wintersonnenwende 2004
wir müssen zu den gebeten, ritualen und feiern der danksagung zurückkehren, die uns mit den spirituellen mächten verbinden, die uns erhalten, und wir müssen unsere kinder diesen respekt durch unser vorbild lehren.
der traditionelle kreis indianischer elders und der jugend.
onondaga-nation, usa
6. dezember 2004
Nasrudin kommt ganz aufgeregt aus dem Keller in die Küche
zu seiner Frau: "Wir sind umgezogen, wir sind in einem ganz neuen Haus...
unser Haus ist nicht mehr da!"
Seine Frau: " Ich weiß nicht was du hast, wir wohnen seit dreißig
Jahren in unsererm Haus und da sind wir immer noch"
Er: "Nein es ist nicht mehr dasselbe Haus und nicht mehr derselbe Keller,
wir sind in einem größeren Haus. Seit dreißig Jahren schlag
ich immer meinen Kopf an der Kellertür an. Heute ist die Tür so groß,
dass ich jetzt zum ersten mal meinen Kopf nicht mehr anschlage."
Manchmal dauert es dreißig Jahre bis wir den Kopf nicht mehr anschlagen.
4. november 2004
zu dem wahlergebnis in usa erreicht uns folgendes eindrückliche e-mail
von Br. David Steindl-Rast:
Liebe Freunde,
nur am 13. März 1938, als Hitler in Österreich einmarschierte,
bin ich so gebannt und schmerzvoll vor dem Radio gesessen wie in der vergangenen
Nacht. Beidemale schien mir die Welt in einen Abgrund zu versinken. Heute morgens
aber fand ich auf unserer Website www.gratefulness.org dieses per Zufall
ausgewählte Wort des Tages:
Der gleiche Schmerz, der dein Wesen verdüstern kann, kann auch als Kraft
wirken, die dir erst deinen wahren Glanz gibt. Pir Vilayat Khan
Das gilt auch von dem Schmerz, den diese Katastrophe in uns auslöst. Wenn
wir mit klarem Blick auf das Verhängnis schauen, in das die USA die Welt
hineinreißt, kann unser Schmerz zu einer Kraft werden, die Furcht in Mut
verwandt. Machthaber versuchen uns durch Furcht zu manipulieren. Darum kostet
es Mut für jenen Frieden einzustehen, den unsere Welt zutiefst ersehnt.
Wenn es am schlimmsten kommt, können Mutige oft dennoch Besserung bringen.
Das ist Grund zur Dankbarkeit. Aber Verbesserung kommt in kleinen Schritten.
Krieg und Tyrannei können mit einem einzigen Schlag Tausende verstummen
lassen; der Frieden aber wie Fatima Reda so weise sagt wird immer
nur von Mensch zu Mensch verwirklicht Schritt für Schritt, Freundschaft
um Freundschaft.
Wie dankbar ich für Eure Freundschaft bin, besonders jetzt.
Euer Br.David
allerseelen 2004
das geheimnis des lebens und das geheimnis des todes sind verschlossen in zwei schatullen, von denen jede den schlüssel zum öffnen der anderen enthält.
mahatma gandhi
30.10.04
mal zeigt es seine hintere seite
mal zeigt es seine vordere seite
so fällt es, das herbstblatt.
ryokan
24.10.04
Chronische, nicht übertragbare Erkrankungen (sogenannte Zivilisationserkrankungen
wie Übergewicht, Alterszucker, Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen) nehmen
in ihrer Häufigkeit weltweit dramatisch zu und wären durch Lebensstilstrategien
in einem hohen Maße vermeidbar.
Die WHO hat zu dem Thema einen "technical report" verfasst (DIET,
NUTRITION AND PREVENTION OF CHRONIC DISEASE) Darin favorisiert die WHO als gesunde
Ernährung das mediterrane Kostmodell, die Kreta-Diät.
Die Ernährung der kretischen Bevölkerung in den 50er
und 60er Jahren bedeutete:
Wenig Landtierfett und Süßspeisen
Etwa zwei mal in der Woche Fisch, Magermilchprodukte
Viel - möglichst vollwertige Getreideprodukte
Hochwertige pflanzliche Öle (Olivenöl, Rapsöl, Leinöl)
Mindestens 400g Gemüse und Obst am Tag
Laut einer Statistik essen die Griechen auch heute das meiste Gemüse in
Europa. Nämlich im Jahr pro Kopf 298 Kilogramm. Im Gegensatz zu den Deutschen,
die mit 94 Kilogramm fast an letzter Stelle stehen.
Die Ernährungswissenschaft sagt uns heute, dass es ausgeschlossen ist die zahlreichen organischen bioaktiven Substanzen in Obst und Gemüse zu ersetzen durch zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel.
Die Zahl der Substanzen in pflanzlichen Lebensmitteln wird derzeit etwa auf 10.000 geschätzt, die den Lebensmitteln einerseits Geruch, Geschmack und Farbe verleihen. Der Pflanze selbst dienen sie z.B. als Abwehrstoffe gegenüber Pflanzenkrankheiten.
anfang oktober 2004
aus einem brief der gesellschaft für bedrohte
völker
Kein Auffanglager für Flüchtlinge aus Tschetschenien in der
Ukraine!
Bei ihrem Treffen am 15. September verabschiedeten die Innenminister Österreichs,
Estlands, Lettlands und Litauens eine Empfehlung an die niederländische
EU-Präsidentschaft, Auffanglager für tschetschenische Flüchtlinge
in der Ukraine
einzurichten. Doch die Ukraine ist einer der wenigen Staaten, die Tschetschenen
ohne Prüfung ihrer Fluchtgründe wieder in die Russische Föderation
zurückschicken. Gerade weil sie sich dort an Leib und Leben bedroht fühlen,
fliehen jedoch immer mehr Tschetschenen aus der Russischen Föderation.
Dort gibt
es für sie nirgends einen sicheren Ort, bestätigen auch russische
Menschenrechtsorganisationen.
