05.02.2012

Der Verstand ist wie ein Fallschirm.
Er funktioniert nur, wenn er offen ist.

 

 

04.02.2012

Die Natur ist eine Erfindung von Himmel und Erde und dazwischen liegt der Horizont.
Kevin, 8 Jahre

 

 

03.02.2012

Dort draußen, wo ich mich hinwende, das bin ich. Und der weite Horizont öffnet sich wie eine Blume in meinem Herzen. Erst seit ich tanze, lebe ich. Vorher habe ich nicht existiert.
Rumi

 

 

02.02.2012 - Mariä Lichtmess

Heute, 40 Tage nach  Heiligabend ist der Tag genau eine Stunde länger als an Weihnachten. Seit alter Zeit, noch bei den Kelten, wurden an diesem und ab diesem Tag wichtige Entscheidungen getroffen und Bilanz gemacht. Ab jetzt sind die dunklen Wintertage vorbei.
Ursprünglich brachte die zunehmende Tageshelle auf dem Land einen anderen Tagesablauf mit sich. Ab jetzt begann wieder mehr die Arbeit draußen, und heute begann auch ein neues Wirtschaftsjahr.  Heute wurden Lohn, Pacht und Zins fällig. Somit spielte in unserer früheren Kultur Lichtmess eine wichtige Rolle. Am 2. Februar entschieden die Angestellten ob sie bleiben oder weiterziehen wollten. Am heutigen Tag erfuhren Mägde und Knechte auch ob ihre Arbeit so war, dass der Bauer sie weiter behalten wollte.

Seinen Ursprung als katholischer Feiertag hat Mariä Lichtmess in dem Gesetz Moses, nach dem die jüdischen Mütter mit ihren neugeborenen Kindern 40 Tage nach deren Geburt zum ersten mal im Tempel erscheinen sollten und durften. Nach 40 Tagen endete die Zeit der Unreinheit. Der 2.Februar hatte auch den Namen "Mariä Reinigung" und "Darstellung des Herrn".
Lichtmess entstand aus dem geschichtlichen Werdegang. schon ab dem 4. Jhdt. sollen in Jerusalem am heutigen Tag Prozessionen gefeiert worden sein. Im Abendland wurden ab dem 8. Jhdt. daraus Lichterprozessionen. Man trug Kerzen, die vorher geweiht wurden, als Sinnbild Christi durch die Strassen. Noch heute werden zu Mariä Lichtmess in der katholischen Kirche Kerzen geweiht.
Auch heute können Sie Ihre Kerzen am Benediktushof segnen lasse zur Feier des Lebens um 17.00 Uhr.

Aus Freude über das Ende der dunklen Wintertage wurden an manchen Orten "Lichtschwemmen" gefeiert; die brennenden Kerzen wurden auf einfachen Schiffchen mit jubelndem gesang auf fließendes Gewässer gesetzt.
Dass das "Stubenhocken", die Spinnstuben nun ein ende hatten, wurde ausgiebig gefeiert: "Lichtmess bei Tag ess, und bei Nacht d'Spindel vergess."

Was hat uns dieser Feiertag heute zu sagen?
Die Lichter, die wir während der dunklen Jahreszeit angezündet haben, zündeten wir auch in uns an. Das Licht ist jetzt in uns. Mit diesem Licht in uns und dem zunehmenden Sonnenlicht außen, können wir klare Entscheidungen treffen für das zukünftige Jahr. Jetzt ist Zeit mit gutem Mut zu handeln. Wir lassen das was in uns gereift ist zum Ausdruck kommen. Heute kann auch der Tag sein, an dem wir die Vision unseres Lebens aufschreiben. Wie wünschen wir unser Leben? Was ist wichtig? Heute unsere Vision aufzuschreiben hat eine gute Wirkung. Etwas wird hängen bleiben. Wir können es während des Jahres immer wieder lesen ... und gleichzeitig das was kommt willkommen heißen, auch wenn es sich anders erfüllt als wir heute denken.

 

 

01.02.2012

Einen Augenblick nur, Blüten
auf dem kahlen Vorfrühlingsbaum.

Eine Sekunde nur, Wind
in dem wilden Dornendickicht.

Lalla, Nordindische Mystikerin, 1320-1392 

 

 

 

31.01.2012

Fühle mit allem Leid der Welt, aber richte deine Kräfte nicht dorthin, wo du machtlos bist, sondern zum Nächsten, dem du helfen, den du lieben und erfreuen kannst.
Hermann Hesse

 

 

27.01.2012

Wenn die Regeln von denjenigen gemacht werden, die reguliert werden sollen, wirft das nach der Finanzkrise, die viele Menschen getroffen hat, grundlegende Fragen auf. Das Gemeinwohlinteresse braucht auch im Bereich der Finanzmärkte nicht nur im Parlament eine lautere Stimme. Dafür wurde von 40 Organisationen (darunter Gewerkschaften, Verbraucherschutzorganisationen, Nichtregierungsorganisationen, Verbände von Privatinvestoren und Forschungseinrichtungen) sowie 17 Finanzexperten und -wissenschaftlern Finance Watch ins Leben gerufen: finance-watch.org

 

 

26.01.2012

Fange nicht an aufzuhören,
höre nicht auf anzufangen.


In folgendem Kurs mit Beatrice Grimm am Benediktushof gibt es noch einige wenige freie Plätze:
Kontemplation und Körpergebet
Donnerstag, 16. bis Rosenmontag, 20. Februar 2012

Kontemplation (ca. vier Std. täglich), Körpergebet und Tanz können durch die präsente Körperlichkeit in eine kontemplative Grundhaltung, in ein mystisches Begreifen des alltäglichen Lebens führen. Es geht um eine Erlebnisfähigkeit, eine tiefere Erfahrung unseres Wesens, ein Erfahren des Einen. Der Körper ist dabei ein zuverlässiger Begleiter in die Wirklichkeit, die jenseits aller Worte, Begriffe und Bilder zu finden ist.
Die Erfahrung erschließt sich jedoch nur dem, der sich tatsächlich auf den Weg macht. Ziel ist nicht eine andere Welt, sondern anders da zu sein in der Welt. Anfängerinnen und Anfänger sind auch willkommen.
Einzelgespräche sind möglich. Ansonsten findet der Kurs im Schweigen statt.
Er ist auch für Menschen geeignet, die weniger 'Sitzen' möchten als in einem Kontemplationskurs und mehr ergänzende Körperarbeit wünschen.
Eine Stunde achtsame Mitarbeit in Haus oder Garten gehört auch dazu.

Kursgebühr: EUR 148,- zzgl. Unterkunft und Verpflegung. Ermäßigung ist möglich. Wenn es am Benediktushof keine Einzelzimmer mehr geben sollte, und Sie dringend ein Einzelzimmer brauchen, gibt es die Möglichkeit im Dorf (fünf Minuten vom Benediktushof entfernt ) zu übernachten. Erkundigen Sie sich im Büro nach einer entsprechenden Adressenliste.
Anmeldung: info@benediktushof-holzkirchen.de

 

2012 Bursfelde-Kurse:
2.-5. August Spirituelle Familienfreizeit gemeinsam mit Beatrice Grimm, Dorothea und Werner Haußmann
7.-12. August mit Petra Wagner: Den Kristall malen, tanzen und sitzen in Stille.
14.-19. August, Kurs mit Beatrice Grimm zum Thema Hildegard von Bingen. Sitzen in Stille - Körpergebet - Tanz - Tönen - Natur erleben - Schweigen

Romanische Basilika, Klosterkirche Bursfelde an der Weser zwischen Hann. Münden und Göttingen. Hier sitzen, tönen und tanzen wir.
Nähere Informationen und Anmeldung:
E-Mail: info(at)beatrice-grimm(punkt)de
Bitte (at) und (punkt) ersetzen


25.01.2012

Was kann geschehen, wenn fünf Menschen gemeinsam nur ein Instrument haben? http://www.youtube.com/watch?v=d9NF2edxy-M

 

 

24.01.2012

Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum:
Nur dort findet Heilung und Entwicklung statt.

Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum:
Nur dort kann Begegnung stattfinden.

Zwischen Richtig und Falsch gibt es einen Ort.
Dort werden wir uns begegnen.

(Rumi)




17.01.2012

Es stellt sich immer mehr die Frage, wie können wir Menschen überleben? Wie bewahren wir die Schöpfung?
Nur durch einen epochalen Bewusstseinswandel. Durch eine Veränderung in unserer Wahrnehmung. In unserem Alltagsbewusstsein ist die Intuition und eine tiefere Wahrnehmung überlagert von unseren Konditionierungen. Das Bewusstsein kann nur durch eine Wahrnehmung jenseits unserer Konzepte, jenseits unseres Egos erweitert werden. Wir sind etwas anderes als wir denken. Ein konsequenter spiritueller Übungsweg, der in die Erfahrung unseres Wesens führt, lässt uns die Veränderung sein, die in der Welt geschehen soll. Aus diesem Sein kann ein anderer Umgang mit uns und den Ressourcen dieser Erde entstehen. Dazu braucht es auch eine Analyse der Fehlentwicklungen und daraus resultierend eine Entwicklung von alternativen Strukturen. Daraus können Aktionen entstehen, die das rasante Artensterben und die immer weiter fortschreitende Umweltzerstörung aufhalten.

Bauernhöfe statt Agrarindustrie
Demonstration – Kundgebung – Protesttafel
Sa, 21.01.2012 – 11:30 Uhr, Berlin

Unterzeichnen Sie den Aufruf an die Bundeskanzlerin:
http://www.wir-haben-es-satt.de/index.php?id=107
- Subventionen an soziale, ökologische und Tierschutz-Kriterien binden
- Faire Regeln durchsetzen statt Agrarmärkte liberalisieren
- Heimisches Futter statt Gentechnik-Soja fördern
- Spekulationen mit Lebensmitteln beenden
- Exportsubventionen stoppen
- Der Fleischindustrie den Geldhahn abdrehen

Wir schätzen die tägliche Arbeit der Menschen auf den Bauernhöfen. Sie müssen im Zentrum einer Reform stehen! Daher gehen am 21. Januar 2012 VerbraucherInnen, TierschützerInnen, UmweltschützerInnen, ImkerInnen, Bäuerinnen und Bauern gemeinsam auf die Straße.

40 verschiedene Interessengruppen aus der Lebensmittelbranche und der Landwirtschaft haben sich zu der Kampagne "wir haben es satt!" zusammengeschlossen: http://www.wir-haben-es-satt.de/start/home/

Die Agrarindustrie verursacht Dioxinskandale, Gentechnik im Essen und Tierleid in Megaställen. Sie verschärft Hungerkrisen, den Klimawandel und das Höfesterben. Zurück bleiben ausgeräumte Landstriche und Monokulturen.
EU und Bundesregierung fördern diese Agrarindustrie jedes Jahr mit Milliarden Euro an Subventionen. Doch die Chance, diese Politik zu ändern, war noch nie so groß. Jetzt werden die entscheidenden Weichen für die Agrarpolitik bis 2020 gestellt. Bisher blockiert die Bundesregierung eine echte Reform.

Ja zur bäuerlich-nachhaltigen Landwirtschaft.
Ja zum Menschenrecht auf Nahrung.
Respekt vor den Tieren in der Landwirtschaft.



12.01.12

Wie aus dem Alptraum innere Stärke wird
Fernsehdokumentation: Donnerstag, 12. Januar 2012, 21 Uhr bei Scobel (3sat)
Im Internet: http://www.3sat.de/delta/
Yehuda Bacon (Jerusalem, Maler, Auschwitzüberlebender)
Esther Bejarano (Hamburg, Sängerin, Auschwitzüberlebende)
Batsheva Dagan (Israel, Kinderpsychologin, Auschwitzüberlebende)
Éva Fahidi (Budapest, Autorin, Auschwitzüberlebende)
und Bernard Glassman (Zen-Meister, USA) und Arno Gruen (Psychoanalytiker, Zürich) nähere Angaben bei veranstaltungen

 

 

08.01.2012

Letzte Tage der großen Ausstellung in Zürich
Mystik - Die Sehnsucht nach dem Absoluten

noch bis zum 15. Januar 2012
Das Museum Rietberg präsentiert die weltweit erste kulturvergleichende Ausstellung zum Thema Mystik. Auch wenn es nicht möglich ist diese Ausstellung zu sehen, schon die homepage ist sehr umfassend und informativ. Ausserdem gibt es einen großen dicken Katalog.
http://www.rietberg.ch/de-ch/ausstellungen/mystik.aspx

 

07.01.2012

Die Ansprache von Willigis Jäger zu DreiKönige, zu Epiphanie
können Sie unter info willigis jäger nachlesen.

 

 

DreiKönige 2012

Was ist das eigentlich Gold? Es ist aufhellend, durchlichtend, stärkend. In allen hohen Kulturen des Westens und des Ostens wurde und wird es für religiöse Rituale in verschiedensten Formen benutzt. Aurum steht für Beständigkeit, Weisheit, für Sonne, Licht, für Erleuchtung. Darüberhinaus bedeutet Gold Reichtum, ein Symbol für Macht und Herrschaft.

Weihrauch? Heißt (althochdeutsch wîhrouch) geweihter (heiliger) Rauch.
Das echte goldgelbe Weihrauchharz (Olibanum) wird im Frühjahr vom Weihrauch-Baum gewonnen und gehört zu den Balsambaumgewächsen. Der Arabische- oder Somalische Weihrauch heißt Boswellia sacra (heiliger Balsam).
Schon die Sumerer, Babylonier und Perser kannten den Weihrauch. Im altägyptischen Totenkult wurde dem Weihrauch eine bannende Wirkung gegen den Geruch und die Macht des Todes zugesprochen. Das körnige, getrocknete Weihrauch-Harz wurde für kultische Zwecke bei der Mumifizierung benutzt. Im reicheren Umfeld der damaligen ägyptischen Gesellschaft war es im Alltag als aromatisches, desinfizierendes und entzündungshemmendes Räucher- und Heilmittel in Gebrauch.
Im Altertum war heilendes und heiliges eng verbunden. Erste Hinweise auf die Verwendung von Weihrauch finden sich in dreieinhalbtausend Jahre alten Texten aus dem Niltal. Die Ägypter nutzten Weihrauch nicht nur für den guten Geruch, sondern für Salben und zur Wundbehandlung.
In der klassischen europäischen Naturheilkunde wurde der Weihrauch 1850 zur inneren und äußeren, und 1870 lediglich zur äußeren Anwendung eingesetzt und ist noch in pharmakologischen Büchern zu finden. Nach 1875 geriet der Weihrauch durch chemisch definierte Medikamente in Vergessenheit. Er gilt auch heute als entzündungshemmend und bestimmte Weihrauchpräparate sollen bei Gicht und rheumatischen Erkrankungen helfen.
Weihrauch ist ein altes Heilmittel des Ayurveda:

Myrrhe? Auch ein Balsambaumgewächs. Das Wort Myrre kommt aus dem semitischen 'murr' = 'bitter'. Myrrhe ist dunkler als Weihrauch.
Im alten Ägypten nutzte man Myrrhe auch zur Einbalsamierung . Das gelb-braune Harzgranulat wird seit Jahrtausenden vor allem in Jemen , Äthiopien , Sudan und Somalia verwendet. Im Judentum gehörten Myrrhe und Aloe zur ordnungsgemäßen Bestattung des Leichnams. Sie waren Bestandteil von kultischen Salbungen. Christus bedeutet der Gesalbte. Bei der Grablegung Jesu spendete Nikodemus hundert Pfund Aloe und Myrrhe (Joh 19,39).
Salböl-Rezept im alten Testament: "Nimm dir Balsam von bester Sorte: fünfhundert Schekel erstarrte Tropfenmyrrhe, halb so viel, also zweihundertfünfzig Schekel, wohlriechenden Zimt, zweihundertfünfzig Schekel Gewürzrohr und fünfhundert Schekel Zimtnelken, nach dem Schekelgewicht des Heiligtums, dazu ein Hin Olivenöl, und mach daraus ein heiliges Salböl …"
( Ex 30,23-25)
Myrrhe galt in alter Zeit auch als Aphrodisiakum. Mit dem Öl parfümierten sich Frauen und Männer und das Liebesbett wurde damit beträufelt. Heute kennen wir die Myrrhentinktur bei Entzündungen der Mundschleimhaut. Sie wirkt auf der Haut zusammenziehend und desinfizierend. Myrrhe besitzt eine blutstillende Wirkung und fördert die Narbenbildung. Innerlich angewendet wird sie bei Bronchitis und bei Darmentzündungen. Reine Myrrhe kann zerkaut werden (bitter) oder es gibt Myrrhepräparate in Tablettenform.

Heute sollen die besten Weihrauch und Myrrhen aus Oman kommen. Und heute kann man da auf dem Markt noch Gold , Weihrauch und Myrrhe nebeneinander angeboten finden.

Was die drei Könige brachten, war das Wertvollste ihrer Zeit. Wir sind die drei Könige. Jede ist Königin, jeder ist König, die von weither kommen, und jetzt da sind wo der Stern, das Schicksal uns hingewiesen hat. Das Gotteskind wird in jedem Augenblick geboren, und hier sind wir. Die Gaben? Vertrauend, beständig fest, zuverlässig wie Gold. Transformierend weich - fest - flüssig - auflösend - zum Himmel loslassend wie goldener Weihrauch. Transformation, durch die Sinne sich verfeinernd, Sterben und Auferstehen wie Myrrhe.

 


05.01.2012

Heute der letzte Tag der 12 Rauhnächte. Werden die 12 Monate entsprechend wie der Mythos sagt? Am Ende hat sich nach orkanartigem gewittrigem Sturm und schwarzen Wolkenwänden der Himmel hell geöffnet.

Wie ist es denn mit den guten Vorsätzen für dieses Jahr?
Erich Kästner hat einmal folgendes geschrieben:

Man soll das Jahr nicht mit Programmen
beladen wie ein krankes Pferd.
Wenn man es allzu sehr beschwert,
bricht es zu guter Letzt zusammen.

Je üppiger die Pläne blühen,
um so verzwickter wird die Tat.
Man nimmt sich vor, sich zu bemühen,
und schließlich hat man den Salat!

