22.dezember 2003
mit einem friedensmarsch durch jerusalem fordern heute rund 2000
vertreter der verschiedenen weltreligionen eine gewaltfreie lösung des
konflikts zwischen israelis und palästinensern. organisiert wurde die friedenskundgebung
von der "Interreligious and International Federation for World Peace"
nähere informationen: http://www.weltfriede.at
21. dezember 2003
die mitte der nacht ist der anfang des tages,
die mitte der not ist der anbruch des lichts.
wilhelm thomas
advent 2003
dr. philip harter von der medizinischen fakultät der stanford-universität
hat anhand von berechnungen folgende aufstellung gemacht:
wenn die erdbevölkerung ein dorf mit nur 100 einwohnern wäre, würde
sich folgendes bild ergeben:
es würden dort leben:
57 asiaten
21 europäer
14 nord- und südamerikaner
8 afrikaner
30 weiße
70 farbige
6 menschen würden 59 % des reichtums der welt besitzen,
und alle 6 kämen aus den vereinigten staaten
80 würden in ärmlichen behausungen leben
70 würden nicht lesen können
50 würden an unterernährung leiden
1 hätte eine akademische bildung
1 besäße einen pc
von der unesco hören wir, dass es zur zeit 2 milliarden kinder
gibt auf diesem, deinem und meinem planeten, die an der untersten grenze der
armut leben.
alle sieben sekunden stirbt irgendwo auf der welt ein kind unter zehn jahren
an hunger. 842 millionen menschen sind in diesem augenblick schwer unterernährt.
sie sind opfer einer weltordnung, deren gesetze nur dem profit verpflichtet
sind.
interessantes ist weiterzulesen bei:
http://www.greenpeace.org/deutschland/?page=/deutschland/fakten/einkaufsnetz/
beim abc g wie gen anklicken - welternährung
totensonntag 2003
ein zenschüler fragt den meister: "was ist nach dem
tod?"
zenmeister : "ich weiß es nicht."
schüler: "bist du nicht der meister?"
zenmeister: "doch, aber kein toter meister."
13. november 2003
die dinge sind dazu da, dass man sie benutzt,
um das leben zu gewinnen,
und nicht, dass man das leben benutzt,
um die dinge zu gewinnen
lao-tse
5. november 2003
zur zeit geht ein e-mail durchs netz. astrologen machen aufmerksam:
kosmisches ereignis am 8./ 9. november 2003
„Ein hell scheinender Davidstern wird im November dieses Jahres am Himmel
erscheinen."
Eine wahrlich einzigartige kosmische Konstellation am „astrologischen
Himmel“ begeistert derzeit alle astrologisch-bewanderten Menschen. Ein Sechsstern
/ Christusstern / Davidstern / Hexagramm oder auch Solomonssiegel genannt ergibt
sich am Samstag, den 8.und 9. November 2003 aus zwei Trigonen (gleichschenklige
Dreiecke astrolog. benannt), wobei alle diese Eckpunkte zeitweise noch miteinander
aspektarisch verbunden sind (durch Sextile), sodass ein dominanter, sechseckiger
„Kreis“ sichtbar wird. An den Eckpfeilern dieser Trigone befinden sich die drei
Planeten Sonne / Saturn / Mars im einen und Chiron / Jupiter / Mond im anderen
Trigon. Soviel zu der astrologischen Hauptkonstellation.
Im Original-E-mail befinden sich einige weitreichende Hinweise, sowohl astrologischer,
spiritueller als auch wissenschaftlicher Art. Alle berichten von der Einzigartigkeit
dieses kosmischen Geschehens.
Es wird als eine "harmonisierende Konstellation" und "Einheit
der Herzen" gedeutet.
4. november 2003
Die Krise ist
ein produktiver Zustand.
Man muss ihm nur
den Beigeschmack
der Katastrophe nehmen.
Max Frisch
3. november 2003
Gentechnik bedroht den ökologischen Landbau
Ende Oktober wollte die EU-Kommission eine Saatgutrichtlinie verabschieden,
die gentechnisch veränderte Organismen zwischen 0,3 und 0,7 Prozent ungekennzeichnet
in sämtlichem Saatgut zulässt. Am 22.10. beugte sie sich zwar rechtlichen
Bedenken zum Abstimmungsverfahren, das deshalb zunächst verschoben wurde.
Doch an ihrem Vorschlag hält sie fest.
3920 Spitzenköche in 18 Mitgliedsländern Europas lehnen Genfood ab.
Experten eines britischen Testlabors für Lebensmittelallergien meldeten,
dass die Unverträglichkeiten gegenüber Sojaeiweiß um 50 % zugenommen
hätten. Dies wurde auf den wachsenden Anteil an Gen-Soja zurückgeführt.
Jedoch konnte dies nie zweifelsfrei belegt werden.
In fast allen bisher entwickelten Genpflanzen wurden Antibiotikaresistenzen
eingebaut. Einige von ihnen sollen erst im Jahr 2008 verboten werden. In der
neuen Ausgabe von "Schrot und Korn" sagt Frau Dr. Beatrix Tappeser
vom Öko-Institut, dass derzeit die ökologischen Probleme im Vordergrund
stehen. Die seien real belegbar. "In Kanada macht sich inzwischen dreifach
resistenter transgener Raps als Unkraut in anderen Kulturen breit und ist kaum
noch zu bekämpfen."
www.schrot-und-korn.de
Das Bundesministerium für Verbraucherschutz und Landwirtschaft hat einen
Gesetzentwurf zur Umsetzung der EU Kennzeichnungs- und Rückverfolgungs-Verordnung
für GVOs vorgelegt, der allerdings noch kein Referentenentwurf der Regierung
ist.
Kommentare werden bis 14. November erbeten an:
Alexander.Schaefer@BMVEL.BUND.DE
Entwurf eines Gesetzes zur Durchführung von Verordnungen der Europäischen
Gemeinschaft auf dem Gebiet der Gentechnik finden wir auf der website:
www.saveourseeds.org
Auf dieser Site gibt es viele wissenswerte und immer die neusten Informationen
und Hinweise was wir praktisch tun können.
WIR VERBRAUCHER ENTSCHEIDEN
Wir können mitmachen beim "Einkaufsnetz" von Greenpeace:
Kontakt: Telefon 040/30618-0
www.greenpeace.de/einkaufsnetz
28. oktober 2003
gute nachrichten
im amazonas-urwald in brasilien haben es die deni indianer geschafft ihr stammesgebiet
mit hilfe von greenpeace zu markieren. dieses gebiet wird nun offiziell als
ihr besitz anerkannt. damit sind die deni offiziell geschützt von den übergriffen
der tropenholz-mafia.
in diesem jahr hat greenpeace bereits für rund 2,9 mio. hektar ( 1 ha =
10.000 m ²) urwald einschlagstopps, moratorien oder sogar einen zukünftigen
nationalpark-status erreicht:
deni land (brasilien) 1.640.000 ha
great bear, rainforest (kanada) 700.000 ha
omega (russland) 200.000 ha
kiunga aimbak (papua neuguinea) 250.00 ha
kalevalski (russland) 76.000 ha
kellerwald (deutschland) 6.000 ha
www.greenpeace.de
Der BUND, bund für umwelt und naturschutz führt seit 14 jahren eine
intensive arbeit für das "grüne band". mit spendengeldern
werden flächen gekauft, um damit besonders wertvollen lebensraum für
seltene tiere und pflanzen zu erhalten. im sommer gab die bundesregierung bekannt,
dass sie ihre flächen im grünen band - insgesamt zweidrittel der gesamtfläche
- nicht an private investoren veräussern wird. mit diesem historischen
durchbruch ist die grundlage für den schutz einzigartiger natur auf dem
ehemaligen deutsch-deutschen grenzstreifen gegeben.
www.bund.net
"Nach dem Fall der Mauer bin ich mit einer Indianerin im vormaligen
Niemandsland auf Kräutersuche gegangen. Für jede Sorte von Kräutern,
die wir sorgfältig pflückten, hat sie zuvor in jede Himmelsrichtung
ein Gebet gesprochen, sich verneigt und bei Mutter Erde bedankt, indem sie ihr
mit dem Gebet viermal Tabak gab. Andere geben der Erde geweihte Kräuter
oder etwas Süßes, bevor sie ihr etwas wegnehmen. Von Romas habe ich
gehört, dass die alten Männer noch den Hut gezogen haben, wenn sie
an einem Holunderbusch vorbeigekommen sind."
Aus W. Jäger/B. Grimm/ Der Himmel in dir/ Einübung ins Körpergebet/
München 3. Auflage: 2003/ S. 166.
26. oktober 2003
während meiner ferien konnte ich viel lesen. was mich vor
allem immer wieder interessiert, ist die bewusstseinforschung, die in der letzten
zeit große schritte gemacht hat.
es gilt, die erkenntnisse und unsere erfahrungen umfassend auf jeder ebene,
auf der wir uns gerade befinden in die praxis umzusetzen, sowohl im spirituellen,
psychologischen, körperlichen, im sozialen, ökonomischen und ökologischen
bereich.
heute zur neuen zeit erreicht mich in diesem sinn ein wunderbares projekt aus
der villa unspunnen von anette kaiser, das mir wichtig ist weiterzugeben:
EIN LÄCHELN GEHT UM DIE WELT
Das Projekt "Ein Lächeln und 10 Cent"
Die modernen Naturwissenschaften und die Bewusstseinsforschung
haben uns in den letzten Jahrzehnten ein Wissen eröffnet, von dem uns die
Weisen aller Kulturen schon seit Jahrtausenden erzählen - das Wissen von
der Ganzheit und Verbundenheit alles Lebendigen.
