch grbeln wir nicht. grbeln ist sch�lich.
wir lenken unsere aufmerksamkeit immer wieder auf unsere bung und
gehen weiter schritt fr schritt, atemzug fr atemzug.

ein schler fragt den meister:
"wie lange dauert es bis ich die wirklichkeit realisieren kann?"
der meister antwortet: "15 jahre"
der schler stutzt.
der meister: "20 Jahre."
der schler: "was so lange?"
der meister: "30 Jahre."

kein mensch braucht die wirklichkeit zu realisieren.
sie ist immer da. kein mensch braucht eine bombige
erleuchtungserfahrung. und wenn sie da ist, was ist danach?
es ist das stetige gehen, das dranbleiben, das
wahrnehmen und sich berhren lassen von dem was ist.
das bringt die ver�derung fr mensch und welt.
auch wenn viele gedanken da sind in der kontemplation,
beim zazen, bei der jeweiligen meditation, jede Vertiefung
hat trotzdem eine gute, ordnende wirkung.

 

 

sonntag 5. februar

wirkliche transformation hat nichts mit wellness zu tun.
pers�liche verbesserungen der lebensumst�de
drfen nicht verwechselt werden mit spiritueller erfahrung.
"das geht nicht an einem tag, und auch nicht in kurzer zeit,
man muss dabei aushalten...."
(johannes tauler)

die mhselige arbeit der l�terung wird in den bildhaften
erz�lungen der sufis auch verglichen mit der kreisenden
bewegung des mhlsteins. rumi dichtet:
wisst ihr, was die mhle erz�lt? "ich bin das gleichnis
des derwischs, ich empfange grobes und gebe feines zurck."

 

 

2. februar - maria lichtmess 2006

nun scheint die sonne einen hirschsprung l�ger, sagt der volksmund.
wegweisende entscheidungen haben jetzt lichtkraft.

 

 

 

27. januar 2006

heute vor 250 jahren wurde wolfgang amadeus mozart in salzburg geboren.
in seinem kurzen leben (er ging in seinem 36sten lebensjahr in die unsterblichkeit)
schuf er ungef�r 600 werke. sein genie war unter anderem, dass er die musik in
sich h�te und sie sofort ins reine schrieb.
mozarts musik ist heilsam fr mensch, tier, pflanze und die elemente.
bei den abgebildeten wasserkristallen in den bchern von masaru emoto,
k�nen wir die anmutigsten sch�heiten finden in die wasser sich verwandelt,
wenn es mozart "h�t". von der sinfonie nr. 40 in g-moll hei� es, dass sie das herz
des zuh�ers sanft heilt.
was w�e meine kindheit ohne diese musik, meine jugend ohne zauberfl�e,
mein leben ohne wolfgang amadeus mozart?
immer wieder wenn ich diese musik h�e bin ich angerhrt, immer wieder und
immer wieder jetzt.  vor und mit dieser musik k�nen wir uns nur verneigen,
uns hinknien uns hinlegen in dankbarkeit, dankbarkeit dankbarkeit,
dass ohren, dass haut und haar so etwas h�en drfen.
durch mozart klingt die liebe zum leben, klingt die liebe zur liebe.
man kann niemandem sagen: "liebe das leben!" besonders wenn sie/er in einer
besch... situation ist.
"h�t mozart, leute!"
wir haben alles dran zu setzen das leben und die liebe zu lieben.
mozart zu h�en ist das gebot der stunde.
wie sch� dass du geboren bist, wir h�ten dich sonst sehr vermisst.
herr mozart es hat sich gelohnt. sie leben heute. ihre musik hat nie aufgeh�t
zu leben und zu lieben. die welt braucht sie wie nie zuvor.

 

 

26. januar 2006

wie w�e es heute bei der k�te mit einem w�menden dinkelgericht?
dinkel ist basisch und enth�t in idealer zusammensetzung vitamine,
organische mineralien, spurenelemente, kohlenhydrate und fette.
er enth�t 13,1 % eiwei�(ein hhnerei enth�t nur 12%).
dinkel ist reich an ballaststoffen. das mag der darm.
dinkel ist balsam in unserem k�per. und er schmeckt etwas nussig,
mild, kann aber auch rezent zubereitet werden, einfach herrlich.
man kann ihn wie risotto zubereiten. er braucht allerdings l�gere
kochzeit oder muss vorher eingeweicht werden.