Es nützt nicht viel, sich rot zu schämen.
Es nützt nichts, und es schadet bloß,
sich tausend Dinge vorzunehmen.
Lasst das Programm! Und bessert euch drauflos!

 

04.01.2012

Heute ist der Welthypnosetag. Da fällt mir ein, was ich hier schon immer mal schreiben wollte. Milton Erickson, amerikanischer Psychiater und Psychotherapeut, der die moderne Hypnose und Hypnotherapie maßgeblich prägte, soll einmal gesagt haben: "Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit."

München, 4. Januar 2012: Heute wurden vom Umweltinstitut München e.V. die letzten Stellungnahmen gegen das polnische Atomenergieprogramm bei den zuständigen polnischen Behörden eingereicht. An der Aktion des Umweltinstituts haben sich insgesamt 36.000 Bürgerinnen und Bürger beteiligt. Im Rahmen der von der EU geforderten Strategischen Umweltprüfung (SUP) hatten die deutsche Öffentlichkeit und Behörden bis heute Gelegenheit, Stellungnahmen zu verfassen oder die Musterstellungnahme des Umweltinstitut München e.V. zu unterzeichnen. http://umweltinstitut.org/pressemitteilungen/2012/pressemitteilung-36.000-stellungnahmen-gegen-das-polnische-atomenergieprogramm-957.html

 

 

04.01.2012

Meister Eckhart sagt in seiner Predigt 32: "Da ich noch in meinem ersten Ursprung stand, da hatte ich keinen Gott, und da war ich Ursprung meiner selbst. Ich wollte nichts, ich begehrte nichts, denn ich war ein lediges Sein und ein Erkennen meiner selbst im Genuss der Wahrheit. Da wollte ich mich selbst und wollte nichts sonst; was ich wollte, das war ich, und was ich war, das wollte ich, und hier stand ich ledig von Gott und von allen Dingen. Darum bitte ich Gott, dass er mich Gottes quitt mache; denn mein wesentliches Sein Gottes nämlich, wo Gott über allem Sein und über aller Unterschiedenheit ist, dort war ich selber, da wollte ich mich selber und erkannte mich selber, diesen Menschen, mich zu schaffen. Darum bin ich Ursache meiner selbst, meinem Sein nach, das ewig ist, nicht aber meinem Werden nach, das zeitlich ist ... In meiner ewigen Geburt wurden alle Dinge geboren, und ich war Ursache meiner selbst und aller Dinge; und hätte ich gewollt, so wäre weder ich, noch wären alle Dinge; wäre aber ich nicht, so wäre auch 'Gott' nicht. Dass Gott 'Gott' ist, dafür bin ich die Ursache; wäre ich nicht, so wäre Gott nicht 'Gott'."

 

 

03.01.2012

In der Erkenntnis, dass Zeit und Zeitlosigkeit nicht getrennt sind, liegt die Lösung vieler Fragen. Da wir aber Zeitlosigkeit nicht denken können, finden wir auch keine Lösungen. Unser Verstand kann nicht wahrnehmen, dass etwas gleichzeitig zeitlos und in der Zeit sein kann. Unser Ichbewusstsein ist an Raum und Zeit gebunden und kann uns nur an die Grenze dieser Erfahrung bringen. Es ist nicht in der Lage eine Grenzüberschreitung in die Zeitlosigkeit zu vollziehen. Nur eine Ichentgrenzung kann einen psychisch stabilen Menschen in dieses qualitativ "Ganz andere" hineingleiten lassen. Dieses "Ganz andere" für das uns die Sprache fehlt, ist jedoch nicht abgehoben. Es ist gefasst in dem "hier ganz normalen". Es ist Zeitlosigkeit und Zeit gleichzeitig.

 

 

02.01.2012

Eigentlich gilt es zu erkennen dass es zutiefst keinen Wunsch gibt, der nicht schon erfüllt wäre ... und doch was ich uns zu diesem neuen Jahr wünsche:
Wahrzunehmen was wirklich, wirklich wichtig ist im Leben und was Priorität hat.
Es ist nicht die Zeit, die uns fehlt, denn wenn unser Bewusstsein still steht, steht die Zeit still (der Sonnenuntergang war so schön, dass die Zeit still stand), und in der Hektik wird es eng und die Zeit läuft davon. Zeit »an und für sich« gibt es nicht. Wir erfahren sie zu unterschiedlichen Zeiten und Anlässen ganz unterschiedlich.
Zeit ist wie Ewigkeit und Ewigkeit wie Zeit,
wenn du nur selber nicht machst einen Unterscheid.
Angelus Silesius

Schon Leonardo da Vinci wusste, dass der Augenblick zeitlos ist.
Anders als früher ist, dass die Flut an Information, die aus der Zeit der Sumer vor 6000 Jahren bis 1900 gemessen wurde, heute in einem Monat auf uns zuströmt.
Die Gehirnforschung sagt uns, dass es für die Entfaltung der in unserem Gehirn angelegten Potenziale notwendig ist, zu erkennen und uns bewusst zu machen, was tatsächlich für die Gestaltung des eigenen Lebens bedeutsam ist, und das eigene Handeln an dieser Erkenntnis auszurichten.

 

 

01.01.2012

Unter dem Himmel
Des neuen Jahres
Ist das Meer
Ganz still
Hekigoda

 

 

31.12.2011

Ein keltischer Segen, den Rita Dowling geschickt hat:
May the light of your soul guide you through each day.
May the fire of life inspire your spirit.
May you bath in the waters of tranquility.
May your body dance in the celebration of who you are.

 

 

30.12.2011

Wenn das Meer all seine Kräfte anstrengt, so kann es das Bild des Himmels gerade nicht spiegeln; auch nur die mindeste bewegung, so spiegelt es den Himmel nicht rein; doch wenn es still wird und tief, senkt sich das Bild des Himmels in sein Nichts.
Sören Kierkegaard

 

 

29.12.2011

Klärt sich der Himmel auf, erscheint die Sonne.
Fällt Regen danieder, wird die Erde nass.
Mit ganzem Herzen hat er alles gesagt,
aber ich fürchte, niemand kann es glauben.
Mumonkan

 

 

27.12.2011

Mit Gott Mittagessen

Ein kleiner Junge wollte Gott treffen.
Er packte einige Coladosen und Schokoriegel in seinen Rucksack
und machte sich auf den Weg. In einem Park sah er eine alte Frau,
die auf einer Bank saß und den Tauben zuschaute.

Der Junge setzte sich zu ihr und öffnete seinen Rucksack.
Als er eine Cola herausholen wollte, sah er den hungrigen Blick der
Frau. Er nahm einen Schokoriegel heraus und gab ihn der Frau.
Dankbar lächelte sie ihn an -- ein wundervolles Lächeln!

Um dieses Lächeln noch einmal zu sehen, bot ihr der Junge auch eine Cola an. Sie nahm sie und lächelte wieder, noch strahlender als zuvor.
So saßen die beiden den ganzen Nachmittag im Park, aßen Schokoriegel und
tranken Cola, ohne auch nur ein Wort zu sprechen.

Als es dunkel wurde, wollte der Junge nach Hause gehen.
Nach einigen Schritten hielt er inne, ging zurück und umarmte die Frau.
Die schenkte ihm dafür ihr allerschönstes Lächeln.

Zu Hause fragte ihn seine Mutter:
"Was hast Du denn heute Schönes gemacht, daß Du so fröhlich aussiehst?"
Der Junge antwortete:
"Ich habe mit Gott Mittag gegessen -- und sie hat ein wundervolles Lächeln!"

Auch die alte Frau war nach Hause gegangen, wo ihr Sohn sie fragte, warum
sie so fröhlich aussehe.
Sie antwortete:
"Ich habe mit Gott Mittag gegessen -- und er ist viel jünger, als ich dachte!"

AutorIn unbekannt



26.12.2011

Ein zehnjähriges Mädchen schreibt:
Guter Gott, ich habe eine Frage gibt es einen Untergang der Erde?
oder existierst du Wirklich? Wenn du existieren solltest sozeig dich mir.
Wer war deine Mutter, wer war dein Vater seit wann existierst du?
Guter Gott ich habe einen Dank
Danke für meine Unterkunft. Danke für die Nahrung
Guter Gott ich habe eine Bitte
Bitte schütze unsere Erde, mit allem drum und dran.
Deine Sabine

 

 

Warum schließen sich vor allem junge Menschen, die keine Schule besucht haben, so leicht einer Terrorgruppe wie Bokuharam in Nigeria an und möchten die Scharia einführen? Nicht nur dass sie von Alkaida ausgebildet werden ...
Jeder in Nigeria weiß, dass die großen Ölvorkommnisse in ihrem Land den internationalen Konzernen zugute kommen, und das Ackerland zum Teil unfruchtbar ist durch undichte Ölpipelines. Die westlichen Ölkonzerne zahlen an die Regierung eine kleine Wiedergutmachung, jedoch die Löcher in den Pipelines werden nicht geflickt, das Öl fließt weiter auf die Felder. Dadurch verlieren vor allem Bauern ihre Existenz und Lebensmittel müssen zum Teil aus den reichen Ländern importiert werden. Aus afrikanischen Ländern können z. B. laut EU-Beschluss nicht einfach Waren nach Europa exportiert werden. Europa jedoch kann sehr wohl in afriknische Länder exportieren. In einem Land, in dem es an allem fehlt, kostet dann plötzlich ein Kilo Mehl umgerechnet vier Euro. Dazu kommt folgendes: "2008 nach dem G-8-Gipfel in Okinawa sagte der nigerianische Präsident Obasanjo: 'Wir haben bis 1986 etwa 5 Milliarden Dollar geliehen: Bis jetzt haben wir 16 Milliarden Dollar zurückgezahlt. Jetzt wird uns gesagt, dass wir immer noch 28 Milliarden Schulden haben (...) wegen der Zinsraten der ausländischen Kreditgeber. Wenn sie mich fragen, was das Schlimmste auf der Welt ist, würde ich sagen, der Zinseszins.'
Zu dieser Zeit zahlten die Entwicklungsländer für jeden Dollar, den sie als "Entwicklungshilfe" bekamen, 13 Dollar zurück. Dieses Verhältnis hat sich seitdem noch verschlechtert. Der Zins ist zur neuen Kriegswaffe mit zerstörerischer Langzeitwirkung geworden."
(Aus dem gerade erschienen Buch "Occupy Money" von Margrit Kennedy, Kamphausen-Verlag, S. 25.)

 

 

25.12.2011

Gerade komme ich vom Weihnachtskurs nach Hause. Hier Berge von Post. Wie schön auch richtige Briefe zu bekommen und Päckchen und Pakete. Ich freue mich, und gleichzeitig ist es mir unmöglich gleich zu antworten. Da inzwischen Hunderte täglich auf diese Website kommen und viele von den BriefschreiberInnen und PäckleinschickerInnen dabei sind, sage ich jetzt an dieser Stelle:
Danke, danke, danke ... besonders jetzt in diesen Tagen empfinde ich eine starke Verbundenheit. Es ist wie ein unsichtbares Perlennetz, das niemanden ausschließt. Keine und Keiner kann aus diesem Netz herausfallen, denn jede und jeder ist eine einzigartige Perle und gemeinsam tragen wir das Netz, das uns hält.

 

 

24.12.2011

Schweiget und ruhet von euren Geschäften,
von euren Sorgen und von euren Träumen;
schweiget und hört das Wort der Stille;
höret das Wort der Nacht!
Schreitet ins Neue, schließet ab - schließet auf!
Die Mitte der Nacht ist der Anfang des Tages,
die Mitte der Not ist der Anbruch des Lichts.
Achtet die Weihe der Heiligen Nächte:
Gott ist's, der das Dunkel durchbricht.
Schweiget und lauscht!

Nach Wilhelm Thomas

 

 

 

23.12.2011

Folgendes Weihnachtsrätsel hat mir eine Freundin zum Weiterschicken gemailt. Vielleicht gefällt es Ihnen/Euch auch:

> Es waren einmal ein perfekter Mann und eine perfekte Frau. Sie
> begegneten sich, und da ihre Beziehung perfekt war, heirateten sie.
> Die Hochzeit war einfach perfekt.
>
> Und ihr Leben zusammen war selbstverständlich ebenso perfekt.
>
> An einem verschneiten, stürmischen Weihnachtsabend fuhr dieses
> perfekte Paar eine kurvenreiche Straße entlang, als sie am Straßenrand
> jemanden bemerkten, der offenbar eine Panne hatte. Da sie das perfekte
> Paar waren, hielten sie an, um zu helfen. Es war der Weihnachtsmann
> mit einem riesigen Sack voller Geschenke. Da sie die vielen Kinder am
> Weihnachtsabend nicht enttäuschen wollten, lud das perfekte Paar den
> Weihnachtsmann mitsamt seiner Geschenke in ihr Auto.
>
> Und bald waren sie daran, die Geschenke zu verteilen.
> Unglücklicherweise verschlechterten sich die (ohnehin schon
> schwierigen) Straßenbedingungen immer mehr, und schließlich hatten sie
   einen Unfall.
>
> Nur einer der drei überlebte.
>
> Wer war es?
>
> Erst überlegen und dann nach unten scrollen
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
> Es war die perfekte Frau.
> Sie war die einzige, die überhaupt existiert hatte.
> Jeder weiß, dass es keinen Weihnachtsmann gibt, und erst recht keinen
> perfekten Mann.
>
> Für Frauen ENDET die E-Mail hier.
>
> Männer bitte weiter lesen (nach unten scrollen).
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
> Wenn es also keinen Weihnachtsmann und keinen perfekten Mann gibt,
> muss die perfekte Frau am Steuer gesessen haben.
>
> Das erklärt, warum es einen Unfall gegeben hat.
>
>
>
> Wenn Sie übrigens eine Frau sind und dies lesen (obwohl sie oben schon
> aufhören sollten weiter zu lesen), wird dadurch noch etwas bewiesen:
> Frauen tun nie das, was man ihnen sagt.



20.12.2011

Suchen Sie noch nach einem Geschenk? Haben Sie schon einmal Solidarität verschenkt? Bei http://www.solidar.ch können Sie zum Beispiel ein Huhn für eine Familie in Burkina Faso verschenken.


19.12.2011

Schenken heißt,
einem anderen das zu geben,
was man selber behalten möchte.
Selma Lagerlöf



18.12.2011

Zum Thema Spenden:
Hier kenne ich die Initiatoren kleiner Projekte persönlich und sehe welch uneigennützigen Einsatz sie bringen:

Vor etwa 10 Jahren begannen Afghaninnen und Afghanen aus Freiburg gemeinsam mit Deutschen Hilfslieferungen für die Flüchtlinge in Afghanistan zu organisieren. Aus dieser gemeinsamen Arbeit entstand die
www.deutsch-afghanische-initiative.de


In Nepal ist der in Krisengebieten erfahrene Arzt Dr. Klaus Eckert dabei ein Gesundheitszentrum in der Provinz Gulmi aufzubauen. Sie liegt etwa zwölf bis vierzehn Autostunden von Kathmandu entfernt. http://www.brepal.de/

Durch den nimmermüden Einsatz von Astrid Vöhringer entstand und wächst auch in Nepal in einem entlegenen Tal ein Schulprojekt für Kinder.
www.nepal-schulprojekt.info

Hilfe zur Selbsthilfe leistet ein Projekt in Holland für alleinstehende Mütter mit behinderten Kindern in Armenien. Armenien ist das Armenhaus Europas. Es ist als hätten wir das vergessen. Die Initiatorin der Stiftung Rafael reist selbst zwei mal im Jahr auf eigene Kosten dorthin um nach den Lebensumständen von behinderten und hilfsbedürftigen Kindern zu schauen: www.strafael.nl

Folgende größere Organisationen scheinen mir unterstützenswert:
SOS-Kinderdorf seit fast 60 Jahren für Bedürfnisse, Anliegen und Rechte von Kindern. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen alleingelassene oder vernachlässigte Kinder sowie benachteiligte Familien: www.sos-kinderdorf.de
Was 1971 mit einem SOS-Kinderdorf an der Elfenbeinküste begann, entwickelte sich zu einem 45 Länder umfassenden Netzwerk: www.sos-kinderdorfinternational.org
Gesellschaft für bedrohte Völker: www.gfbv.de
PRO ASYL seit 25 Jahren für Flüchtlingsrechte: www.proasyl.de
AMNESTY INTERNATIONAL seit 50 Jahren weltweit für Menschenrechte, Kaum eine andere Organisation hat mit ehrenamtlich arbeitenden Gruppen für die Menschenrechte soviel erreicht wie Amnesty. Das einzige, was Amnesty noch nicht gelungen ist, sich selber überflüssig zu machen. Über die aktuelle Menschenrechtssituation weltweit: www.amnesty.org
deutschlandweit: www.amnesty.de
Ärzte ohne Grenzen leistet unabhängige medizinische Nothilfe in Krisen und nach Katastrophen in rund 60 Ländern weltweit: www.aerzte-ohne-grenzen.de
Greenpeace seit 40 Jahren internationale politische Non-Profit-Organisation, die den Umweltschutz zum Gegenstand hat: www.greenpeace.de
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland: www.bund.net
RobinWood seit 30 Jahren aktiv für die Umwelt: www.robinwood.de/
Umweltinstitut München unabhängiger e.V., gegen Atomkraft, für gentechnikfreies Essen und für Ökolandbau: www.umweltinstitut.org

Menschen die in Krisengebieten tätig sind, erzählen immer wieder wie unsinnig oft gerade von großen Organisationen das gespendete Geld verschwendet wird. Wichtig scheint mir vor Ort zuverlässige Einheimische zu haben, die sich mit Land und Sitten auskennen, um entsprechend kompetent zu helfen. Aber auch da hat kürzlich eine Traumatherapeutin, die aus einer Krisenregion zurückkam, erzählt, wie Gelder veruntreut wurden.
Bildung ist die Grundlage. Eine Entwicklungshelferin erzählte wie unsinnig es jedoch ist, wenn während einer Hungersnot eine bekannte Organisation mit Schulbüchern ankommt, wo die Kinder dringend Nahrung bräuchten.