Dieses Wissen um unsere Ganzheit bedeutet zu verstehen, dass jeder einzelne
Mensch vom heutigen Ungleichgewicht auf unserer Erde betroffen ist. Denn jedes
Geschehen wirkt sich auf das Gesamtbewusstsein aus, und das wiederum formt die
äussere Welt mit.
Das Projekt "Ein Lächeln und 10 Cent" setzt da an: es kombiniert
innere Weisheit mit äusserem Handeln. So können wir uns als Weltbürger
und -bürgerin ausdrücken.
Denn wenn wir als Menschen auf dieser Erde überleben wollen, dann brauchen wir eine zärtliche und liebevolle Fürsorge für alle Geschöpfe.
Beigelegt ist eine kleine Karte mit unserem Planeten, die man an eine Tasse hängen kann:
Nehmen Sie diese Karte mit dem blauen Planeten
und heften Sie sie an eine Tasse,
die sie bei sich zuhause aufstellen:
Halte an,
für einen Moment,
jeden Tag,
werde still,
einfach ganz still.
Sieh jetzt unsere Erde
- den blauen Planeten -
in deinem Herzen.
Ein Lächeln in dir
breitet sich aus,
lautlos,
in schwebender Stille.
Dann werfen Sie 10 Cent in Ihre Tasse.
Mit dieser Sammlung können Sie Projekte Ihrer eigenen Wahl oder auch folgende Projekte des Vereins "Open Hands" unterstützen.
1. Smiling Kids Malawi und Sambia
2. Accìòn Suiza para Bolivia -
ein Frauenförderungsprojekt in Bolivien
3. Schulprojekt in Arunachal Pradesh
Jeden Tag:
Ein Lächeln
und
10 Cent
für
eine Welt
Ihr Lächeln ist
ein Ja zum Leben,
ein Ja zu Ihnen selbst,
zum Jetzt,
ganz einfach
Schönheit.
Stille Freude,
Welt-verbindend,
verwandelnd,
Geschenk.
Prospekte sind erhältlich bei: einlaecheln@villaunspunnen.ch
Herbst
Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere
Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
Unendlich sanft in seinen Händen hält.
Rainer Maria Rilke
Aus: Werke in drei Bänden, Bd. 1, Zürich 1966
9. oktober 2003
kürbissuppe für holger
rezept für 4 portionen
500g hokkaido-kürbis (den brauchst du nicht schälen)
waschen - entkernen - würfeln
2 el ghee*² auf kleinem feuer schmelzen lassen
1/2 tl kreuzkümmel mörsern
1/4 tl gemahlener zimt, 1 prise gemahlene nelken, etwas frisch geriebene muskatnuss
mitvermörsern
mit dem ghee auf kleiner hitze verühren, so dass ein duft aufsteigt
kürbiswürfel dazu andünsten (die gewürze dürfen nicht
anbrennen)
mit 800ml gekörnte gemüsebrühe ablöschen
1 prise asafoetida (schmeckt wie knoblauch, ist leichter verdaulich) wenn du
knoblauch gern magst, kannst du eine fein zerkleinerte zehe am anfang mit dem
ghee und den gewürzen andünsten)
15 minuten köcheln lassen
1 walnussgroßes stück ingwer*³ frisch, fein reiben
dazu geben und weitere 5 minuten köcheln lassen
suppe pürieren
zum schluss ein schuss schlagsahne (die suppe schmeckt auch ohne sahne)
und mit frisch gemahlenem pfeffer abschmecken
E GUETE - gesegnete mahlzeit!
die kürbiskerne brauchst du nicht wegwerfen, wenn du zeit und muße hast. du kannst sie waschen und lufttrocknen, vielleicht helfen die kinder mit, dann könnt ihr sehen wie seidenglänzend die hellen schalen werden. meine bulgarischen freundinnen legen die getrockneten kerne in den backofen mit salz und rösten sie bei kleinem feuer. sie lassen sich dann gut öffnen, schmecken herrlich und sind gesund, da sie viel eiweiß und magnesium enthalten.
*² ghee gehört zum ayurveda (sprich gie) ist gereinigte
butter. meine großmutter hat sie jeweils stundenlang in einer großen
pfanne auf ganz kleinem feuer hergestellt, und immer wieder die weißen
schaumbestandteile der butter abgeschöpft. das war früher üblich
damit die butter ohne kühlschrank nicht ranzig wurde. ghee ist unserem
butterschmalz ähnlich. fertiggekauft enthält dieses jedoch leider
chemische zusätze.
ghee lässt sich ganz einfach im backofen zubereiten. ich gebe in einen
topf, der höher als breit ist eine größere menge ungesalzene
süßrahmbutter. den topf stelle ich ohne deckel bei 80 grad über
nacht in den backofen. dadurch wird das ghee sehr schonend zubereitet und kann
nicht anbrennen. am morgen hebe ich den schaum mit einer lochkelle und löffel
vorsichtig ab, im erkalteten zustand gelingt dies besser, weil sich der schaum
dann zu einer kruste verhärtet hat. zum abfüllen wird das butterfett
im backofen wieder kurz erwärmt. dann fülle ich das reine butterfett
heiss in kleine gläser ohne die weißen schaumbestandteile und ohne
den bodensatz. die allerletzte butter direkt über dem bodensatz durch ein
stoffkaffeefilter oder tuch seihen und zuerst verbrauchen. das zuerst abgeschöpfte
reine ghee hält sich fast unbegrenzt.
ghee schmeckt gut. im ayurveda wird gesagt, dass es geist und körper stärkt
und dem alterungsprozess entgegen wirkt. es soll die giftstoffe im fettgewebe
lösen. ghee macht die speisen bekömmlicher und intensiviert ihren
geschmack und bewahrt die vitamine beim dünsten. ausserdem stärkt
ghee das verdauungssystem.
es eignet sich zum braten und fritieren oder wird nachträglich ans essen
gegeben.
*³ auf dem markt gab es jetzt hervorragenden ingwer aus uganda. importeur: kipepo bio&fair IMO-zertifiziert, umgepackt durch dennree, 95183 töpen.
3. oktober 2003
es müssen nicht
alle wollen,
aber die wollen,
sollen dürfen.
joschka fischer
Montag, den 29. September 2003
Heut ist mir alles herrlich;
wenn's nur bliebe!
Ich sehe heut durch's Augenglas
der Liebe.
Johann Wolfgang Goethe
12. September 2003
Manche geben vor,
das Übel zu beseitigen
und zum Guten zu wenden.
Doch das ist nur ein vorübergehendes Streben.
Gewinnen oder Verlieren ist eine Illusion,
die glauben macht, es gäbe
eine Persönlichkeit und ein Ich.
Ich wäre gerne ein Geist
Jenseits alles Vergänglichen.
Blauer Himmel und bleiches Mondlicht.
Der Wind schickt uns
einen frischen Luftzug.
Meister Ikkyu
27. August 2003
Heute ist Dein Geburtstag Franziska. Heute ist die Erde trocken, trocken die
Bäume, selbst die tiefverwurzelten lassen ihre Blätter. Auf der Obstwiese
goldene Kränze von Äpfeln unter den Bäumen. Die süße
Goldparmäne hinter der kleinen Marienskulptur von 1637 am Wegrand ist jetzt
auch gefällt. Es gibt dem Bauer ein paar Quadratmeter mehr Land, das jetzt
ausgetrocknet, zerfurcht, fest und wie zu Stein gehärtet da liegt.
Hier über der hängenden Baumkrone gestern noch die feine Mondsichel
in der Morgenröte. Und heute Nacht der rote Stern ganz nah. So nah wie
wir ihn noch nie gesehen haben. Warum sind die Marsmännchen grün?
Mars oder im griechischen Ares. Die Heimat des Krieggottes ist Thrakien und
er liebt den Kampf um seiner selbst willen. Er hat keine bestimmte Vorliebe
für die eine oder andere Partei. Ungestüm kämpft er mal für
diese und mal für die andere Seite, wenn ihn die Lust zum morden und töten
überfällt. Die Götter hassen ihn. Er wird nur geliebt von seiner
Schwester Eris und vor allem von seiner geliebten Venus oder Aphrodite. Aus
dieser Liebe wird Harmonia.
Was bedeutet heute Krieg? Wir denken sofort an die Kriegsgebiete auf der ganzen
Welt, Irak natürlich und den nahen Osten. Bevor Yitzahk Rabin im November
von einem fanatischen Juden erschossen wurde, sagte er: "Wir, die aus blutigen
Gefechten zurückkehrenden Soldaten, wir, die gegen euch Palästinenser
gekämpft haben, wir sagen euch heute laut und deutlich: 'Genug des Blutes,
genug der Tränen. Es reicht!'"