Die heilige Hildegard von Bingen
schreibt ber den Dinkel:
"Der Dinkel ist das beste Getreide, und er
ist warm und fett und kr�tig, und er ist
milder als andere Getreidearten, und er
bereitet dem, der ihn i�, rechtes Fleisch
und rechtes Blut, und er macht frohen Sinn
im Gemt des Menschen. Und wie auch
immer die Menschen ihn essen, sei es in
Brot, sei es in anderen Speisen, er ist gut und
mild.
Und wenn einer so krank ist, dass er vor
Krankheit nicht kauen kann, dann
nimm die ganzen K�ner des Dinkels
und koche sie in Wasser, unter Beigabe
von Fett oder Eidotter, so dass man ihn
wegen des besseren Geschmacks gern
essen kann, und gib das dem Kranken zu
essen, und es heilt ihn innerlich wie eine
gute und gesunde Salbe."

aus dem buch von peter pukownik/der hildegard-gesundheitsgarten/
die besten rezepte der hildegard-medizin/sdwest 1994

peter pukownik ist ein erfahrener heilpraktiker, der seit jahrzehnten
mit der hildegard-medizin arbeitet. er leitet auch hildegard-fastenkurse
am benediktushof vom 19.03.-26.03. und 13.08.-20.08.2006
n�eres im programm von: www.benediktushof-holzkirchen.de

 

 

25. januar 2006

nichts kann ohne einsamkeit entstehen.
ich habe mir eine einsamkeit geschaffen,
die niemand ahnt.
pablo picasso

 

 

24. januar 2006

heute
sonnenaufgang 8.11 uhr
sonnenuntergang 16.58 uhr
mondaufgang  3.18 uhr
monduntergang 11.28 uhr

nur jetzt in der frh
mondenschein hochoben sich wandelnd.
klar leuchtet der morgenstern
ber dem weinberg in der d�merung
genau da wo die sonne aufgeht.
sie flutet hinein in die k�te dieses 24. januars.
es wird tag. jetzt in diesem moment, brandneu. zum ersten mal.
und
dieser atemzug jetzt, brandneu
zum ersten mal.
zum letzten mal.
nur jetzt.


was wir heute brauchen,
sind nicht menschen
die gebete sprechen,
sondern menschen,
die selbst gebet geworden sind.
kallistos ware

 

23. januar 2006

Das Gebet
Jemand mag bers Feld gehen
und sein Gebet sprechen
und Gott erkennen;
oder er mag in der Kirche sein
und Gott erkennen.
Wenn er deshalb Gott besser erkennt,
weil es an einem ruhigen Platz ist,
wo er das gewohnt ist,
so liegt das an seiner Unzul�glichkeit,
nicht an Gott.
Denn Gott ist gleich in allen Dingen
und an allen Orten und ist bereit,
sich gleich zu geben,
soweit es an ihm liegt.
Meister Eckehart

 

20. januar 2006

die gesamte sch�fung existiert in dir, und
alles was in dir ist, existiert auch in der sch�fung.
ayurveda

 

 

19. januar

der mensch ist teil eines ganzen, das von uns universum
genannt wird, ein teil der in raum und zeit begrenzt ist.
Seine gedanken und gefhle scheinen ihm getrennt vom
restlichen universum, eine art optische t�schung seines
bewusstseins. diese t�schung ist ein gef�gnis fr uns alle.
albert einstein

 

18. januar 2006

knstler sind wie sonntagskinder. nur sie sehen was andere
nicht sehen. wenn sie dann ihre erscheinung erz�lt haben,
so sieht sie jeder.
ein kind

 

 

17. januar 2006

gerade ist mir das abendgebet mit den vierzehn engeln in die hand gekommen.
immer wieder fragen menschen:
"gibt es wirklich engel?"
was ist wirklich?
ist wirklichkeit was wir erfahren?
engel sehen wir wahrscheinlich nicht mit dem selben auge,
mit dem wir gerade die tastatur unseres computers betrachten.
sind sie deshalb weniger wirklich?
meine freundinnen in japan sehen keinen engel sondern einen
bodhisattva, in indien eine g�tin, in anderen traditionen ist
pl�zlich die ahnin da oder ein schutztier.
es gibt also scheinbar energien, die wir entsprechend unserer
eigenen tradition in unterschiedliche bilder umsetzen.
g�e es objektiv engel, so wie es den bildschirm gibt auf den
ich gerade schaue, wrden alle menschen gleiche engel sehen.