Die tschetschenischen Flüchtlinge sind Überlebende eines Genozids
und den
russischen Soldaten häufig nur um Haaresbreite entkommen. 20 Prozent des
tschetschenischen Volkes etwa 160.000 Menschen sind den Angriffen russischer
Truppen seit 1994 zum Opfer gefallen. Grosny wurde dem Erdboden gleichgemacht
wie damals Dresden oder Rotterdam. 50.000 tschetschenische Kinder wurden durch
den Krieg zu Waisen, 10.000 tschetschenische Kinder sind Invaliden, haben ein
Arm, ein Bein oder das Augenlicht verloren.
Um ein Auffanglager in der Ukraine zu verhindern - wie es von Innenminister
Otto
Schily vor wenigen Wochen für Nordafrika vorgeschlagen worden ist - und
um
tschetschenische Zivilisten vor dem Schlimmsten zu bewahren, bitten wir Sie,
an
den niederländischen Innenminister, Johan Remkes zu schreiben.
Minister of the Interior
The Netherlands
Mr. Johan Remkes
Postbus 20011 NL-2500 EA Den Haag
Fax: 0031 70 363 9153
Dear Minister,
Your colleagues from Austria, Estonia, Latvia and Lithuania have approached
you
with a proposal to establish camps for refugees from Chechnya in the Ukraine.
I
appeal to you to encourage your fellow European Union Interior Ministers to
reject this proposal. These Chechen refugees have survived genocide in the
Russian Federation and many have barely escaped with their lives. Nevertheless
they are being sent straight back to Russia by Ukraine. As long as the war in
the Northern Caucasus continues refugees from Chechnya should be granted
temporary asylum in the EU.
Yours sincerely,
Freie Übersetzung:
Sehr geehrter Herr Minister,
Ihre Amtskollegen aus Österreich, Estland, Lettland und Litauen haben sich
an Sie
gewandt mit der Forderung, die EU solle Auffanglager für tschetschenische
Flüchtlinge in der Ukraine einrichten. Ich bitte Sie, im Kreise der
EU-Innenminister für die Ablehnung dieser Forderung zu werben. Die Betroffenen
sind überlebende Genozidopfer, die durch ihre Flucht aus der Russischen
Föderation häufig gerade nur ihr nacktes Leben retten konnten. Dorthin
werden sie
jedoch von der Ukraine zurückgeschickt. Solange im Nordkaukasus die Gewalt
anhält, müssen die tschetschenischen Flüchtlinge innerhalb der
EU Aufnahme
finden.
Mit freundlichen Grüßen
In eigener Sache
Unsere Öffentlichkeits- und Menschenrechtsarbeit, unsere Kampagnen für
bedrohte
Völker, unsere Lobbyarbeit für Minderheiten und unsere Hilfs- und
Unterstützungsprojekte kosten Geld. Für unsere Menschenrechtsorganisation,
die
sich auf die Seite der Verfolgten stellt, ist es entscheidend, unsere
Unabhängigkeit zu wahren. Denn wir wenden uns oft gegen die Politik von
Parteien
und Regierungen.
Sie können uns dabei helfen!
Schließen Sie sich dem Kreis unserer Mitglieder oder Förderinnen
und Förderer an
und spenden Sie für unsere Menschenrechtsarbeit. Sie helfen uns damit,
auch in
Zukunft unabhängig zu bleiben und Menschenrechtskampagnen längerfristig
zu
planen. Dafür ist jeder Euro ein hilfreicher Beitrag. Spenden sind steuerlich
absetzbar.
E-Mail: info@gfbv.de
www.gfbv.de
ende september 2004
aus einem bericht von ÄRZTE OHNE GRENZEN: not und
gewalt halten leider auch im norden ugandas an. nach wie vor fliehen tausende
von kinder vor den nächtlichen raubzügen der rebellen. viele sind
traumatisiert und kommen auf der suche nach seelischer unterstützung zu
roselyn aber. sie ist sozialarbeiterin in der schutzunterkunft von ÄRZTE
OHNE GRENZEN in der stadt gulu, und kümmert sich um so genannte nachtpendler.
viele von ihnen haben grausames erlebt. im lacor-krankenhaus hat ÄRZTE
OHNE GRENZEN eine notunterkunft für sie eingerichtet. etwa 3000 jungen
und mädchen zwischen sechs und sechzehne jahren finden hier ein paar stunden
schlaf und manche ein wenig hoffnung.
ein 13 jähriger junge erzählt: "ich würde lieber zuhause
bleiben, aber da ist es nicht sicher. im letzten monat haben die rebellen unser
dorf fünfmal angegriffen. sie nahmen sechs familienangehörige und
meine mutter mit. als mein bruder zu fliehen versuchte, haben sie ihn umgebracht.
die anderen haben sie später wieder freigelassen. ich wünschte, ich
könnte bei meinem älteren bruder leben, aber er hat kein geld für
meinen unterhalt."
weitere berichte der kinder aus gulu:
www.aerzte-ohne-grenzen.de
september vollmond 2004
die religion der zukunft wird
eine kosmische sein. sie sollte über einen persönlichen gott hinausgehen
und dogmen und theologie vermeiden. sie sollte einer religiösen
gesinnung entspringen, die auf der erfahrung von natur und geist beruht.
(albert einstein)
17. september 2004
Am 21. September
findet der 22. jährliche Weltfriedenstag statt. Er wird von einer Unterorganisation
der Vereinten Nationen veranstaltet. Die Organisatoren hoffen, dass sich an
diesem Tag weltweit Millionen von Menschen verschiedener Glaubensrichtungen
zu einer 24-stündigen Friedenswache sowie zu einem gemeinsamen Moment der
Stille zusammenfinden. Auf der ganzen Welt gibt es Bestrebungen, durch Gebete,
Zeremonien, Fasten und andere spirituelle Übungen gemeinsam diesen Tag
zu begehen. Auf diese Weise soll verdeutlicht werden, dass die Kraft von Gebeten
und anderen spirituellen Übungen in der Lage ist, Frieden zu schaffen und
gewalttätige Konflikte zu vermeiden. Außerdem soll dadurch auch die
Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit verstärkt auf diesen Tag gelenkt
und der Weltfriedenstag selbst als ein Tag des weltweiten Waffenstillstands
etabliert werden, als welcher er bereits von den Vereinten Nationen ausgerufen
wurde.