Was bedeutet heute Krieg? Profit, Globalisierung, gentechnologische Manipulation
von Lebewesen, Privatisierung des menschlichen Genoms, Umweltzerstörung,
Gier, Zerfall der Welt.
In seinem Buch "Kriege des 21. Jahrhunderts - Die Welt vor neuen Bedrohungen"
2002 Rotpunktverlag, Zürich, schreibt Ignacio Ramonet über das neue
Gesicht der Welt - Einbruch der Barbarei:
"Die generelle Durchsetzung von Marktbeziehungen hat zu einer enormen Verschärfung
der Ungleichheiten geführt. Obwohl die auf der ganzen Welt produzierten
Grundnahrungsmittel 110 % des Gesamtbedarfs decken könnten, sterben jedes
Jahr nach wie vor 30 Millionen Menschen an Hunger, während 800 Millionen
Menschen unterernährt sind.
1960 verfügten die reichsten 20 Prozent der Weltbevölkerung über
ein dreißigmal höheres Einkommen als die ärmsten 20 Prozent.
Schon das war skandalös. Anstatt sich anzunähern, hat sich diese Diskrepanz
noch verschärft, sodass heute das Einkommen der Reichen nicht mehr dreißig-,
sondern zweiundachzigmal höher als das der Armen liegt. Von den sechs Milliarden
Bewohnerinnen und Bewohner dieser Erde leben knapp 500 Millionen im Wohlstand,
während 5,5 Milliarden Menschen Not leiden. Die Welt ist aus den Fugen
geraten."
Ignacio Ramonet, geboren 1943 in Spanien, ist Direktor der in Paris erscheinenden
Monatszeitung für internationale Politik, Le Monde diplomatique. Er unterrichtet
Theorie der audiovisuellen Kommunikation an der Universität Denis-Diderot
in Paris. Ausserdem ist er Ehrenpräsident von Attac International, der
internationalen Bewegung für eine solidarische Weltwirtschaft und gegen
die neoliberale Globalisierung.
Seit Jahrtausenden meinen wir glücklicher zu werden mit mehr Geld, mit
einem größeren Haus, einem gesunderen Körper, einer attraktiveren
Partnerin oder einem verständigeren Partner. Dafür gehen wir in den
Krieg. Eines Tages, meistens wenn gar nichts mehr geht, merken wir das kann
es doch nicht gewesen sein.
Unsere Vorstellungen, unsere Konzepte haben nicht gestimmt. Und dann dämmert
es uns, manchmal auch blitzartig, da gibt es noch etwas jenseits dessen was
wir denken können, was viel umfassender ist und was schlussendlich Sinn
macht. Aus diesem umfassenderen Erfahren sind wir aufgerufen entsprechend im
kleinen, im Alltag zu handeln.
Liebe Franziska, von Dir habe ich gelernt, dass es im Kartoffelschälen
ist. Diese Kartoffel in diesem Augenblick und sonst gar nichts. Dafür bin
ich Dir unendlich dankbar.
sommersonnenwende 2003
gott spricht: wenn du dich mir
stetig näherst und dies mit ganzer hingabe tust, bis du eins wirst mit
meiner liebe, dann bin ich das ohr mit dem du hörst, das auge mit dem du
siehst, die hand mit der du greifst und der fuß mit dem du gehst.
(ausserkoranisches wort)
wir vergessen immer wieder, dass es nicht unsere füße sind mit
denen wir gehen sondern gottes füße.
15. Juni 2003
bei sonnenaufgang am roggenfeld vorbei, durch nebel im tal in die weinberge.
stille.
lautes rauschen von flügeln direkt über dem kopf. drei vogelschwärme
fliegen in den tag.
morgengebet in der fränkischen landschaft. bewegung als gebet.
jeder atemzug... gebet,...jeder schritt...schritt.
auf dem heimweg sehe ich: es gibt sie noch die weinbergschnecken. gleich drei
häuschen auf einmal, die körper, nur als ein körper erkennbar,
weich ineinander verschlungen. schneckenliebe im tau.
das wäre ja ein fressen gewesen für den dällebach kari. dällebach
kari ist, war ein berner original. ist, weil er vielen bernern noch so präsent
ist und immer noch geschichten und witze von ihm erzählt werden:
also dr dällebach kari ging einst mit dem lehrer auf schneckenfang. beide
hatten ein eimerchen bei sich, in dem die weinbergschnecken gesammelt wurden.
nun war es aber so, dass jedes mal wenn sie einen schnägg sahen, gleichzeitig
auf ihn zugingen und zugriffen. da beschlossen sie getrennte wege zu gehen und
sich nach zwei stunden unter dem birnbaum wieder zu treffen.
nach zwei stunden nun fanden sie sich unter dem birnbaum. das eimerchen des
lehrers bis zum rand gefüllt mit schnecken. dr dällebach kari hatte
nur drei schnecken in seinem eimerchen. Nun wunderte sich der lehrer sehr und
fragte den kari warum er nur drei schnecken habe. dieser gab zur antwort:
"ja... eigentlech hätt i füf... aber zwe sy mr drum drvopfitzt."
auf hochdeutsch (sehr langsam) "ja ... eigentlich hätte ich fünf....
aber zwei sind mir davongepfitzt..."
ich wünsche uns eine langsame sommersonnenwende.
juni - vollmond
heute begegnet mir ein bild wie eine mondlandschaft: hügel aus dunkler, trockener erde - unregelmäßig nebeneinander, hintereinander.... frische gräber soweit das auge reicht. es ist der chunga-friedhof in lusaka. Hier beerdigen die totengräber täglich mehr als 50 menschen. hinterlassenschaft, der in sambia wütenden aids-epidemie.
pfingsten 2003
abschied auch vom priorat st. benedikt in damme bei osnabrück. hier ein brief an die kursteilnehmerInnen:
Liebe Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer!
Ihr habt Euch zu dem Kurs "Kontemplativer Tanz" vom 4.- 6. Juli 2003
im Priorat St. Benedikt in Damme angemeldet.
Schweren Herzens muss ich leider diesen Kurs absagen.
Die Abtei Münsterschwarzach, zu der das Priorat St. Benedikt gehört,
wünscht, dass ich ab 2004 keine Kurse in Häusern halte, die im Besitz
dieser Abtei sind. Ich habe mich in Zusammenhang mit dem Redeverbot gegen P.
Willigis Jäger vor eineinhalb Jahren nicht neutral verhalten. Zu dem Vorwurf
kann ich nur sagen: "Hier stehe ich und kann nicht anders." Nun habe
ich für mich die Konsequenzen zu ziehen und gebe ab sofort keine Kurse
mehr im Priorat St. Benedikt in Damme.
Danke an die Abtei, und an die Gastfreundschaft der Mönche und die Unterstützung
der Angestellten im Priorat St. Benedikt in Damme, dass sie meine kontemplative
Arbeit die letzten 12 Jahre möglich gemacht haben. Vor allem aber auch
herzlichen Dank an Euch, die KursteilnehmerInnen, die sich eingelassen haben
und ernsthaft einen spirituellen Weg gehen. Zu sehen wie sich Menschen durch
die innere Arbeit verändern und mehr leben, ist meine schönste Freude.
Zur Zeit und in Zukunft werde ich mich vor allem für das neue Haus von
Willigis Jäger, den Benediktushof engagieren. Ich würde mich sehr
freuen, wenn die eine oder der andere auch mal dahin den Weg in den Süden
findet. Jedenfalls seid Ihr alle herzlich willkommen. Den Nordlichtern, die
mir in den letzten Jahren ans Herz gewachsen sind, möchte ich auch, soweit
wie möglich in anderen Häusern Norddeutschlands meine Treue halten.
Besonders leid tut es mir für die fortlaufende Gruppe der Fortbildung Kontemplativer/Sakraler
Tanz und Körpergebet. Da ich dafür im Moment noch kein passendes Haus
im Norden gefunden habe, bitte ich Euch in den Süden zu kommen. In diesem
Jahr betrifft das den Kurs "Engel und Schlange" in Damme vom 12.-14.
Dezember 2003. "Engel und Schlange" findet vom 14.-16. November 2003
in Loheland bei Fulda statt und falls der Benediktushof zu diesem Zeitpunkt
fertig sein sollte in diesem neuen Zentrum bei Würzburg.
Vom 29. Juli bis 3. August 2003 feiern wir das Leben in der wunderbaren, ursprünglich
benediktinischen Klosterkirche Bursfelde bei Göttingen. In diesem Sommerkurs
"Der Himmel in dir " gibt es noch ein paar freie Plätze. Wenn
Ihr kommen möchtet, meldet Euch bitte bei mir. Gerne schicke ich Euch nähere
Informationen.
Vom 30. Januar bis 1. Februar 2004 werde ich im Frauenkloster Börstel einen
Kurs zum Thema MARIIA halten.