Über zehn Jahre habe ich mit PLAN ein Mädchen auf den Philippinen unterstützt und mit dieser Organisation eine sehr fragwürdige Erfahrung gemacht. Die philippinische Betreuerin schrieb, dass das Kind sehr gut in der Schule wäre. Es schrieb selbst fast fehlerlose Briefe auf englisch und wollte Lehrerin werden. Gerne hätte ich diesem Mädchen eine weitere Ausbildung ermöglicht. Die Korrespondenz endete jedoch abrupt als sie 16 war. Ihre Mutter schrieb noch, dass ihre Tochter jetzt in Manila bei ihrer zwei Jahre älteren Schwester sei, die auch nach der Schule in die Stadt gegangen wäre, und jetzt in der Klinik ein Kind bekommen hätte und die Hilfe ihrer jüngeren Schwester bräuchte. Genau so wenig wie die Familie nicht das Geld für die Schulbildung hatte (dafür war ja PLAN zuständig), war es auch nicht möglich ihrer Tochter eine weitere Ausbildung zu finanzieren. Alle Korrespondenz läuft über PLAN (aus Sicherheitsgründen, wie mitgeteilt wird) und so konnte ich die Adresse der Familie nicht erfahren. Von der Organisation wurde mir gesagt, dass nur Kinder bis zum 16. Lebensjahr gesponsert werden können. Wie kommt es, dass PLAN soviel Geld für Werbung in allen möglichen Zeitschriften und im Internet ausgibt um SpenderInnen besonders für Mädchen in Entwicklungsländern zu gewinnen? Eigentlich müßte diese Organisation schreiben und auch den Patinnen und Paten mitteilen: "Nur bis zum Ende der regulären Schulzeit. Was mit den Mädchen danach geschieht, kümmert uns nicht." Auf meine Anfragen antwortete PLAN, ohne dass ich das noch wünschte, indem sie mir ein neues kleines Patenmädchen zuteilten.

Die beste Hilfe ist die Hilfe zur Selbsthilfe. Faire Waren kaufen mit dem Siegel:



Wissen vermitteln. An dieser Stelle steht z. B. die gemeinnützige Stiftung Biovision in der Schweiz. Sie fördert seit über 10 Jahren die Entwicklung, Verbreitung und Anwendung von ökologischen, umweltfreundlichen Methoden, mit denen Menschen in Entwicklungsregionen sich selbst helfen können.

 

 


17.12.11

Die schlimmen Nachrichten. Mir scheint es wichtig darum zu wissen, davor die Augen nicht zu verschließen. Das was passiert, das sind wir auch. Es gilt zu erfahren, dass wir von nichts getrennt sind. Darum gehen wir einen spirituellen Weg. Denn das Wissen um unsere Ganzheit bedeutet zu verstehen, dass jeder einzelne Mensch vom heutigen Ungleichgewicht auf unserer Erde betroffen ist, und gleichsam zu einem neuen Gleichgewicht beitragen kann. Denn jeder Gedanke, jede Handlung wirkt sich auf das Gesamtbewusstsein aus, und das wiederum formt die Welt mit. Das ist unsere Basis.

Wir können auch mithelfen Unterschriften zu sammeln, wir können auch auf die Straße gehen, und wir können uns nicht nur gegen etwas sondern für etwas einsetzen.

Dadurch, dass ich für jede verkaufte CD, die ich über meinen Kleinstverlag Wege der Mystik absetze, seit Jahren 1,- EUR Projekten zugute kommen lasse, die benachteiligten Menschen zu einem würdigeren Leben verhelfen möchten, habe ich mich etwas mit dem Spendenwesen beschäftigt. Nachdem unsere Briefkästen täglich gefüllt sind mit Bettelbriefen, oben etwas zu meinen Spendenerfahrungen.

Heute ist mir ein Spruch von Erasmus von Rotterdam begegnet: "Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit."

16.12.11

Aufheulender Wind durch die Wohnung bei geschlossenen Fenstern, und im
E-mailbriefkasten eine schlimme Nachricht nach der anderen ... Nachrichten, die es anzuschauen gilt:

Mit Tsunami-Spenden den Walfang fördern: Japan sichert Schiffe gegen Angriffe von Umweltschützern (NZZ)
www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/japan_walfang_1.13563481.html

Brief von Greenpeace Japan und 15 weiteren NGOs
an die japanische Regierung (auf Englisch) www.greenpeace.org/japan/Global/japan/
pdf/2011_Japanese_NGO_statement_for_departure_English.pdf

Waffenlieferungen an Saudiarabien
http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-12/leopard-panzer-saudi-arabien
http://www.sueddeutsche.de/politik/ruestungsgeschaeft-mit-saudi-arabien-warum-merkel-zum-panzer-deal-schweigt-1.1118111

Kaufen Sie keine Billig-Weihnachtsbäume sondern achten Sie auf zertifizierte Bio-Weihnachtsbäume. www.naturland.de/naturland_weihnachtsbaeume.html und http://robinwood.de/wo-kaufen.406.0.html haben Adressen von Anbietern des alternativen Grüns zusammengestellt. Wenn keine Öko-Weihnachtsbäume in Ihrer Nähe angeboten werden, können Sie sich auch an das regionale Forstamt wenden. Fragen Sie dort nach Weihnachtsbäumen aus sogenannter Durchforstung. Dabei handelt es sich in der Regel um Fichten, die zur Auflichtung und Verjüngung der Waldbestände geschlagen werden.
http://umweltinstitut.org/gentechnik/aktionen/hintergrund-roundup-912.html



15,12.2011

EU-Kommissar Oettinger plant in einem Grundsatzpapier 40 neue AKW für die EU.
Und Atomprogramm in Polen wird zum Milliardengrab für europäische Steuerzahler. Die deutsche Öffentlichkeit kann laut der Pressemitteilung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit bis zum 4. Januar zum Entwurf des polnischen Kernenergieprogramms Stellung nehmen. Das Umweltinstitut München hat sich sehr genau damit befasst und sammelt Unterschriften zu einem vom Institut vorgeschlagenen Brief. Er kann individuell abgeändert werden: www.umweltinstitut.org

Dann ist da noch die Geschichte mit den giftigen Weihnachtsbäumen. Diese werden heute gezüchtet mit hohem Einsatz von Herbiziden, vor allem mit Glyphosat, bekannt unter dem Namen Roundup von Monsanto . Einmal versprüht, reichert sich das Pflanzengift in den Böden an, gelangt in das Grund- und Oberflächenwasser und gefährdet die Trinkwasserqualität.
http://umweltinstitut.org/gentechnik/aktionen/hintergrund-roundup-912.html

Heute ist das neue Buch wider den krankhaften Wachstumszwang von Frau Prof. Dr. Margrit Kennedy erschienen. Sie hat dazu beim Freundeskreistreffen am Benediktushof einen sehr interessanten Vortrag gehalten: "OCCUPY MONEY"/Damit wir zukünftig ALLE die Gewinner sind/jkamphausen 2011. Ein Taschenbuch mit 107 Seiten für EUR 9,95.

 


14.12.2011

Jährlich fließen Milliarden an EU-Geldern in Agrarfabriken und Lebensmittelkonzerne. Dioxine, Gentechnik und Antibiotika landen aus Tierfabriken auch im Grundwasser. Zurück bleiben ausgeräumte, artenarme Landstriche und Monokulturen. Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU ist bisher eine Subventionsmaschine der Agrarindustrie.
Einer neuen Studie des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zufolge wird die industrielle Massentierhaltung in Deutschland jährlich mit über einer Milliarde Euro subventioniert.
www.campact.de/agrar/info/5min
Am 12. Oktober legte nun die EU-Kommission ihr Konzept für eine grünere und gerechtere Agrarpolitik vor. Subventionen sollen künftig nur noch an Betriebe fließen, die ökologische und soziale Kriterien einhalten. Zahlungen an industrielle Großbetriebe sollen gedeckelt werden – beides sind wichtige Schritte für Bauern und Verbraucher.
Doch die Bundesregierung torpediert die soziale und ökologische Neuausrichtung der Agrarpolitik auf EU-Ebene. Ihrer Meinung nach sollen weiter die höchsten Zahlungen an die größten Betriebe ohne Rücksicht auf den Schutz von Tieren und Umwelt gehen.
Hier ist der Aufruf an die Bundeskanzlerin Frau Merkel und Landwirtschaftsministerin Frau Aigner zu unterschreiben. Machen Sie mit: www.campact.de/agrar/sn2/signer


13.12.2011

Für einen einzigen Hamburger müssen vier bis fünf Quadratmeter Regenwald in Weide- oder Ackerland umgewandelt werden, das binnen zwei bis drei Jahren zur Wüste wird.

Ein einziges Steak von 225 Gramm enthält soviel Pflanzenenergie, wie benötigt wird, um einen Tag lang rund 40 hungernde Menschen zu ernähren.

Alle Schlachttiere auf der ganzen Welt zusammengenommen verbrauchen eine Futtermenge, die dem Kalorienbedarf von 8,7 Milliarden Menschen entspricht.

"Nichts wird die Gesundheit des Menschen und die Chancen auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung".
Albert Einstein

 

 

12.12.2011

Das Bundesministerium für Ernährung hat mit der ARD und den Dritten Fernsehprogrammen das Lieblingsgericht der Deutschen gesucht. Deutschland hat nun abgestimmt! Im großen Finale von "Speisekarte Deutschland" wurde das Siegergericht ermittelt. Die 16 Regionalsieger aus den Vorrunden standen dabei zur Wahl.
Bei den Regionalsiegern ausser der "Grünen Soße" für Hessen und dem "Matjes" für Schleswig Holstein standen nur Fleischgerichte zur Wahl. Der bayerische Schweinebraten mit Knödeln und Biersoße wurde nun von den Zuschauern zum beliebtesten Gericht der Bundesrepublik gewählt. Von 250.000 Stimmen gab das Publikum für den Schweinebraten 180.000 Stimmen ab.
Bundesernährungsministerin Ilse Aigner: "Regionale Lebensmittel und Rezepte sind ein köstliches Stück Heimat und zeigen unsere Wertschätzung für Lebensmittel ...". Sie wird das Lieblingsgericht der Deutschen an der Grünen Woche in Berlin präsentieren.
Wird mit einem Schweinebraten das Leben gewertschätzt?
Das Leben eines gefangengehaltenen Schlachttieres ist schöpfungswidrig - angefangen mit der Aufzucht in Massenhaltung, der Kastration, den Hormonbehandlungen und der Verabreichung zahlreicher anderer Pharmastoffe bis hin zu den langen, schmerzvollen Transporten in extremer Angst und schließlich der Tötung im Schlachthof.

Jedesmal wenn jemand einen Schweinebraten in seinen Einkaufswagen legt, muss er nicht nur verdrängen, dass seinetwegen ein intelligentes und liebenswertes Tier getötet worden war, sondern auch, was es vorher für ein Leben hat führen müssen. Frei nach Karen Duve/Anständig essen/ Ein Selbstversuch/Berlin 2011. Dieses Buch ist jedem zu empfehlen, der meint dass er Fleisch essen oder nicht essen muss. Spannend und unterhalsam in ihrem eigenen Humor stellt die Romanautorin schonungslos die Frage: Wie viel gönne ich mir auf Kosten anderer?

 

 

09.12.2011

Es reicht nicht keine Gedanken zu haben, man muss sie auch nicht formulieren können.
Karl Kraus

 

08.12.2011

"Wirklich innovativ ist man nur dann, wenn mal etwas daneben gegangen ist."
Woody Allen
Da wir am Tag ca. 60 000 Gedanken haben und davon über 98% gestern schon gedacht haben, können wir Woody Allens Bemerkung sehr gut verstehen. Wir können in unserem Leben nachforschen, wann wir wirklich innovativ sind und kreativ werden, entsprechend handeln, andere Gedanken wahrnehmen und plötzlich auch die Welt anders sehen. Geschieht es nicht da wo etwas anders läuft als wir erwarten, auch als wir hoffen? Jenseits unserer Vorstellungen? Jenseits unserer Konzepte?


06.12.2011

Anstelle eines Nikolaus-Stiefels vor der Tür wie wäre es mit einem gefüllten Socken? Die "Seelensocken" sind zwar erst mal nicht gefüllt sondern durchdrungen mit einem Gedicht oder einem Mantra, einem Gebet, oder/und mit einem guten Gedanken, den die Strickerinnen, vielleicht gibt es auch Stricker, ganz bewusst unentwegt wiederholen und so mit in die Handarbeit hineinstricken: www.seelensachen.com


05.12.2011

Es ist dieser eine Augenblick der zählt.
Jetzt in diesem Moment.


04.12.2011

Nur im ruhigen Teich spiegelt sich das Licht der Sterne.
Aus China


02.12.2011

Der Neurobiologe Prof. Dr. Gerald Hüther sagt: "Der wahre Grund für die krankmachende Hektik unserer gegenwärtigen Kultur ist nicht der ständig beklagte Zeitmangel, sondern unsere Unfähigkeit herauszufinden, was für uns wirklich wichtig ist. Aus neurobiologischer Perspektive fragen wir weshalb es für die Entfaltung der in unserem Gehirn angelegten Potenziale notwendig ist, zu erkennen und uns bewusst zu machen, was tatsächlich für die Gestaltung des eigenen Lebens bedeutsam ist, und das eigene Handeln an dieser Erkenntnis auszurichten“.

 


01.12.2011

Der Zwang zum Multitasking. "Menschen müssen individuell und kollektiv die Kontrolle über ihr Denken erst wieder zurückgewinnen. Wie vor 150 Jahren die Fabrikarbeit den Sportunterricht nötig machte, so brauchen auch die Kinder der digitalen Revolution ein neues Schulfach Kontemplation". Das fordert Frank Schirrmacher, der auf Einladung der Volksbank Herrenberg-Rottenburg am Donnerstagabend in der Festhalle sprach: tagblatt.de/Home/nachrichten/rottenburg_artikel,-Schirrmacher-warnt-vor-Gefahren-digitaler-Systeme-_arid,149713.html

An meine Generation geht auch die Frage wie weit wir uns durch die Suchmaschine Google bevormunden lassen. Wie oft wird gesagt, dies und jenes zu googeln. Das ist für mich auch mit ein Grund ixquick.de zu benutzen. Wobei die Bevormundung für jede Suchmaschine gilt.

Inhalt:
Suchmaschinen nennen wir pragmatisch-verharmlosend die zahllosen Programme zur Recherche von Dokumenten im Internet. Die weitaus bekannteste, Google, steht im Zentrum der Beiträge dieses Sammelbandes, und bei Lichte besehen leistet sie weit mehr als schlichtes Suchen: Über die ihr innewohnende Systematik manipuliert sie Wissen und Meinungen, generiert Strukturen jenseits des Objektiven, lenkt Datenströme, schafft schonungslose Öffentlichkeit und produziert Kundenbeziehungen, wo früher Wissensdurst war. Die Autorinnen und Autoren greifen viele Facetten dieser problematischen Entwicklung auf und diskutieren angemessene Reaktionen in Gesellschaft, Gesetzgebung, Politik, aber auch bei den einzelnen Nutzerinnen und Nutzern.

 

 

30.11.2011

Nichts wird die Gesundheit des Menschen und die Chancen auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung.
Albert Einstein




29.11.2011

Zum 10. Todestag von George Harrison.
Martin Scorseses Film: George Harrison Living In The Material World
hier der Trailer: youtube.com/watch?v=fJh9O8pI4Ck




29.11.2011

Der Extremismusforscher Bernd Wagner sagt, dass Polizei und Geheimdienst nicht ausreicht. Er gilt als Kenner der rechtsextremen Szene Deutschlands, und gründete das Neonazi-Aussteigerprogramm "Exit". Im Interview mit dem "Spiegel" spricht Bernd Wagner über das Versagen der Ermittler im Fall der Zwickauer Terrorzelle - und erklärt, wie man Radikalen mit einem Stuhlkreis beikommt:
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,799884,00.html

 


28. 11.2011

In der Küche: Die Frau steht am Herd und kocht, sie rührt im Topf. Der Mann sitzt am Küchentisch und liest Zeitung bei einem Glas Bier. Mit hochrotem Kopf sagt er plötzlich laut. "Ich kann's nicht mehr hören mit deren Kries. Wo man hinhört nur Kries, Kries und nochmal Kries! ... Mal was anderes, was gibt's denn heut zum Abendessen?" Die Frau: "Griesbrei".



27.11.2011

Bei dem Castor-Transport im November 2010 haben wir schon einmal an dieser Stelle gefragt wo denn der Atommüll ins Zwischenlager geht. Denn die Castoren sollen ja jetzt 30 Jahre in dem Zwischenlager bleiben, da der Inhalt zu heiß zum Umladen in die kleineren Pollux-Behältnisse sei, selbst wenn Gorleben Endlager sein sollte. (Daher das Wort Castor). Der Wunschgedanke ist wohl, dass Pollux und Castor nicht nur am Himmel zusammen gehöen.
"Die Republik außerhalb des Wendlands glaubt offenbar, die Castoren seien unter der Erde. Ich vermute sogar, der größte Teil der Republik glaubt, Zwischenlager und Endlager seien identisch (Salzstock). Sie glauben wahrscheinlich: Das Zwischenlager heißt nur deshalb Zwischenlager, weil es als Endlager noch nicht genehmigt ist. Und gemeint ist immer der Salzstock. Eine grüne, überirdische Blechhalle (es sieht aus wie Blech) kommt da gar nicht vor."
Andreas Maier schreibt einen hervorragenden Artikel in der Zeit:
Wenn Sie im Wendland wohnen würden, wie wäre das für Sie, wenn nebenan in einer Kühlhalle tonnenweise Atommüll rumsteht? In der Umgebung sind seit einiger Zeit überhöhte Werte gemessen worden. Trotzdem werden jetzt an der Stelle noch einmal 11 Castoren eingelagert. Die Umweltschützer sagen, dass es möglich gewesen wäre den Müll zum Atomkraftwerk Phillipsburg zu bringen. Da wäre er sicherer gewesen.
Bisher gibt es kein Verfahren, wie der Atommüll überhaupt in den Salzstock transportiert werden könnte. Das technische Verfahren dafür soll in den nächsten 30 Jahren erst noch entwickelt werden. Vor 30 Jahren könne der Müll eh nicht umgesiedelt werden, weil er sich von 400 auf 200 grad erst abkühlen muss. Dazu kommt, dass die Castor-Behälter zu groß sind. Um den Müll umzulagern, müssten die Castor-Behälter geöffnet und der Atommüll in kleinere Behälter umgelagert werden. Und wie das gehen soll, weiß bisher niemand genau. Das wird erst noch erforscht:
http://de.wikipedia.org/wiki/Pilot-Konditionierungsanlage_Gorleben

 

26.11.2011

Wer stark, gesund und jung bleiben und seine Lebenszeit verlängern will, der sei mäßig in allem, atme reine Luft, treibe tägliche Hautpflege und Körperübung, halte den Kopf kalt, die Füße warm und heile ein kleines Weh eher durch Fasten als durch Arznei.