Daher können wir am 21. September 2004 genau zur Mittagszeit (12.00 Uhr,
jeweils örtlicher Zeit) für eine Minute für den Weltfrieden beten
- egal wo wir uns befinden oder was wir gerade tun.
Wir sind alle aufgerufen, auch unsere Freunde und Bekannten zu bitten, an diesem
gemeinsamen Gebet teilzunehmen. Ein solches Gebet für den Weltfrieden ist
gerade in der heutigen Zeit sehr wichtig.
Septembermorgen
Im Nebel ruhet noch die Welt
noch träumen Wald und Wiesen
bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
den blauen Himmel unverstellt
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
in warmem Golde fließen.
Eduard Mörike, 1827
anfang september 2004
angesichts des todes so vieler menschen so vieler kinder so vielen leids, fragen wir nach tod und leben.
es gibt eine internationale organisation, die sich mit
nah-todeserfahrungen befasst: international asociation for near death studies,
IANDS.
tausende von nahtodesberichten wurden katalogisiert und wissenschaftlich erforscht.
sie laufen alle mehr oder weniger nach einem ganz bestimmten grundschema ab.
auch wenn ein mensch durch gewalteinwirkung bewusstlos wird, gerät er in
ein gefühl äußersten friedens und wohlergehens. keine schmerzen
oder andere körperempfindungen. sicherheit und geborgenheit dominieren.
keine schuldzuweisung: "du bist schuld, du willst mich umbringen"
jede wertung fällt weg. etwas, was bei einer mystischen erfahrung auch
auftritt. die welt wird nicht mehr in gut und schlecht aufgeteilt.
lasst uns lichter anzünden für die, die
gegangen sind.
es gibt momente im leben wo schmerzen so groß sind, dass man sich ihnen
nur noch hingeben kann, wo uns nichts anderes übrigbleibt als die ohnmacht
anzunehmen. momente in denen wir erfahren, dass da etwas größeres
ist als wir, das wir nicht bestimmen können. Dies sind mit die wichtigsten
momente in unserem leben, die vielleicht eine umkehr möglich machen, die
uns vielleicht erfahren lassen, dass das äussere, dem wir so oft nachjagen
eigentlich nicht zählt. später erkennen wir, dies waren die momente
aus denen innere reifung geschehen konnte.
lasst uns viele lichter anzünden für die, die
bleiben, dass sie diesen hohen preis nicht mit rache und vergeltung zurückzahlen.
18. august 2004
gold versank in blau
am ende eines tages
als es sommer war.
ruth grimm
27. juli 2004
"Der Herr der gelben Erde wandelte jenseits der Grenzen
der Welt. Da kam er auf einen sehr hohen Berg und schaute den Kreislauf der
Wiederkehr. Da verlor er seine Zauberperle. Er sandte Erkenntnis aus, sie zu
suchen, und bekam sie nicht wieder. Er sandte Scharfblick aus, sie zu suchen,
und bekam sie nicht wieder. Er sandte Denken aus, sie zu suchen, und bekam sie
nicht wieder. Da sandte er Selbstvergessen aus, Selbstvergessen fand sie."
Dschuang Dsi, aus dem wahren Buch vom südlichen Blütenland.
(Übersetzt von Richard Wilhelm - Diederichs Gelbe Reihe - zur Zeit zum
Sonderpreis von EUR 5, -)
Selbstvergessen unbedingt einpacken als leichtes Gepäck in frohe Ferien !
Indem ich dies schreibe, hupft hier in meinem Büro wieder der oder ein
grüner Grashüpfer auf meine Hand, auf die Tastatur und jetzt bewegt
er sich ganz langsam mit zarten Beinchen hier quer über den Bildschirm.
Ob das Denken noch reicht um diese Gedanken ins Netz zu laden, wird sich gleich
erweisen. Joachim Ringelnatz lässt grüßen:
Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß,
das durch den sonnigen Himmel schreitet,
und schmücke den Hut, der dich begleitet
mit einem grünen Reis.
Verstecke dich faul in der Fülle der Gräser.
Weil's wohltut, weil's frommt.
Und bist du ein Mundharmonikabläser
und hast eine bei dir, dann spiel, was dir kommt.
Und lass deine Melodien lenken
von dem freigegebenen Wolkengezupf.
Vergiss dich. Es soll dein Denken
nicht weiter reichen als ein Grashüpferhupf.
Sonntag im Juli 2004
Wir sind der Spiegel und auch
das Gesicht darin.
Wir sind das Schmecken und der Geschmack
In dieser Minute aus Ewigkeit.
Wir sind der Schmerz
Und was den Schmerz heilt.
Wir sind das süße und kühle Wasser
Und der Krug, der es ausgießt.
Rumi
17. juli 2004
heute morgen endlich ein frühstück auf dem balkon an der sonne, ich schneide eine tomate auf. der saft ergießt sich über einen finger. in der schnellen sekunde, auf dem weg des fingers zum mund, springt etwas auf des fingers spitze. ein kleiner grüner gast. zart, filigran, in vollkommener, feinster bewegung kommt mir die heuschrecke zuvor und trinkt den guten tomatensaft. ich hüpfe vor freude bei dieser augenweide und gesättigt hüpft sie weiter ins grün des nächsten blumentopfs.
george bernhard shaw soll einmal gesagt haben: die schwierigkeit besteht nicht darin, dass es keine schönen wirklichkeiten gibt, sondern darin, dass wir sie nicht erkennen, wenn wir ihnen begegnen.