Börstel liegt 70 km nordwestlich von Osnabrück am Rande eines weitläufigen
hügeligen Waldgebietes. Das kleine ehemalige Zisterzienserinnenkloster
mit seinem bezabernden Kreuzgang, den mächtigen Linden vor der Marienkirche
und dem leise plätschernden Klosterbach ist seit der Reformation ein Frauenstift
für acht evangelische und zwei katholische Frauen. Die besondere Qualität
dieses 750 Jahre alten Fraueortes liegt im dichten Neben- und Mieinander von
christlichen und vorchristlichen Traditionen und Kraftplätzen, z.B. der
Augenquelle am Rand des Hahnenmoors und dem Lindenkreis in einer 5000 Jahre
alten Megalithanlage. Anmeldungen zu diesem Kurs: Barbara Brosch, Neuenkirchener
Str. 21, 49593 Bersenbrück, 05439-92981.
Von Herzen wünsche ich Euch Gottes Segen. Gerade in schwierigen Zeiten fällt es uns oft schwer die Situation anzunehmen wie sie ist. Es geht darum ja zu sagen zum Leben und zutiefst zu erkennen, dass unsere Welt in ihrer Unvollkommenheit die Allerbeste ist, so wie sie ist.
Herzlich
Eure Beatrice Grimm
himmelfahrt 2003
auf dem ökumenischen Kirchentag
"Ihr sollt ein Segen sein"
Donnerstag 29. Mai 2003 von 11.00 bis 12.00 Uhr
im Meditationsbereich des geistlichen Zentrums
auf dem Messegelände, Halle 7.1c
Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart –
damit sie eins sind wie wir –
und sie meine Freude in Fülle in sich haben.
Aus der Stille das Leben feiern durch Kontemplation,
Körpergebet und Tanz mit Tönen und Gesang
zum Segen für uns und alle Geschöpfe.
ich habe deinen namen den menschen offenbart... damit sie eins sind wie wir..
und sie meine freude in fülle in sich haben, sagt jesus bei johannes (joh.17)
gott hat sich in uns offenbart. er offenbart sich in uns, er will in uns mensch
sein, damit wir eins sind wie jesus, wie gott.
vor einiger zeit habe ich einsiedlerinnen in frankreich besucht. es entstand
ein briefkontakt. eine einsiedlerin lebt vom weben. eines tages schrieb sie:
"wie gott schön webt". ...wie gott schön dasitzt. wie gott
schön schaut. wie gott kommt und geht.
wir vergessen immer wieder, dass es nicht unser leben ist, das wir leben, sondern
gottes leben. meister eckhart fragt: "was ist leben? gottes sein ist
mein leben. ist denn mein leben gottes sein, so muss gottes sein mein sein und
gottes wesenheit meine wesenheit, nicht weniger und nicht mehr." (pr. 39,
DW I, 99 ff)............
wie dieser vortrag und die veranstaltung weitergeht, können
sie auf der webseite vom ökumenischen kirchentag lesen: http://www.oekt.de/medien/berichterstattung/texte.php
april
weißer sonntag 2003
ein kleines mädchen im weißen kleid, kränzchen im haar rennt
über ein altes labyrinth. apfelblüten knospen zartrosa. wilde kirschblüten,
schlehenblüten, blüten in der suppe, blüten im salat, blüten
überall. aus der hecke der atemberaubende gesang der nachtigall, jetzt
nacht und tag und
lauter als die autobahn.
21. april 2003
dank an "simplify your life" für das tausendfache versenden einiger gedanken dieser seite.
9. april 2003
im vorbeigehen auf dem würzburger markt. ein etwa fünfjähriger
junge zeigt mit zwei fingern auf passanten und sagt zu seinem gleichaltrigen
freund: "zack zack, zerfetzt, tot. siehste?"
"you see?" in der tagesschau zeigt ein junger soldat einem älteren
general eine eroberte residenz in bagdad. ein reporter fragt den general: "sind
sie jetzt zufrieden?" er antwotet: "dies hat uns 39 männer gekostet."
...und tausende von toten und verletzten, und millionen von verzweifelten und
traumatisierten. und die demütigung der arabischen welt. hat jemals jemand
nur ein wort von den kriegstreibern gehört, dass es ihnen leid tut, dass
sie soviele menschen ins elend gestürzt haben?
ich sitze in einem café und lese in der "main-post" eine geschichte von einem journalisten vor ort: „nördlich von basra schaufelt eine familie in der erde. neben sich einen armseligen sarg. am straßenrand ein ausgebrannter lieferwagen. passanten halten an: ‚was ist los? können wir helfen?’ ‚nein, nein geht weiter; unser sohn wurde mit seinem lieferwagen ziel von britischen soldaten. hier müssen sie ihn dann gleich verscharrt haben.’ es ist heiß. die familienangehörigen haben tücher vor nase und mund gebunden. sie finden ihren sohn. sie erkennen ihn, obschon er nicht mehr erkennbar ist. sie legen ihn in eine große plastiktüte und dann in den sarg. der alte vater weint: ‚es ging uns so gut, unser sohn hat vor vier monaten geheiratet. es war alles so hoffnungsvoll. was soll dieser krieg?’ in einem auto daneben auf dem hinteren sitz ein etwa fünfjähriger junge mit großen augen und offenem mund.“
in einem würzburger kaufhaus über alle lautsprecher satchmo's lied:
„what a wonderful world.“
„wie kann es sein, dass auf einem mit reichtümern gesegneten planeten jahr
für jahr hunderte millionen von menschen opfer äußerster armut,
gewaltsamem tod und verzweiflung werden?“ fragt jean ziegler in seinem neuesten
buch ‚die neuen herrscher der welt und ihre globalen widersacher’
ende märz 2003
von james twyman erreicht uns wieder ein brief zum friedensgebet am 1. april. gerne gebe ich es hier weiter. gute gedanken und energien sind unabhängig von raum. wir brauchen nicht in washington sein. gedanken sind schneller als licht. sie sind einfach da. unser tiefstes wesen, das wir gott nennen oder allah war schon vorher da und ist. jenseits von zeit und raum. erfahrungsgemäß hat es eine gute wirkung wenn sehr viele menschen gleichzeitig beten und meditieren. es geht darum das göttliche licht und die herzenskraft in george w. bush und den amerikanischen und englischen machthabern zu stärken. genauso geht es darum das göttliche licht und die herzenskraft in saddam hussein und den irakischen machthabern zu stärken.
Aufruf zum Gebet am 1. April 17.00 Uhr von James Twyman
Geliebte Freundinnen und Freunde,
am vergangenen Wochenende haben sich ca 600 Menschen auf Hawaii versammelt,
um die Friedens-Botschaften verschiedener hellsichtiger Kinder zu hören,
mit denen wir im vergangenen Jahr zusammen gearbeitet haben. Es war eines der
tiefsten Erlebnisse für jeden von uns und die Kinder selbst waren überglücklich
über diese Gelegenheit. Während einer Podiumsdiskussion am Sonntag
haben sie uns ihre Vorstellung über ein weltweites Friedensgebet vorgelegt,
welches einen tiefen Einfluss auf die laufende Krise im Irak haben könnte
und deren einfache Weisheit überwältigend ist. Jedoch auch die Tatsache,
dass dieser Vorschlag von Kindern kommt, macht ihn unwiderstehlich.
Sie schlagen vor, ein Gebet für George W. Bush abzuhalten.
Ihre Erklärung dafür ist, dass Präsident Bush derzeit so viel
schlechte Energie abbekommt, dass wir ihm damit keinen guten Dienst erweisen
und ihm auf diese Weise nicht helfen, seine Entscheidungen im Sinne des höchsten
Gutes jeder einzelnen Person auf der Erde zu treffen. Je mehr wir unseren Fokus
auf das richten, was wir nicht wollen, umso mehr unterstützen wir es. Sie
schlagen vor, ihn so zu sehen, wie Gott ihn sieht, also das Licht in ihm erkennen
und damit sein eigenes Licht verstärken. Wenn das über 100.000 Menschen
gleichzeitig tun, schlagen die Kinder vor, dann wird sich das auch auf das Bewusstsein
des Präsidenten sehr deutlich auswirken. Dem muss ich zustimmen.
Wir haben deshalb beschlossen, ein ausserordentliches Experiment IV durchzuführen
und wir bitten hiermit alle Geistigen Friedensbringer weltweit um ihre Unterstützung
für dieses wichtige Vorhaben.
Hier sind die Einzelheiten. Am 1. April 2003 um 11.00 Uhr vormittags NY-Zeit,
8.00 Uhr vormittags Californische Zeit bzw. um 17.00 Uhr MEZ schliessen sich
Hunderttausende, wenn nicht sogar Millionen Menschen zusammen, um 15 Minuten
lang in einem Geiste für Präsident Bush zu beten und für alle,
die Einfluss auf ihn haben, damit alle seine Entscheidungen auf der Grundlage
des höchsten Gutes der Menschheit ausfallen mögen. Die Kinder schlagen
vor, dass wir damit beginnen, ihn uns als kleinen Jungen vorzustellen und dass
wir unsere Kraft einsetzen, um seine Herzenskraft zu stärken. Sie meinen,
dass der kleine Junge immer noch in ihm steckt und dass er sehr grosse Angst
hat. Er soll nicht meinen, dass er aufgrund dessen, was er tut, angegriffen
wird. Im Gegenteil, er wird zwar nicht wegen seiner Aktionen geliebt, sondern
wegen der Wahrheit, die in ihm ist. Wir nennen das: „Sehen, wie Gott sieht und
lieben wie Gott liebt“. Schliesst euch wenn möglich mit anderen Gleichgesinnten
zusammen und schickt diese Email an so viele Menschen wie möglich weiter.