Hippokrates von Kos,
 berühmter Arzt des Altertums,
gestorben um 370 v. Chr.


25.11.2011

Stille

Im Innern dieser neuen Liebe, stirb.
Dein Weg beginnt auf der anderen Seite.

Werde der Himmel.
Richte die Axt wider die Gefängniswand.
Entkomme.
Tritt ins Freie, wie jemand,
der plötzlich in Farbe geboren wird.

Tue es jetzt.
Du bist von dichten Wolken eingehüllt.
Stehle Dich seitlich hinaus.
Stirb und sei still.
Stille ist das sicherste Zeichen, dass Du gestorben bist.
Dein altes Leben war eine fieberhafte Flucht vor der Stille.

Der sprachlose Vollmond
kommt eben jetzt hervor.

Rumi

 

24.11.2011

Gerade haben wir erfahren, dass sich der oesterreichische Schauspieler und Liedermacher Ludwig Hirsch heute aus dem Fenster eines Krankenhauses in Wien gestürzt hat. Dort hat er erfahren, dass er einen unheilbaren Lungenkrebs habe. Noch kürzlich hat er nach einer erfolgreichen Tournee in diesem Jahr gesagt, dass er sich im Herbst zurückziehen möchte um zu schreiben.
Ludwig Hirsch hat vor allem in Oesterreich eine große Fangemeinde. Er war ein grauschwarzer Poet, erzählte seit 30 Jahren melancholische Geschichten manchmal mit einem Schuss Humor:
"So wahr eine Krone ein Hut ist, wo's reinregnet,
so wahr eine Raupe ein gepolsterter Wurm ist,
so wahr ein Dieb einer ist, der was findet,
was ein anderer gar nicht verloren hat,
so wahr sind meine Geschichten".
Wohl eines seiner bekanntesten Lieder 1979: "Komm großer schwarzer Vogel"
http://www.youtube.com/watch?v=CgY5oM_R70E&feature=related

10 Tage früher am 14. November starb der politische Liedermacher und auch Autor Franz Josef Degenhardt im Alter von 80 Jahren in Quickborn bei Hamburg.
http://www.youtube.com/watch?v=Rov4o5uFAhc&feature=related

Gerade wurde ich ermahnt, dass ich doch auch an den dritten wichtigen Sänger aus den 60/70ern Georg Kreisler zu erinnern habe. Er ist letzten Samstag, den 19. November gestorben, drei Tage nach seiner letzten Lesung. Auch er hatte noch vor im nächsten Jahr weiter mit Lesungen aufzutreten. In seinen letzten Eintragungen auf seiner homepage schreibt er: "Worüber soll ein alter Mann singen? Über die Liebe? Lächerlich! Über seine Träume? Wen interessiert das? Wenn er seine Träume sein ganzes Leben lang nicht verwirklichen konnte, soll er es bleiben lassen! Über Politik? Er hat doch keine Zukunft mehr. Über den Tod? Peinlich! http://www.georgkreisler.de/index.html

Anfang dieser Woche starb auch die Sopranlegende der 60er Jahre Sena Jurinac kurz nach ihrem 90. Geburtstag. Sie gab sich immer total. Ihr Motto war: Nicht machen, sondern leben und erleben. Hier ein interessantes Interview über ihre Arbeit und ihr Leben: http://www.carlos-kleiber.de/interview/sena-jurinac.html

 

 

24.11.2011

Gestern ging am Benediktushof das 7. Symposion "Heilen" zu Ende. Alle Referenten sprachen direkt oder indirekt über das "Heilende Feld". Dieser Begriff wurde ja ursprünglich von Dr. Klaus-Dieter Platsch geprägt. Er war da. Aber auch die Heilpraktikerin und Heilerin Barbara Schenkbier. Natürlich auch Angaangaq, der Schamane aus Grönland, dessen Gesang uns bis aufs Knochenmark spürbar durchdrang und der die Herzen auch in seinem Heilkreis zum Schmelzen brachte. Und neben der Präsenz von Willigis Jäger kam der Arzt und Psychotherapeut Dr. Wolfgang Loesch aus Potsdam nach Holzkirchen. Wir hatten ihn eigeladen, weil Menschen zu uns in die Kurse kommen, die bei ihm gelernt hatten die Selbstheilungskräfte so zu aktivieren, dass sich Tumore zurückgebildet haben. Er ist wirklich ein Geheimtipp, auch insofern, als dass er in seiner Praxis nicht mehr Patienten aufnehmen kann. Langsam gehen auch Aerzte aus den westlichen Bundesländern, aus der Schweiz und Oesterreich in seine Ausbiildungen. Nur für die Bayern scheint Frankfurt an der Oder, wo er vor allem ausbildet, immer noch sehr weit weg zu sein. Hier gibt es niemanden, der sich mit dieser Methode beschäftigt. Der umfassende Vortrag von Dr. Loesch: "Der eigene Heilungsweg. Erfahrungen körperlich Schwerkranker mit Imaginativer Körper-Psychotherapie“. Das besondere an dieser Arbeit ist, dass nicht irgendetwas von außen imaginiert wird, sondern, dass die Selbstwahrnehmung geschult wird. Er brachte ein Buch mit, in dem Tino Erstling ihn und die geheilten Schwerkranken interviewt. Es gibt Mut, denn immer noch wird eine Krebsdiagnose als Todesurteil verstanden. Oft wird sie in den Kliniken entsprechend vermittelt. Das Buch liest sich wie ein Krimi. Allerdings kommen da keine Opfer vor. Hier erzählen Menschen sehr direkt von ihrem inneren/äußeren Heilungsweg: Tino Erstling/Krebs mit inneren Bildern behandeln - selbst aktiv etwas tun/Param Verlag Ahlerstedt 2011, ISBN 978-3-88755-278-7.


 

21.11.2011

Heute vor 200 Jahren hat sich der 34jährige Heinrich von Kleist am Wannsee gemeinsam mit der unheilbar kranken Henriette Vogel das Leben genommen.

Noch nie wurde an den Theatern Deutschlands anlässlich seines Todesjahres soviel Heinrich von Kleist gespielt. In seiner Zeit ist dieser große Dichter gescheitert. Er muss, wie seine Figuren, radikal gewesen sein. Diese sind sehr oft Getriebene, die an den Herausforderungen der Realität scheitern. Da er selber an den Bühnen trotz Goethes Hilfe nicht angekommen ist, und alle anderen Projekte wie zum Beispiel die erste Tageszeitung "Berliner Abendblätter" nicht zustande kam, entzog ihm seine ganze Familie die Unterstützung und nannte ihn ein "Nichtsnütziges Glied der Gesellschaft". 1811 schrieb er an seine Cousine: "Meine Seele ist so wund, dass mir, ich mögte fast sagen, wen ich die Nase aus dem Fenster stecke, das Tageslicht wehe thut, das mir darauf schimmert."

Viele Menschen erkennen sich wieder im Scheitern an den Herausforderungen der heutigen Zeit. Mir fällt gerade der Satz ein, den Willigis Jäger manchmal sagt: "Unter jeder Ruine ist ein Schatz begraben."

1810 schrieb Kleist in den Berliner Abendblättern "Über das Marionettentheater". Es lohnt sich immer wieder diesen wunderbaren Text zu lesen:
http://www.dalank.de/archiv/kleist.html
Der Erzähler unterhält sich mit dem Tänzer über die Grazie und fragt woher diese kommt. Er kommt zum Schluss:
"... so findet sich auch, wenn die Erkenntniß gleichsam durch ein Unendliches gegangen ist, die Grazie wieder ein; so, daß sie, zu gleicher Zeit, in demjenigen menschlichen Körperbau am Reinsten erscheint, der entweder gar keins, oder ein unendliches Bewußtsein hat, d. h. in dem Gliedermann, oder in dem Gott.
Mithin, sagte ich ein wenig zerstreut, müßten wir wieder von dem Baum der Erkenntniß essen, um in den Stand der Unschuld zurückzufallen?
Allerdings, antwortete er; das ist das letzte Capitel von der Geschichte der Welt."

 

 

20.11.2011
Totensonntag

Steve Jobs, der Apple-Begründer hat im Jahr 2005, in einer Rede vor Studenten der Universität Stanford über Geburt, Liebe und Tod gesprochen. Unter anderem sagte er da: "Sich zu erinnern, dass man sterben wird, ist der beste Weg, den ich kenne, um der Falle zu entgehen und zu glauben man hätte etwas zu verlieren. Du bist vollkommen nackt. Es gibt keinen Grund, um nicht seinem Herzen zu folgen.“
Seinen berührenden Vortrag kann man sich anschauen:   
http://www.youtube.com/watch?v=UF8uR6Z6KLc&feature=player_embedded #

 

19.11.11

Weiß die Raupe wie es ist ein Schmetterling zu sein?

 

 

18.11.11.

Am Sonntag, den 20. November kommt Angaangaq der Schamane aus Grönland wieder zum Benediktushof. Seine Botschaft ist nach wie vor "Das Eis in den Herzen der Menschen schmelzen." Er wird uns aber auch erzählen wie die Eisschmelze im Augenblick in seiner Heimat der Arktis aussieht.
Der Schamane wird auch zum Symposion "Heilen" da sein. Der Tagesplan dafür.

 

 

17.11.11

Der Designer Dominic Schindler hat eine Water City gezeichnet, wenn in Küstenregionen auf Grund des steigenden Wasserspiegels vermehrt mit Überflutungen zu rechnen ist:


domincschindlercreations/6147516812/in/set-72157627545565289



11.11.11

Was ist die 11 bloß für eine Zahl?
Die 10 steht für ein ganzes Maß. Es gibt z. B. die 10 Gebote. Die 11 überschreitet das Maß. In der Zahlenmystik steht die 11 oft für die Sünde, für das was sich vom guten Maß absondert. Die 12 steht für die Vollkommenheit - z. B. die 12 Tierkreiszeichen, die 12 Monate, die Uhr zeigt 12 Stunden an.
Aber ohne 11 kommt man nicht zur 12.
Es braucht diese Überschreitung um zur Erfüllung zu gelangen. Sondert man sich ab, wenn man bei der 11 verweilt? Dazu fällt mir die das Chartres-Labyrinth ein. Es hat 11 Umgänge. Man "muss" durch diese Umgänge mit 28 Kehrtwendungen hindurch, um zur Mitte und dann zur Vierung und zum Hochaltar in der Kathedrale zu kommen. Meistes stehen ja Stühle auf diesem Labyrinth. Wenn nun Konzerte stattfinden, sitzt man auf diesen Stühlen, oder auch bei großen Gottesdiensten. Mir fällt da jedes mal auf, dass die Menschen es an der Stelle relativ schwer haben still zu sitzen. Wenn Kinder dabei sind, habe ich öfters erlebt, dass sich diese an den Stellen wo die Stühle das Labyrinth bedecken zwischen den Stuhllreihen hin- und herbewegen und von den Eltern kaum zu halten sind. Natürlich ist da an dieser Stelle eine entsprechende Energie, die einem fast zwingt sich zu bewegen und es da eigentlich nicht vorgesehen ist über längere Zeit still innezuhalten. Kinder mit einem natürlichen Instinkt spüren das oft besser als Erwachsene.
Als vor Jahren zum ersten mal zur Sommersonnenwende die Stühle offiziell für 24 Stunden vom Labyrinth entfernt wurden, war ich per Zufall in Chartres. Nun kamen aus ganz Frankreich viele Menschen aus der Esoterik-Szene um endlich mal durch das Labyrinth zu gehen. Die Menschen standen kilometerweit auf der Straße Schlange. Und im Labyrinth standen sie auch. Alle wollten in die Mitte des Labyrinths kommen. Ich war nur am Vormittag in Chartres, da ich Abends einen Kontemplationskurs in Paris begann.
Da brachte jemand eine Frau zu uns, die den ganzen Tag im Labyrinth gestanden hatte. Sie wäre in einer spirituellen Krise und bräuchte Hilfe. Sie hatte hohes Fieber. Ihr ganzer Körper war wie von einem starken Sonnenbrand von Innen gerötet und sie war außer sich und wirkte psychotisch.

Damals dachte ich, dass es vielleicht gar nicht so schlecht ist, wenn über dem 11gängigen Labyrinth die Stühle zum Schutz der Menschen stehen. Inzwischen ist das Labyrinth immer wieder frei und es steht keiner mehr Schlange. Trotzdem gilt es zu wissen, dass es Orte der Kraft gibt, die ihren Respekt fordern. Chartres selbst ist ein Kraftort, die Kathedrale im besonderen und das Labyrinth auch. In meinen Labyrinthkursen arbeiten wir auch sehr achtsam mit dem Chartres-Labyrinth. Es ist immer wieder erstaunlich welche Wirkung sich da entfalten kann, allein durch die Form der 11 ÜberGänge. Da hat uns die 11 einiges über uns in der heutigen Zeit zu sagen.


06.11.11

Suche in allen Dingen zuerst dich selber,
und wo du dich findest , da lass dich:
Das ist das Allerbeste.
Meister Eckhart


 

02.11.11

Solidar Suisse meldet heute:
George Clooney will seinen demnächst auslaufenden Werbevertrag für die Nespresso-Kapseln nur verlängern, wenn Nestlé ihm sowie gegenüber "Solidar Suisse" nachweist, dass die Arbeiter auf den Kaffeeplantagen nach den Kriterien des fairen Handels bezahlt und keine Kinder unter 18 Jahren beschäftigt werden", meldet heute die deutsche Tageszeitung . Lieber George, wir finden das super. Falls sich diese Meldung bestätigt, ist dies ein grossartiger Erfolg – vor wenigen Wochen hätten wir das noch nicht für möglich gehalten. Herzlichen Dank an alle, die unsere Kampagne unterstützt haben!
www.solidar.ch

 

Allerseelen 2011

„Der Tod ist nach der Geburt das Wichtigste in unserem Leben. Es ist die Vollendung unserer Geburt. Wir fügen uns nicht dem Tod wenn wir sterben, wir fügen uns ein in den Fortgang des Lebens, das kein verweilen kennt. Leben und Tod sind nur scheinbare Gegensätze die sich auszuschließen scheinen. In Wirklichkeit sind sie wie der positive und negative Pol des elektrischen Stroms. Nur zwei verschiedene Aspekte ein und derselben Lebensdynamik. Und das Nichtvorhandensein des einen, würde das Verschwinden des anderen bedeuten.
Wir verlieren nicht etwas im Sterben, wir gewinnen etwas. Wir gewinnen das ganze Universum zurück, das hinter unserem ich verborgen liegt. Oder um es mit religiösen Worten zu sagen: wir gewinnen Gott ganz zurück unverstellt vom ich. es schließt sich nicht ein Tor, es öffnet sich ein Tor wenn wir sterben.“
Willigis Jäger, mehr dazu in dem Hörbuch: "Es gibt keinen Tod ", Wege der Mystik, direkt bei uns: mail@wege-der-mystik.de, oder im Buchhandel.
Nähere Angaben: www.wege-der-mystik.de

Es ist urmenschliches Bedürfnis der Toten zu gedenken. Bei den Christen sind ab dem 2. Jh. Gebete für Verstorbene nachzuweisen. Es wurden Brotopfer dargebracht und es wurde Mahl gehalten am Grab bei den Toten. Daraus ergab sich den Armen an Allerheiligen/Allerseelen Brot und Wein zu schenken. Später bekamen es alle. Sehr bald wurde dieses Totenmahl mit der Eucharistie verbunden.
Archäologische Funde zeigen, dass Menschen bereits vor mind. 50.000 Jahren Tote beerdigt und mitunter auch Beigaben für ein vermeintliches jenseitiges Leben mit ins Grab gelegt haben.
Diese Fähigkeiten sind wesentliches Charakteristikum der menschlichen Existenz. Trotz unterschiedlicher Kulturen finden wir in allen Religionen und Glaubenssystemen z.B. den Glauben an Wesen mit göttlichen Kräften, oder eine unsterbliche Seele und ein Leben nach dem Tod.
Tod ist ein Wort der Moderne. Ursprünglich und auch heute bei indigenen Völkern geht es immer um Übergang – Transitus.

Allerseelen war auch bei uns von vielfachem Brauchtum umgeben. Peter Rosegger schreibt: „Da wird in der Steiermark an diesem Tage keine Tür und kein Tor gewaltsam zugeschlagen, aus Furcht, eine arme Seele zu zerquetschen. Da wird kein Messer auf dem Rücken, kein Rechen mit den Zinken nach oben liegen gelassen, aus Vorsicht, dass nicht irgend eine Seele darüber stolpere, sich ritze oder schneide. Auch darf an diesem Tag keine leere Pfanne über dem Feuer stehen, damit sich nicht unversehens eine arme Seele hineinsetze und elend verbrenne. Ferner ist es unstatthaft einer Kröte oder einem Frosch etwas zu leid zu tun, da man nicht wisse, ob nicht eine arme Seele in Gestalt dieser Tiere an ihrem Tag sichtbar werde.“

In anderen Kulturen z.B. Mexiko ist es ein fröhliches Fest der Toten zu gedenken. Es wird viel süßes Gebäck verziert mit Totenschädeln aus Zucker gebacken und gegessen. Den Verstorbenen wird ihr ehemalige Lieblingsessen ans Grab gebracht und es gibt Essensgelage auf den Friedhöfen bis spät in die Nacht.