wie oft nehmen kinder engel wahr. viele von uns erinnern sich,
dass wir als kinder nicht in der lage waren zwischen innen- und
au�nwelt zu unterscheiden.
eigentlich ist da auch kein unterschied. gleichzeitig ist da ein
unterschied zwischen intellekt und transzendenz.
auf dem spirituellen weg geht es darum die transzendenz, die
nichtform, das g�tliche in dem was ist, in der form, zum beispiel
im bildschirm zu erfahren. es gibt nichts, was nicht belebt ist.

der weg ist bei jedem menschen individuell unterschiedlich. selbst
wenn er derselben tradition angeh�t wie sein nachbar und
dieselben bungen vollzieht.
es ist nur natrlich, dass die feinstofflichen ebenen in dem prozess
auch eine rolle spielen. da k�nen engel, heilige oder g�tinnen er-
scheinen. wir nehmen sie wahr. vielleicht haben sie uns etwas zu
sagen. aber dies ist nicht die eigentliche erfahrung. wir bleiben da
nicht h�gen. wir kmmern uns nicht um die engel. es geht weiter.
im mythos verstehen sich die engel selber nicht als das eigentliche,
sondern als boten. sie sagen uns: "wach auf, da ist der stern, da ist
das g�tliche kind." sie sind nicht das paradies. sie fhren uns ins paradies.
engelerscheinungen sind wunderbare rein subjektive innere bilder,
die sehr lebendig sein k�nen.
gibt es berhaupt objektivit�? selbst maschinen reagieren unterschiedlich,
je nach dem wer sie konstruiert, je nach dem wer sie bedient.
dr. ulrich warnke von der universit� saabrcken hat uns
beim "symposion heilen" am benediktushof krzlich dargelegt, wie
wissenschaftliche beweise subjektiv sind und mehr vom bewusstsein der
menschen in einer bestimmten tradition zu einer bestimmten zeit gepr�t
werden, als dass sie wirklich objektiv gltigkeit haben.
auch wenn es engel objektiv nicht gibt, hier eine wirkliche
engelsgeschichte:
ein kind strzt vom balkon des 3. obergeschosses auf die
rasenfl�he vor dem haus. entsetzt l�ft die mutter nach unten.
andere menschen kommen dazu. dem kind ist nichts geschehen.
es ist wohlauf. ein mann sagt: "du hast aber einen schutzengel
gehabt." das kind: "nein, es waren zwei."

abends, wenn ich schlafen geh',
vierzehn engel bei mir stehn,
zwei zu meiner rechten,
zwei zu meiner linken,
zwei zu meinen h�pten,
zwei zu meinen f�n,
zwei, die mich decken,
zwei, die mich wecken,
zwei die mich weisen
in das himmlische paradeisen.

 

 

16. januar 2006

"lerne zu lieben
liebe selbst den tod,
und du wirst erfahren:
das universum ist unsterblich."
Rumi

 

 

 

12. januar 2006

"bildest du einen mann aus, erh�t eine person zugang zu bildung. wenn du eine frau ausbildest, erh�t eine ganze familie diesen zugang."
lucha corpi, mexikanische autorin

untersttzen sie auch schulwohnheime fr m�chen und junge frauen in bamako, mali !
www.haeuser-der-hoffnung.org

 

 

11. januar 2006

heute vor 40 jahren starb - 65 jahre alt - der schweizer bildhauer alberto giacometti in chur. er geh�t zu den bedeutendsten knstlern des 20. jahrhunderts.
als ich als ganz junges m�chen zum ersten mal in eine gro� ausstellung dieses meisters kam, war ich erschttert. hier sah ich ausgestaltet in bronze wie ich oft menschen von weitem wahrnahm. schatten, silhouetten von menschen gefasst in skulpturen meistens in bewegung aber auch innehaltend. erfasste momente des zeitgeistes. in einer unwahrscheinlichen pr�enz festgehaltene augenblicke. und diese blicke der augen in seinen zeichnungen in den schon fast rund anmutenden gesichtern.
giacometti wurde vor allem berhmt durch seine skulpturen, durch diese pr�nant dnnen ausgemergelten figuren und figurengruppen, die zu einem anderen blick auf den menschen provozieren. wenn wir von weitem menschen zum beispiel an der bushaltestelle oder in eile durch die stadt flitzen sehen, ist es im Grunde nicht genau die perspektive alberto giacomettis?