Hunderttausende werden sich in Washington versammeln, um dieses bedeutenden
Gebet zu verankern. Wir sind dabei, für die Kinder die Erlaubnis für
eine gesicherte Einrichtung zu finden, die so nahe wie möglich am Weißen
Haus liegt. Dabei sollen die Kinder am gleichen Tag am Weißen Haus ein
Stück des „Children’s Cloth of Many Colors“ zeigen (das Originaltuch ist
fast 600 Meter lang und ist aus kleinen Stücken genäht, die mit der
ganzen Friedensenergie tausender Kinder weltweit durchdrungen ist. Der Ursprung
dieses Tuches entstand 1999 während eines Friedensprojektes, das für
die UN in New York bestimmt war, dem Kapitol und dem Pentagon und vielen anderen
Einrichtungen rund um die Welt.
Mehr Infos darüber gibt es bei CCMC bzw.
http://www.themastersgroup.org. Diejenigen, die in der Nähe von Washington
wohnen und sich uns anschliessen wollen, können eine Email schicken an:
geharmony@aol.com.
Die Kinder baten mich zu betonen, dass das nichts zu tun hat mit der Zustimmung
oder Ablehnung von Präsident Bush in Bezug auf den Krieg im Irak. Als Geistiger
Friedensbringer steht es uns nicht zu, uns ein Urteil zu bilden, sondern unseren
Fokus auf das Höhere Gut zu richten. George W. Bush hat die Macht über
das Leben sehr vieler Menschen und wir beten dafür, dass er aus Mitgefühl
und Frieden handeln wird. Die Absicht dieses Vigils ist, die Angst abzubauen
und die Herzensliebe zu steigern. Das ist ein Geschenk der Kinder. Bitte schliesst
euch uns an.
Nochmals: Sendet am 1. April um 17.00 Uhr MEZ, 15 Minuten lang, all die Liebe,
die ihr in euren Herzen habt, an George Bush und teilt sie dadurch der ganzen
Welt mit.
In Frieden, James Twyman
24. märz 2003
licht in die finsternis!
licht ist ein zeichen für das was wir zutiefst sind und es
ist ein zeichen, für das was alle menschen rund um den globus verbindet.
wir sind alle träger dieses einen lichtes.
lasst uns lichter anzünden und wenn wir sie in händen tragen, lasst
uns das licht in uns und in allen wesen erkennen. dieses licht möge uns
und den menschen im kriegsgebiet trost schenken und die dunkle nacht im zweistromland
erhellen.
zusammen mit tausenden von menschen rund um die welt stelle ich
mein licht ins fenster.
schaut mal wieviele menschen vorletzten sonntag bei der mahnwache für den
frieden lichter angezündet haben.
http://www.moveon.org/vigil/
moveon möchte wissen wieviele menschen lichter ins fenster stellen
MoveOn's keeping a count of the people who are joining in this simple act, from
places all over the globe. please sign up now at:
http://www.moveon.org/windowlight/
frühlingsanfang 2003
uraltes mondlicht
tröster eines verirrten
in kalter märznacht
ruth grimm
20. märz 2003
Johan Galtung der Friedensforscher am 21. Februar 2003 bei einer Veranstaltung von GREENPEACE und TRANSCEND Österreich in Kooperation mit ATTAC, Südwind Agentur und dem Österreichischen Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung in Wien:
Sie haben mich gefragt, was wir gegen den drohenden Krieg im Irak tun können.
Die weltweiten Friedensdemonstrationen von 15 Millionen Menschen sind ein guter
Anfang, aber es wird nicht reichen. Denn wir haben es mit Geofaschisten zu tun.
Es gibt demokratische Züge in einem sehr sympathischen Land, den Vereinigten
Staaten von Amerika, und gleichzeitig gibt es völlig faschistische Züge
in der Außenpolitik der Vereinigten Staaten von Amerika. Verknüpfungspunkt
ist eine ganz kleine Gruppe mit einer großen Unterstützung, die man
nicht unterschätzen darf.
15 Millionen Menschen auf der Straße machen auf diese kleine Gruppe überhaupt
keinen Eindruck. Es ist keine Frage von Demokratie. Was einen Eindruck
machen könnte wäre, wenn diese 15 Millionen Menschen unmittelbar anfangen
würden US Produkte zu boykottieren. Stimmen spielen keine Rolle, Dollars
schon.
D.h. keine einzige Flasche Coca-Cola kaufen, sondern Mekka-Cola, Microsoft
auswerfen und das finnische Produkt Linux einwerfen, niemals Dollar als Reisedevisen
nehmen, sondern EURO, keine „International Herald Tribune“ kaufen, sondern „The
Guardian“ und „Der Standard“, usw. Dies ist eine Frage von Konsumkapital: Konsumgüter,
Kapitalgüter und Finanzgüter. Das würde bedeutetn, dass der Staat
und andere sich von US-Obligationen befreien, dass Privatfirmen und andere Anleger
US-Aktien unmittelbar verkaufen. Sie werden nicht soviel Geld damit machen,
aber es wird noch weniger sein, wenn sie länger zuwarten. Dass man US-Kapitalgüter
vermeidet, das wird einen Eindruck machen.
Der Durchschnittsgewinn für amerikanische Konzerne beträgt 6% es gibt
auch welche, die viel mehr Gewinne einfahren. Es geht um eine Verkaufsverringerung
von 6%. Das ist einfach zu erreichen. Ich weiß, sie haben wahnsinnige
Ängste davor und sie werden unmittelbar die folgenden Maßnahmen ergreifen:
1. Gegenmaßnahme: Boykott gegen das Land, wo der private, individuelle
Boykott gegen US-Produkte am höchsten ist. Das Problem dabei ist: Die US-Bürger
lieben unsere Produkte! Deswegen ist das Defizit im Außenhandel im Jahre
2002 größer als jemals zuvor, wir reden von einer Ökonomie im
Absturz.
2. Gegenmaßnahme: Man wird versuchen Boykotte zu verbieten: Es gibt ein
Gesetz in Österreich, welches verbietet zu Boykoten aufzurufen. Aber ich
bin kein österreichischer Staatsbürger, deswegen gilt es nicht für
mich. Damit gibt es Schwierigkeiten, weil das Hauptziel der neoliberalen Ideologie
ist die Freiheit der Marktentscheidung. Ein Mensch hat z.B. ein Auto und fährt
an einer Exxon oder Shell Tankstelle vorbei. Normalerweise hat er dort immer
getankt, diesmal aber tankt er bei einer anderen Tankstelle. Diese Freiheit
zu entscheiden, wo man welche Güter konsumiert, ist eine Grundfreiheit
im System. Er aber kann immer seine Meinung ändern, es ist seine Entscheidung.
Wenn man versucht gegen diese Marktfreiheit etwas zu tun, arbeitet man gegen
das ganze System.
Dann können sie versuchen weltweit alle möglichen Boykottaufrufe zu
finden und sie zu verbieten. Aber was ich in allen Ecken und Enden der Welt
gehört habe ist, dass sich die Menschen darauf vorbereiten, und es geht
schnell voran. Ich glaube es wird kommen und es wird am ersten Bombentag beginnen.
Man könnte fragen, ob es nicht besser gewesen wäre, wenn man es schon
vorher getan hätte. Ich bin damit einverstanden.
Ich glaube, dass die Friedensbewegung ein wenig zu viel auf die großen
Zahlen orientiert ist. Man könnte vielleicht noch einmal große Zahlen
haben, aber diesmal nicht mit demonstrierenden Menschen auf der Straße,
sondern in Devisen, in Geld. Wenn die Leitung der Vereinigten Staaten Demokraten
gewesen wären, dann hätten die weltweiten Demonstrationen einen Eindruck
gemacht. 15 Millionen Menschen auf der Straße um für den Frieden
zu demonstrieren, das war einmalig in der Weltgeschichte. Man hat niemals zuvor
etwas ähnliches gesehen.
Da dies teilweise eine Greenpeace Veranstaltung ist, könnte man damit
anfangen jene Firmen zu boykottieren, die ökologisch am schlimmsten sind.
Aber das ist eine Seite des Boykotts. Es gibt auch eine andere Seite
des Boykotts, das ist der Girlkott. Nicht Boy-kott sondern Girl-kott. Ein Girlkott
wäre also bei den Firmen zu kaufen, die anständig sind. Also nicht
nur eine Liste von Hässlichkeit sondern auch eine Liste von Anständigkeit.