 

Allerheiligen 2011

Diese Tage gelten als Höhepunkt zwischen HerbstTag- und Nachtgleiche
und der Wintersonnenwende. In vorchristlicher Zeit, auch bei den Kelten begann das neue Jahr am 1. November. Für die Keltinnen begannen die Zeitabschnitte mit ihrem dunklen Aspekt – der Tag mit dem Abend, das Jahr mit dem Winteranfang jetzt.
In der Nacht zu Allerheiligen zum 1. November, sagen die Mythen, ist der Schleier zwischen den Welten am dünnsten und die toten Seelen besuchen die lebenden Verwandten.
Es wird gesagt, dass heute ein guter Tag um für die Armen zu spenden, zu teilen zu geben, und dass die Geister die Gaben mit besonderer Gunst bedanken. Man brachte Essen, oft die Lieblingsspeise der Verstorbenen, auf die Friedhöfe. Auch Zöpfe und Rotwein.
In Grossbritannien gehen Kinder von Tür zu Tür um Geld und Süssigkeiten zu sammeln. „Die Kinder sind die Zukunft und wenn fremde Kinder anklopfen muss man ihnen geben, um ihnen die Zukunft zu versüßen." Man sammelte an diesem Tag für die Armen.
Es geht aber vorwiegend darum die Ahnen zu würdigen, der Alten zu gedenken. Heute ist ein guter Tag Großmutter und Großvater zum Essen auszuführen, einzuladen. In einer keltischen Legende bewahren die vier Großmütter des Halloween die vier großen Schätze:

Der Kessel der Wiedergeburt – Freude
Der Stein des Schicksals - Macht
Speer des Zauberers – Tapferkeit
Unbesiegbares Schwert – Wissen
Halloween „All Hallows Eve“ heißt Aller Heiligen Abend. Irland Schottland – heute USA am Vorabend des Allerheiligentages. Heute hat dieser Feiertag eher einen geschäftlichen Beigeschmack. Die Industrie die Karnevalsutensilien verkauft, macht jedes Jahr in Deutschland Ende Oktober einen Umsatz von über 20 Mio Euro.
Wenn ich die Kinder anschaue die als gruseliger Tod verkleidet rum laufen und sich gegenseitig etwas Angst machen, mahnt es mich an Initiationsrituale der Mädchen im Balkan. Sie tanzen und singen gruselige Lieder und hinterher kichern sie darüber.

 

 

31.10.2011

1999 wurde das 6.000.000.000ste Kind geboren. Es hat nur 12 Jahre gedauert bis das 7.000.000.000ste Kind heute Nacht zur Welt gekommen ist. Vielmehr gibt es drei siebenmilliarden Kinder: Das Mädchen Danica May Camacho in Manila,
auf der indischen Halbinsel Kamtschatka der 3,6 Kilogramm schwere Alexander und im russischen Kaliningrad der auch 3,6 kg schwere Petja. Es entbrannte sogar ein Streit zwischen den Behörden in Indien und Russland.

 

 


18.10.2011

Auf der ersten Seite der "Welt am Sonntag" war folgendes Zitat zu lesen: "Die Politik darf uns jetzt nicht den Krieg erklären - sondern lieber mit uns bei Wasser und Brot ins Kloster gehen und arbeiten, bis weißer Rauch aufsteigt und es eine gemeinsame Lösung gibt."
Andreas Schmitz, Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken

 

 

08.10.2011

Ein vergleichbares kosmisches Spektakel gibt es wohl erst in 51 Jahren wieder: Heute Abend kommt es zu einer sogenannten Draconiden-Schauer. Astronomen rechnen mit bis zu 600 Sternschnuppen in der Stunde.
Das Himmelsleuchten sei überall auf der Welt zu sehen, wo es dunkel ist, sagt Jost Jahn von der Vereinigung der Sternfreunde. In Deutschland erwartet er die meisten Sternschnuppen gegen 22 Uhr.

 

 

07.10.2011

In der Arktis schmilzt das Eis deutlich schneller als in den Prognosen zu den Folgen des Klimawandels vorhergesagt. Spätestens bis Mitte dieses Jahrhunderts werde das mehrjährige Eis vollständig verschwunden sein, vermutet der Wissenschaftler Rüdiger Gerdes.
Ständig erreichen uns diese Nachrichten.
Unabhängig von den wissenschaftlich gestützten Prognosen über die Erderwärmung enthalten auch manche  Prophezeiungen alter Kulturen ähnliche Warnungen vor einem dramatischen globalen Wandel. So berichtet das Volk der Eskimo-Kalaallit auf Grönland von folgender Prophezeiung:
„Wenn steinhart gefrorene Gletscher eines Tages so weich werden, dass du in ihnen deinen Handabdruck hinterlassen kannst, dann ist Mutter Erde in großer Bedrängnis.“
Angaangaq, der Schamane aus dem hohen Norden kommt wieder zum Benediktushof, und hält einen Vortrag am Sonntag 20. November 2011 um 16:00 Uhr. Er bleibt auch noch zum Symposion "Heilen" 21.-23. November, um auch da einen Vortrag und einen Arbeitskreis zu halten. Tagesplan

 

06.10.2011

Wer liebt, empfängt.
Willigis Jäger

 


05.10.2011

Gott stirbt nicht an dem Tag,
an dem wir nicht länger
an eine persönliche Gottheit glauben,
aber wir sterben an dem Tag,
an dem das Leben
für uns nicht länger
von dem stets wiedergeschenkten
Glanz des Wunders durchstrahlt wird,
von Lichtquellen
jenseits aller Vernunft.

Dag Hammerskjöld

 

 

4. Oktober ist Welttierschutztag

Vanja Palmers und Anton, Felsentor in der Schweiz.
Schon drei Prozent weniger Fleischkonsum in den Industrieländern könnte dazu führen, dass eine Milliarde Menschen weniger hungern. Nur das Futter für eine Katze in den USA braucht soviel Anbaufläche wie das Essen für einen Menschen in Costa Rica.




KÖRPERGEBET UND KONTEMPLATION Wege zur inneren Quelle
Felsentor, in der Schweiz mit Beatrice Grimm

Es geht nicht darum eine neue Landschaft zu sehen, es geht darum die innere und somit auch die äußere Landschaft neu zu sehen.

19.-23.Oktober 2011 Felsentor Romiti/Rigi über dem Vierwaldstättersee
Kontemplation (täglich drei bis vier Std. Sitzen in Stille), Körpergebet und Tanz können durch die präsente Körperlichkeit in eine kontemplative Grundhaltung führen, in ein mystisches Begreifen des alltäglichen Lebens. Es geht um eine Erlebnisfähigkeit, die in eine tiefere Erfahrung unseres Wesens führt. Der Körper ist dabei ein zuverlässiger Begleiter in diese Wirklichkeitsebene, die jenseits aller Worte, Begriffe und Bilder zu finden ist.
Ziel ist nicht eine andere Welt, sondern anders da zu sein in der Welt.

Weitere Elemente dieses Kurses: Vorträge, innere Erforschung mit Fragen, Einzelgespräche, Natur und Rituale. Anfänger/innen sind auch willkommen.

Der Kurs findet im Schweigen statt.
Eine Stunde achtsame Mitarbeit in Haus oder Garten.

Kursgebühr: Sfr. 50.- pro Tag
(Ermäßigung möglich)
zzgl. Übernachtung & Verpflegung

Anmeldung: Felsentor, Romiti / Rigi
6354 VITZNAU, SCHWEIZ
Tel.: ++41 (0)41 397 17 76
www.felsentor.ch
info@felsentor.ch

 

 

02.10.2011

Jetzt während der Tag- und Nachtgleiche ist es Zeit sich ins Gleichgewicht zu bringen. Im antiken Griechenland wurden in dieser Zeit die größeren Mysterien von Eleusis gefeiert. Die kleineren Mysterien fanden im Frühling auch ungefähr zur Tag- und Nachtgleiche statt. Die Mysterienfeiern waren vor allem Initiationsriten, die nach dem Demeterheiligtum in Eleusis bei Athen benannt wurden. Eleusis heißt Ankunft. Durch vereinzelte Aufzeichnungen und archäologische Funde konnte trotz der damaligen strengen Geheimhaltung einiges rekonstruiert werden. Zu der Vorbereitung der Mysterien sollen so um 3000 Teilnehmer auf der heiligen Straße von Athen nach Eleusis gezogen sein. Hier wurden mythische Szenen dargestellt die die Geschichten der Demeter erzählten. Die Feiern dauerten jeweils neun Tage.


Interessant ist die Aussage der Ethnologen, dass mit der Christianisierung aus Demeter Demetrius wurde. Der Tag des heiligen Demetrius wird auch im Herbst gefeiert.

Der Hl. Demetrius wird vor allem in der bulgarischen Volksfrömmigkeit dem Hl. Georg gegenübergestellt, der im Frühjahr gefeiert wird. In den alten Liedern ist der Hl. Georg zuständig für die Fruchtbarkeit. Er hat die Funktion der Gaia aus vorchristlicher Zeit übernommen.

Jetzt zwischen dem 28. September und 6. Oktober finden in Indien die Feierlichkeiten von Navaratri statt. Wie der Name schon sagt, dauert diese Feier auch neun Tage. Es ist ein Fest der Göttin, mit der sich vor allem die Frauen verbinden. Im Gesang und Tanz wachsen sie über sich hinaus und verkörpern selbst die Göttin. Aber auch junge Männer gehen jeden Abend in den Tempel und skandieren die Namen der jeweiligen Gottheit.

Hier Durga auf dem Löwen. Diese kraftvollen Bilder werden jeweils mit dem Hausaltar während der neun Tage an der wichtigsten Stelle im Wohnzimmer aufgebaut wo sonst der Fernseher steht.
In dieser Zeit wird auch folgendes Mantra immer wieder gesungen:
Tvameva Mata Cha Pita Twameva
Tvameva Bandhuscha Sakha Twameva
Tvameva Vidya Dravinam Twameva
Tvameva Sarvam Mama Deva Deva.
http://www.youtube.com/watch?v=-yWjgAOQ3zY&feature=related

 

30.09.2011

Schimmerndes, sonnenwärmendes letztes Septemberlicht.
Noch einmal zum Abschied dieses Gedicht:

gerade jetzt
in diesem moment
liebe ich dich.

unsere seelen schimmern
im letzten septemberlicht
an diesem morgen,
berühren sich
verschmelzen.

dieser moment
ist vergangen
schimmernd.

nach A. Long

 

 

30.09.2011

Albert Einstein inspiriert: Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vornherein ausgeschlossen scheint.

 

 

29.09.2011

Heute wird der alternative Nobelpreis verliehen.
Jakob von Uexküll der schwedisch-deutsche Stifter hatte ursprünglich der Nobelstiftung vorgeschlagen, einen Preis für ökologische Themen zu verleihen. Als diese ablehnte, kürte er 1980 selbst zwei geeignete Preisträger. 2007 gründete er den Weltzukunftsrat, dessen Mitglieder Politiker bei ökologischen und sozialen Themen beraten. Jakob von Uexküll sagt: "Der Right Livelihood Award will dem Norden helfen, eine Weisheit zu finden, die zu seiner Wissenschaft passt, und dem Süden, eine Wissenschaft zu finden, die seine alte Weisheit ergänzt."
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/1124420

 

 

28.09.2011

Kinder in superbehüteten Milieus und supersicheren Spielplätzen entwickeln weniger Intelligenz. Klettverschlüsse sind praktisch für eilige Mütter und Väter. Sowohl als auch ist möglich. Denn wir wissen heute, dass Schuhebinden die motorischen Fähigkeiten, die Intelligenz und die Sprache fördert.
Damit sich der Knoten nicht von selber löst hier ein altes Großmutterrezept aus der Zeit als es noch keine Klettverschlüsse gab: Die Schleife zwei mal durch die selbe Öffnung durchziehen. Dieser Knoten läßt sich ganz leicht wieder lösen indem einfach an den Enden der Schuhbändchen gezogen wird wie beim einfachen Knoten, aber er hält fest.

 

 

27.09.2011

Fremdwörter für den kleinen Gabriel:
"Der Papst lebt im Vakuum."
Nach der Bibel gefragt:
"und die Bibel der Moslems heißt Kodak."

 


22.09.2011

Nicht wenige, die hier auf diese Seite kommen, haben Veronika Strobel von den Tanzkursen vor allem in Bursfelde und auch Damme gekannt.
Sie hat uns am 11. September verlassen. Sie war nicht nur eine besonders engagierte Tänzerin, sie war eine tiefe Seele, eine feine Powerfrau, die dem Schmerz nicht ausgewichen ist. Ihr Wunsch ein gutes Ende zu haben, wurde wahr. Sie hat einen Platz in vielen und auch in meinem Herzen. Am 24. September um 13:00 Uhr findet die Auferstehungsfeier statt im Ruheforst Wingst. Wir treffen uns um 12:30 Uhr auf dem Parkplatz. www.ruheforst-wingst.de

Ich bin nicht tot, ich tauschte nur die Räume,
Ich leb' in euch und geh' durch eure Träume,
da uns, die wir vereint, Verwandlung traf...
Ich leb' mit tausend Seelen weiter dort
im Herz der Freunde. Nein, ich ging nicht fort:
Unsterblichkeit vom Tode mich erlöst.
Michelangelo

 

 

21.09.2011

vom 21.-24. september ist tag- und nachtgleiche.
zeit sich ins gleichgewicht zu bringen.
sich bereiten für die langen nächte, die kalte jahreszeit.

Am einfachsten geschieht dies durch eine innere Übung der Stille, sei es im stillen Sitzen oder auch in der Bewegung.
Es gibt eine neue Bewegung:
Meditation in den Städten, in den Straßen, auf öffentlichen Plätzen: http://medmob.org/
Nächster Termin in München auf dem Odeonsplatz:
Sonntag 2. Oktober, 11:00 Uhr, eine Stunde stilles Sitzen
und 10 Minuten Klangbad.

 


22.09.11
Alle Proteste, alle Empörung weltweit halfen nichts: Der Oberste Gerichtshof der USA hat einen Aufschub der umstrittenen Hinrichtung des als Mörder verurteilten Troy Davis abgelehnt. In der Nacht wurde er im US-Bundesstaat Georgia durch eine Giftspritze hingerichtet.

20.09.2011

Macht bitte jetzt auch mit bei Amnesty International:
heute ist die Entscheidung gefallen: In 32 Stunden wird Troy Davis im US-Bundesstaat Georgia trotz fehlender Beweise hingerichtet.

Wir fordern den Begnadigungsausschuss auf, seine Entscheidung nochmals zu überdenken. Sonst kann nur noch der Bezirksstaatsanwalt von Chatham County (Savannah) die Hinrichtung verhindern indem er sich selbst für eine Begnadigung ausspricht.
Es bleibt wenig Zeit. Daher starten wir eine Eilaktion und schicken 1.000 Faxe an den Bezirksstaatsanwalt Larry Chisolm. Nutzen Sie jetzt das Amnesty Fax-Tool und senden Sie  Larry Chisolm eine Nachricht. Wenn viele von uns Faxe schicken, können wir genug Druck aufbauen um die Aussetzung der Hinrichtung zu ermöglichen.
Klicken Sie jetzt, um kostenlos ein elektronisches Fax zu versenden und laden Sie anschließend Ihre Freunde zum Mitmachen ein:
http://action.amnesty.de/p/dia/action/public/?action_KEY=8137

Kein Justizwesen der Welt ist frei von menschlichen Fehlern und Vorurteilen.
Seit 20 Jahren sitzt der US-Amerikaner in einer Todeszelle im Bundesstaat Georgia und wartet auf die Vollstreckung seines Todesurteils für einen Mord, den er bis heute bestreitet. Dreimal sollte Troy Anthony Davis schon sterben. Jedes Mal wurde seine Hinrichtung im letzten Moment aufgeschoben.
Trotz fehlender Beweise war Davis 1991 schuldig gesprochen worden, den Polizisten Mark Allen McPhail ermordet zu haben. Augenzeugen wollen die Tat beobachtet haben. Im Prozess belasteten deren Aussagen den damals 22-Jährigen so schwer, dass er zum Tode verurteilt wurde. Mittlerweile haben sieben der neun ursprünglichen Zeugen ihre Aussagen widerrufen. Eine Tatwaffe oder DNA-Spuren, die auf ihn als Täter hingedeutet hätten, wurden nie gefunden.

 

20. September 2011

Weltkindertag
Eine Familie bestellt ein Mittagessen im Restaurant. Für den Jüngsten bestellt die Mutter Schnitzel mit Pommes. Er sagt zur Serviererin: "Ich möchte gerne einen Hot Dog." Die Mutter: "Sie bringen dem Kind Schnitzel und Pommes." Die Serviererin zu dem Jungen: "Mit Mayo oder Ketchup?" Der Junge: "Beides". Die Serviererin: "Kommt gleich." Etwas später bringt sie das Essen für die ganze Familie, dem Jungen einen Hot Dog mit Mayo und Ketchup zum Entsetzen der Mutter. Genüsslich beißt der Junge in seine Wurst. Alle essen schweigend. Nach einer Weile sagt er: "Wisst ihr was? Die meint ich bin echt."



19. September 2011

Drum, wer Ohren hat zu hören, der höre!
Es ist nicht zwei, nicht drei, nicht tausende,
es ist eins und alles,
es ist nicht Körper und Geist geschieden,
dass das eine der Zeit, das andere der Ewigkeit angehöre,
es ist Eins, gehört sich selbst,
und ist Zeit und Ewigkeit zugleich,
und sichtbar, und unsichtbar,
bleibend im Wandel,
ein unendliches Leben.

Karoline von Günderode, 1780-1806
(Die Flöte des Unendlichen, Mystische Reziationstexte aus Ost und West
herausgegeben von Willigis Jäger und Beatrice Grimm)

 


14. September 2011

Morgen Donnerstag um 13:00 Uhr wird das Programm 2012
vom Benediktushof online geschaltet.