in einem der bcher von malidoma patrice som� afrikanischer h�ptling der dagaras in burkina faso, der gleichsam auch mit der westlichen welt vertraut ist, beschreibt er, wie er nach seinem ersten usa-aufenthalt von new york wieder in sein dorf zurckkommt. die dorfbewohner  sitzen mit ihm im kreis und fragen: "erz�l, wie ist es dort?" er erz�lt, dass die menschen am morgen alle schnell gehen, eilen und laufen. "ei, warum laufen sie denn?" "weil sie zur arbeit gehen". die einheimischen afrikaner lachen sich die b�che voll vor dieser unbegreiflichkeit und fragen: "wie kann man etwas hinterherlaufen was nicht vor einem wegl�ft?"

 

 

10. januar 2006

Es ist Gott, der g�nt und schneuzt
und hustet und gerade jetzt lacht.

Schau, es ist Gott, der Waschungen vollzieht,
Gott, der zu fasten beschlie�, Gott der nackt
von einem Neujahrstag zum anderen
wandert.

Wirst du je verstehn,
wie nahe Gott Dir ist?

Lalla, indische Mystikerin
�ersetzung Annette Kaiser

 

 

montag, 9. januar

die entscheidende frage fr den menschen ist: bist du auf unendliches bezogen oder nicht?
das ist das kriterium seines lebens.
c.g. jung

 

 

sonntag, 8. januar 2006

"o herr, du wei� besser als ich, dass ich von tag zu tag �ter und eines tages alt sein werde.
bewahre mich vor der einbildung, bei jeder gelegenheit und zu jedem thema etwas sagen zu mssen.
erl�e mich von der gro�n leidenschaft, die angelegenheiten anderer ordnen zu wollen."
theresa von avila

 

 

7. januar 2006

schon kommen die tulpen und andere frhlingsblumen zu uns. wie gut tut uns so eine lebendige farbe vor einer grauen winterlandschaft.
wie halten schnittblumen l�ger?
weiche stiele gerade abschneiden damit sie nicht ausfransen und faulen.
tulpen nur in vasen mit wenig wasser stellen, dafr aber �ter nachfllen.
harte stiele schr� anschneiden. dann ist die fl�he gr�er, ber die der stiel wasser aufnehmen kann.
rosen halten l�ger, wenn nach dem anschneiden der stiele diese in hei�s wasser getaucht werden. danach normales, nicht zu kaltes wasser in die vase fllen.

fragen sie bei ihrer blumenverk�ferin nach pflanzen aus fairem handel !
meine blumenfrau sagte mir, dass die blumen aus fairem handel beim gro��dler heute nicht teurer sind als die aus konventionellem anbau.
"Rosen sind vor Tulpen in Deutschland die beliebtesten Blumen, nicht nur zum Valentinstag", so Alexandra Borchard, Referentin bei der VERBRAUCHER INITIATIVE. Rund 40 Euro pro Kopf werden hierzulande j�rlich fr Schnittblumen ausgegeben, das ist europaweit der Spitzenplatz. Doch nur 13 % der in Deutschland verkauften Blumen werden auch hier erzeugt. Mit der Blumenproduktion in Lateinamerika und Afrika sind h�fig eine Reihe von sozialen und �ologischen Problemen verbunden. "Niedrigste L�ne, keine geregelten Arbeits- und Pausenzeiten und Kurzzeitarbeitsvertr�e sind an der Tagesordnung, Gesundheit und Umwelt werden durch den Einsatz von Pestiziden erheblich belastet", erl�tert Alexandra Borchard.