Was wir bei all dem niemals vergessen dürfen, ist das gandhische Hauptelement
eines jeden Widerstandes: Wir werden niemals den Kontakt zu den USA abbrechen,
sondern dorthin fahren und Dialog haben. Ich tue dies sehr häufig. Ich
führe Dialog, aber ich reise mit EURO. Das Problem der US-Bürger ist,
dass sie keine Presse haben, die sie mit Informationen versorgt. Die wissen
nicht, mit welchen neuen Waffen die USA jetzt angreifen werden. John Sutherland
im „The Guardian“ vom 17. Februar schrieb einen Artikel über Virtual Cathode
Oscillator sogenannte Vircator. Sie werden die irakische Bevölkerung mit
Mikrowellen töten, wie in einem Mikrowellenherd. Das ist neu. Eine Ursache
des Krieges ist, ein Gebiet zu finden, wo man diese neue Waffe testen kann.
Der Daisy Cutter hatte in Afghanistan keinen Erfolg und nun möchten sie
eine überzeugende Waffe einbringen.
11. märz 2003
wenn seele still
ganzer mensch still
dann weltfrieden
nagaja roshi
eine andere welt ist nicht
nur möglich, sie ist unterwegs.
an ruhigen tagen kann ich ihren atem hören.
arundhati roy
Weltfrauentag 2003
Sobald der März wieder
da ist,
erwachen alle Geschöpfe,
das Gras sprießt auf den Wiesen
und wird in wenigen Tagen grün.
Ebenso ist es mit unserem Verlangen,
ebenso erwacht die Liebe.
Es gibt nichts, was sie nicht fordert,
nichts hält ihre Kühnheit auf:
Sie will, das alles gegeben wird
und dass unser Leben lieben sei.
Hadewijch von Antwerpen 13. Jh.
7. März 2003
Es riecht nach Frühling in Deutschland
und doch wird es uns immer wieder eiskalt, wenn wir Nachrichten hören und
Zeitung lesen. Hier als Gegengewicht die Geschichte einer Schneeflocke:
"Sag mir, was wiegt eine Schneeflocke"
fragte die Tannenmeise die Wildtaube. "Nicht mehr als ein Nichts",
gab sie zur Antwort. "Dann muß ich Dir eine wunderbare Geschichte
erzählen", sagte die Meise. "Ich saß auf dem Ast einer
Fichte, dicht am Stamm, als es zu schneien anfing; nicht etwa heftig im Sturmgebraus,
nein, wie im Traum, lautlos und ohne Schwere. Da nichts Besseres zu tun war,
zählte ich die Schneeflocken, die auf die Zweige und auf die Nadeln des
Astes fielen und darauf hängenblieben. Genau dreimillionensiebenhunderteinundvierzig
tausendneunhundertzweiundfünfzig waren es. Und als die dreimillionensiebenhunderteinundvierzigtausend
neunhundertdreiundfünfzigste Flocke niederfiel, nicht mehr als ein Nichts,
brach der Ast ab."
Damit flog die Meise davon. Die Taube, seit Noahs Zeiten eine Spezialistin in
dieser Frage, sagte zu sich nach kurzem Nachdenken: "Vielleicht fehlt nur
eines einzelnen Menschen Stimme zum Frieden der Welt."
03.03.03
Was für ein Datum?
Drei mal die drei. Die erhöhte Drei?
Diese Zahl erinnert an die Kathedrale von Chartres. Hier nimmt sie Form an als
die himmlische Maria, als die kosmische Seelenkraft. Fest verankert und doch
erhaben, ursprünglich in schattenlosem Raum.
Wie weit sind wir davon entfernt und vielleicht doch so nah.
www.deutschland-sagt-nein.de
Bestimmt ein guter Gedanke. NO WAR. Wie oft begegnet es uns in diesem Augenblick.
Ist KEIN KRIEG Frieden? Wenn wir NEIN sagen, heißt dies Frieden? Wenn
wir Frieden wollen, ist dann Frieden?
Da ist diese ungeheure Sehnsucht nach Frieden. Das heißt, ich bin da und
dort ist der Frieden. Wenn ich Frieden will, ist da meine gute Absicht, und
dort ist der Frieden.
Die Mystik sagt uns um Frieden zu haben, muss ich selber Frieden werden. Jede
und jeder von uns hat selber Frieden zu sein, damit Frieden werden kann. Friede
ist nur , wenn ich es bin.
In seiner 8. Predigt sagt Meister Eckhart: "Gott sprach: In mir habt ihr
alleine Frieden. Gerade so weit wie in Gott, so weit in Frieden. Was immer von
uns in Gott ist, das hat Frieden, was immer von uns ausser Gott ist, das hat
Unfrieden. Was aus Gott geboren ist, das sucht Frieden und läuft in Frieden.
Der Mensch, der in einem Lauf ist, der in stetigem Lauf ist und das in Frieden,
der ist ein himmlischer Mensch."
Wir können zwar die gute Absicht haben, aber wir können es nicht machen.
Wir können den Frieden nicht machen. Wir können einüben alle
guten Absichten und Vorstellungen und Konzepte immer wieder zu lassen und uns
dem hingeben, was wir zutiefst selber sind, was jenseits unserer Konzepte und
auch guten Gedanken liegt. Und dies nicht morgen, sondern jetzt in diesem Augenblick.
Sie lesen diese Zeilen. Ich lade Sie ein diesen Augenblick wahrzunehmen, für
einen Moment ganz hier und jetzt da zu sein.
Jetzt in diesem Moment einfach Ihre Füße zu spüren.
Können Sie Ihre Fußsohlen wahrnehmen?
Nur Ihre Fußsohlen jetzt in diesem Augenblick? Sind sie in Kontakt mit
einer Unterlage?
Können Sie Ihre Hände spüren?
Die eine Hand vielleicht auf der Maus. Wie können Sie diese Hand spüren?
Jetzt?
Und die andere Hand? Die Innenhandfläche? Jetzt?
Und die Maushand jetzt?
Und jetzt? Beide Hände gleichzeitig?
Können Sie Ihre Hände für einen kleinen Augenblick in Ihren Schoß
legen?
Auch jetzt? Sogar am Bildschirm für einen Moment die Augen schließen?
Diesen Atemzug wahrnehmen? Diesen einmaligen Atemzug, jetzt.
Was zählt ist nur dieser eine Augenblick und nichts vorher und nichts nachher.
Was zählt ist Ihre Präsenz jetzt und nur jetzt. Wir denken immer:
"Ich bin doch präsent, ich bin doch da." Wenn wir denken sind
wir schon in der Zukunft oder hängen der Vergangenheit nach. Frieden kann
sich in Ihnen entfalten, hier und jetzt.
28. Februar 2003
Wie berührten uns die Bilder der Trauer
auf der ganzen Welt nach dem 11. September 2001:
http://www.thedotin.net/world/
Wie berühren uns die Bilder des Widerstands
auf der ganzen Welt gegen einen Krieg:
http://www.hyperreal.org/~dana/
22.02.2003 bei Sonnenaufgang
Frage: Was kann ich tun, um die Welt zu retten?
Antwort: Soviel wie du dazu beitragen kannst, dass morgen die Sonne aufgeht.
Frage: Aber was nützen dann alle meine Gebete und meine guten Taten, mein
ganzes Engagement?
Antwort: Sie helfen dir wach zu sein, wenn die Sonne aufgeht.
21.Februar 2003
Offener Brief an George W. Bush
von Monsignore Robert Bowman
Bischof Melbourne Beach (Florida),
ehemals Colonnel (Oberst) und Teilnehmer am Vietnamkrieg
(Deutsche Übersetzung)
Sagen Sie dem Volk die Wahrheit über den Terrorismus
Mister Präsident.
Wenn die falschen Vorstellungen über den Terrorismus nicht aufgelöst
werden, wird die Bedrohung anhalten und uns am Ende komplett vernichten. Die
Wahrheit ist, dass keine von unseren Tausenden Atomwaffen, uns vor dieser Gefahr
beschützen kann. Keine Systeme wie Krieg der Sterne ( egal wie fortgeschritten
sie sind und wie viel Milliarden Dollar für sie hinausgeschmissen werden)
werden uns vor einer Atomwaffe schützen können, die hierher mit einem
Schiff, einem Flugzeug, in einem Koffer oder einem Mietauto transportiert wird.
Keine Waffe ihres umfangreichen Arsenals und kein Cent der 270 Milliarden Dollar,
die jedes Jahr in den so genannten Verteidigungshaushalt fließen, kann
eine terroristische Bombe verhindern. Das ist eine militärische Tatsache.
Mister Präsident, Sie haben dem amerikanischen Volk nicht die Wahrheit gesagt, als sie erklärten, Afghanistan und der Sudan müssten bombardiert werden, warum wir Zielscheibe des Terrorismus sind. Sie sagten wir sind Zielscheibe des Terrorismus, weil wir die Demokratie, die Freiheit und die Menschenrechte in der Welt verteidigen. Was für eine Absurdität, Mr. Präsident! Wir sind Zielscheibe des Terrorismus, weil in weiten Teilen der Welt unsere Regierung Diktatur, Sklaverei und menschliche Ausbeutung verteidigt. Wir sind Zielscheibe der Terroristen, weil wir gehasst werden. Und wir werden gehasst, weil unsere Regierung hassenswerte Dinge getan hat. In wie vielen Ländern haben Agenten unserer Regierung vom Volk gewählte Repräsentanten beseitigt und sie durch Militärdiktatoren ersetzt - wünschenswerte Marionetten, die bereit sind, ihr Volk an die multinationalen Konzerne zu verkaufen?