Für Alle die 2012 nach Bursfelde kommen wollen. Jetzt ist es entschieden:
2.-5. August Spirituelle Familienfreizeit gemeinsam mit Judith Hartmann, Dorothea und Werner Haußmann
7.-12. August gemeinsam mit Petra Wagner : Den Kristall malen und tanzen und tönen und sitzen in der romanischen Basilika.
14.-19. August Stille - Schweigen mit Hildegard von Bingen


 

13.09.11

Mit einem Windstoß durch Haus und Hof werden Wolken weggefegt.
Gleichzeitig beginnt der nicht mehr funktionsfähige Drucker im Büro von ganz allein "Körpergebet und Kontemplation" auszudrucken, fein, kaum sichtbar in einem hellen blau wie die zwei beinah durchsichtigen Wolken am Himmel. Durchlichtet von der Sonne bewegen sie sich spiralig tanzend und verwoben wie im Kreis. Ein lauter Knall. Die Kerze sprengt ein rotes Glas.


12.09.11

Gegenfrage:
Was ändert sich unwiederbringlich?

 

11.09.11

9/11 ...und wo stehen wir heute?
10 Jahre später können wir mehr denn je mit
Johannes Tauler 1300-1364 antworten:

Der wahre Frieden
Wahrlich, wir sind und wollen und wollten stets etwas sein,
immer einer über dem anderen.
Darum aller Streit und alle Mühe: Dass man etwas ist,
dass man groß, reich, hoch und mächtig ist.
Ein jeder will stets etwas sein und scheinen.

Aller Jammer kommt allein davon,
dass wir etwas sein wollen.
Das Nichts-sein,
das hätte in allen Lebensweisen,
an allen Orten,
an allen Leuten,
völligen, wahren,
wesentlichen, ewigen Frieden
und es wäre das Seligste,
das Sicherste und das Edelste,
das diese Welt hat.
Aber niemand will daran,
weder reich noch arm,
weder jung noch alt.

 

 

gerade jetzt
in diesem moment
liebe ich dich.

unsere seelen schimmern
im ersten septemberlicht
an diesem morgen,
berühren sich
verschmelzen.

dieser moment
ist vergangen
schimmernd.

nach A. Long

 

 

09.09.2011

Offene Weite, nichts von heilig.
Zen-Tradition

 

 

08.09.2011

"Das Essen das wir allein in Europa wegwerfen,
könnte zwei mal die Hungernden dieser Welt ernähren."
Unsere Verschwendung verstärkt den Hunger in der Welt!
Ein Film über Lebensmittelverschwendung
TASTE THE WASTE - heute startet der Kinofilm von Valentin Thurn
http://www.youtube.com/watch?v=0WYi_mWrLic
http://tastethewaste.com




07.09.2011

Um Nachrichten zu hören, schalte ich heute das Radio ein, da kommt mir eine vertraute Stimme entgegen: "Eine Welle gehört zum Ozean ..."
Eine hörenswerte Sendung mit und über Willigis Jäger:
br-online.de/bayern2/radiowissen/radiowissen-zen-buddhismus-ID1313484630755.xml



06.09.2011

Qigong in der Prävention und Behandlung
von chronischen Rückenschmerzen
17. September 2011
in Kassel

mehr

 

 

05.09.2011

Spätsommerkuchen
Mürbeteig:
200g Dinkelmehl
ein gute Prise Salz
100g Butter gekühlt in kleine Stückchen schneiden und kurz mit dem Mehl
so vermischen, dass es wie geriebener Käse aussieht.
Wenig Wasser (gekühlt) dazu, kurz kneten, so dass ein geschmeidig fester Teig entsteht.
Im Kühlschrank ruhen lassen.

Pflaumen entsteinen und vierteln,
Spätsommeräpfel in Stückchen schneiden,
Mirabellen entsteinen und halbieren.
Den ausgerollten Teigboden mit einer Gabel leicht einstechen und
das Obst in bunter Mischung auf dem Teig verteilen.
Mit Zimt und ev. wenig Zucker (je nach Süße der Früchte) bestreuen.
Mit Umluft bei 160 °C ca. 30 - 40 Minuten backen.


03.09.2011

Auf Anfrage der feministischen Zeitschrift Schlangenbrut für die neuste Ausgabe zum Thema Schweigen hat Beatrice Grimm einen Artikel über Stille geschrieben:

"Es gibt kein Glück, das der inneren Stille gleichkäme" (Simone Weil)
Schweigen, Spiritualität und Tanz
Auf einen Weg aus dem Alltagstrubel und den Alltagsgeräuschen in die Stille lädt Beatrice Grimm in ihrem Beitrag ein. Dabei zeigt sie die Pfade verschiedener Traditionen des Schweigens auf, gibt Einblicke in die Traditionen weiblicher Mystik und eröffnet Möglichkeiten des Tanzes in der Stille.

Innehalten
Wir sind umgeben von Trubel. Abertausende von Informationen dringen in immer schneller anwachsendem Maß und in stark zunehmender Geschwindigkeit auf uns ein.
Wie wäre es, einmal kein Handy, keinen MP3-Player, kein Radio, keinen Fernseher, keine Zeitung, keine E-Mail, kein Internet, keine Werbung zu haben? Nicht zu schreiben, nicht zu lesen, sich einmal mit keinem Menschen zu unterhalten? Nicht zu sprechen? Ohne äußere Stimulanz zu sein? Einmal nur ganz allein bei sich sein, zu schweigen und auf die Stille zu hören?

Einmal innehalten. In einer Zeit der Haltlosigkeit gibt Innehalten innen Halt. Meistens erleben wir erst beim Innehalten, dass der vermeintlich äußere Trubel in uns selber ist.
Auf der Suche nach äußerer Stille ging ich in die ägyptische Wüste ... weiter

 

KONTEMPLATIONSTAG mit Beatrice Grimm
Samstag, 1. Oktober 2011, 9:30 - 18:00 Uhr
am Benediktushof, Holzkirchen bei Würzburg

SICH EINEN TAG AUS DEM TRUBEL DES ALLTAGS IN DIE STILLE ZURÜCKZIEHEN

Dieser eine Tag, dieser eine Augenblick,
diese eine Bewegung, diese Stille, nur jetzt:
Kontemplation, Bewegung, Vortrag,
Einzelgespräche sind möglich.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Auch AnfängerInnen sind willkommen.
Der Tag findet im Schweigen statt.

Kursgebühr: EUR 43,00 inkl. Mittagessen und Teepause,
Abendessen zusätzlich EUR 7,- (bitte bei der Anmeldung angeben)


Anmeldung :
Benediktushof
Klosterstr. 10, 97292 Holzkirchen/Unterfranken
Tel.: 09369 - 98 38-0 FAX: 09369 - 98 38-38
E-mail: info@benediktushof-holzkirchen.de
home: http://www.benediktushof-holzkirchen.de

 

 

02.09.2011

Bitten der Kinder
Die Häuser sollen nicht brennen.
Bomber sollt man nicht kennen.
Die Nacht soll für den Schlaf sein.
Die Mütter sollen nicht weinen.
Keiner sollt müssen töten einen.
Alle sollen was bauen
Da kann man allen trauen.
Die Jungen sollen's erreichen.
Die Alten desgleichen.
Bertolt Brecht

"Alles, was von Somalia übrig ist,
sind Landminen, Krieg und Hunger"
www.aerzte-ohne-grenzen.de

 

 

1. September 2011

Heute wird in Indien Sri Ganesha Chaturthi gefeiert.
Der Elefantengott steht für die Beseitigung von Hindernissen.



Das wirkungsvolle Mantra heißt:
om gam gana pataye namaha
Unterschiedliche Möglichkeiten es zu singen:
http://www.youtube.com/watch?v=QhG-xQ9Z4kU&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=_h2rFVPCSPE
http://www.youtube.com/watch?v=287BnMx_mXQ&feature=related
Deva Premal

 

31.08.2011

Namasté
Das Göttliche in mir grüßt das Göttliche in dir:
Ich ehre in dir den Ort wo das ganze Universum ist.
Ich ehre in dir den Ort der Liebe, des Lichts der Wahrheit und des Friedens.
Ich ehre in dir den Ort, wo,
wenn du dich an diesem Ort befindest, und ich mich an diesem Ort befinde,
es nur einen von uns gibt.
aus dem Sanskrit

 

Das ganze Leben besteht in einem ständigen Neubeginn.
Hugo von Hoffmannsthal


30.08.2011

Massentierhaltung schadet dem Klima und der Artenvielfalt, belastet durch Überdüngung die Gewässer und setzt Tiere unnötigen Leiden aus. Der hohe Antibiotikaeinsatz stellt ein Gesundheitsrisiko dar.
Nach Recherchen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sind in Deutschland in den Jahren 2008 und 2009 jeweils über eine Milliarde Euro an Agrarsubventionen in die industrielle Massentierhaltung von Schweinen und Geflügel geflossen.
eine-milliarde-euro-subventionen-pro-jahr-fuer-industrielle-gefluegel-und-schweineproduktion-bund/

 

29. 08.2011

Den Eiern sehen wir an woher sie kommen. Die aufgedruckten Ziffern bedeuten:
3: ist tabu, das Ei stammt aus Käfighaltung.
2: Bodenhaltung im Stall, neun Tiere per Quadratmeter eingesperrt.
1: Freilandhaltung
0: Bio-Ei, das Fuitter muss mind. zu 80% ökologisch erzeugt werden, kein Gen-Soja, grössere Ställe.
Die meisten Supermärkte verkaufen keine Käfigeier mehr. Aus welchem Haltungssystem die Eier stammen, können wir allerdings nur den Schaleneiern ansehen - nicht dem Produkt, in dem Eier verarbeitet wurden.

Was geschieht mit Milliarden Eiern aus qualvoller Käfighaltung? Laut Tierschutzbund werden sie von Bahlsen, Verpoorten, Coppenrath & Wiese oder Lambertz in den Produkten dieser - und vieler anderer - Firmen in Keksen, Likör und Fertigprodukten versteckt verarbeitet. Viele Verbraucher wissen das nicht - und sie werden darüber auch nicht informiert. 
Es ist schon schwierig in Restaurants ein Eis zu bekommen, das nicht von Nestlé (Schöller/Mövenpick) hergestellt wird. Jetzt können wir beim Italiener auch auf den Eierlikör verzichten, es sei denn es gibt Eisdielen ohne Verpoorten.

 

 

27.08.2011

Astronomen forschen um die Wette: Heute wird wieder ein erdähnlicher, lebensfreundlicher Planet außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt. Allein in unserer Milchstraße gibt es wohl viele Milliarden.
spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,781893,00.html

 

 

23.08.2011

Von der Sonne lernen zu wärmen,
von den Wolken lernen zu schweben,
vom Wind lernen Anstöße zu geben,
von den Vögeln lernen Höhe zu gewinnen,
von den Bäumen lernen standhaft zu sein,
von den Blumen das Leuchten lernen,
von den Steinen das Bleiben lernen,
von den Büschen im Frühling Erneuerung lernen,
vom Sturm die Leidenschaft lernen,
vom Regen lernen sich zu verströmen,
von der Erde lernen mütterlich zu sein,
vom Mond lernen sich zu verändern,
von den Sternen lernen eine(r) von vielen zu sein,
von den Jahreszeiten lernen, dass das Leben immer von Neuem beginnt.
Verfasser/in unbekannt

 

22.08.2011

Ein alter Indianer saß mit seinem Enkel am Lagerfeuer. Es war schon dunkel, das Holz knackte, die Flammen züngelten in den Himmel. Der Großvater sagte nach einer Weile des Schweigens: "Manchmal fühle ich mich so, als ob zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen würden. Einer ist rachsüchtig, aggressiv und grausam. der andere ist liebevoll, sanft und mitfühlend." Der Junge fragte: "Welcher Wolf gewinnt den Kampf?" "Der Wolf, den ich füttere", antwortete der Alte.

 

 

21.08.2011

Heute erreicht mich die Botschaft der Gesellschaft für bedrohte Völker, dass
der bekannte iranisch-kurdische Schriftsteller Ali-Reza Sepahi Laeen in der Nacht zum 30. Juli von Angehörigen der Islamic Revolutionary Guards Corps (IRGC) gewaltsam festgenommen und entführt wurde.
Unterschreiben auch Sie den Appell der Gesellschaft für bedrohte Völker: http://www.gfbv.de/inhaltsDok.php?id=2271


 

18.08.2011

Festival Über Lebenskunst in Berlin
Perspektiven nachhaltiger Lebenskunst
17. bis 21. August 2011
Haus der Kulturen der Welt und im Stadtraum Berlin
101 Stunden Programm mit Konferenz , Workshops , Installationen , Performances , Konzerten , Filmen , Exkursionen , Gesprächen , Lesungen

Auftaktveranstaltung:
http://www.youtube.com/watch?v=smZlJ15_N6E&feature=related

 

 

17.08.2011

Für Alle die den Ulmentanz von Anastasia Geng lieben, den wir wieder in Bursfelde getanzt haben: youtube.com/watch?v=s0Lv9CqaJy4
Dieses Lied zum Ulmentanz ist vieldeutig und spielte eine Rolle während der sowjetischen Besatzung hinter den Barrikaden.
Hier singt Ieva Akuratere 2008 "An meine Nation": youtu.be/BnjZVVgqqEU
und hier einen modernen lettischen Tanz mit Ieva Akuratere, Sommer 2011: youtube.com/watch?v=dQ1OQOKR3vI&feature=related

 

 

16.08.2011

Am Wochenende kam ich in ein Dorf an der Weser in dem ein Fest gefeiert wurde mit Bierzelt, Essens-Buden und feilgebotenen Billigwaren und einem Karussell. Es gab Zuckerwatte, Zimtmandeln und duftete nach Bratwürsten. Da wünschte ich mir wieder einmal mit großem Vergnügen in eine Bratwurst zu beißen. Mit dem Gedanken an das Leiden der Tierkinder verging mir der Appetit. Besonders als am anderen Ende des kleinen Festmarktes die Leiche eines Babyspannferkels mit offenem Mund ausgestellt wurde um Menschen anzuziehen dieses Kind zu essen. Einen Moment dachte ich es wäre eine Plastikatrappe. Auch dass sie dem Schweinebaby den Mund geöffnet und ein menschliches Gebiss eingefügt und eine Sonnenbrille auf die malträtierte Nase neben die gebratenen Augen gesetzt haben, schien niemanden daran zu hindern dieses Neugeborene zu essen. Es wurde von hinten aufgeschnitten. Im Brockhaus steht: "Im zoologischen System gehört der Mensch zu den Säugetieren in die Ordnung der Herrentiere."
Es gibt Menschen, die behaupten, Tiere würden freiwillig sterben. Das mag für die Inuit stimmen, wo der Schamane auf die Robbenjagd geht, mit ihnen spricht und sie um eine Robbe bittet, damit sein Dorf nicht verhungert, weil es ja sonst nichts anderes zu essen gibt. Aber in der zuvilisierten Welt?

Vor ein paar Tagen gab es eine interessante und sehr eindrückliche Sendung bei nano: "Wieviel Fleisch verträgt die Welt?"
http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=23230

Nicht zu bekommen was man will, ist manchmal ein großer Glücksfall.
Dalai Lama

 

15.08.2011

Mariä Himmelfahrt, wohl der ältestes Feiertag der Katholiken. Ein Tag zur Bewahrung der Schöpfung. Die Kräuter sagen es uns immer noch.
Seit zehn Jahren das erste mal, dass ich zu diesem Zeitpunkt keinen Kurs habe. Heute bin ich wieder zurück aus Bursfelde. Bzw. nach Bursfelde habe ich mich noch in dieser wunderbaren Landschaft entlang der Weser aufgehalten. Einen Sonnenbrand hat sich in dieser Woche auf der Weser wohl niemand geholt. Viel Zeit Menschen zu begegnen, die normalerweise nicht in unsere/meine Kurse kommen. Neugierig kam ich gerne ins Gespräch mit ihnen. Manchmal kam ich mir vor wie von einem anderen Stern. Hier gäbe es Seiten zum Alltäglichen zu füllen.
Heute nur ein kleines Beispiel: Beim Mittagessen in einer Gaststätte zählte ich 23 alte Leute, drei mittelalte und zwei kleine Kinder.
Außer den beiden Kindern, die aus einem Gläschen und mit Butterkeksen gefüttert wurden, waren bis auf eine Person alle übergewichtig. Alle bestellten je einen Riesenteller mit zwei bis drei Schweineschnitzel oder mehreren Rinderouladen, und einer Riesenportion Pommes mit ab und zu einer kleinen Salatbeilage. Und sie assen diese Mengen ganz auf, dazu gab es Bier und hinterher eine Eisbombe mit Sahne. Danach waren sie pappsatt. Das war ihr Gefühl von Sonntag, von Feiertag.
Was ist das für ein Gefühl absolut pappsatt zu sein? Ein zufriedenes. Es sagt mir, dass ich jetzt alles habe und nichts mehr brauche. Jetzt bin ich in Frieden wie in Mamas Arme in einer schlimmen Zeit in Deutschland vor vielleicht über siebzig Jahren.
Jetzt siebzig Jahre später die kleinen Dörfer am aussterben. Ladenlokale, Wirtshäuser mit Papier oder Plasik verhängt, zu vermieten, zu verkaufen. Leerstehende Wohnungen und Häuser, von denen der Putz von den Wänden blättert. Eine Frau aus Leipzig sagte: "Das ist ja hier wie bei uns in der ehemaligen DDR." Jemand sagte mir, in Bayern soll es in kleinen Dörfern auch nicht besser sein.

Zum Schöpfergott weiter unten noch eine kleine Begebenheit mit einem 8-jährigen Jungen im spirituellen Familienkurs in Bursfelde. Er sagte: "Ich komme nicht in die Kirche, ich glaube nicht an Gott." Auf das Nachfragen seiner Oma kam die prompte Antwort: "Wenn er alles gemacht hat, wer hat denn ihn gemacht?"