16. juli 2004
in die kurse kommen immer mehr menschen, die plötzlich arbeitslos
sind. auf nachfrage stellt sich oft heraus, dass es gar keine liebe gab zu dem
beruf, dass die arbeit ausgeübt wurde, um geld zu verdienen. der beruf
war eine belastung. gleichzeitig mit der angst vor dem gespenst arbeitslosigkeit
ist bei kündigung oft eine große erleichterung wahrnehmbar. hier
gilt es zu fragen: was ist meine berufung? was möchte ich wirklich, wirklich,
wirklich gerne tun? sich zutiefst zu fragen: wie sieht die form aus, in der
sich die aufgabe meines lebens ausdrückt? wenn die frage klar da ist, gibt
es auch antwort, oft anders, als wir denken.
die nächste frage könnte sein, was kann mich unterstützen, wie
kann ich meine berufung verwirklichen?
jenseits der alltäglichen gedanken, jenseits der intentionen,
jenseits der konzepte, zutiefst in uns ist ein unendliches potential an kreativität.
aus der stille kommen wir in kontakt zu diesem potential. da ist die quelle
der kreativität, des erfinder geistes. wir selber sind in unserem grund
schöpferische intelligenz. denn das ist es, was wir jetzt brauchen.
ich war vor jahren in einer großen stadt einmal arbeitslos. ging aufs
arbeitsamt. vor den türen saß und stand ich stundenlang, hinter denen
es nicht unbedingt arbeit gab, aber geld. mit mir warteten da menschen, resigniert,
depressiv, aggressiv, weinende kinder. für mein empfinden herrschte da
eine stickige atmosphäre der trägheit, der resignation. als ich nach
stunden endlich dran kam, erfüllte ich alle formalitäten und gleichzeitig
sagte ich dem beamten, dass ich hier das erste mal bin und dass ich nicht vor
habe noch einmal hierher zu kommen.
auf dem heimweg kam ich ins gespräch mit einer frau. sie ist besitzerin
einer frühstücks kneipe. sie erzählte mir, dass es sehr schwer
sei jemanden zu finden, der morgens um 4.00 Uhr aufsteht um zuverlässig
ihr lokal zu reinigen, und dass sie im moment ganz dringend jemanden braucht.
kairos. kairos ist der absolute augenblick, jetzt in diesem moment. der griechische
mythos erzählt uns von dem halbgott kairos, dass er ständig an uns
vorbei läuft. auf abbildungen ist er mit einer locke über seiner stirn
dargestellt. es gilt ihn da zu packen. denn wenn wir warten, ist er schon an
uns vorbei gerannt und dann haben wir nichts in händen, denn an seinem
Hinterkopf glänzt eine glatze.
also packte ich den augenblick am schopf und trat jeden frühen morgen in
diese verrauchte, verstunkene, verdreckte kneipe, die es dringend nötig
hatte, geputzt zu werden. Diese zweistündige sichtbare verwandlung, die
durch meine hände geschah, bereitete mir freude. ich tanzte durch das lokal,
manchmal mit musik, manchmal sang ich. es war der putz tanz zwischen küche,
bar und klo, zwischen sich leerenden aschenbechern und getürmtem geschirr
mit essens resten, die schnell aufgeräumt waren. es tanzte, es putzte und
als die wirtin so um sechs kam, und manchmal viele gäste ein schnelles
frühstück haben wollten, half ich ihr noch in der küche. dann
bereitete sie für uns beide jeweils ein ausgiebiges frühstück.
in dieser zeit war das meistens meine hauptmahlzeit, denn ich lebte tagsüber
hauptsächlich von haferflocken, reis oder kartoffeln, weil ich eben nur
sehr wenig geld hatte. gleichzeitig hatte ich das glück über den dächern
eine sehr billige, wunderbare, kleine wohnung zu haben. es war ein gutes leben.
ich habe nie nach geld gefragt. es reichte einfach gerade so und ich lebte von
der hand in den mund.
ich glaube, dass es wichtig ist wenn man arbeitslos wird, sich
als erstes eine tagesstruktur zu schaffen, nicht zu grübeln, so dass es
nicht zum "durchhängen" kommt. nehmen, was einem begegnet und
wissen, spüren ahnen, dass ich nicht ein leben lang z.b. frühstücks
kneipe putzen werde. aber dass dies im moment jetzt einfach angesagt ist. und
auch wenn sich meine berufung noch nicht sofort voll zeigt, mit freuden, mit
leib und seele tun was zu tun ist. ganz im augenblick sein. es ist nur der augenblick,
jetzt. aus dieser präsenz öffnet sich die zukunft wie eine blume ganz
von selbst. ich glaube, dass es in zukunft berufe geben wird, die wir uns noch
gar nicht vorstellen können, die es noch zu erfinden gilt.
nicht von oben, von einem amt, von der politik, sondern von den menschen selbst.
da zu brauchen wir kreativität, phantasie, freude und mut, neue gedanken
zuzulassen, nicht zu werten, sondern zu vollziehen was da ist auf dem weg zur
berufung.
gestern hörte ich von einer jungen frau, die eine aufräumfirma gegründet
hat. sie geht zu menschen und hilft ihnen das büro oder die wohnung aufräumen.
sie hilft ihnen wegwerfen, loslassen. wer hätte vor zehn jahren an so einen
beruf gedacht? das geschäft dieser jungen frau läuft sehr gut.
es ist zu beobachten, dass wenn jemand seine berufung findet und sie vollzieht
im fluss der zeit, fließt auch das entsprechende geld. es scheint die
natürliche folge zu sein.
übrigens bräuchte ich dringend jemand, der/die mir hilft
die fenster zu putzen, achtsam wäsche zu bügeln und meine lieblingssocken
zu flicken. wenn sie jemanden kennen im raum würzburg, melden sie sich
bitte unter
E-mail: info@beatrice-grimm.de
Musik ist der kürzeste
Weg zu Gott
Vivekananda
Indische Klassische Musik, über Jahrtausende alte, gesungene
Gebete in Sanskr it lassen uns in Kontakt kommen mit unserer Wesensnatur.
Shrimati Anita Roy
vom 27. Juli – 1. August 2004
in der Klosterkirche Bursfelde bei Göttingen
Das alte benediktinische Kloster Bursfelde – heute evangelische
Kirche – liegt in der Nähe von Hann. Münden.