Wir haben dies im Iran getan als die Marines und der CIA Mossadegh ersetzten, da er die Absicht hatte, das Erdöl zu nationalisieren. Wir ersetzten ihn durch den Schah Reza Palehvi, bewaffneten, trainierten und bezahlten seine gehasste Nationalgarde Savak. Letztere versklavte und terrorisierte das iranische Volk, um die Finanzinteressen unserer Erdölkompanien zu schützen. Ist es nach all dem schwer sich vorzustellen, dass es im Iran Menschen gibt, die uns hassen? Das gleiche haben wir in Chile und in Vietnam getan. Und es ist nicht allzu lange her, dass wir das im Irak versucht haben. Und ist es nicht deutlich, wie viele Male wir es in Nicaragua und anderen lateinamerikanischen Republiken getan haben? Nach und nach haben wir die Repräsentanten des Volkes ersetzt, welche die Reichtümer des Landes unter ihrem Volk aufteilen wollten, das sie schuf. Wir haben sie durch blutrünstige Tyrannen ersetzt, die gerne ihr eigenes Volk verkauften, um ihre Privatkonten zu vergrößern. Das erreichten wir durch die Bezahlung reichlicher Bestechungsgelder bis die Reichtümer dieser Länder von Konzernen wie Sugar, United Fruits Company, Folger etc. ausgebeutet werden konnten.
In einem Land nach dem anderen hat unsere Regierung die Demokratie unterwandert, sie hat die Freiheit erdrosselt und die Menschenrechte unters Schafott gebracht. Und deshalb werden wir auf der ganzen Welt gehasst. Und deshalb sind wir Zielscheibe der Terroristen. Das kanadische Volk genießt Demokratie, Freiheit und Menschenrechte ebenso wie das norwegische oder schwedische. Haben Sie jemals davon reden gehört, dass die Botschaften dieser Länder bombardiert wurden? Wir werden nicht gehasst, weil wir die Demokratie, Freiheit und Menschenrechte praktizieren. Wir werden gehasst, weil unsere Regierung diese Prinzipien den Ländern der Dritten Welt verweigert, da ihre Ressourcen unseren multinationalen Gesellschaften Appetit machen. Dieser Hass, den wir gesät haben, wendet sich nun gegen uns in Form des Terrorismus und in Zukunft in Form des nuklearen Terrorismus.
Wenn wir einmal über die Existenz seiner Bedrohung und zu seinen Voraussetzungen die Wahrheit gesagt haben, wird auch die Lösung des Problems offensichtlich. Wir müssen unsere Praxis ändern. Wir müssen uns unserer Waffen entledigen (unilateral, wenn notwendig), was unsere Sicherheit verbessern wird. Ein drastischer Wechsel in unserer Außenpolitik wird ebenfalls der Sicherheit dienen, anstatt unsere Söhne und Töchter durch die ganze Welt zu schicken. anstatt Araber zu töten, damit wir das Erdöl unter ihren Wüsten ausbeuten können, sollten wir sie dorthin schicken, um ihre Infrastrukturen aufzubauen, sie mit Trinkwasser zu versorgen und die ausgehungerten Kinder zu ernähren.
Anstatt tagtäglich Tausende irakische Kinder mit unseren ökonomischen Sanktionen zu töten, sollten wir den Irakern helfen ihre Stromzentralen und Wasseraufbereitungsanlagen, ihre Krankenhäuser und alle anderen Strukturen wieder aufzubauen, die wir zerstört und deren Wiederaufbau unsere ökonomischen Sanktionen verhindert haben. Anstatt Rebellion, Destabilisierung und Mord zu unterstützten, sollten wir den CIA auflösen und das dafür verschwendete Geld Hilfsorganisationen zukommen lassen.
Zusammenfassend heißt das, wir sollten gut anstatt böse sein. Wer versuchte dann, uns zu verraten? Wer würde uns dann hassen? Wer wollte uns dann bombardieren? Dies ist die Wahrheit Mister Präsident. Und es ist nötig, dass dies das amerikanische Volk hört.
Monsignore Robert Bowman
20. Februar 2003
Katja Riemann, Schauspielerin:
„Wären die sechs Milliarden Erdenbürger im übertragenen Sinne
ein Dorf mit 100 Einwohnern, so würden 70 davon nicht lesen und schreiben
können, 80 Menschen lebten in Behelfshütten, einer hätte eine
höhere Ausbildung, und 60 % des Gesamtbesitzes gehörte sechs Amerikanern.
Früher lebten wenig Menschen, die hatten ganz viel Platz. Heute ist es
andersrum.
Wie beim Frosch, den man gar kochen kann, wenn man ihn langsam im Wasser erhitzt.
Schmeißt man ihn in bereits heißes Wasser, will er naturgemäß
heraus. Wir sind wie Frösche am Siedepunkt. Aber wir sollten überleben,
weil das Leben so lebenswert ist.“
Valentinstag 2003
Ein Duft an den Händen bleibt für
die,
die Rosen schenken.
Anfang Februar 2003
When will we resist? Edward Said.
Edward Said is professor of English and comparative literature at
Columbia University, New York. His books include Orientalism and Covering
Islam. His latest work, Parallels and Paradoxes, cowritten with Daniel
Barenboim, will be published by Bloomsbury in March
Saturday January 25, 2003
The Guardian
One opens the New York Times on a daily basis to read
the most recent
article about the preparations for war that are taking place in the United
States. Another battalion, one more set of aircraft carriers and cruisers,
an ever-increasing number of aircraft, new contingents of officers are
being moved to the Persian Gulf area. An enormous, deliberately
intimidating force is being built up by America overseas, while inside the
country, economic and social bad news multiply with a joint relentlessness.
The huge capitalist machine seems to be faltering, even as it grinds down
the vast majority of citizens. None the less, George Bush proposes another
large tax cut for the 1% of the population that is comparatively rich. The
public education system is in crisis and health insurance for 50 million
Americans simply does not exist. Israel asks for $15bn in additional loan
guarantees and military aid. And the unemployment rates in the US mount
inexorably, as more jobs are lost every day.
Nevertheless, preparations for an unimaginably costly
war continue without
either public approval or, at least until very recently, dramatically
noticeable disapproval. A generalised indifference among the majority of
the population (which may conceal great overall fear, ignorance and
apprehension) has greeted the administration's warmongering and its
strangely ineffective response to the challenge forced on it recently by
North Korea. In the case of Iraq, with no weapons of mass destruction to
speak of, the US plans a war; in the case of North Korea, it offers
economic and energy aid. What a humiliating difference between contempt for
the Arabs and respect for North Korea, an equally grim and cruel
dictatorship.
In the Arab and Muslim worlds, the situation appears
more peculiar. For
almost a year American politicians, regional experts, administration
officials and journalists have repeated the charges that have become
standard fare so far as Islam and the Arabs are concerned. Most of this
predates September 11. To today's practically unanimous chorus has been
added the authority of the UN human development report on the Arab world,
which certified that Arabs dramatically lag behind the rest of the world in
democracy, knowledge and women's rights.
Everyone says (with some justification, of course) that
Islam needs reform
and that the Arab educational system is a disaster - in effect, a school
for religious fanatics and suicide bombers funded not just by crazy imams
and their wealthy followers (such as Osama bin Laden) but also by
governments who are the supposed allies of the US.
The only "good" Arabs are those who appear
in the media decrying modern
Arab culture and society without reservation. I recall the lifeless
cadences of their sentences for, with nothing positive to say about
themselves or their people and language, they simply regurgitate the tired
American formulas already flooding the airwaves and pages of print. We lack
democracy, they say, we haven't challenged Islam enough, we need to do more
about driving away the spectre of Arab nationalism and the credo of Arab
unity. That is all discredited, ideological rubbish. Only what we and our
American instructors say about the Arabs and Islam - vague, recycled
Orientalist clichés repeated by tireless mediocrities such as Bernard
Lewis
- are true, they insist. The rest isn't realistic or pragmatic enough. "We"
need to join modernity - modernity in effect being western, globalised,
free marketed, democratic, whatever those words might be taken to mean.
There would be an essay to be written about the prose style of licensed
academics like Fuad Ajami, Fawwaz Gerges, Kanan Makiya, Shibli Talhami,
Mamoon Fandy, whose very language reeks of subservience, inauthenticity and
the hopelessly stilted mimicry that has been thrust upon
them.
The clash of civilisations that George Bush and his minions
are trying to
fabricate as a cover for a pre-emptive oil and hegemony war against Iraq is
supposed to result in a triumph of democratic nation-building, regime
change and forcible modernisation à l'Américaine. Never mind the
bombs and
the ravages of the sanctions, which are unmentioned. This will be a
purifying war whose goal is to throw out Saddam and his men and replace
them with a redrawn map of the whole region. New Sykes Picot. New Balfour.
New Wilsonian 14 points. New world altogether. Iraqis, we are told by the
Iraqi dissidents, will welcome their liberation, and perhaps forget
entirely about their past sufferings. Perhaps.