 

 

03.08.2011

"Life isn't about coming in from the storm. It's about getting out there and dancing in the rain!"
Jetzt fahren wir nach Bursfelde und tanzen mit den Kindern sei es an der Sonne sei es im Regen.
Etwas liegt mir noch am Herzen: Es gibt grüne Felder in Afrikas Wüsten.
Die Stiftung Biovision ist eine gemeinnützige Organisation für projektbezogene, ökologische und nachhaltige Entwicklungshilfe für Menschen in Afrika und fördert damit im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen: http://www.biovision.ch/

 

 

2. August 2011

Im Frühjahr die Blüten am Birnbaum. Täglich wenn ich hier am Schreibtisch bin, sehe ich die Früchte wachsen, fast unmerklich. Woher wissen die Birnen das? Gestern schon ist die erste auf den Hof gefallen. Und im Schwalbennest über meinem Fenster ist nicht nur mehr ein ziepen sondern ein reges flattern und fliegen.
Das Einzige was Bestand hat, ist die Veränderung. Veränderung hier im Wachsen. In dem letzten Buch von Hanspeter Dürr, das ich allen ans Herz legen möchte, schreibt er: „Schöpfung ist in jedem Augenblick stattfindende Realisierung von Potentialität“.

Wo ist dann da ein Schöpfer, der in sechs Tagen die Welt erschaffen hat, am siebten Tag sich ausruht, was er wohl am achten macht? Die Milch bezahlen? Karl Rahner hat einmal gesagt: "Gott sei Dank gibt es das nicht, was sich 90% der Bevölkerung unter Gott vorstellen." Mythen sind wunderbar, aber man darf sie nicht wörtlich nehmen. Sonst ist es ein Witz ...

 

1. August 2011

Nationalfeiertag in der Schweiz.
Als der liebe Gott die Schweiz erschuf, gestaltete er auch die Berge.
Und es war alles gut. Da stand aber der Schweizer und druckste so rum. Da fragte ihn der liebe Gott ob er noch etwas möchte. "Ja, grüne Matten mit Ziegen und Schafen und Kühen," sagte der Schweizer. Und Gott schuf grüne Matten mit Ziegen und Schafen und Kühen. Und es war alles gut. Der Schweizer setzte sich sofort unter die nächste Kuh und begann sie zu melken. Dann gab er auch dem lieben Gott ein Glas Milch. Beide tranken von der Milch. Und es war alles gut. "Gute Milch", sagte der liebe Gott, und wollte gehen. Da stand aber der Schweizer und druckste so rum. Da fragte ihn der liebe Gott ob er noch etwas möchte. "Ja," sagte der Schweizer, "Zwöi Fränkli füfzg".


31.07.2011

Der erste Ferientag: 60 km Stau auf der Tauernautobahn. Jemand hat ausgerechnet, dass jeder Deutsche im Jahr durchschnittlich 47 Stunden im Stau steht. Endlich gibt es nichts mehr zu tun. Nichts fährt, nichts geht, nur Stillstand. Trotzdem bleiben alle wach, denn das Auto vor mir bewegt sich ja gleich ein paar Zentimeter weiter.
Einer Umfrage von 12 000 Beschäftigten zufolge bleiben fast 70% der Befragten auch im Urlaub für ihr Unternehmen erreichbar, und fragen ihre E-mails und hören ihre Handies ab. 17% haben angegeben, dass sie mit dem Arbeiten nie aufhören.
Stellen Sie sich vor Sie haben kein Handy, kein E-mail, kein Internet, keinen mp3 player, keinen Fernseher, kein Radio, keine Zeitung, nichts zu lesen, nichts zu schreiben, keine äußere Stimulanz.

Am Benediktushof ist das möglich. In einem kontemplativen Kurs die Stille finden, die nur zutiefst in uns zu finden ist. Stille wandelt von innen, ganz von selber, wenn der äußere immer schneller werdende Trubel um uns und in uns aufhört.
Innehalten gibt Innen Halt.

Zum Beispiel an einem einzigen Samstag sich einen Tag in die Stille zurückziehen, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich:
Am Samstag, den 1. Oktober 2011.
Kontemplation, Bewegung, Vortrag, Einzelgespräche möglich.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Kursgebühr: EUR 43,00 inkl. Mittagessen und Teepause
Anmeldung :
Benediktushof
Klosterstr. 10, 97292 Holzkirchen/Unterfranken
Tel.: 09369 - 98 38-0 FAX: 09369 - 98 38-38
E-mail: info@benediktushof-holzkirchen.de
home: http://www.benediktushof-holzkirchen.de


30.07.2011

Wie schon viele von Ihnen wissen, findet am 2. Oktober in Würzburg "Die Nacht der offenen Kirchen" statt. Willigis Jäger war eingeladen in der evangelischen St. Johanniskirche einen Vortrag über Mystik zu halten. Anschließend wollten wir wieder mit der Trommlerin Waldtraut Holzer gemeinsam eine "Feier des Lebens" gestalten. Leider wurde es nun Willigis Jäger verboten in der evangelischen Kirche zu sprechen, da es sich um eine ökumenische Veranstaltung handelt.
Das 2002 verhängte Redeverbot des Vatikans für Willigis Jäger wurde damit begründet, dass er Gläubige in die Irre führen würde.
Unser Beitrag in der Johanniskirche wurde abgesetzt.



29.07.2011

Aus dem Verkauf seiner Briefmarkensammlung stiftete Jakob von Uexküll 1980 den Alternativen Nobelpreis. 2007 gründete er den Weltzukunftsrat.
Anfang dieses Monats wurde vom Weltzukunftsrat die 3. Konferenz „Power Kick für Afrika” in Abuja, Nigeria initiert. Es konnte eine Rekordteilnahme festgestellt werden zu dem Thema erneuerbare Energien. 70 Teilnehmer/innen aus Politik, Wirtschaft sowie Zivilgesellschaft und aus 13 afrikanischen Nationen trafen sich, um über die Einführung regenerativer Energien und die damit verbundene Rolle von Frauen in ländlichen Regionen zu beraten. Elizabeth Thabethe, die stellvertretende Wirtschaftsministerin Süd-Afrikas, forderte: „Wir müssen bei der Energieproduktion grundsätzlich umdenken. Frauen sollten die Energie-Revolution anführen. Die Frauen unseres Kontinents sollten bei der Umgestaltung unserer Energieproduktion hin zu erneuerbaren Energien eine Führungsrolle einnehmen.“
www.youtube.com/watch?v=jHjWFb9QPOw&feature=player_embedded#at=324


28.07.11

heute habe ich folgende Geschichte gelesen:
Seit geraumer Zeit stand der Zug im Bahnhof, wahrscheinlich war es in Bern, während Albert Einstein immer und immer wieder seine Taschen und sein weiteres Gepäck nach seiner Fahrkarte durchsuchte. Der Schaffner wurde etwas ungeduldig und sagte zu dem Mann mit den wilden Haaren, er solle doch lieber einsteigen und im Zug eine neue Fahrkarte kaufen. Er bekäme sicher sein Geld für die nicht gebrauchte Fahrkarte, die er wohl im Laufe der Reise finden werde, zurück.
Darauf erwiderte Einstein: „Das mit dem Geld ist nicht das Schlimmste. Aber wenn ich die Fahrkarte nicht finde, weiß ich nicht, wohin ich eigentlich wollte. Und solang ich das nicht weiß, kann ich nicht einsteigen.“
(nach Zit. bei Toni und Theo Schönacker, Mut tut gut)


Was wissen wir schon wohin der Weg uns führt?
Manchmal ist es gut eine Sache zu Ende zu bringen, einfach bis uns "der Löffel aus der Hand fällt".
Manchmal ist es wichtig nicht zu entscheiden, sondern es auszuhalten in diesem Zustand "zwischen Tür und Angel". Auf der Türschwelle zu stehen, bedeutet ein enormes Potential. Gleichzeitig im hier und dort zu sein, halten viele Menschen jedoch nicht aus und treffen oft voreilige Entscheidungen.
Derwisch bedeutet ein Mensch der auf der Schwelle steht.

 


27.07.11

Alles was geschieht und uns zustößt, hat einen Sinn, doch ist es oft schwierig, ihn zu erkennen. Auch im Buch des Lebens hat jedes Blatt zwei Seiten. Die eine obere, schreiben wir Menschen mit unserem Planen, Wünschen und Hoffen, aber die andere füllt die Vorsehung, und was sie anordnet, ist selten unser Ziel gewesen.
Orientalische Weisheit



25.07.2011

1827 veröffentlicht der deutsche Dichter Wilhelm Hauff das Märchen "Das kalte Herz". Es erzählt die Geschichte des Peter Munk, der im Schwarzwald eine Köhlerei betreibt und davon träumt, viel Geld zu haben und respektiert zu werden. Dieser Wunsch lässt ihn einen Pakt mit einem Waldgeist eingehen, der ihn und seine Familie fast zerstört.
Der in München lebende Psychotherapeut Wolfgang Schmidbauer, bekannt durch Bücher wie "Die hilflosen Helfer" oder "Psychologie des Terrors", nimmt dieses Märchen in seinem neuen Buch "Das kalte Herz" als Ausgangspunkt, um darüber nachzudenken, wie in der Konsumgesellschaft die seelische Reife leidet und die moderne Geldwirtschaft gegen die Gefühle der Menschen arbeitet. Der Kapitalismus, sagt Schmidbauer, zerstört die Fähigkeit zur Empathie, also die Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinzudenken und einzufühlen. Die Folge der Sehnsucht oder Gier nach mehr ist die Selbstzerstörung.

Schmidbauer war einer der ersten Kritiker der Konsumgesellschaft aus ökologisch-psychologischer Sicht (Homo consumens, 1972; Jetzt haben, später zahlen, 1995).

Wolfgang Schmidbauer, "Das kalte Herz: Von der Macht des Geldes und dem Verlust der Gefühle", Murmann, Hamburg 2011, ISBN 978-3-86774-124-8

 

24.07.11

Was geschieht eigentlich wenn Menschen Menschen eiskalt umbringen wie jetzt in Norwegen, wenn Empathie fehlt, wenn es kein Mitgefühl gibt? Kann Mitgefühl trainiert werden?
Tania Singer ist Direktorin der neuen Forschungsabteilung "Soziale Neurowissenschaft" am Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften. Ihr Ziel ist die Erforschung der Grundlagen menschlichen Sozialverhaltens und sozialer Emotionen wie Empathie, Fairness und Egoismus. Ihr langfristiges Ziel: Methoden zu entwickeln, mit denen sich Empathie und Mitgefühl gezielt trainieren lassen.
empathie-tania-singer/-/id=918676/nid=918676/did=1699994/1fkr7tz/
Dazu arbeitet sie mit tibetischen Mönchen des Dalai Lama zusammen. Im tibetischen Buddhismus gibt es spezielle Techniken, in denen Mitgefühl eingeübt wird. Doch schlussendlich sind die Erfahrungen durch Meditation in allen Traditiionen gleich. Ein geflügeltes Wort: "Je tiefer die Erfahrung, je tiefer das Mitgefühl."



Stimmen Sie hier mit ab:
Die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union regelt, wie rund 56 Milliarden Euro Steuergelder aus dem EU-Agrarhaushalt verteilt werden. Nach Berechnungen des Deutschen Bauernverbands zahlen jeder Bürger und jede Bürgerin Europas dafür etwa 100 € pro Jahr. Wofür soll dieses Geld verwendet werden? Verteilen Sie Ihre 100 € so, wie Sie es für richtig halten.
www.meine-landwirtschaft.de/abstimmung

 

Die Autorin Karen Duve hat im Selbstversuch verschiedene Ernährungsformen getestet und sich dabei mit der Frage auseinandergesetzt: Wie viel gönne ich mir auf Kosten anderer? Daraus ist ein Buch entstanden: "Anständig essen".

 

23.07.11

Laut Weltagrarbericht hungern fast eine Milliarde Menschen auf diesem Planeten, während ebenso viele an krankmachender Fettleibigkeit leiden.
2,3 Milliarden Tonnen Getreide werden weltweit geerntet, mehr als je zuvor. Doch nur 47 % dieser Ernte dienen der menschlichen Ernährung. Der Rest wird zu Tierfutter, Sprit und Industrierohstoff verarbeitet. Unser Ernährungs-System ist eine der wichtigsten Ursachen für den Klimawandel, das Artensterben, für Umweltvergiftung, Wasserknappheit, vermeidbare Krankheiten, Kinderarbeit, Armut und Ungerechtigkeit. Dieses System ist krank.
Über 500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fassten 2008 im Auftrag der Vereinten Nationen und der Weltbank den Stand des Wissens über die globale Landwirtschaft, ihre Geschichte und Zukunft zusammen. Der Weltagrarbericht ist unbequem und alarmierend, warnt vor Irrwegen und zeigt Lösungen auf. Diese Seite faßt seine wichtigsten Ergebnisse zusammen. Sie will vor allem zum Handeln anregen: www.weltagrarbericht.de

 

Die unvorstellbare, skandalöse Hungersnot am Horn von Afrika ...
Gerade habe ich einen Versuch gemacht darüber noch mehr zu erfahren im www. Da blendet sich drei mal hintereinander ein üppiges Sahnedessert ein, mit dem Hinweis: "Mit Genuss abnehmen".
Siehe Hinweis oben. Hier noch mal "taste the waste": youtube.com/watch?v=0WYi_mWrLic

Das größte Flüchtlingslager der Welt ist voll, (angelegt für 90 000 Menschen, mit 400 000 überfüllt). 8000 Menschen haben sich schon außerhalb des Lagers niedergelassen, und täglich kommen immer mehr. Ohne Wasser, ohne Lebensmittel, ohne sanitäre Möglichkeiten, ohne Zukunft:
aerzte-ohne-grenzen.de/informieren/einsatzlaender/afrika/somalia/2011/2011-07-21-somalia-mangelernaehrung-flucht/index.html

Aerzte ohne Grenzen: Die extreme Hitze, Wassermangel sowie Verzögerungen bei der Registrierung der Flüchtlinge und der Verteilung der Lebensmittelrationen haben die Situation für neu ankommende Flüchtlinge deutlich verschärft.
"Der Anteil der schwer mangelernährten Kinder ist sehr hoch. Wir sind äußerst besorgt", sagt Monica Rull, die Leiterin der Projekte in Kenia und Somalia.

Die Flüchtlinge müssen 40 Tage warten, bevor sie vom Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen offiziell registriert werden und einen Ausweis erhalten, mit dem sie Lebensmittelhilfen erhalten können. Vor Ablauf dieser 40 Tage erhielten sie nur einmal eine Lebensmittelration für zwei Tage sowie einen Fünf-Liter-Wasserkanister.
"Dieser Zustand war völlig inakzeptabel", erklärt Rull. Mittlerweile hat es aber Verbesserungen gegeben. "Seit Anfang Juli erhalten die Flüchtlinge zumindest Lebensmittel für 15 Tage. Das reicht aber immer noch nicht aus. Das Welternährungsprogramm muss regelmäßigere Lebensmittelverteilungen sicherstellen. Außerdem muss die Ernährungssituation der Kinder in allen drei Lagern in Dadaab systematisch erfasst werden. Kinder bis zehn Jahre sollten integriert und die Ernährungsprogramme gegebenenfalls ausgeweitet werden".

Ärzte ohne Grenzen fordert eine Beschleunigung des Registrierungsprozesses.
Im Moment gibt es nur ein Registrierungszentrum für den gesamten Dadaab-Komplex.

 

 

Freiheit bedeutet die Möglichkeit
die Möglichkeit möglicherweise zu lassen.

 

22.07.11

Kürzlich sagten mir zwei Kinder mit einem weinenden und einem lachenden Auge: "Wir machen Urlaub auf Balkonien." Zwei Wochen später schrieb mir ihre Mutter folgende sms: "Sitze grad am fluss. schaue aufs wasser. Die buben haben ein feuerchen gemacht und bereiten ein picknick für uns vor. wunderbarer tag." Wenn wir davon ausgehen, dass Ferien eigentlich mehr eine innere Erfahrung bedeutet, gibt es Zuhause auch Möglichkeiten. Ein Beispiel das ich sehr liebe: In die eigene Wohnung zu kommen als wäre es das erste mal in meinem Leben. Eigentlich ist es ja in diesem Augenblick das allererste mal. Die eigenen vier Wände neu entdecken. Und alles wie in einem Film betrachten und sich selber dazu. Oder Menschen, die uns vertraut sind zum ersten mal erleben. (Aber nicht verraten). Mit kleineren Kindern kann man auch in der Küche den Zoo besuchen. Das hat mein Grossmami ab und zu mit mir gemacht, und das war schöner als im richtigen Tierpark. Der Elefant kam aus dem hohen Küchenschrank und wollte gefüttert werden. Und die Affen zwischen den Tassen ...


21.07.11

Die Schönheit des Reisens liegt nicht in der Aktion, sondern in der Erfahrung.

Ferien, Urlaub, Reisen ... Goethe hat mal gesagt: "Die beste Bildung findet ein gescheiter Mann auf Reisen."
In einer Studie wurde festgestellt, dass wir Mitteleuropäer im Urlaub anders sind als im Alltag Zuhause. Wir seien in den Ferien offener, toleranter, weniger wertend. Wir reisen nicht nur in andere äußere Landschaften, sondern vor allem reisen wir in andere innere Landschaften. Durch die veränderte innere Landschaft erleben wir auch die äußere Landschaft anders. Das merken wir auch, wenn wir von einem Kurs der inneren Vertiefung, und sei es nur für wenige Tage, wieder nach Hause kommen. Nicht umsonst sagen Kinder ihrer Mutter oder ihrem Vater manchmal: "Ich glaube du musst mal wieder auf'n Kurs gehen."
Wenn Goethe sagt, dass er die beste Bildung auf Reisen findet, könnte der Grund dafür auch sein, dass fremde Sinneseindrücke Konzepte verändern und vorgefasste Meinungen plötzlich nicht mehr so greifen wie Zuhause. Vieles ist anders als wir denken, dass es zu sein hat.
Mit anderen Möglichkeiten bleibt uns oft nichts anderes übrig als zu improvisieren, zu spielen. Und spielerisch lernen nicht nur Kinder am besten auch wir Erwachsene. Wenn wir unmittelbar leben, leben wir spielend.