Inzwischen wurden eine Reihe von Siegeln fr Blumen aus umweltvertr�licher und sozial gerechter Produktion entwickelt. In Deutschland hat das Zeichen des Flower Label Programms (FLP) die gr�te Bedeutung. Daneben gibt es einige Label fr umweltgerechte und �ologisch erzeugte Blumen aus Deutschland und den Niederlanden. "Kontrolliert-�ologische Blumen sind an den Zeichen der anerkannten Anbauverb�de und an der EG-�o-Kontrollnummer zu erkennen, das Grne Zertifikat kennzeichnet hierzulande umweltgerecht produzierte Blumen", so die Fachreferentin.
http://www.verbrauchernews.de/umwelt/nachhaltigkeit/artikel/2005/02/0016/

Ein Themenspecial Blumen informiert ber die Produktion, die Kennzeichnung von sozialvertr�lich und umweltfreundlich erzeugten Blumen und enth�t Tipps fr den Einkauf und die Pflege. Sie finden das kostenlose Angebot der VERBRAUCHER INITIATIVE auf www.oeko-fair.de , dem Internetportal zum �o-fairen Handel(n).

 

 

 

 

dreik�ig 2006

vor mir die abbildung des reliefs aus der kathedrale von autun, 12. Jh. "der traum der k�ige".
die baumeister und bildhauer hatten ein berliefertes, tiefes wissen und nichts ist zuf�lig an abbildungen und skulpturen jener zeit. bilder erz�lten auch dem mittelalterlichen menschen mehr als worte.
die drei k�ige stecken nackt unter derselben runden, gewellten decke. im mittelalter werden schlafende menschen normalerweise mit kleidung abgebildet. die nacktheit der k�ige zeigt, dass sie rein, unschuldig, ohne konzepte, weise, heilig sind.
im schlaf werden sie vom engel ganz leicht mit dem rechten zeigefinger auf den kleinen finger der rechten hand des ersten k�igs angetippt. die innenhandfl�hen, die ge�fneten h�de bleiben fr den beschauer unsichtbar. die ge�fneten h�de sind also nur vom engel und dem ersten k�ig sichtbar, ein geheimnis nach au�n. beide zeigen die rechten handrcken. dieser k�ig und der engel haben die augen ge�fnet.
mit dem linken zeigefinger und der sichtbaren innenhandfl�he des engels verweist er auf den stern direkt ber auge und ohr der k�ige.
interessant ist auch, dass, abgesehen von den unterschiedlichen b�ten, die k�ige gleiche gesichter haben. das ist nicht ein unverm�en oder eine darstellung des bildhauers. im 12. jh. wurden sehr wohl ganz unterschiedliche, differenzierte gesichter vom selben knstler dargestellt. hier hei� es, dass die drei k�ige eins sind. gesichter wie schlafende kinder, gesichter wie buddhas.
wir sind gemeint mit den drei heiligen k�igen. der stern deutet auf den ort wo das g�tliche kind geboren ist. direkt bei uns, auch im schlaf. wir haben uns vom engel berhren zu lassen, wir haben aufzuwachen um den stern zu erkennen. wir haben aufzuwachen aus unserem schlaf. ein geschehen, das uns geschehen kann, das wir jedoch nicht machen k�nen. wir k�nen uns nur leer machen von unseren konzepten und vorstellungen, bloss und nackt stecken wir unter derselben decke. wir sind vom selben gewellten, flie�nden stoff wie der engel.
der stern ist immer noch da. wir brauchen uns nur berhren lassen. da wo der stern ist, da ist erkenntnis und liebe.

vor genau 750 jahren am 6. januar1256 wurde die deutsche mystikerin gertrud von helfta - sie wurde auch die gro� genannt, in thringen geboren. schon als kleines m�chen, mit fnf jahren wurde sie den zisterzienserinnen in obhut gegeben. in dem kloster erfuhr ihre geistige begabung  umfassende F�derung. ihre erfahrungen schrieb sie nieder in "legatus divinae pietatis" - "gesandte der g�tlichen liebe" und "exercitia spiritualia" - "geistliche bungen".