Hier lassen wir uns durchdringen vom Klang uralter überlieferter Gebete.
Wir singen Mantren und üben vor allem ursprüngliche Tonfolgen ein,
die heilsam sein können und uns ins Gleichgewicht bringen.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Arbeit mit der Stimme wird unterstützt
durch Bewegung, einfache indische Tänze, Körpergebet, Kontemplation,
und vor allem durch Stille unter der Leitung von Beatrice Grimm.
Die alles durchdringenden Töne stärken die Stimme, und lehren uns
aus dem Herzen zu singen.
An diesem wunderbaren Ort an der Weser, umgeben von alten Bäumen treten
wir ein in eine andere Zeit, einen anderen Raum jenseits des aufreizenden Trubels
unseres Alltags.
Hier feiern wir den Sommer zum Segen für uns, unsere Umwelt und für
alle Geschöpfe.
Kursgebühr: € 130,- bis € 190,-
nach eigenem Ermessen.
Unterkunft und Verpflegung: Doppelzimmer inkl. drei vegetarischen Mahlzeiten
pro Person und pro Tag: € 35,00.
Anmeldeformular
E-mail: beatrice@beatrice-grimm.de
home: http://www.beatrice-grimm.de
fronleichnam 2004
was heißt das? fron - herrn, leichnam - leib. hochfest des
leibes und blutes christi. es ist die erinnerung an die einsetzung des altarsakraments.
eigentlich hätte man dieses fest an gründonnerstag feiern müssen,
dies wurde jedoch wegen der passionswoche als unangebracht erachtet.
es wird gesagt, dass dieses fest ursprünglich auf grund einer vision der
heiligen juliana von lüttich 1246 eingeführt wurde. interessanterweise
ist das fest verbunden mit dem "wallen", dem ziehen durch die zeit,
fronleichnamsprozession versinnbildlicht den christlichen lebensvollzug. in
gestalt der geweihten hostie wird Christus selbst durch Stadt, Flur und Wald
geführt. hier wird er sichtbar, verlässt den "heiligen tempel"
um durch das "profane" zu ziehen. fronleichnam heißt auch fête
dieu, gotstag, hergottstag, sacramentum, sakramentstag.
vielleicht hat juliane von lüttich etwas geschaut was es schon immer gab.
ethnologInnen berichten, dass im alten osteuropa seit jeher - und später
christianisiert in der orthodoxen kirche - genau in dieser jahreszeit die jungen
frauen gemeinsam mit einem bestimmten schritt von ort zu ort gingen um die felder
zu heiligen. auf ihren schultern trugen diese frauen das jüngste mädchen,
umhüllt mit einem weißen schleier. in matrilinearen kulturen wurde
das jüngste mädchen oft als wiedergeburt, verkörperung der verstorbenen
ahnin gesehen. in den alten liedern, wird das verschleierte kind als die göttin
bezeichnet.
die bedeutung dieser prozession sowie aller ursprünglichen rituale umfasste
immer vielfache aspekte gleichzeitig auf allen ebenen. gemeint war die persönliche
fruchtbarkeit, die fruchtbarkeit der felder, sowie das heil der ganzen gemeinschaft,
das heil des dorfes im hinblick auf die heilige hochzeit zwischen himmel und
erde. in einer zeit wo profan und sakral nicht getrennt waren, gab es nur die
eine heilige erde.
der griechische dichter homer besang noch vor 2500 jahren die erde als göttin
gaia:
"Gaia! Dich Allmutter werd ich besingen,
Dich alte festgegründete Nährerin aller irdischen Wesen.
Was die göttliche Erde begeht und was in den Meeren,
was in den Lüften sich regt,
genießen Deine Fülle und Gnade,
Gute Kinder und gute Früchte entspringen Dir, Hehre,
Du hast Gewalt, den sterbllichen Menschen zu geben oder zu nehmen."
gaia, das war die allmächtige mutter, urgrund aller dinge. aus gaia wurde
freya, erda, erde, earth. die silbe gaia verwandelte sich in geo. geo-graphie.
ist sonst nichts übrig geblieben von der göttin gaia?
wir sind gaia, wir sind erde. in uns ist ihre bewegung um die sonne, in uns
ist ihre schwerkraft, in uns sind ihre mineralstoffe und in uns ist das licht
unserer erdensonne. unser wassergehalt entspricht prozentual dem der erde.
unser salzgehalt entspricht prozentual dem der meere dieser erde.
die erde ist immer heilend. wenn sie verletzt wird, wenn zum beispiel mit schweren
bulldozern erde abgetragen wird, die bodenlebewesen zerstört werden, dauert
es nicht lang und sie bedeckt sich wieder mit primären pflanzen, die sie
heilsam überziehen, und wenn man ihr zeit gibt wächst in der folge
genau das was sie braucht.
da wir erde sind, sollten nicht auch wir uns die zeit geben aus
uns selber wieder heil zu werden? denn so ist das naturgesetz: was verletzt
ist, wird wieder heil.
die samen keimen, der mohn blüht, das korn reift. wie kommt es, dass noch
die sonne scheint, dass noch nachtigallen und amseln und drosseln singen, wie
kommt es, dass noch kinder spielen und verliebte sich fühlen wie von einer
anderen welt?
denn diese welt zeigt uns im augenblick ein massaker an erde, tier und mensch.
wir wissen, dass die erde sehr belastbar ist, dass sie aber dabei ist ihre grenzen
der belastbarkeit zu erreichen, und zu grunde geht an der krankheit mensch.
geht sie zu grunde? geht nicht vielmehr der mensch an sich selber, an seinem
egozentrismus zu grunde? aus der langen erdengeschichte wird sichtbar, dass
das biotop erde sich immer wieder verändert, sich anpasst und sich schlussendlich
auf die ihm eigene art wieder heilt.
viele menschen sind dabei aufzuwachen und eine heilige welt zu leben. das sakrale
im profanen wieder zu leben. die guten kräfte finden wir tausendfach in
der natur unserer allmutter gaia. so können wir heute über die felder
und weinberge ziehen und uns der erde, dem wind, der sonne und dem regen öffnen.
vielleicht erfahren wir dann, dass sich gaia uns öffnet und zutiefst in
uns ist, unverletzbar und schön.