Meanwhile, the soul-and-body destroying situation in
Palestine worsens all
the time. There seems no force capable of stopping Ariel Sharon and his
defence minister Shaul Mofaz, who bellow their defiance to the whole world.
We forbid, we punish, we ban, we break, we destroy. The torrent of unbroken
violence against an entire people continues.
As I write these lines, I am sent an announcement that
the village of
Al-Daba' in the Qalqilya area of the West Bank is about to be wiped out by
60-tonne American-made Israeli bulldozers: 250 Palestinians will lose their
42 houses, 700 dunums of agricultural land, a mosque and an elementary
school for 132 children. The UN stands by, looking on as its resolutions
are flouted on an hourly basis. Alas, George Bush identifies with Sharon,
not with the 16-year-old Palestinian kid who is used as a human shield by
Israeli soldiers.
Meanwhile, the Palestinian Authority offers a return
to peacemaking and,
presumably, to Oslo. Having been burned for 10 years, Arafat seems
inexplicably to want to have another go at it. His faithful lieutenants
make declarations and write opinion pieces for the press, suggesting their
willingness to accept anything, more or less. Remarkably, though, the great
mass of this heroic people seems willing to go on, without peace and
without respite, bleeding, going hungry, dying day by day. They have too
much dignity and confidence in the justice of their cause to submit
shamefully to Israel, as their leaders have done. What could be more
discouraging for the average Gazan who goes on resisting Israeli occupation
than to see his or her leaders kneel as supplicants before the Americans?
In this entire panorama of desolation, what catches the
eye is the utter
passivity and
helplessness of the Arab world as a whole. The American government and its
servants issue statement after statement of purpose, they move troops and
material, they transport tanks and destroyers, but the Arabs individually
and collectively can barely muster a bland refusal. At most they say no,
you cannot use military bases in our territory, only to reverse themselves
a few days later.
Why is there such silence and such astounding helplessness?
The largest
power in history is about to launch a war against a sovereign Arab country
now ruled by a dreadful regime, the clear purpose of which is not only to
destroy the Ba'ath regime but to redesign the entire region. The Pentagon
has made no secret that its plans are to redraw the map of the whole Arab
world, perhaps changing other regimes and borders in the process. No one
can be shielded from the cataclysm if and when it comes. And yet, there is
only long silence followed by a few vague bleats of polite demurral in
response. Millions of people will be affected, yet America contemptuously
plans for their future without consulting them. Do we deserve such racist
derision?
This is not only unacceptable: it is impossible to believe.
How can a
region of almost 300 million Arabs wait passively for the blows to fall
without attempting a collective roar of resistance? Has the Arab will
completely dissolved? Even a prisoner about to be executed usually has some
last words to pronounce. Why is there now no last testimonial to an era of
history, to a civilisation about to be crushed and transformed utterly, to
a society that, despite its drawbacks and weaknesses, nevertheless goes on
functioning?
Arab babies are born every hour, children go to school,
men and women marry
and work and have children, they play and laugh and eat, they are sad, they
suffer illness and death.
There is love and companionship, friendship and excitement. Yes, Arabs are
repressed and misruled, terribly misruled, but they manage to go on with
the business of living despite everything. This is the reality that both
the Arab leaders and the US ignore when they fling empty gestures at the
so-called "Arab street" invented by banal Orientalists.
Who is now asking the existential questions about our
future as a people?
The task cannot
be left to a cacophony of religious fanatics and submissive, fatalistic
sheep. But that seems to be the case. The Arab governments - no, most of
the Arab countries from top to bottom - sit back in their seats and just
wait as America postures, lines up, threatens and ships out more soldiers
and F-16s to deliver the punch. The silence is deafening.
Years of sacrifice and struggle, of bones broken in hundreds
of prisons and
torture chambers from the Atlantic to the Gulf, families destroyed, endless
poverty and suffering. Huge, expensive armies. For what?
This is not a matter of party or ideology or faction:
it's a matter of what
the great theologian Paul Tillich used to call ultimate seriousness.
Technology, modernisation and certainly globalisation are not the answer
for what threatens us as a people now. We have in our tradition an entire
body of secular and religious discourse that treats of beginnings and
endings, of life and death, of love and anger, of society and history. This
is there, but no voice, no individual with great vision and moral authority
seems able now to tap into that and bring it to attention.
We are on the eve of a catastrophe that our political,
moral and religious
leaders can only just denounce a little bit while, behind whispers and
winks and closed doors, they make plans somehow to ride out the storm. They
think of survival, and perhaps of heaven. But who is in charge of the
present, the worldly, the land, the water, the air and the lives dependent
on each other for existence? No one seems to be in charge.
There is a wonderful expression that very precisely and
ironically catches
our unacceptable helplessness, our passivity and inability to help
ourselves now when our strength is most needed. The expression is: will the
last person to leave please turn out the lights? We are that close to a
kind of upheaval that will leave very little standing and perilously little
left even to record, except for the last injunction that begs for
extinction.
Hasn't the time come for us collectively to demand and
formulate a
genuinely Arab alternative to the wreckage about to engulf our world? This
is not only a trivial matter of regime change, although God knows that we
can do with quite a bit of that. Surely it can't be a return to Oslo,
another offer to Israel to please accept our existence and let us live in
peace, another cringing, crawling, inaudible plea for mercy? Will no one
come out into the light of day to express a vision for our future that
isn't based on a script written by Donald Rumsfeld and Paul Wolfowitz,
those two symbols of vacant power and overweening arrogance? I hope someone
is listening.
· Edward Said is professor of English and comparative
literature at
Columbia University, New York. His books include Orientalism and Covering
Islam. His latest work, Parallels and Paradoxes, cowritten with Daniel
Barenboim, will be published by Bloomsbury in March
15. Januar 2003
Gastfreundschaft spielt in arabischen Familien
eine große Rolle. Von da kommt das Wort:
"Er vermehrte seinen Reichtum durch Verteilen von Geschenken.
Mehr Reichtum hatte er nicht nötig."
Hier ein Geschmack aus arabischen Ländern, ein typisches vegetarisches
Rezept aus Kichererbsen, was einem in zahlreichen Variationen immer wieder geschenkt
wird. Kichererbsen sind ein Grundnahrungsmittel und werden z. B. im Libanon
angebaut. Es sind kleine, buschige Pflanzen, die Schoten mit 2 - 3 Samen tragen.
Die Schoten werden getrocknet und gedroschen, um die Früchte herauszulösen.
Die getrockneten Kichererbsen sind bräunlich/gelblich und knotig-herzförmig.
Ihre dicken Schalen müssen durch Einweichen und Kochen abgelöst werden.
Man verwendet sie für Suppen und Reisgerichte oder für Pasten, wobei
sie püriert, mit Öl und
Zitronensaft gebunden und mit weiteren Zutaten ergänzt werden.
Hummus mit Tahina - Kichererbsen-
Sesam-Paste
Hummus ist der arabische Name sowohl für Kichererbsen
wie auch für die daraus hergestellten Dips und Pasten. Sie werden mit Fladenbrot
und auch mit Tomaten etc. als Imbiss zwischendurch oder als Vorspeise gegessen.
Die Paste ist tagelang im Kühlschrank haltbar:
200 g getrocknete Kichererbsen
- über Nacht in reichlich Wasser einweichen.
Am nächsten Tag mit frischem Wasser aufkochen. Hitze reduzieren und mind.
1 Stunde bei kleiner Flamme kochen lassen. Wasser ab-
gießen und die Kichererbsen in eine Schale mit kaltem Wasser geben, damit
sich die losen Schalen ablösen und oben schwimmen. Die verbliebenen Schalen
müssen mit den Fingern abgezogen werden.
1 Knoblauchzehe - schälen und pressen.
4 EL Tahin (Sesammus) - alle Zutaten im Mixer
pürieren. In der Wüste werden sie mit
einer Kelle zerkleinert.
1 TL Kreuzkümmel -
fein mörsern
4 EL Olivenöl
4 EL Zitronensaft
Salz
Pfeffer
Aus "Libanesische Köstlichkeiten" 15 Rezepte und eine
kleine Gewürzkunde. Herausgegeben von EL PUENTE: www.el-puente.de
Neujahr 2003
Du neues Jahr, sei ein Jahr
des Lichtes,
der Wärme, des Schaffens und des guten Weins.
Nimm den Wucherern das Getreide
und lass das Getreide wuchern.
Setze dem Überfluss Grenzen
und lasse die Grenzen überflüssig werden.
Schenke den Fröhlichen Wein
und den Weinenden Fröhlichkeit.
Gib den Messen bessere Käufer
und lasse die Kaufleute besser messen.
Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit
und der Wahrheit mehr Freunde.
Gib den Weisen Macht
und den Mächtigen Weisheit.
Gib den Regierungen ein besseres Deutsch
und den Deutschen bessere Regierungen.
Gib jedem Glauben seine Freiheit
und mach die Freiheit zum Glauben Aller.
Die Herkunft dieses Neujahrstextes ist leider nicht eindeutig auszumachen. Soviel ist aber bekannt: Im 19. Jahrhundert kursierte er in verschiedenen Fassungen. Mit dem vorliegenden Text begrüßte allem Anschein nach der Frankfurter Michael Bing das neue Jahr 1862.
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