 

20.07.11

Wir haben nur das was wir sind.
Nicht das was wir haben.

 


19.07.11

Immer geht es um Leben und Tod:
Ob Leben nicht schon immer Sterben, und Sterben Leben ist?


17.07.11

„Nur jemand der fähig ist sich an dieser wunderbaren Welt zu freuen und sie zu feiern, kann sie erhalten“.

 

 

11.07.11

Kinder brauchen Natur. Am liebsten mit Gleichaltrigen - und ohne pädagogischen Zeigefinger.
Erwachsene gehen in die Natur um sich zu entspannen und um ihre Vorstellungen von Schönheit zu erfüllen. Kinder dagegen finden in der Natur eine Herausforderung, an der sie wachsen können, am liebsten im eigenen Tempo. Manchmal rennend, manchmal versunken in Betrachtung.

 


07.07.11

In verschiedenen Medien wurde gestern der Staatenbericht der UN zitiert. Dieser kritisiert Deutschlands Sozialpolitik – insbesondere auch die Diskriminierung von Asylsuchenden.
Die im UN-Bericht besonders kritisierte Kinderarmut in Deutschland trifft Flüchtlingskinder am härtesten: Die Sozialleistungen für Asylbewerberkinder liegen um bis zu 54 Prozent unter dem Niveau der Hartz IV-Regelbedarfssätze für inländische Kinder. Vergleicht man den auf lediglich 68 Cent pro Tag gekürzten „Barbetrag“ für den persönlichen Bedarf, die soziokulturelle Teilhabe und den Schulbedarf, beträgt die Kürzung für Asylbewerberkinder bei bis zu 83 Prozent.

Nach einer Umfrage wollen über 80% der Deutschen keine Asylanten. Es ist nicht populär sich für Flüchtlinge einzusetzen.
Pro Asyl schreibt:
Der Gesetzgeber verfolgt mit den Asylgesetzen vor allem den Zweck der Abschreckung. Das bedeutet: Unterbringung in Sammellagern, Lebensmittel aus Essenspaketen, Minimalmedizin, Arbeitsverbot und Residenzpflicht. Um Flüchtlinge und Migranten abzuschrecken, nimmt Deutschland in Kauf, Asylsuchende und deren Kinder menschenunwürdig zu behandeln.
vereinte_nationen_ruegen_diskriminierung_von_asylsuchenden/

Schluss mit der sozialen Entrechtung von Menschen:
Aufruf_SchlusssozialeEntrechtung.pdf




6. Juli 2011

Im Kindergarten: Ein Pfirsich ist wie ein Apfel mit Teppich drauf.

 

 

5. Juli 2011

Das Zürcher Universitätsspital hat jetzt herausgefunden, dass Alkohol die Verdauung nicht fördert, wie der Volksmund sagt, sondern die Geschwindigkeit bremst mit der wir verdauen. 

 

 

4. Juli 2011

Möge dann und wann
deine Seele aufleuchten
im Festkleid der Freude.

Möge dann und wann
deine Last leicht werden
und dein Schritt beschwimgt
wie im Tanz!

Möge dann und wann
ein Lied aufsteigen
vom Grunde deines Herzens,
um das Leben zu grüßen
wie die Amsel den Morgen.

Möge dann und wann
der Himmel
über deine Schwelle treten!

Irischer Segensspruch

 

 

3. Juli 2011

Wöchentlich bekommt jeder Haushalt in der Umgebung Mainfrankens ein Anzeigenblatt. Dieses Marktblatt erscheint in einer Auflage von 350 000. Regelmässig schreibt da Pfarrer Roland Breitenbach aus Schweinfurt unter der Rubrik "Ortsgespräch" seine Kommentare zum alltäglichen Geschehen in und außerhalb der Kirche. In dieser Woche:
" Den Nachfolgern der Apostel ist nicht unbedingt ein Sturz vom Pferd zu wünschen. Aber es wäre sicher angebracht, wenn sie freiwillig von ihrem hohen Ross, ein Satiriker hat gesagt, vom überheblichen Kamel, herabsteigen wollten. Dazu passt diese Meldung: Drei Tage lang wollte die Akademie des Bistums Rottenburg-Stuttgart im Oktober über Sexualität und Kirche debattieren. Doch jetzt hat Bischof Gebhard Fürst die Tagung verboten. Erstaunlich ist seine Begründung: Der wegen der Kirchenkrise initiierte Dialogprozess zwischen Kirchenleitung und Basis solle nicht gestört werden. Das Gespräch zwischen oben und unten hat noch gar nicht begonnen. Was kann da gestört werden, fragt man sich?"
Lesen Sie weiter: stmichael.de/gemeinde/index.htm

 

 

2. Juli 2011

In einem Augenblick
hebe dich heraus
aus Zeit und Raum,
leg die Weisheit beiseite
und werde Welt in dir.
Schabistari



1. Juli 2011

Heute finde ich in meinen Unterlagen folgende Geschichte:
Eines Tages fiel einem Bauern ein Esel in den tiefen Schacht eines alten verlassenen Brunnens. Das Tier schrie herzzerreißend während der Bauer überlegte was er tun könne.
Schließlich entschied er das Tier sei zu alt und der Brunnen müsse sowieso zugeschüttet werden; die Mühe, das Tier aus dem Schacht herauszuholen, wäre es nicht wert. Deshalb rief er seine Nachbarn zusammen um ihm zu helfen das Loch zuzuschütten.
A
lle nahmen eine Schaufel und begannen den Brunnen mit Dreck zuzuschütten. Als dem Esel klar wurde, was ihm angetan wurde, schrie er noch viel flehentlicher. Dann aber beruhigte er sich zum Erstaunen aller. Ein paar Schaufelladungen später schaute der Bauer in den Schacht hinunter und sah zu seiner Verblüffung was der Esel tat: Er schüttelte den Dreck ab und trat ihn fest. Mit jeder Schauffelladung kam er ein Stückchen höher und konnte schließlich über den Rand springen und davonlaufen.
Jeder Fehler, jedes Missgeschick, jeder Missgriff in unserem Leben kann von großem Nutzen sein, wenn wir es schaffen ihn als Trittstufe zu benutzen. Der Trick ist den Schutt schlechter Erfahrungen unermüdlich abzuschütteln und Schritt für Schritt weiterzugehen. Nicht aufgeben, niemals! So gelangen wir am Ende aus dem Schacht eines versiegten Brunnens wie der Esel.



30. Juni 2011

150 Schildkröten auf der Startbahn des John-F-Kennedy-Flughafens New York.
weiter ...



29. Juni 2011

Zur Zeit ist am Benediktushof eine ganze Delegation der buddhistischen Union aus China zu Gast. Chinesische Mönche unter der Leitung von Jing Hui, dem Zenmeister und Abt aus dem wieder aufgebauten Kloster und Tempel Joshus, einer der berühmtesten und größten Zenmeister im alten China. Mitgekommen sind einer der besten Kalligrafen, ein Landschaftsmaler, der Direktor einer berühmten Musikschule, der virtuos die Qin spielt, und auch eine junge Meisterin, die sowohl die japanische als auch die chinesische Teezeremonie beherrscht. Beim Sommerfestival hat Liu Didi uns eine Kostprobe des chinesischen Teerituals gegeben. Heute erzählte sie mir, dass sie im Kloster Münster Schwarzach bei den Benediktinern zu Gast waren. Sie fragte dort die Mönche ob es bei ihnen auch so etwas wie ein Teeritual geben würde. Als sie verneinten, fragte Frau Liu ob sie vielleicht Kräutertee trinken. In den Klöstern in China und Japan würden die Mönche ziemlich viel grünen Tee trinken, vor allem auch wegen der Gesundheit. Als die Benediktiner auch den Kräutertee verneinten, fragte sie weiter was sie den trinken würden.
Bier!
Hier Liu Didi, achten Sie auf ihre Hände:
youtube.com/watch?v=Dq6SG-gVQSg&feature=related

 

 

28. Juni

Meine kleine Nichte wünscht sich, dass Frauen gegen Männer Fußball spielen. Dann würden die Männer rote Karten bekommen, und dann wären zum Schluss nur noch die Frauen auf dem Feld und würden gewinnen. Wir fragen uns ob es wohl in Zukunft wie bei den Frauen auch Männerfußball heißt, und nicht nur Fußball.

 

 

Sommersonnenwende 2011

Ob ein hohes Ziel und eine Begeisterung echt sind, das merkt man nicht an den feierlichen Stunden, sondern im Alltag.
Ob einer Ernst macht, sieht man nicht an den großen Entschlüssen, sondern an der kleinen Arbeit, tagaus, tagein.
Romano Guardini


Wir leben in einer alles entscheidenden Zeit. Wissenschaftler sagen uns, wir hätten nur 10 Jahre, um unsere Lebensweise zu ändern ...
Jeder Einzelne muss an dieser gemeinsamen Anstrengung teilnehmen ...

Yann Arthus-Bertrand, Regisseur des Films HOME

 

 

06.06.2011

Africa-Festival in Würzburg: Bei Platzregen unter der Brücke unbändige schwarze Tänzerinnen und Tänzer, umwerfende Trommler, die sich per Zufall hier im Trockenen, jenseits der Pfützen gefunden haben. Ihr Tanz, ihre Musik laden ein zur Freude, zur Lebensfreude. Afrika wie es leibt und lebt. Africa total ohne Zweifel, ohne zu hinterfragen, auch hier :


In meiner E-mail box ging es heute auch um Afrika.
Hier zwei Aufrufe zum Unterschreiben:
1.

Mai 2011: Vor der libyschen Küste sinkt ein Flüchtlingsschiff. 600 Menschen ertrinken. Der junge Somali Abdelrachman überlebt. Jetzt sitzt er in der Wüste im Flüchtlingslager "Choucha" an der tunesisch-libyschen Grenze fest – ohne Lebensperspektive. Er ist einer von 11.000 Flüchtlingen, für die der UNHCR händeringend ein Aufnahmeland sucht. Meist vergeblich: Deutschland und andere EU-Staaten haben bis heute nicht reagiert. Statt den Flüchtlingen zu helfen, schottet sich Europa ab.

Obwohl alle Möglichkeiten bestehen, Bootsflüchtlinge zu retten, werden die Menschen auf dem Meer gnadenlos ihrem Schicksal überlassen Über 1.600 Schutzsuchende sind seit Anfang des Jahres im Mittelmeer gestorben – am 1. Juni kamen über 150 Bootsflüchtlinge ums Leben. Abdelrachman will trotzdem wieder in eines der maroden Schiffe nach Europa steigen. "Nach Somalia zurück kann ich nicht. Hierbleiben auch nicht. Lieber sterbe ich."
Pro Asyl:
Unterstützen Sie unseren Appell an den Präsidenten des Europäischen Rates, Herman von Rompuy!

Was heißt es Flüchtling zu sein?
http://www.youtube.com/fluechtlingsschutz#p/u/6/EUOnfnJJPvs

2. Die Jusos und Solidar Suisse lancieren in der Schweiz eine Petition:
«Schluss mit Steuerbefreiung für die Fifa».

Wussten Sie, dass die „gemeinnützige“ FIFA anlässlich der Fussball-WM in Südafrika einen Gewinn von 2,35 Milliarden Franken eingenommen hat? Über 50 Millionen davon gingen als Boni an Blatter und seine Leute. In die Staatskasse von Südafrika riss die WM ein Finanzloch in der Höhe von 3 Milliarden.
http://www.fifawatch.ch Die Unterschriften werden nach Abschluss der Sammlung der Bundeskanzlei übergeben. Die Adressen der Unterzeichnenden werden nicht an Drittpersonen oder andere Organisationen weitergegeben. Unterschreiben können alle, unabhängig von Alter und Nationalität.



03. Juni 2011

Auf den Philippinen hat ein 60-jähriger Familienvater den zweitgrößten Jackpot in der Geschichte des Inselstaates geknackt. Der sechsfache Vater gewann 356 Millionen Pesos, da sind rund 5,7 Millionen Euro ... hier weiterlesen


28.05.2011

Heute feiert Amnesty International seinen 50. Geburtstag! Kaum eine andere Organisation hat mit ehrenamtlich arbeitenden Gruppen für die Menschenrechte soviel erreicht wie Amnesty.
SEIT 50 JAHREN BEWEGEN GEWÖHNLICHE MENSCHEN AUSSERGEWÖHNLICHES. Das einzige, was Amnesty noch nicht gelungen ist, sich selber überflüssig zu machen. Über die aktuelle Menschenrechtssituation auf unserer Erde: www.amnesty.de


27.05.2011

Das Greenpeace-Energieszenario "Klimaschutz - Plan B" zeigt, dass der vollständige Atomausstieg bis zum Jahr 2015 machbar ist, ohne die Versorgungssicherheit und die Klimaschutzziele zu gefährden.
Wussten Sie, dass die Atomstromproduktion zwischen 1970 und 2010 in Höhe von 186 Milliarden Euro vom Staat (mit Steuergeldern) gefördert wurde?

Die Stromkonzerne und ihnen nahestehende Politiker warnen vor den hohen Kosten der Energiewende. Doch in Wahrheit sind Wind- und Wasserkraft schon heute billiger als Atom und Kohle, zeigt eine Studie von:
greenpeace-energy.de/service/news/

Alles über Atomenergie und radioaktive Strahlung kann gut verständlich beim Umweltinstitut München nachgelesen werden:
http://umweltinstitut.org/radioaktivitat/allgemeines/atomenergie-und-radioaktive-strahlung-44.html
Auf dieser Homepage finden Sie auch alle Hinweise für die Demonstrationen in anderen großen Städten Deutschlands.

Noch einen weiteren Beitrag, der mir am Herzen liegt: Durch Katharina Sheperd, (japanische Tuschmalerei) sind wir mit Hidefumi Suzuki in Kontakt gekommen. Er ist Dolmetscher und Übersetzer und wohnt in Norddeutschland. Der Japaner kommt ursprünglich aus Onagawa, wo ca. 70 % der Häuser durch den Tsunami zerstört wurden. Nach den offiziellen Zahlen am 29.04. sind die Toten und Vermissten auf ca. 1.300 korrigiert. Sehr wahrscheinlich haben von 10 000 Einwohnern 8.700 Menschen den Tsunami überlebt. Auch das Haus seiner Eltern und das Firmengebäude seines ältesten Bruders sind vollständig zerstört. Zum Glück konnten sich die Eltern und die Familie seines Bruders vor den Wassermassen retten und wurden von einer befreundeten Familie außerhalb der Tsunami-Zone aufgenommen.
Im April schrieb Herr Suzuki: "Die vielen Menschen aber in den Notunterkünften haben sehr wenig zum Essen. Gas-, Wasser- und Stromleitungen sind zerstört. Es gibt keine funktionierenden Heizungen. Und  das bei Temperaturen nachts um den Gefrierpunkt. Auch Banken und Geschäfte in der Stadt sind zerstört." Herr Suzuki und seine Lebensgefährtin haben deshalb beschlossen, auf unkonventionellem Weg zu helfen. Sie haben ein separates Spendenkonto eingerichtet. Sie haben auf die Gründung einer Stiftung verzichtet, weil dadurch mehrere Monate für die Hilfe verloren gingen und außerdem auch Kosten entstünden. Deshalb können sie keine Spendenbescheinigung ausstellen.
Von den Veranstaltungen in St. Stephan konnten wir 1000 Euro und der Marienfeier im Weingarten 350 Euro überweisen.

Vor einigen Tagen schrieb Herr Suzuki nun, dass die Infrastruktur dort immer noch kaputt ist. Wasser und Strom gibt es erst teilweise. Ca. 1.900 Leute wohnen immer noch in den Notunterkünften. Wiederaufbau ist leider immer noch nicht in Sicht.
Ende April konnte er über 30 000 Euro an einen inzwischen gegründeten beratenden Ausschuss der Stadt Onagawa schicken. Sein Bruder gehört diesem Ausschuss an, der eng mit der Stadtverwaltung zusammen arbeitet, damit dieses Geld vor allem den Menschen, die immer noch in den Notunterkünften sind, für den Wiederaufbau ihrer Häuser und der Infrastuktur zu Gute kommt, sodass sie ihre Heimat nicht verlassen müssen. 
Hier zwei japanische links um die Videos vor Ort zu sehen. Die Bilder sprechen für sich:
Momentaufnahme der Tsunami in Onagawa
http://www.yomiuri.co.jp/stream/m_news/vn110421_2.htm?from=tw
Onagawa am 12.04.
http://www.youtube.com/watch?v=j_yVD-jmlGk

Da in den Medien nur noch ab und zu von der radioaktiven Katastrophe in Fukushima berichtet wird, gehen praktisch keine Spenden für diese Menschen mehr ein. In unserer schnelllebigen Welt gehören die Japaner in Notunterkünften, die gerade nur ihr nacktes Leben gerettet haben, der Vergangenheit an.
Für Spenden, die zu 100% ankommen:
Jeder Betrag ist willkommen, denn jeder Euro hilft!
Die Daten  für eine Überweisung sind:
Kontoinhaber Suzuki/Paetow
Konto Nr.: 1397 905 116
BLZ: 200 505 50
Hamburger Sparkasse
Verwendungszweck:  Spende Onagawa

Für die Überweisung aus dem Ausland folgende Daten:
IBAN: DE 29 2005 0550 1397 9051 16 BIC: HASPDEHHXXX


26.05.20111

Alles zu seiner Zeit.
Stille und Bewegung,
Außen und Innen,
das Innerliche im Äußeren erleben.

 

 

25.05.2011

Heute wird mich nichts am Tanzen hindern, ich selbst bin die Lebensfreude!
Etombo Mokod, Kamerun

 

 

24.05.2011

Ich weiß, dass wir einen Funken jenes
ewigen Lichts in uns tragen,das im Grunde
des Seins leuchten muss und welches unsere
schwachen Sinne manchmal nur von ferne ahnen.
Diesen Funken in uns zur lodernden Flamme
werden zu lassen und das Göttliche in uns
zu verwirklichen ist unsere höchste Pflicht.
Johann Wolfgang von Goethe


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