8. juni 2004
"kein grün ohne wasser",
sagt uns hildegard von bingen. da es vielerorts soviel regnete, ist die landschaft
grüner.
dieses grün ist so wohltuend anzuschauen. es ist auch wohltuend für
die augen. besonders für überanstrengte augen schreibt die heilige
hildegard:
"es soll der mensch hinausgehen auf die grüne
wiese und sie so lange anschauen, bis seine augen wie vom weinen nass werden:
das grüne dieser wiese nämlich beseitigt das trübe in den augen
und macht sie wieder sauber und klar."
1. juni 2004
Tanze mein Herz,
tanz heiter mit Freude.
Die Melodien der Liebe
füllen Tage und Nächte mit Musik,
und die Welt
lauscht ihren Melodien.
Außer sich vor Freude
tanzen Leben und Tod
zu den Rhythmen dieser Musik.
Die Hügel tanzen,
es tanzt die See und die Erde.
Die Welt der Menschen
tanzt in Lachen und Tränen.
Warum das Gewand des Mönchs anziehen
und leben weitab von der Welt
in einsamem Stolz?
Siehe!
Mein Herz tanzt
im Entzücken von hundert Künsten,
und der Schöpfer
ist es zufrieden.
Kabir
28. mai 2004
für christoph im labyrinth
"wär einisch i sich wär inne gange,
chönnt einisch ganz us sich ou use cho.
fasch niemer geit eso"
(kurt marti)
27. mai 2004
o wunder, heute gibt es gute nachrichten:
frieden im sudan - nach 21 jahren krieg... (schätzungsweise sind zwei millionen
menschen umgekommen. eine million menschen sind auf der flucht).
im irak sollen plötzlich verhandlungen möglich sein.
in deutschland kommt das zuwanderungsgesetz zu stande.
was wir zutiefst sind, wirkt. gedanken wirken,
worte wirken, handlungen wirken. handlungen wirken äusserlich stärker
als worte. jedoch vergessen wir immer wieder welche kraft unsere gedanken in
wirklichkeit haben.
vor allem gedanken, die wir in unsere eigene tiefe hineinnehmen , sie dann loslassen
und uns unserem tiefsten inneren hingeben.
viele menschen sind auf dem weg des stillen gebets, viele menschen haben in
den letzten wochen und monaten täglich ihren schmerz, ihr leid und die
not in dieser welt in die unendliche liebe gottes gegeben.
bei der gestrigen marienfeier auf dem kirchberg haben wir lichter angezündet
für alle verfolgten, vom terror geplagten, für die opfer der kriege
und für die soldaten, die andere töten.
für alle kinder, die unter dem kriegsgeschehen leiden, die ihre eltern
verloren haben.
für alle flüchtlinge und alle menschen, deren häuser zerstört
wurden.
für alle mütter, deren kinder zu tode kamen.
für alle psychisch kranken, die keine hoffnung auf besserung sehen.
für alle führer der völker, die verantwortung tragen.
Beten hat eine Wirkung
In einer Aufsehen erregenden Studie versuchte 1988 der amerikanische Kardiologe
Randy Byrd, Professor an der University of California in San Francisco, mit
wissen-schaftlichen Methoden die Frage zu klären, ob Beten hilft.
Er organisierte in einer doppelblinden, randomisierten Studie für 393 Patienten
der Koronarstation des San Francisco General Hospital Gebetsgruppen. Im ganzen
Land wurden Fürbitter (Protestanten, Katholiken und Juden) mobilisiert.
Ihnen wurden die Namen, die Diagnosen und der Gesundheitszustand der Patienten
mitgeteilt, für die sie beten sollten. Auf jeden Patienten der Gruppe,
für die gebetet wurde, entfielen fünf bis sieben allein oder in Gruppen
Betende. Das Ergebnis der Studie war verblüffend: Patienten für die
gebetet wurde, benötigten signifikant weniger Antibiotika, erlitten seltener
Lungenödeme, mußten weniger häufig künstlich beatmet werden
und hatten einen signifikant niedrigeren Krankheits-Score.
Vielleicht wirken die Gebete nicht so wie wir als Kinder geglaubt haben, dass
Gott jemandem etwas gibt, weil wir ihn darum bitten. Es ist vielmehr so, dass
wir heilende und helfende Energien mobilisieren, wenn wir mit Wohlwollen und
Liebe da sind und für andere beten.
Mein chinesischer Meister für Qigong Yangsheng, Professor Jiao Gourui sagte
einmal:
"Da wo dein Herz ist, sind deine Gedanken; da wo deine Gedanken
sind, entsteht die Kraft und da kann das Leben sich entfalten."
aus meinem kapitel über "gebet" in dem buch SPIRITUELL
LEBEN - 111 inspirationen von achtsamkeit bis zufall - herder 2002
26.april 2004
heute vor 18 jahren tschernobyl - reaktorunfall.
plötzlich zogen menschen in der republik die schuhe aus bevor sie in ihre
wohnungen traten. für kurze zeit achtete man darauf kein gemüse aus
dem osten, kein wild und keine pilze zu essen. die italienischen morcheln, selbst
der griechische bergkräutertee waren kontaminiert. in der folge starben
300.000 menschen im umkreis.
und heute? tausende von jugendlichen und kinder aus der umgebung sind zum teil
schwer beschädigt.
gibt es lösungen für endlagerungen von atommüll? am besten weit
weg bei ureinwohnern. vielleicht dort wo uran in ihren heiligen bergen, die
man eigentlich nicht berührt, von konzernen mit hilfe der zum teil schwer
angeschlagenen indianer oder aborigines abgebaut wird.