 

 

 

5. januar 2006

russland hat gezeigt, dass es den gashahn abdrehen kann. selbst wenn es ein profilierungsversuch der csu sein sollte, dass sie jetzt fordert die laufzeit der atomkraftwerke zu verl�gern, wird ber unseren energieverbrauch wieder laut nachgedacht.
vielleicht hat es das gebraucht, dass endlich ein hoher politiker zur hauptsendezeit verkndet, dass wenn in deutschland alle standby-ger�e abgestellt wrden, man zwei atomkraftwerke sparen k�nte.
seit monaten suche ich bis jetzt vergeblich ein kleines radio ger�, das nicht immer wieder neu programmiert werden muss, wenn ich den standby ausschalte. fast alle medien verk�fer begegneten diesem wunsch bis jetzt mit unverst�dnis und mit der freundlichen frage an einen offenbar vorsintflutlichen menschen (das stimmt, aber eigentlich sind wir alle zwischensintflutlich, wenn nicht ein epochaler bewusstseinwechsel geschieht) warum ich denn den standby nicht stehen lassen k�ne, denn so was wrde heute nicht mehr hergestellt und das wrde auch von der kundschaft nicht verlangt.
angesichts der heute deutlich sichtbaren erw�mung des planeten verbrauchen wir seit jahrzehnten zuviel fossile brennstoffe. statt sie zu drosseln, steigt der bedarf nicht nur in china und in indien, sondern vor allem bei uns. auch wenn wir uns bemhen und im winter nicht im t-shirt, sondern mit einem warmen pullover am pc sitzen, verbrauchen wir alle enorm viel mehr energie als vor 20 jahren.

1995 hat der franz�ische staatspr�ident chirac erneute atomtests im sd pazifik angekndigt. nachdem das 1. greenpeace-schiff am 10. Juli 1985 vom franz�ischen geheimdienst, ganz offensichtlich mit zustimmung des pr�identen, versenkt worden war, machte sich 1995 die zweite "rainbow warrior" inmitten einer ganzen protest flotte auf in den sd pazifik. einen regenbogen kann man nicht versenken! 1996 endlich stellte frankreich sein atom testprogramm ein.
pnktlich zum 10j�rigen jubil�m kndet der selbe pr�ident planungen einer neuen generation von atomkraftwerken an.
auch uran ist ein auslaufmodell und wo bitte sch� monsieur le pr�ident soll die end lagerung sein? "alllons enfants de la patrie..."

"Viele elektrische Ger�e aus dem Bro und im privaten Haushalt verbrauchen nicht nur dann Strom, wenn Sie aktiv benutzt werden. Auch im Standby-Betrieb (oder auch Wartezustand) wird Strom verschwendet - in Deutschland j�rlich ca. 20,5 Milliarden Kilowattstunden. Zum Vergleich: eine Gro�tadt wie Berlin verbraucht j�rlich ca. 14 Milliarden Kilowattstunden elektrischen Strom.
Beim Standby-Betrieb befindet sich das Ger� in einem definierten Bereitschaftszustand, in dem es sich z.B. durch eine Fernbedienung wieder einschalten l�t. Fr diese Aufrechterhaltung der Betriebsbereitschaft verbrauchen die Ger�e elektrische Energie.
Einige Ger�e (z.B. Videorekorder im privaten Haushalt) verschwenden fr den Bereitschaftszustand mehr Strom als fr den eigentlichen Betrieb."
http://www.impulsprogramm.de/ged/text1.htm
http://www.energiesparhaus.at/energie/elektro/standby.htm

 

 

3. januar 2006

Man nehme 12 Monate, putze sie ganz sauber von Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und Angst, und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile, so da�der Vorrat genau fr ein Jahr reicht. Es wird ein jeder Tag einzeln angerichtet aus einem Teil Arbeit und zwei Teilen Frohsinn und Humor. Man fge drei geh�fte Essl�fel Optimismus hinzu, einen Teel�fel Toleranz, ein K�nchen Ironie und eine Prise Takt. Dann wird das Ganze sehr reichlich mit Liebe bergossen. Das fertige Gericht schmcke man mit einem Str��hen kleiner Aufmerksamkeiten und serviere es t�lich mit Heiterkeit!

Goethes Mutter 1808 in einem Brief

 

 

neujahr 2006

ein gesegnetes jahr allen,
die diese zeilen lesen!
mögen wir dran bleiben
und immer wieder eintauchen
in diese dimension,
die wir gottheit nennen,
damit sie sich immer mehr in allen wesen verwirklicht.

 

Rast unterwegs, ich sehe
Den Leuten zu beim Reinemachen
Fürs Neue Jahr.

Basho

 

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