billiger atomstrom, nein danke. eigentlich müsste er für den wahnsinnigen
aufwand sehr viel teurer sein. obschon subventioniert, werden die atomstrompreise
noch steigen.
mindestens 75% aller deutschen wollen keinen atomstrom. und ungefähr gleich
viel menschen haben zweifel an den kohlesubventionen und befürchten massive
klimaschäden. warum dann beziehen nur 450.000 haushalte sichere erneuerbare
energie? viele befürchten, dass eine zuverlässige versorgung nicht
garantiert werden kann, dass es zu teuer und der wechsel zu kompliziert ist.
es ist ganz einfach. die elektrizitätswerke schönau und greenpeace
energy übernehmen den wechsel und man braucht sich um nichts kümmern.
ausserdem sind diese besten und renommiertesten anbieter von erneuerbaren energien
seit jahren absolut zuverlässig. wir brauchen nicht befürchten, dass
plötzlich die steckdose leer ist. mit jedem neuen kunden sinken die preise
von ökostrom. es gibt schon heute zahlreiche beispiele wo die erneuerbaren
energien billiger sind.
falls sie noch nicht gewechselt haben, steigen sie noch heute um und erkundigen
sie sich bei:
ELEKTRIZITÄTSWERKE SCHÖNAU
STROM AUS WASSER UND KRAFT-WÄRME-KOPPLUNG.
EINE KILOWATTSTUNDE STROM KOSTET 18,3 CENT.
DER GRUNDPREIS PRO JAHR (FÜR VERWALTUNG ETC.) BETRÄGT EUR 66,- STAND
4/2004
EWS - ELEKTRIZITÄTSWERKE SCHÖNAU GMBH
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79677 SCHÖNAU
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STROM AUS WASSER, WIND, BIOMASSE, SONNE UND KRAFT-WÄRME-KOPPLUNG.
EINE KILOWATTSTUNDE STROM KOSTET 18,4 CENT.
DER GRUNDPREIS PRO JAHR (FÜR VERWALTUNG ETC.) BETRÄGT EUR 94,20 STAND
4/2004
GREENPEACE ENERGY EG
SCHULTERBLATT 120
20357 HAMBURG
TEL.: 040 / 280 579 0
http://www.greenpeace-energy.de
mitte april 2004
irak
zweistromland
wiege unserer kultur
hier aus den ältesten überlieferungen, die wir kennen.
aus dem gilgamesch-epos:
Das Land das Weite zerbrach
wie ein Topf.
Es jammert die Herrin der Götter:
Wäre doch jeder Tag zu Lehm geworden,
da ich in der Schar der Götter Schlimmes geboten.
Wie konnte in der Schar der Götter ich Schlimmes gebieten.
Den Kampf zur Vernichtung meiner Menschen gebieten.
Erst gebäre ich meine lieben Menschen, dann erfüllen sie wie Fischbrut
das Meer.
Die Götter sitzen da und weinen.
Sechs Tage und sieben Nächte geht weiter der Wind, die Sintflut,
ebnet der Orkan das Land ein.
Wie nun der siebte Tag herbei kam, schlug plötzlich nieder der Orkan die
Sintflut,
den Kampf nachdem wie eine Gebärende sie um sich geschlagen.
Ruhig und still ward das Meer. Der böse Sturm war alls und die Sintflut.
Da war Schweigen ringsum und das Menschengeschlecht war ganz zu Erde geworden.
Da hob ich meinen Blick. Da tat ich eine Luke auf. Sonennglut fiel aufs Antlitz
mir.
Da kniete ich nieder am Boden. Weinend über mein Antlitz flossen die Tränen
nach Ufern hielt ich Ausschau in des Meeres Bereich.
Will ich Tage hier für wahr mir merken, dass ewig ich der Menschen nicht
vergesse.
...dass ewig ich der menschen nicht vergesse.
ostermontag
es ist das osterfest alljährlich,
doch für die hasen recht beschwerlich !
wilhelm busch
ostern 2004
In dieser Nacht aber, so steht
es in einem alten Buche, träumte das Weib, das den Menschensohn gesalbt
hatte, die kirchlichen Behörden hätten den Meister zum Tode verurteilt.
Man steinigte ihn. Seine Gestalt war schon ganz vergangen unter den Steinen,
aber immer neue Steine wurden geworfen. Immer neue Menschen kamen hinzu, Steine
zu werfen, um die Gestalt des Menschensohnes zu verbergen ...
Und der Haufen der Steine über ihm wurde ein Berg, und er wuchs bis in
den Himmel.
Hernach aber stiegen dieselben, die ihn gesteinigt hatten, den Berg der Steine
hinauf, bis in den Himmel. Stefan Andres
1. april 2004
ab jetzt darf in deutschland genfood verkauft werden. es muss
gekennzeichnet sein. jedoch kann man auch künftig der milchtüte nicht
ansehen, ob die kuh gen-mais gefressen hat. ob sich genmanipulierte "lebens"mittel
in deutschen landen wirklich durchsetzen, liegt an uns, am verbraucher.
zur orientierung: http://www.greenpeace.de/einkaufsnetz
29. märz 2004
Peter Ustinov: "Ich bedaure,
dass das Leben sehr kurz ist. Und es wäre scheußlich, wenn es viel
zu lang wäre."
28. märz 2004
es gibt keine äusseren werte an denen wir uns noch orientieren können. es geht darum sich auf etwas einzulassen, was umfassender ist als ich, was ich aber schlussendlich zutiefst in mir bin. nur was ich zutiefst bin, wirkt.
biologen sagen, dass es biologisch
gesehen, ohne liebe, ohne annahme anderer, keinen sozialen prozess gibt.
(maturana/varela, der baum der erkenntnis, bern 1987, S. 266)
"alles was die annahme anderer untergräbt - vom konkurrenzdenken
über den besitz der wahrheit bis hin zur ideologischen gewißheit
- unterminiert den sozialen prozess."
24. märz 2004
falls du nie einen kampf des krieges erlebt hast, nie die einsamkeit durch gefangenschaft, die agonie des gequälten, oder hunger gespürt hast, dann bist du glücklicher als 500 millionen menschen auf dieser erde.
falls sich in deinem kühlschrank essen befindet, du angezogen bist, ein dach über dem kopf hast und ein bett zum hinlegen, bist du reicher als 75% der einwohner dieser welt.
falls du ein konto bei der bank hast, etwas geld im portemonnaie und etwas kleingeld in einer kleinen schachtel, gehörst du zu 8% der wohlhabenden menschen dieser erde.
falls du diese nachricht liest, bist du gesegnet, denn du gehörst nicht zu den 2 milliarden menschen die nicht lesen können.
und ... du hast einen pc!
"arbeite, als würdest du kein geld brauchen
!
liebe, als hätte dich noch nie jemand verletzt !
tanze, als würde niemand hinschauen !
singe, als würde niemand zuhören !
lebe, als wäre das paradies auf erden !"
"work like you don't need the money.
love like you've never been hurt.
dance like nobody's watching.
sing like nobody's listening."
satchel paige, baseball-spieler
23. märz 2004
im stehcafe heute morgen: eine frau mit milchkaffee und croissant
liest die örtliche tageszeitung.
zur verkäuferin: "jetzt fängt der wahnsinn
erst an."
"ich lese schon lange keine zeitung mehr, sonst
müsst ich mich nur ärgern."
"ärger oder angst. ich muss doch wissen was
passiert, es betrifft uns, es betrifft mich. zumindest habe ich heute durch
die zeitung erfahren, dass die hamas von jassin ursprünglich zu gemeinnützigen
zwecken gegründet und sogar von israel unterstützt wurde als gegengewicht
zu arafat. die kümmern sich immer noch um ausbildung, gesundheitsfürsorge,
arbeits- und lebensmittelbeschaffung und versorgen die familien getöteter
oder inhaftierter. vom geistlichen führer wird er nun durch seinen tod
zum märtyrer nicht nur für die palästinenser."
"ja, es wird zu uns kommen, wir sind teil dieser
welt."
"stellen sie sich vor, wenn sharon in den himmel
kommt und reingelassen wird, wer sitzt schon da?.... scheich ahmed jassin. was
meinen sie was der sagt?...., und was meinen sie was sharon sagt?"
frühlingsanfang 2004
willst du das land in ordnung
bringen,
dann musst du erst die provinzen in ordnung bringen !
willst du die provinzen in ordnung bringen,
dann musst du erst die städte in ordnung bringen !
willst du die städte in ordnung bringen,
dann musst du erst die familien in ordnung bringen !
willst du die familien in ordnung bringen,
dann musst du die eigene familie in ordnung bringen !
willst du die eigene familie in ordnung bringen,
dann musst du dich in ordnung bringen !
chinesische weisheit
11. märz 2004
gepflügt ist der acker, bereitet für die saat. offen
das feld für die samen, noch zu kalt um sie auszusäen.
da fällt mir folgende geschichte ein:
eines tages betrat eine frau einen gewöhnlichen tante emma
- laden mitten in der stadt. hinter der ladentheke sah sie einen engel stehen.
sie fragte: "was verkaufen sie hier?" der engel antwortete: "alles
was sie brauchen." die frau hielt einen moment inne und sagte: "ich
brauche das ende aller kriege, die beseitigung des hungers und elends auf der
ganzen welt. unter allen menschen liebe, freundlichkeit, mitgefühl, und
..
"halt!", rief da der engel: "sie haben mich nicht richtig verstanden!
wir verkaufen keine früchte, wir verkaufen nur den samen."
nach gerhard reichel/forchheim/der indianer und die grille
1. märz 2004
der tag von baba martha:
häng heute deine roten kleider und tücher an die sonne, trage rote
socken, einen roten schal, und pullover ganz in rot um die alte martha zu erfreuen!
geh spazieren mit deinen roten schuhen, denn es ist ihr tag , unser tag heute.
gesundheit und kraft dir für das ganze jahr!
februar 2004
das leben ist eine chance, nutze sie.
das leben ist schön, bewundere es.
das leben ist ein traum, verwirkliche ihn.
das leben ist eine herausforderung, nimm sie an.
das leben ist kostbar, geh sorgsam damit um.
das leben ist ein reichtum, bewahre ihn.
das leben ist ein rätsel, löse es.
das leben ist ein lied, singe es.
das leben ist ein abenteuer, wage es.
das leben ist liebe, genieße sie.
Mutter Theresa
15. januar
wenn wir teilen, vermehren wir unser glück
tibetisches sprichwort
januar 2004
gute nachrichten: in der schweiz gibt es bis jetzt 357 gemeinden,
die urwaldfreundlich sind. urwaldfreundlich heißt: verzicht auf holz und
holzprodukte aus raubbau. stattdessen werden FSC-zertifiziertes holz und/oder
hölzer aus der schweiz oder dem benachbarten ausland verwendet. zudem wird
wann immer möglich recyclingpapier eingesetzt und eine generelle senkung
des papierverbrauchs angestrebt.
http://www.urwaldfreundlich.ch
dreikönig 2004
als sie den stern sahen, hatten sie eine überaus große
freude. (mt 2,10)
der stern hat einen großen namen. er heißt nicht kleiner bär,
kassiopeia, großer wagen oder orion;
dieser stern heißt: immanuel, gott ist mit uns.
und der stern hatte einen ungeheuer großen schweif, der da reichte vom
jahre 0 bis zum jahr 2004 und weit darüber hinaus. und der schweif bestand
aus vielen kleinen leuchtenden sternen, die ihr licht bekamen von dem leuchtenden
mutterstern. wollten wir sie benennen, dann trügen sie all unsere namen.
(nach willem wilms)
segen möge 2004 mit dir sein!
nimm dir zeit für das wesentliche,
sei heiter!
lauschen und schaun und
dem augenblick vertraun!
neujahr 2004
was ist am ende?
was ist am anfang?
die liebe
die mystikerin margarete porete:
"die liebe kann nur gewinnen, wo alle anderen verluste machen."
Archiv